Könntet Ihr euch ein Leben so ganz ohne Röhrenverstärker vorstellen?

  • Ersteller Plektomanic
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Musik machen ohne ein Röhrenamp ? Nein.
Warum ? Weil ich Röhrenamps einfach klasse finde. Fertig, Ende, Aus.
So sehe ich das auch.
Ich mein die Technik in einem Röhrenamp ist quasi unkaputtbar, sofern man sich an ein paar Regeln hält. Sind die Röhren mal durch macht man halt neue rein. Es gibt genug Beispiele wo ein solcher Verstärker nach 40 /50 / 60 Jahren immer noch seinen Dienst tut und Klasse klingt.
Das müssen diese Digitalen Kistchen erst mal beweisen.
Ein Beispiel da ich selbst erlebt habe: Vor 8 Jahren hab ich mir ein H9 von Eventide gekauft, OK , Klasse Effektpedal, ich war schon ziemlich angetan..Paar Wochen nachdem die Garantie abgelaufen war hat es den Geist aufgegeben ..von heute auf Morgen, war Nix zu machen Schrott auf hohem Niveau.(Nein, ich hab nix falsch gemacht hab das Ding wie ein Rohes Ei behandelt) Analoge Effekte hab ich seit Zig Jahren und die Funktionieren einfach , da geht so gut wie nie was kaputt. Ich trau dem Digitalen Spielzeug nicht so recht über den Weg.
 
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Mit Sicherheit führen technische Komplexität und schaltplan-miniatuirisierung zu einer etwas größeren fehleranfälligkeit und noch viel mehr zu weniger Reparatur-freudigkeit.

Aber dass auch zahlreiche digitale Geräte Jahrzehnte durchhalten ist nun Mal ein Fakt.
 
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Ich bin ein totaler Röhrenamp Fan und liebe z.B. meinen Mesa Boogie Lone Star Classic über alles. Das ist meine Wohlfühloase.

Nichtsdestotrotz arbeite ich live mit einem Amp1 und genau 3 Pedalen (Minituner, Drop, Source Audio Colider) plus einer Bluebox, weil es ausreichend ist und auch gut klingt.
 
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Mit Sicherheit führen technische Komplexität und schaltplan-miniatuirisierung zu einer etwas größeren fehleranfälligkeit und noch viel mehr zu weniger Reparatur-freudigkeit.

Aber dass auch zahlreiche digitale Geräte Jahrzehnte durchhalten ist nun Mal ein Fakt.
Das will ich gar nicht leugnen und sage ja auch dass solche Geräte wie Kemper, Tone X, Axe-Fx etc. Absolut ihre Berechtigung haben.
Ich selbst habe mit dem UAD Apollo Twin schon ganz gute Erfahrungen gemacht und bin zur Zeit auch am Überlegen ob ich mir wieder so Etwas zum Aufnehmen und Ideen erschaffen zulegen werde. Von der Hand weisen würde ich auch nicht die ganzen Leute die damit wirklich gute Musik machen und könnte wohl auch die Digitale Kopie nicht vom Original unterscheiden.
Trotzdem sage ich dass ich es Genieße auch mit einem guten Röhrenverstärker Musik zu machen, das ist schon was besonderes, nennt es Nostalgie oder festhalten am Altbewährten.
Ich mein ein anderer Aspekt ist eben auch dass ein spezieller Amp eben auch ein Instrument ist das mit dem Musiker in Verbindung gebracht wird und es schon Cool ist das Teil halt dann in "Echt" da stehen zu haben ..
So oder so..hauptsache der Sound stimmt :biggrinB:
 
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nennt es Nostalgie oder festhalten am Altbewährten.
ich sag es mal so. Ich kaufe meine Musik noch auf CD oder LP, Filme auf DVD , schaue im Fernsehen das was gerade jetzt kommt und mein Haus ist nicht mit meinem Blödfon verbunden. Da darf ich auch die Begleitheizung im Musikzimmer anwerfen. :evil:
 
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Da darf ich auch die Begleitheizung im Musikzimmer anwerfen. :evil:
Eigentlich (nach Röhrenverordnung vom 1.1.1957) ist DAS doch nur erlaubt, wenn Du auch ab und zu ein Live-Konzert besuchst. 😉
 
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Du auch ab und zu ein Live-Konzert besuchst.
na da hab ich ja Glück. Dieses Jahr steht noch Lamb of God und Amon Amarth auf dem Plan. Karten hängen zuhause an der Wand.
Die Röhrenampbetriebsfreigabe für 2026 habe ich durch den Besuch von Amorphis Ende letztes Jahres erhalten.
Und falls du meinst das man selber spielt.....öhm, ja meine Nachbarn hören das manchmal. Ob sie wollen oder nicht. Aber bisher stand niemand mit Mistgabel und Fackel vor der Tür.
Scheinbar war ich noch nicht "zu laut genug".
 
