mal gefragt, die zeiten des ur-plexis sind doch lange vorbei, und damit auch die erheblichen lautstärken.
heute hat doch jeder röhren-amp ein mastervolume, daß man sogar ganz leise auf bedroom lautstärke spielen kann.
Ich denke Lautstärke ist in der Tat kein Argument für oder wider Röhrenamps.
Aber natürlich gibt es auch noch solche „Gralshüter“:
Ich hatte mal ein Gig mit einer Band, wo deren beiden Gitarristen jeweils mit einem Marshall JTM und einem Fender Deluxe aufgelaufen sind. Das war zwar draussen, aber relativ klein und die Amps wurden nicht(!) abgenommen.
Dennoch haben die trotz 15 Watt Fender Kombo, eine infernale Lautstärke gefahren. Alle Empfehlungen beim Soundcheck, sich da zurückzunehmen, wurden in den Wind geschlagen (…das muss!) und in der Konsequenz, hat gut ein Viertel des Publikums, das Konzert frühzeitig verlassen (…zum Glück hatte wir das erste Set gespielt).
Wir proben in einem Bunkerkomplex und wenn ich da durch die Gänge, an den anderen Probenräumen vorbei gehe, wird mir manchmal Angst und Bange angesichts der Lautstärke, die da zum Teil gefahren wird.
In wie weit da analog oder digital Krach gemacht, wird kann ich aber nicht sagen.
Aber „laut“ ist scheinbar doch oft immer noch ein „Bedürfnis“. Doch dafür ist Röhre IMO jedoch nicht essentiell.
Aktive Monitore mit an die 1000W D-Class Endstufen sind gut verfügbar und gewiss nicht weniger laut, als ein aufgerissener Plexi.
Auf der andere Seite können eben moderne Röhrenamps auch bei „vernünftigem“ Pegel, gut klingend betrieben werden. Ich probe z.B. grundsätzlich ohne Gehörschutz und weder Probleme dabei, noch ein mulmiges Gefühl, mir das Schaden zuzufügen.