Kopfhörer mit magnetostatischen Schallwandlern. Gut?

von GuitarOfJustice, 20.10.20.

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  1. GuitarOfJustice

    GuitarOfJustice Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #1
    Hallo zusammen

    Ich möchte mir ein Studio/Monitor Kopfhörer zulegen mit möglichst linearen Frequenzgang, detailierter und transparenter Sound. (Für Kemper Profiler und Axe-Fx 3 als E-Gitarren Amps)

    Gibt es zur Zeit gute, bezahlbare Kopfhörer (unter 500€) mit magnetostatischen Schallwandlern, die dies erfüllen? Wie schwer werden die Dinger?
    Hat da jemand Erfahrung?

    Oder sind elektrodynamische (normale) mit guter Verarbeitung immernoch besser in diesem Preissegment? (z.B. beyerdynamics DT 1990 pro)
     
  2. HIFI-KILLER

    HIFI-KILLER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #2
    Magnetostatische Schallwandler erfüllen dies, aufgrund der Technik .
    die gesammte Membran ist gleichzeitig der Antrieb.
    alerdings hat man sehr hohe Spannung auf dem Kopfhörern und im Kabel
    das ist wohl auch ein Grund, für hohe Preise!
    auch ein "Vorverstärker", der die Spannungen erzeugt, ist deshalb immer speziel für Elektrostaten dabei.
    (die Kopfhörer sind eher n gramm leichter, da ohne Magnet)
    hatte schon den Genuß einen STAX zu hören:great:
    (für live Kopfhörer am Pult, eher zu leise)
     
  3. cfortner

    cfortner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #3
    Moin,

    Elektrostaten sind für kleines Geld eigentlich nicht zu bekommen. Als Referenz im mittleren Preissegment gilt der Sennheiser HD 650, beim grossen T für 333 Euro zu bekommen. Der soll sehr linear sein und ist erschwinglich.

    So long

    Chr.
     
  4. LoboMix

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    Erstellt: 20.10.20   #4
    Hier werden Magnetostaten und Elektrostaten durcheinander geworfen. Magnetostaten arbeiten mit Permanentmagneten und flächigen mit Leiterbahnen versehenen Folien und brauchen keine höheren Spannungen als normale dynamische Systeme.
    Magnepan ist der Hersteller für magnetostatische Lautsprecher: http://www.magnepan.com/about

    Magnetostatische Kopfhörer baut Magnepan aber nicht, die gibt es u.a. von Fostex, Audeze, HiFiMAN. Hier sind ganz gute Infos zu den Wandlersystemen zu finden:
    https://www.delamar.de/faq/kopfhoerer-treiber-32068/#kommentare

    Erfahrungen mit diesen Kopfhörern habe ich aber nicht, sie sollen aber sehr linear und sehr präzise sein. Magnetostaten-Lautsprecher hatte ich mal ("Magneplanar 2A", wegen Platzmangels - Nachwuchs - habe ich die wieder verkauft), die waren in der Tat klanglich ausgezeichnet, da sie aber im Bass nicht so viel Druck hatten, müsste man je nach bevorzugter Stilrichtung Subwoofer ergänzen. Für "Klassik" waren sie aber top.

    Normale dynamische Kopfhörer sind aber auch in Top-Qualität zu haben (der erwähnte Beyerdynamic DT 1990 ist ganz sicher "Oberliga"), der Abstand hochwertiger dynamischer Kopfhörer zu Magnetostaten und Elektrostaten wird im Netz als nur sehr gering beschrieben.
    Mit Kopfhörern von Beyerdynamic habe ich insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht.
     
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  5. GuitarOfJustice

    GuitarOfJustice Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.20   #5
    Vorverstärker benötigt man, so wie ichs gelesen habe, nur für elektrostaten, nicht für magnetostaten.

    Elektrostaten sind sehr teuer ja, aber Magnetostaten?

    Dann lohnt es sich nicht magnetostaten für <500€ zu suchen? Evtl. gibt es da auch Abstriche in der Herstellung wenn sie normalerweise teurer ausfallen. Evt. beim Audeze LCD-1? Der kostet Genau gleich viel wie der beyerdynamics DT 1990 pro

    Wobei ich habe gesehen er soll ein toller Studio Köpfhörer sein wie der DT 1990 pro, aber er ist 50% leichter und hat nur 13,8 Ohm im Gegensatz zum DT 1990 pro mit 250 Ohm. Für den genau selben Preis?