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Trotzdem sage ich dass ich es Genieße auch mit einem guten Röhrenverstärker Musik zu machen, das ist schon was besonderes, nennt es Nostalgie oder festhalten am Altbewährten.

Und da spricht selbstverständlich überhaupt nichts dagegen.

Viele Röhrenamps klingen (richtig eingesetzt) exzellent und machen richtig Spass.

Und unabhängig davon ist auch ein nostalgischer Spaß daran ein valider und vollkommen ausreichender Grund zur Nutzung.

Ich komme zwischenzeitlich aber auch mit digitalen lösungen zu hervorragendenden Ergebnissen für mich ... Deswegen denke ich eben weniger in Kategorien wie Analog/Digital/Röhre/Transistor als in Ausstattung, Klang, Vielfalt und Bedienung.

Bzw. Funktioniert oder funktioniert nicht.
 
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Seit wir umgezogen sind, haben wir eben auch Nachbarn und ich kann meinen Dirty Shirley Amp nicht mehr so laut spielen wie ich gerne möchte (zumindest nicht immer). Das einer der Nachteile von Röhrenamps, die klingen halt laut erst richtig gut.
Ich mein, kein Problem den auch mittels Mastervolumen dann auch Lautstärkemäßig anzupassen.
Beim Bogner Atma hat man ja auch erkannt dass einige User gezwungenermaßen öfter auch leiser sein müssen und hat den Preamp wahlweise für 1/5/oder 18 Watt ausgelegt und tatsächlich funktioniert das sehr gut.
Von daher sind die Digitalen Lösungen die es gibt schon äusserst Praktisch.
Meine Erfahrungen hab ich mit dem UAD Apollo Twin gemacht und will absolut nicht von der Hand weisen dass die Technik schon bei diesem Gerät sehr faszinierend ist und sich mittlerweile wohl noch weiterentwickelt hat.
Beide Welten haben ihre Berechtigung.
 
Ich spiele (nach frühen Band-Erfahrungen mit einem Transistor-Amp) nur für mich zu Hause und habe das lange Jahre ganz ohne Amp getan, nur mit einem Preamp mit Vorstufen-Röhre und Cabinet-Simulation (damals einem Digitech Valve FX) und danach über den Rechner mit Modelling-Software.
Das Spielen mit Kopfhörer fand ich aber immer anstrengend. Es fällt schwer, die Lautstärke richtig einzuschätzen, und das Ergebnis beim Recording, wenn man es dann über Boxen abhört, entsprach selten dem Gewünschten (und am Kopfhörer ursprünglich Gehörten).
Es gibt Leute (z.B. Top-40-Musiker), die schnell zwischen den unterschiedlichsten Sounds umschalten können müssen und die überhaupt einen große Bandbreite klassischer Sounds brauchen. Dafür ist modernes digitales Equipment natürlich ideal.
Ich stelle aber fest, dass das nicht mein Ding ist und dass ich es weder brauche noch für mich möchte.
Mir genügt eigentlich ein guter Grundsound, den ich direkt beim Einschalten habe, dann möchte ich mich eigentlich nur noch ins Gitarre-Spielen selbst versenken und die Klänge über die Gitarre und die Spieltechnik erschaffen.
Von daher war der Wechsel zu einem Amp folgerichtig.
Zuerst war das bei mir ein Supro Thunderbolt Plus (ein Vollröhren-Combo mit 15" Speaker), den ich mit Attenuator gespielt habe, inzwischen ist es vorrangig ein alter Peavey Deuce VT, der im Automix-Modus wirklich sehr schön und einzigartig klingt - auch wenn er ein Hybrid-Amp (mit Transistor-Vorstufe und Röhren-Endstufe) ist und für manche von Euch vielleicht gar nicht als Röhrenverstärker durchgeht.
Mein Fazit für mich: ich finde beides valide, Modeller oder Benutzung eines "echten" Amps, und bei den Amps finde ich die Unterscheidung von "Röhre" und "Transistor" gar nicht unbedingt so wichtig.
Für mich habe ich jedoch festgestellt, dass ich am Spielen mit Amp deutlich mehr Spass habe und auch mehr lerne, weil ich die Gitarre darüber völlig anders höre als mit Kopfhörer oder über Studio-Monitore, und in den Amps, die mir gefallen, sind meistens auch Röhren drin, auch wenn es nicht unbedingt Vollröhren-Amps sind.
 
