Kopfstimme oder Bauchstimme? Und wie Baustimme/Kopfstimme optimieren?

  • Ersteller felixsch
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ggf. den sog. "Sängerbäckchen" ;-))

Was meint man denn damit? Leicht eingefallene Backen beim klassischen Ansatz, die Mundöffnung eher schmal zu lassen und Weite nach Oben und Unten zu suchen?
 
Empfinden tue ich die Töne in der Höhe natürlich schon auch im Kopf (je nach Höhe Stirn bis Scheitelbereich resp. ganze obere Kopfhälfte). Aber dieses Gefühl, den Ton, bei kleiner Mundöffnung (in Übungen auch mal mit fast geschlossenen Mund), vollständig im Kopf "einzuschliessen", das geht nur in tieferen Lagen. In der Höhe muss ich schon mit der Vorstellung arbeiten, ich lasse den Ton vollkommen raus. Täte ich das nicht, dann würde er mickrig. Aber Empfindungen sind ja ohnehin was ganz subjektives.

Liebe Tonja, Höhe ist hier natürlich relativ, denn es geht um ganz andere Lagen als bei Dir - in meinem Repertoire ist ein zweigestrichenes f schon eine absolute Seltenheit, hingegen singt man viel in der kleinen Oktave.
Wenn ich übe, singe ich natürlich schon richtig hoch hinauf, und dann mache ich alles auf und lasse die Töne auch nicht im Kopf, sondern raus.
 
Was meint man denn damit? Leicht eingefallene Backen beim klassischen Ansatz, die Mundöffnung eher schmal zu lassen und Weite nach Oben und Unten zu suchen?

Ja, so ungefähr, bei Thomas Quasthoff sieht man das immer sehr schön:

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Die Backen sind halt mittig eher "eingefallen" und wölben sich wie bei einem Lächeln im Bereich der Wangenknochen.
 
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Was meint man denn damit? Leicht eingefallene Backen beim klassischen Ansatz, die Mundöffnung eher schmal zu lassen und Weite nach Oben und Unten zu suchen?

Du kannst auch mal nicht nur lächeln, sondern ganz extrem grinsen, dann spürst du wie die Wangen im Bereich der Wangenknochen richtig stark vorstehen. Nur der Mund darf dann beim klassischen Singen nicht in die Breite gehen wie beim Grinsen, sondern ist in seiner Grundhaltung länglich. Wobei auch bei uns manchmal etwas Breitspannung gefordert wird, zB. bei ganz hohen Tönen, diese Breitspannung betrifft dann aber plusminus nur die Oberlippe, der Unterkiefer bleibt tief gestellt, dh. der Mund ist nach wie vor in der Länge geöffnet.
Andere Hilfe um die Bäckchen zu kriegen sind: intensiv an was riechen; Nasenflügel spreizen (lüsterne Nüstern ;)); auf ein Schnarchgeräusch (durch den Mund) einatmen, das hebt auch den harten Gaumen an.

Diese Bäckchen werden dann sozusagen gegipst, dass sie unabhängig von dem was die untere Gesichtshälfte tut gehalten werden können. D.h. die Bäckchen sind dann auch dann vorhanden, wenn Unterkiefer, Zunge und Kehle locker und tief gestellt sind.

Diese "zweigeteilte" Gesichtshaltung müssen die meisten zuerst einmal intensiv üben. Am besten tut man das nicht nur während des Singens sondern auch immer mal wieder zwischendurch im Alltag.
 
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Ich sag immer: "Guck so, als wenn du siehst, wie jemand einen Tritt in die Weichteile kriegt."
 

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