Klaviervorbereitung fürs Studium mit 38 neben 30 Stunden Job

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breiter
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Hi,

ich war beim Vorstellungsgespräch und die potenzielle Arbeitgeberin hat mir eine unerwartete Stelle angebotet. Sie ist 30 Stunden pro Woche (also, 120 Stunden pro Monat, 75% einer Vollzeitstelle). Meine ursprunglische Stelle war eine Teilzeitstelle (20 Stunden pro Woche)

Ich bin an einem Konservatorium als Schüler für Klavier angenommen. Dort kriege ich Einzelunterricht und dazu fünf theoretische Fächer. Mein Plan war, die Teilzeistelle zu nehmen (20 Stunden pro Woche) und die überige Zeit am Konservatorium üben.

Aber es wäre auch gut, mehr Geld zu bekommen, und 6 Stunden am Tag statt 4 sind auch nicht so viel. Es ist in Frankfurt und die Verkehrsverbindungen sind sehr gut, und der Arbeitsplatz ist nicht sehr weit weg vom Konservatorium.

Ich weiß nicht, was zu tun. Mehr Geld wäre besser. Habt ihr schon einmal 30 Stunden pro Woche und euch erfolgreich für eine Aufnahmeprüfung an einer Hochschule für Musik vorbereitet?
 
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siebass
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ich weiß, daß ich das nicht hinbekommen hätte. aber ich kenne menschen, die haben ausreichend energie im bauch um das zu schaffen.
es hängt also von deiner konstitution und deinem umfeld ab, ob du auch aus deiner privaten umgebung unterstützung erfährst wenn du mal wieder 'nicht ansprechbar' bist.
kannst du mit deiner arbeitgeberin einen deal machen und das angebot für ein halbes jahr annehmen um nach ablauf auf grund deiner erfahrungen die situation neu einschätzen und entscheiden zu können?
 
startom
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Mach doch mal eine Auslegeordnung. Wie viel Zeit du in die Teilzeitstelle steckst, ist ja gegeben. Wie viel Zeit investierst du in das Konservatorium, sowohl die obligatorische Zeit (Einzelunterricht, weitere Fächer) als auch die Vorbereitungs-, Aufgaben- und Uebezeit.

Ich persönlich arbeite zu 90% als Software Entwickler in einem Betrieb sowie zu ca. 10-15% (je nach Semester schwankend) als Gitarrenlehrer in einer privaten Musikschule. Ja, das gibt natürlich mehr als 100%... aber stimmt die Begeisterung, dann ist auch der Wille zur Mehrarbeit da.
 
Annino
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Das musst du wirklich selber wissen, da kann man dir nicht viel helfen.

Bist du denn schon am Konservatorium und weißt, wie viel Zeit du da ungefähr brauchen wirst?
Wie viel Zeit verwendest du/willst du verwenden aufs Üben?
Wie viel Fahrzeit sparst du, dadurch dass der größere Job näher ist?
Wie anstrengend sind die Jobs? nach 4h in einer Restaurantküche ist man vielleicht nicht mehr so fähig, sich zu konzentrieren, wie nach 6h in einer Theaterkartenvorverkaufsstelle, wo immer mal einer reinguckt. Zumindest stelle ich mir das so vor.
Wie flexibel ist das Konservatorium mit den Unterrichtszeiten, bzw die Jobs mit Schichten?
Wie lange ist diese Konstellation geplant? Ein halbes Jahr auch mehr als acht Stunden am Tag wären nicht so ein Problem, wie wenn das zwei Jahre laufen soll.

Also ich habe mich neben dem Abitur vorbereitet, hatte die Aufnahmeprüfungen zwischen schriftlichem und mündlichem Abi und wurde genommen. Musste damals auch noch täglich fast zwei Stunden fahren, hab dafür aber kaum fürs Abi gelernt. Stattdessen hatte ich lieber noch andere große Projekte nebenbei laufen bis kurz vorm Abi, die aber auch musikalischer Natur waren. Aber diese Info wird dir überhaupt gar nichts bringen, weil wir nicht vergleichen können, auf welchem Stand man ist (wie viel üben ist denn noch nötig für die Prüfung?), wie viel Zeit einem wirklich zur Verfügung steht am Tag (ich hab damals ja noch keinen eigenen Haushalt geführt), etc. pp. Dementsprechend kannst du nur selbst wissen, wie es in deinem speziellen Alltag ist.
 
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Hallo,

langer Post, ich bitte um Geduld.

ich habe bei mehreren Hochschulen in Frankfurt und Wiesbaden gefragt, ob ich mit 38 Jahre alt Musik als B. A. studieren könnte und ich habe gemischte Antworten bekommen:

Auf dem Papier gibt es nichts dagegen in den drei Hochschulen, wo ich gefragt habe: HFMDKF, Dr Hoch und die WMA. Alle gefragte Dozenten haben mir gesagt, alle andere Studierenden werden viel jünger als ich sein. Für mich es ist kein Problem.

