Könntet Ihr euch ein Leben so ganz ohne Röhrenverstärker vorstellen?

Plektomanic
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Der Titel verrät ja schon worum es geht. Was bedeuten euch noch Röhrenverstärker.
Ich kam auf die Frage beim durchstöbern des "Spass mit Gitarren: Memes" Thread
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Hehe
Nach meinen Erfahrungen sind Röhrenverstärker halt zuverlässige Arbeitspferde mit Klasse Sound.
Ich hab auch schon mit Digitalen Geräten Musik gemacht. Hatte ein UAD Apollo Twin Audio Interface und generell fand ich das Aufnehmen und Musizieren mit diesen Plug Ins ja auch ganz cool.
Leider hab ich durch mein Eigenversschulden das Board, also die Digitale Rechnereinheit durch einen Kurzschluss geschrottet. Momentan muss ich deshalb erstmal darauf verzichten damit Musik /Ideen festzuhalten.
Zum Glück hab ich ja zwei ganz gute Röhrenverstärker, also im Grunde die Originale die Per Plug in nachgebildet werden.. sozusagen der "Originalsound"
Deswegen meine Frage: Was ist euch Wichtiger, Digitales "Spielzeug" oder "The real Thing" ?
 
Wenn der Thread nicht mal zündet?

:mampf:

Aber zum Glück sind Gitarristen diesbzgl. seit einigen Jahren auch entspannter unterwegs. Ich spiele sowohl, als auch. Aber mein Engl Fireball ist just Ende des letzen Jahres kaputt gegangen und mein Peavey XXX Combo wurde auch schon seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb genommen, weil einfach zu laut für zuhause. Daher spiele ich aktuell nur digital und in der Band sowieso, da unser andere Gitarrist nur noch Kemper spielt.
 
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Für mich sind "richtige" Amps von der Haptik her unschlagbar. Kurz hier und da an den Reglern gedreht und man hat seinen Sound.

Allerdings habe ich auch digitale Lösungen hier (z.B. Headrush und auf dem Rechner ist jetzt auch die eine oder andere Amp Sim installiert). Die Sounds dort sind alle mehr als brauchbar, aber mir fällt bei der Nutzung immer wieder auf, wie schön es ist an Reglern zu drehen.

Ist vielleicht aber auch ein Thema des Alters oder der Einstellung oder so. Mein Sohn geht hier mit einem Mooer GE150Pro an einer FRFR steil und beherrscht das Ding aus dem FF. Bin gespannt was passiert, wenn ich ihn mal ans Headrush lasse. Oder auf seinen Gesichtsausdruck, wenn er den JVM mal ausfahren darf.
 
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Ein normaler Transistor-Amp, der gut klingt, tut´s auch und ist weniger Lautstärkeabhängig, was die Klangformung angeht. Wirklich digital muss der gar nicht sein.
Im Bass-Bereich gibt´s ja auch wesentlich mehr Transistor- als Röhrenverstärker und die kommen problemlos damit zurecht. Da gibt´s auch nicht so viele "Röhren-Fetischisten". 😄

Aber ein Röhren-Amp, den man auch mal ein bisschen ausfahren kann, hat schon ein gewisses Feeling. :cool:
 
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@gorephil beides. Ist eine 1960A 😁
 
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Ich habe meinen absoluten Traumamp nach langer Suche gefunden. Er klingt wie er soll und ist einfach ein Gedicht. Aber gerade für das Spiel daheim, ist mir das zu laut. Selbst leise gespielt, mit Attenuatoren aller Art, macht es nicht die gleiche Freude. Er steht hier und verstaubt und wird eigentlich nur, wenn ein Freund zu Besuch kommt nochmal ausgepackt. Den Rest der Zeit spiele ich absolut glücklich das Profil meines Amps auf dem Kemper und der spieldynamische Unterschied ist mir absolut egal im Vergleich dazu, den perfekten Sound bei Zimmerlautstärke zu haben.

Insofern wäre es dumm zu sagen: Röhre braucht kein Mensch. Ohne Röhre kein Röhrenprofil. Aber ich bin glücklich, wenn ich das digitale Abbild einer realen Röhre spielen kann. Das Original kann dann in den Schrank.
 