    Mit so wenig Ohm könnte ich ihn auch für am Laptop und Handy nutzen, was ich auch sehr begrüssen würde.

    Aber kann die Klangqualität die selber sein? Man sagt ja je mehr Impedanz desto präzieser der Schallwandler.
     
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  6. HIFI-KILLER

    HIFI-KILLER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.20   #6
    zumindest wird die Verstärkerstufe weniger belastet!
    bei niedriger Impedanz fließt mehr Strom!
    ich denke , man solte sich beides mal anhören...
     
  7. chris_kah

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    Erstellt: 21.10.20   #7
    Das lässt sich eigentlich pauschal gar nicht beantworten. Der Verstärkerstufe sollte es eigentlich fast egal sein, welche Impedanz sie treibt. Bei höherer Impedanz muss die Ausgangsspannugn höher sein, bei niedriger muss sie mehr Strom können. Ein halbwegs guter Kophörerverstäker kann beides.

    Aber auch die Präzision muss nicht an die Impedanz gekoppelt sein. Wenn dem so wäre müssten umgekehrt alle Mikrofone hohe Impedanzen haben.
    Aber im Gegenteil: Bändchenmikrofone haben eine sehr niedrige Impedanz, wobei dann eien Anpassung per Übertrager auf gängige Eingänge statt findet. Ebenso haben viele Mikrofone (auch das Shure SM58) eine Kapsel mit geringerer Impedanz, so dass auch da die Anpassung per Übertrager stattfindet.

    Im einen Fall hat man viele sehr dünne Wicklungen, im anderen wenige dickere.
     
  8. GuitarOfJustice

    GuitarOfJustice Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.20   #8
    Dann muss ich mir wohl beide Bestellen, probehörern und den ungeeignereten wieder zurück schicken. Mit dem Nachteil die Versandkosten für den Rückversand zu tragen.
     
  9. LoboMix

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    Erstellt: 22.10.20   #9
    Bei beyerdynamic finden sich einige Informationen zum Thema Kopfhörer-Impedanzen:
    https://blog.beyerdynamic.de/ohren-...E-ayzB-SYrUVlitT_zNBBYElyqKBYOOQaAnaHEALw_wcB
    Das Fazit lässt sich so zusammenfassen: Niedrige Impedanzen sind nötig für alle Geräte, die nur wenig Spannung am Kopfhörerausgang liefern (Tablets, Smartphones, tragbare Recorder, aber auch viele ausschließlich USB-gespeiste Interfaces). Da nach Aussage von beyerdynamic die niedrige Impedanz durch eine dickere Drahtstärke der Spule erreicht wird, sind diese Spulen schwerer und der Wandler deshalb etwas weniger präzise.

    Nach meinen Erfahrungen mit verschiedenen Kopfhörern von beyerdynamic sowohl mit niedriger als auch mit hoher Impedanz kann ich sagen, dass ich beide sehr gut finde.
    Wenn der Kopfhörer auf jeden Fall an Geräten mit niedriger Ausgangsspannung genutzt werden soll, geht ohnehin kein Weg an einem Hörer mit niedriger Impedanz vorbei. Hörer mit hoher Impedanz sind an solchen Geräten viel zu leise und nahezu unbrauchbar, während Hörer mit niedriger Impedanz auch an Ausgängen mit hohem Pegel verwendbar sind (aber unbedingt den Phones-Regler vor dem Aufsetzen des Hörers runter regeln!).
     
  10. hack_meck

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    Erstellt: 28.10.20   #10
    exoslime und ich hatten die Fostex mal auf den Ohren und entsprechende Reviews geschrieben ...

    https://www.musiker-board.de/review...tion=desc&limit=0&sucheButton=Suche+starten+➡

    Aus meinem Test kann ich beisteuern, dass für mich irgendwo bei 250 EUR mit normalen KH Schluss ist und es erst deutlich teurer wirklich besser wird. Dann ist aber auch ein guter Kopfhörer Verstärker (für mich) Pflicht.

    InEar ist für dich keine Option? Kannst du später mit auf die Bühne nehmen ...

    Gruß
    Martin
     
  11. mjmueller

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    Erstellt: 29.10.20   #11
    Der Austrian Audio Hi-X50 ist sehr gut geeignet für mittige Signale. Ein exzellenter Kopfhörer zu einem erstaunlich günstigen Preis. Wäre definitiv meine Antestempfehlung derzeit.
     
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