Ich hatte ein Gespräch mit einem Mitglied der Leitung der HFMDKF und was er mir gesagt hat: Es gibt aber unofizielle Altersgrenze: 25 Jahre alt für das Bachelor und circa 30 für den Master. Musikorchestern werden mich nicht anstellen. Auch kein Problem für mich.

Im Gespräch mit einem Mitglied des Dr Hochs-Konservatorium wurde mir gesagt, mein Alter ist kein Problem, aber dass Menschen, die B. A. absolvieren massenhaft Lehramt im Nachhinein machen, da die Arbeitslage so schlecht ist. Menschen können von Musik nicht leben.

WMA: mein Alter ist kein Problem, die andere Studierenden werden viel jünger als ich sein.

Eine kontaktierte Privatlehrerin ist aufgrund meines Alters auch skeptisch.

Meine Fragen:

Deutsche Pianisten und Klavierstudierenden als B. A. wie alt wart ihr, als ihr das Studium angefangen habt?

Kennt ihr Beispiele von Menschen, die schon ein Studium abgeschlossen haben und Musik mit circa 40 Jahre alt das Studium begonnen haben (also, sie wurden angenommen)?

Was denkt ihr? Ist mein Alter ein Problem?

Warum ich Klavier als B. A. studieren möchte: Weil es mir gefällt. Ich kann nicht 80 werden und mich dann fragen: "wie wäre es, wenn ich Musik studiert hätte?"

Meine Ziele nach dem Studium: Alles mögliche. Sowohl nochmal migrieren (bin nicht in Deutschland geboren) als auch in der freien Wirtschaft als Lehrer mich bewerben oder doppelt arbeiten (ich bin jetzt berufstätig).
 
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Hallo breiter,

ich gehör hier eigentlich zu den Skeptikern und Mahnern... - aber Deine Story, Dein Lebenslauf ist dermaßen speziell, da kann Dir niemand wirklich helfen/raten.

Aber (ausnahmsweise): Probier es, Du mußt das wissen, obs geht - hör aber gut auf Deinen Körper und Deine Psyche. Hau rein, aber mach den Riemen runter, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt.
Ich wünsch Dir Glück, das am Ende nicht unbedingt ein Musikstudium sein muß.
 
Annino
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Also ich studiere momentan (als junger Mensch) und wir haben ein paar ältere Studenten. Einige mit Kindern, alle machen eher so "ihr Ding", aber es geht auf jeden Fall. Von den dreien, die mir jetzt gerade einfallen, haben aber alle schon als Musiker gearbeitet vorher (bzw. arbeiten nebenbei als Musiker/Musikpädagoge). Von zweien weiß ich, dass sie ein zweites Studium gewählt haben, um sich in ihrem Beruf noch einmal weiter zu bilden. Der eine, weil er mit seinem ersten Studium keinen guten Job gefunden hat, den er auf Lebenszeit mochte, der andere ist Musical-Darsteller und findet mit steigendem Alter als Darsteller weniger Jobs, deshalb sattelt er Richtung Pädagogik um.
Die, die ich kenne, integrieren sich problemlos im Hochschulalltag. Wenn danach Probleme entstehen, dann vielleicht beim Job finden, aber das scheinst du ja realistisch einzuschätzen. Auch glaube ich, dass da viele Möglichkeiten sind, z.B. im pädagogischen Bereich (wenn man z.B. Klavierpädagogik/-didaktik als Schwerpunkt wählt) einzusteigen.

Was bist du denn momentan von Beruf? Willst du diesen Beruf komplett aufgeben oder wäre z.B. Klavierlehrer sein als zweites Standbein neben dem normalen Beruf eine Möglichkeit? Dann geht es evtl auch ohne Studium ganz gut (Auch wenn ich das nicht empfehlen würde, weil Studium noch einmal eine ganz andere Qualifikation ist.

Ich glaube nicht, dass das Alter, die Stundenzahl, die man zum üben hat oder ähnliches der Punkt sind. Der Punkt ist, welche Alternativen hast du, wie kannst du deine finanziellen Bedürfnisse sichern und ein wie starker Kämpfer bist du? Es geht auf jeden Fall, aber es ist nicht der übliche Weg und du wirst vielleicht mehr Kraft und Durchhaltevermögen brauchen als jüngere Studenten. Wie du dein Lebensunterhalt dann sicherst, wie deine Arbeitszeiten dann aussehen, etc. weißt nur du, aber das scheinst du auch gut überlegt zu haben. Wenn du aber den Dozenten an der Hochschule beweisen kannst, dass du es schaffst, dann wird man vielleicht (hoffentlich) demnächst auch mal die Politik gegenüber älteren Studienanwärtern ändern.
 
