kleiner Mikro Shootout Erfahrungsbericht- E935, Beta58, SM58, TG-X 81

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Broadwoaschd
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Mahlzeit,

Ich hatte gestern mal wieder ne tolle Chance 3 verschiedene Bands der härteren Sorte abzumischen und hab dabei mal etwas mit Mikrofonen rumgespielt, und das Ergebnis möchte ich euch nicht vorenthalten.

Ich kenn die Location gut, ich bin dort fast jedes Wochenende für irgendne Band zum Mischen, es ist nen niedriger Pub in dem ne FAT Anlage bestehend aus 2 18ern und nem 12/2 Top pro Seite steht. Die Tops laufen Fullrange, die Bässe sind bei 100Hz getrennt, also wenig optimal.
Akustisch ist der Raum schwierig, weil man eben die Tops garnicht hoch genug bekommt um über die Leute drüber zu kommen und Snare und Becken in dem Ruam durchknallen wie sonstwas. Dazu kommt, dass die 3 Bands gestern - Coor Enemy, Drowning Grace und Hollywood Rose ziemlich seeehr laut schon von Bühne kommen. Aber das kenn ich mittlerweile dort.

Problem in dem Raum besteht darin, den Gesang überhaupt hörbar über die Instrumente zu bekommen. Gerade bei Prügelzeugler - äh lauten Schlagzeugern - ist das fast unmöglich mit der Anlage.
Zudem standen dort 2 Marshall Fullstacks und nen Bassfullstack - ideale Verbindung um viel laut zu machen und mich zum verzwifeln zu bringen :bang:
Also eigentlich ne ideale Umgebung um Mikrofone in Extremsituationen zu testen.
Als Mixer haben wir unsren DDX3216 Digitsalmischer mitgebracht.


Das zu den Rahmenbedingungen.

Schon beim Soundcheck des Headliners - Hollywood Rose trat mein altes Problem wieder auf, man hat den Sänger garnicht gehört. Aber sowas von überhauptnicht. Noch dazu hat der Herr den Mikrokorb seiner SM58 Funkmikros immer schön mit der Hand zugehalten, sodass es auchnoch schön schnell gepfiffen hat.
Also mal wieder hat man den Leadgesang nicht gehört - ist nicht das erste mal bei der Band der Fall. Der Leadgitarrist hat das Beyerdynamic TG-X 81 bekommen, Rhythmusgitarrist das Sennheiser, Keyboarder das Beta58 Funkmikro.
Alle waren ungefähr ähnlich eingepegelt und ich hab mein möglichstes versucht das beste aus jedem rauszuholen.
Zwischenfazit: Leadgitarrist und Keyboarder versteht man gut, Rhythmusgitarrist immernoch besser als den Sänger, aber schon weniger optimal.


Irgendwann gings dann mal los, mit Coor Enemy. Der Sänger hat sich das Beta58 geschnappt, das hat mir überhauptnicht zugesagt. Wesentlich besser als davor das SM58, aber auch hier versteht man kaum was. Wenigstens hatte ich diesmal genug headroom um den Gesang hörbar zu machen - wenn auch nicht schön.


Als nächstes kam Drowning Grace, der Sänger hat Gott sei Dank das Beyer genommen. Das war eine Wohltat, ich hab in dieser Location noch nie so gut den Gesang rüber bekommen. Dabei war ich locker 3 db niedriger als bei den Bands davor, obwohl die Bühnenlautstärke auch nicht geringer war. Kein Kompressor benötigt, am EQ nur um 2 KHz leicht angehoben und LowCut bei 120Hz, Rest flat.
Das war RICHTIG geil, ich bin aus dem Staunen nichtmehr raus gekommen. Natürlich hat das auch was mit der Qualität der Band und des Singenden zu tun, aber hier war ich der festen Überzeugung dass es mit den andren Mikros nicht so gut geklappt hätte.
Die Investition hat sich 100%ig gelohnt!

Als dann Hollywood Rose gespielt hat, und ich mehr Zeit hatte den Leadgitarristen am Beyer singen zu hören hat sich der Eindruck bestätigt, dieses Mikrofon ist den andren im Test um Welten überlegen, ich bin ausm Feiern garnichtmehr raus gekommen ;)

Einen kleinen Wehmutstropfen gibts allerdings: ich hatte knapp 3 db weniger auf die Monitore geben müssen beim Beyer als beim Sennheiser, also das E935 ist ne Ecke koppelfester.


Wenn ich ne persönliche Reihenfolge der getesteten Mikros machen sollte in Anbetracht auf Livetauglichkeit sähe diese so aus:

TG-X 81 - absolut als Referenz zu betrachten
Sennheiser E935
Beta 58
...
...
SM58


Das nur mal um eich an meienr Erfahrung teilhaben zu lassen, ich bin immernoch ganz euphorisch und freue mich schon auf die nächste Band heute ;)
Im Laufe des nächsten Jahres werd ich noch weitere Mikros im Preisbereich bis 250€ testen, dann gibts auch Berichte.


So long
mfg
 
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Hi,
vielen Dank für den interessanten Vergleich. Ist zwar schwierig, wenn nicht die gleichen Leute z.B. alle Mikros durchgetestet haben, aber immer noch ein netter Test.

Gruß,
Florian
 

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