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Ich habe jahrelang einen Hughes&Kettner Triamp gespielt, bevor ich nun zum Floor-Kemper gewechselt bin.
Der Kemper hat zwei sehr große Vorteil für mich:
1) Gewicht und Größe. Der Triamp + 4x12er Box + großes Effektboard wog insgesamt deutlich über 60kg und ich musste in meinem großen Auto immer die Rückbank umklappen um genug Platz zu haben
2) Möglichkeit direkt ins Pult zu spielen. Der Triamp hatte sogar ne Red Box, aber das klang nicht wirklich schön, so dass wir den bei Auftritten per Mikro abgenommen haben und im Proberaum lief er halt einfach über die 4x12, was aber dann eben im kleinen Proberaum nicht zu einer sonderlich tollen klanglichen "Ausleuchtung" des Raumes geführt hat, sondern mehr zur Marshall-Schneise, so dass immer einer der Mitspieler etwas leiden musste und halt primär Gitarre gehört hat. Mit dem Kemper kann ich direkt per XLR ins Pult, Null Aufwand und er läuft wie Gesang und keyboard über die PA. Alle hören die Gitarre gut und es ist kein Unterschied zum Auftritt, so dass auch der Soundcheck schneller geht.

Insofern steht der Triamp nun kaum benutzt in der Ecke und wird vmtl irgendwann hier in den Keller wandern, falls dort tatsächlich im Laufe des Jahres ein Tonstudio entstehen wird.
Ich kann also sehr problemlos ohne Röhrenverstärker leben.
Auch zuhause hab ich mir mittlerweile einen gebrauchten Floor-Kemper hingestellt, so dass ich das gleiche Setup wie im Proberaum hab und ein Backup für Auftritte.
Seitdem hab ich auch meinen Mesa Boogie Quadamp mit 4xKT88er Custom Endstufe eher selten genutzt.
Das digitale Zeug ist einfach super praktisch, ich kann auch nachts leise spielen, es braucht nicht groß gewartet werden etc.

Ja, ich mag die Simplizität eines Röhrenverstärkers, aber der Kemper stellt mich jetzt auch nicht vor die großen Herausforderungen (weil ich auch einfach viele Sachen ignoriere, die ich gar nicht brauche).
Klanglich tut sich da nicht so wahnsinnig viel, finde ich. Der Kemper ist klanglich so flexibel. Wer damit "seinen" Sound nicht hinbekommt, hat vmtl einfach nur zu wenig Zeit investiert.
Ich kann mit beiden Arten so spielen, wie ich mir das vorstelle. Die Vorteile vom Kemper überwiegen aber gerade aktuell einfach massiv.
 
Für mich sind "richtige" Amps von der Haptik her unschlagbar. Kurz hier und da an den Reglern gedreht und man hat seinen Sound.
Genau deshalb habe ich (immer noch) das uralte BIAS von Positive Grid auf dem iPad :D
 

Könntet Ihr euch ein Leben so ganz ohne Röhrenverstärker vorstellen?

Natürlich "ja".
Es gibt jede Menge Wichtigeres ...
Aber ich mag sie trotzdem ;)
 
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Ich kann mir sogar ein Leben ohne Musik vorstellen ... :cool:
 
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Das eher nicht ... ;)
Ich würde wohl auch ohne Instrumente zumindest mit irgendwas irgendwelche musikähnlichen Geräusche verursachen, wie ich es angeblich auch schon als kleines Kind ausgiebig getan hatte :)
 
Moin,
Ja, ich kann mir ein Leben ohne Röhrenamps vorstellen.
Wer gut klingt hat recht, egal mit was das erzeugt wurde.
Ich verwende aktuell am liebsten Amp1, das da eine Röhre drin ist, ist mir wumpe, die soll keinen Verschleiß haben und deswegen auch nicht gewechselt werden.
Top.
Gründe sind Gewicht und Größe bei gleichzeitig gutem Klang. Ich gehe genau einmal vom Auto zum Gig und einmal wieder zurück. Mit Gitarre, Amp, FX, Box, Tablet und Stativ. Selbst mit meinem Handtaschenamp ging das nicht.
Vorher hatte ich kleine DV mark Amps, die sind auch klasse.