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Meinen aktuellen Beruf würde ich nicht aufgeben, es ist keine physische anstrengende Arbeit und gut bezahlt. Meine Familie möchtet mich finanziell unterstützen. Wenn ich an der HFMDK studieren würde, könnte ich einen Kredit der KfW beantragen. Wohngeld ist auch eine Option (Als Student arbeite ich bis 20 Stunden pro Woche).

Klavierlehrer und diesen Beruf paralell zu "üben" ist eine realistische Option.

Zitat: "Der Punkt ist, welche Alternativen hast du" was meinst du damit? Alternativen zum was? Zum Klavierstudium? meinen aktuellen Beruf halten und das Studium vergessen.

frage für Annino: Welche Stücke hast du in deiner Aufnahmeprüfung gespielt?
 
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Nur ein paar Gedanken ein bisschen Offtopic...

Wie bei allen Aufnahmeprüflingen - grade für Prestigefächer wie Klavier / Geige / Gesang - rate ich dazu mal Kontakt zum zuständigen Professor zu bekommen und darum zu bitten mal 5-10 Minuten etwas vorspielen zu können. Der kann dann Die Chancen den Platz zu bekommen gut einschätzen. Außerdem finden manche es ganz nett wenn ihre "Bewerber" eine Vorgeschichte haben. Wir hatten da auch Professoren, die es Studenten hoch angerechnet haben, wenn sie "Lebenserfahrung" oder irgendetwas "durchmischendes" in die Student/innengruppe einbringen. 20 Jahre und ein chinesisches/koreanisches/japanisches Supertalent zu sein, der vielleicht keine Lust auf "Beteiligung" über seine Ausbildung hinaus hat, das ist nicht schwer zu bekommen an den Hochschulen.
Soll heißen: manche Dozenten rechnen es Bewerbern an, wenn ihr Lebenslauf zeigt, wie sehr sie etwas wollen und durch welche Widerstände sie gegangen sind auch ohne die Förderung wohlhabender Eltern.. Arbeitstiere...

Nur so lange die Qualität stimmt. Ein Vorabtreffen mit dem Abteilungsleiter Klavier kann eine "persönliche" Note einbringen. Sollte dann natürlich chemisch stimmen.
 
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Ich studiere Elementare Musikpädagogik mit Ergänzungsfach Querflöte, daher werden dir meine Stücke absolut nichts bringen. Da helfen dir aber ganz sicher die Dozenten vor Ort weiter.

Auch bei uns empfinde ich es so, dass gerne "interessante" Menschen und auch gerne welche in höherem Alter aufgenommen werden.

Welche Alternativen hast du, meinte ich in Bezug auf: Wie kannst du denn noch glücklich werden? Würde es dir reichen, ohne Ausbildung einfach zu unterrichten. Oder den privaten Unterricht, den du wahrscheinlich nimmst, nochmal zu verstärken, etc. Aber es klingt für mich, als wäre das Studium dein Weg und du hättest schon einen ausgeklügelten Plan. Und wenn deine Familie hinter dir steht, dann hilft nur ausprobieren. Eine Garantie, dass man genommen wird, hat leider keiner. Ich erinner mich noch gut, wie ich monatelang zwischen Vorfreude und absolutem Verzweifeln hing, weil ich einfach glauben wollte, dass es klappt, aber mir auch nicht sicher war und dieses Studium doch das einzige war, was ich wirklich wollte. Das erlebt wohl jeder zwangsläufig.
 
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Es gibt mehrere Klavierstücke die ich spielen will. Der einzige Weg, diese Stücke zu spielen ist durch ein Studium. Ich könnte diese Stücke auswendig lernen und üben, aber ohne gute Technik. Wie sinnvoll ist es? Ich spiele hauptsächlich für mich. Ich singe auch (das passt mit dem Klavier sehr gut). Es kommt in Frage später singen und spielen und Chorgruppen leiten. Didaktik kommt in Frage aber als etwas nebenrangiges. Das sage ich aber jetzt als absoluter und idealistischer Laie.

Die Alternative wäre die Stücke auswendig zu können aber ohne Technik.

Und die Andere, das Studium total vergessen.

Auch, wenn ich Chorgruppen leite brauche ich gute Technik. Die kriege ich im Studium.
 
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ob Du Dir da nicht eher den Frust holst?
Dein zukünftigen Kommilitonen aus China, Korea, etc. die sind technisch ziemlich fertig, bei denen gehts im Studium kaum mehr um Technik.
An denen wirst Du Dich messen müssen und an diesen wirst Du auch gemessen werden - für die bist Du der Hemmschuh beim schnellen Weiterkommen...
 