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Es gibt Leute (z.B. Top-40-Musiker), die schnell zwischen den unterschiedlichsten Sounds umschalten können müssen und die überhaupt einen große Bandbreite klassischer Sounds brauchen.
Worauf bezieht sich nochmal das Top-40? Charts können es ja nicht sein oder? Wer sind die denn, diese Top-40 Musiker?
 
Worauf bezieht sich nochmal das Top-40? Charts können es ja nicht sein oder? Wer sind die denn, diese Top-40 Musiker?
Das ist ein ganz allgemeiner Begriff für Cover-Bands, die beliebte Songs im Programm haben. Einfach mal Tante Google nach "Top 40" befragen.
 
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schön seine Bemerkung, dass Kids alle GPS im Smartphone haben, aber Landkarten immer noch gedruckt werden…
etwas bemüht - „Trotz E-Gitarre spielen wir immer noch auch die akustische .. „ fände ich da passender.
 
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etwas bemüht - „Trotz E-Gitarre spielen wir immer noch auch die akustische .. „ fände ich da passender.
Ich spiele sowohl E- als auch Akustische Gitarre und ehrlich gesagt wenn ich jetzt wählen MÜSSTE ..ich glaub ich würde mich für Akustische entscheiden weil es quasi Gitarre Pur ist ohne Effekte, ohne Verstärkung .
Zum Glück muss ich nicht wählen und ich Liebe die E-Gitarre und verzerrte Sounds total aber eben auch den Klang einer guten Akustikgitarre.
 
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Bin 2019 – nach 30 Jahren mit Röhrenamps – umgestiegen und habe nach einigen Experimenten mit verschiedenen digitalen Lösungen etwa 2022 im Kemper meine endgültige Lösung gefunden.
Seitdem habe ich keinen einzigen Tag meine Röhrenamps vermisst.

Also, ja, ich kann mit ein Leben ohne Röhrenverstärker vorstellen ;)
 
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Ich muss meine Aussage etwas präzisieren: ich könnte sehr wohl mit meinem Transistoramp anstelle meines Röhrenamps leben - und mache das auch gelegentlich bei Gigs bzw. Jams, wenn es schnell und leicht sein soll.....
Tatsächlich aber bevorzuge ich den Ton eines Amps im Gegensatz zu PA oder Kopfhörer. In den 90ern habe ich ein Jahr lang an einem Projekt mit Drumcomputer und Sequenzer mitgemacht, da lief alles über Mischpult und Monitore bzw. auch Kopfhörer. Natürlich gab es damals noch nicht die Auswahl an Cab-Sims und Modellern, ich habe mit einem Rocktron ProGAP, Boss ME-5 und viel EQ-Gefrickel gearbeitet. Nach einem Vierteljahr war ich sicher, dass ich damit nicht warm werde und nach einem Jahr habe ich die Reißleine gezogen.
Wohlgemerkt geht es nicht um die Lautstärke, ich brauche keine 4x12er die mir die Hosenbeine flattern lässt, tatsächlich proben wir mit unserer Band relativ leise.
Ich finde es schwierig zu beschreiben, aber bei einem Amp und einem Drumset habe ich das Gefühl "innerhalb" des Sounds zu stehen, bei Monitoren oder Kopfhörer stehe ich "außerhalb".
 
ich habe mit einem Rocktron ProGAP, Boss ME-5 und viel EQ-Gefrickel gearbeitet.

Ich habe auch letztens mal dieses "Gaming" auf einem Atari ausprobiert... die Grafik hat mich letztlich nicht überzeugt, keine Ahnung wieso alle meinen die sei heute schon so realitätsnah. :)
 
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Ich finde es schwierig zu beschreiben, aber bei einem Amp und einem Drumset habe ich das Gefühl "innerhalb" des Sounds zu stehen, bei Monitoren oder Kopfhörer stehe ich "außerhalb".
Ich glaube, das ist reines Gefühl. Ich spiele im Proberaum mit der Band über Amp und Gitarrenbox, zuhause etwas seltener über leise Amps (Transistor) und in aller Regel über Kopfhörer (analoge Pedale und seit kurzer Zeit ein digitales Effektgerät dabei, das aber nur im Verbund zum Einsatz kommt). Wenn man sich mal an alles gewöhnt hat, finde ich es sehr leicht, gut damit zurecht zu kommen. Und, ganz ehrlich, digitales Modelling ist mittlerweile verdammt gut.
 
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