Vor kurzem habe ich einen Handtaschenamp vor dem Verkauf nochmal angespielt. Das war schon gut! Aber ich benutze die halt aus praktischen Gründen nicht mehr.
Nur einen Amp werde ich niemals verkaufen, meinen AC30 Anfang 70er. Steht aber ehrlicherweise seit 4 Jahren ungespielt im Keller...

Ciao
Monkey
 
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*edit*
Nee, ich mag meine Röhren-Amps, wobei der VOX MVX 150 H, na sage mal so; es gleicht in seiner Funktionsweise insofern einer 12AX7-Vorstufenröhre als „6P1“ zwei Trioden (direct heating twin triode), je mit einem Gitter (Eingang), einer Anode (Ausgang) und einer Heizung enthält, und ausgesprochen röhrenähnlich klingt. Ist aber nicht zu 100% ein "echter" Röhren-Amp.
Dennoch, ich mag den Amp, und er wird regelmäßig bespielt, und liefert über eine Laney LF212 Cabinet 2x12" einen schönen Sound.

Und mein Bugera V55 HD Infinium Head lierfert ebenfalls einen schönen warmen Röhren-Sound.
Der Newport Röhrenamp aus den 70er, der steht bei mir Daheim. Ein Verkauf kommt nicht in Frage, aus sentimentalen Gründen. War/ist ein erster richtiger Amp überhaupt.
 
Grund: edit -> Vollzitat Titel
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Solange es keine für mich überzeugende Sim für einen Hiwatt DR gibt behalte ich die schwere Kiste... aber das Ruby Pedal von UAD ist ja schon sehr, sehr gut. Und wenn eh schon ein Rudel guter Röhrenamps rumsteht, werden die halt benutzt - das Wort ist nachhaltig. Letztlich ist mir Banane, wo der Sound rauskommt, solange er paßt.
 
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Dass dieses Spielzeug über zweihundert mal die Titel des E-Git-Subs ziert, lässt diesen Thread überflüssig erscheinen :D .

LG Lenny
 
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Deswegen meine Frage: Was ist euch Wichtiger, Digitales "Spielzeug" oder "The real Thing" ?
Ich kann ohne Röhrenverstärker, ohne Buch, ohne Vinylplatten, ohne perforierten Filmstreifen leben, aber nicht ohne Erzählungen & Geschichten & Geräusche von anderen Menschen, physisches Medium ist da zweitrangig.
 
Hmmm - ich schreib grad einen Science Fiction-Roman, der im Musiker- und Gitarrenmilieu und dem Jahr 2222 spielt ... KI hat natürlich komplett alles übernommen und die Menschheit in den Untergrund und in Nischen verdrängt ... Hoffnung keimt auf, als KI und Cyborgs sich reihenweise selbst abschalten bzw. durchknallen - weil sie in einem Museum ein paar Röhrenverstärker und Gitarren gefunden haben und diese in Gang bekommen ... durch die höllenlauten, verzerrten Klänge brazzen ihnen sämtliche Synapsen durch - es bleibt nur Schrott - Ursprung ist natürlich ein durchgeknallter Pubertierender, welcher in social Media-Kanälen, die natürlich überwacht werden, den Fake einer Gitarrenmusik in die Welt setzt, welche in der Lage ist, reine Energie zu erzeugen und schwarze Löcher zu zerstören: dead heavy metal - der mit überirdischer, ultrabrutaler Lautstärke und maximaler Verzerrung rausgehauen werden muss ...

Also ja - Röhrenamps werden noch hunderte von Jahren existieren und dereinst die Menschheit retten!

x-Riff
 
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Die Antwort ist ja. Aber die beiden verstaubenden Teile im Keller werde ich trotzdem nicht los, vielleicht können die sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen.
 
Die Fragestellung ist vielleicht etwas zu radikal.

Ich kann mir ein Leben ohne so vieles vorstellen, aber ob das dann Spaß macht? :nix:
 

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