Annino
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Chorgruppen leiten lernst du aber nicht durch ein Klavierstudium. Vielleicht solltest du da noch mal eine Beratung aufsuchen, dich mit jemandem an den Hochschulen in Verbindung setzen. Man kann auch Chorleitung studieren, hat innerhalb dieses Studiums auch Klavierunterricht, je nach Hochschule verschieden viel.

Vielleicht doch noch mal gucken, welcher Studiengang genau deiner ist? Da gibt es sehr sehr viele Varianten und jede Hochschule ist nochmal anders aufgestellt.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ein Studium ist nie der einzige Weg, bestimmte Stücke spielen zu können. Das geht durch guten Klavierunterricht, evtl bei einem Hochschuldozenten.

Ein Studium schließt aber auch Geschichte, Theorie, Didaktik, Unterrichtspraktika, etc.pp. mit ein. Es bereitet auf einen Beruf vor (Konzertpianist, Klavierlehrer, evtl auch Chorleiter) und du solltest schon das auswählen, wo du später in dem Beruf auch arbeiten möchtest.

Studium ist mittlerweile recht verschult. Wenn du sagst, du kannst aufgrund deiner Lebenssituation auf den Abschluss/das Zeugnis verzichten, dann kannst du natürlich freier studieren. Wenn du aber am Ende einen Abschluss haben willst, musst du auch alle Fächer belegen, die die Hochschule vorsieht. Und das heißt, dass es evtl gar nicht in die Musikrichtung geht, die du dir dachtest (wenn z.B. dein Klavierdozent viel Neue Musik von dir hören will und du wolltest Romantik spielen) oder dich Theorie irgendwann einfach nur noch ankotzt, obwohl ursprünglich Interesse da war und du jetzt noch irgendwie die Prüfung schaffen musst.

Geh wirklich noch mal in den persönlichen Kontakt mit den Dozenten, mach dort einen Beratungstermin, wo du studieren möchtest und nimm dir ausführlich Zeit deine Ziele auch noch mal mit deinem Klavierlehrer (hast du einen? Was sagt der eigentlich?) zu besprechen, denn der hat ja wahrscheinlich auch studiert und kennt den Betrieb.
 
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Es gibt mehrere Klavierstücke die ich spielen will. Der einzige Weg, diese Stücke zu spielen ist durch ein Studium. Ich könnte diese Stücke auswendig lernen und üben, aber ohne gute Technik. Wie sinnvoll ist es? Ich spiele hauptsächlich für mich.

Studium ist ein lateinisches Wort und auf deutsch übersetzt mit: eifriges Streben, Eifer, Bemühung, Engagement

Insofern hast Du Recht, wenn Du sagst: Der einzige Weg, diese Stücke zu spielen ist durch ein Studium. Warum das allerdings ein Hochschulstudium sein muß, wenn Du nur für Dich spielen willst, will mir nicht recht einleuchten. Wenn Du einen der begehrten Studienplätze an einer Musikhochschule ergatterst, nur um ein paar Stücke zu lernen, die Du dann nur für Dich spielst, finde ich das nicht ganz in Ordnung. Du nimmst damit ja einem anderen, der daraus seinen Beruf und seinen Broterwerb machen will, den Studienplatz weg. Es sollte mMn als Studienmotiv schon ein musikpädagogisches Interesse dahinterstehen oder ein Interesse daran, professionell zu Konzertieren.

Ansonsten würde es mMn vollkommen reichen, wenn Du Privatstunden z.B. bei einem Professor oder Dozenten der Musikhochschule nimmst. Der kann Dir auch die Technik beibringen, wenn Du den richtigen erwischst. Und dieses den-richtigen-Lehrer-finden halte ich für viel wichtiger als den Aspekt, daß das an einer Musikhochschule stattfinden muß. Nebenher könntest Du z.B. Meisterkurse und entsprechende Workshops (z.B. auch in Theorie) besuchen.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Chorleitung: Es gibt an Hochschulen Chorleitung als Kurs. Da könnte man vermutlich auch als "Gasthörer" mitmachen. Würde vielleicht 50€ im Semester kosten und man könnte am Seminar teilnehmen. Das muss der jeweilige Dozent des Seminares zulassen, mitunter wird ein Vorgespräch Klarheit bringen, ob die Eignung vorliegt. Dabei ist das meist nicht elitär (Ein Dirigierstudium ist etwas anderes), sondern eine Pflichtveranstaltung auch für "normale" Musiker, vor allem angehende musiklehrer. Da kann man sich auch "ausprobieren" und lernen, die Verantwortung ist sehr gering.
Wenn es für Dich beruflich wichtig ist, dich darauf zu spezialisieren - vielleicht wäre das ja was?
 

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