Pop, Rock & Co. Kritik zu Gesang / Wie effektiv besser werden?

von tomy boy, 24.03.16.

  1. tomy boy

    tomy boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.16   #1
    Hey Leute!

    Ich habe mich jetzt endlich mal dazu durchgerungen diesen Post zu verfassen, um mich mal vorzustellen und Tipps zu bekommen, wie ich besser werden kann. :) Wird vielleicht ein bisschen länger, danke an jeden, der sich die Zeit zum Lesen nimmt. ;)

    Ein bisschen zu mir:
    Mit 14 war es glaube ich damals, als ich mit meinen besten Freunden eine Rock-Band gegründet habe. Hier habe ich Gitarre gespielt und die Hälfte der Songs gesungen, wobei es schön öfter auch ein Schreien war. Schön rotzig und "rock n roll" halt :D.
    Wie es so ist hatten wir eine ziemlich aktive Phase mit vielen Proben und einigen Auftritten, aber dann nach ein paar Jahren gegen Ende hin leider nur noch eher sporadisches beisammen sein und bisschen zusammen zocken. Aber eine fantastische Zeit! :great:
    Als sich diese Band dann komplett verloren hatte nach dem Schulabschluss und ich mich nach Bands wie Blink182, Misfits und Sum 41 dann auch mehr für die härtere Musik interessierte und allen voran meine neue Lieblingsband Parkway Drive entdeckte, versuchte ich mich an Shouting und wollte so brüllen können, wie die Typen der Gruppen, welche ich nun mittlerweile hörte. Das mit dem Shouten/Screamen/Growlen klappte zum Leidwesen meiner Nachbarin immer besser und ich bin in eine neue Band reingerutscht.
    Wer mal ne kleine Kostprobe von damals hören will, hier gibts noch 2 Songs aus der Zeit mit dieser Band zu hören:

    https://www.myownmusic.de/koord/play/?songid=283062 .

    Etwas über 6 Jahre her ist das ganze mittlerweile schon...
    Ich habe mich damals (unter anderem auch in diesem Forum! :great:) viel dazu belesen, damit ich eine Technik entwickeln kann, die mir natürlich nicht meine Stimmbänder zerschießt. Ich weiß noch...nach unserem ersten Auftritt damals, wo ich meine Technik noch nicht so richtig gefunden hatte und nun auf einmal als Frontmann verschüchtert hinter einem Mikro auf einer Bühne stand, hab ich irgendwas mega falsch gemacht und hatte die krasseste Heißerkeit meines Lebens! Über mehrere Tage war meine Stimme richtig krass angeschlagen danach und ich dachte mir holy moly! Jetzt sollte ich entweder aufhören, oder mich mehr mit der richtigen Technik beschäftigen. Irgendwann hatte ich es dann wirklich irgendwie raus bekommen so zu schreien, ohne dass etwas irgendwie weh tat oder ich danach heißer war. In dieser zeit sind dann die oben verlinkten Aufnahmen entstanden. Hätte das nicht so geklappt und hätte ich auch dann noch Probleme mit Heißerkeit oder ähnlichem gehabt, hätte ichs gelassen..

    Naja aber auch diese Band hatte sich dann wieder verloren und nach dieser aktiven Zeit damals bin ich irgendwie wieder etwas weggerückt von Hardcore/Metalcore und interessierte mich mehr für Indie, Singer/Songwriter, Folkmusic und so ziemlich allem, wo Akustiklgitarren dabei sind. Ich begann Songs nachzuspielen und eigene zu schreiben. Und da stehe ich jetzt noch. Nur, dass ich es jetzt gern aktiver gestalten will.
    Ich möchte mich weiterentwickeln und besser werden. Bin nicht sehr selbstbewusst mit meiner Stimme und möchte gern mehr Sicherheit entwickeln und sie einfach weiterentwickeln. Jetzt geht es halt darum Töne zu treffen, eine gute Range zu haben und eben "schön" zu klingen...das war damals beim schreien irgendwie einfacher :D.
    Habe mir auch mehrere Videos zum Thema Gesang angesehen auf Youtube...auch wenn ich weiß, dass richtiger Unterricht wohl kaum ersetzbar ist. Aber es gibt gute Übungen und ich übe aktuell mit dem 4-teiligen Vocal WarmUp von diesem Herrn hier:

    https://www.youtube.com/playlist?list=PLA5COi4BROahh0GxeO7QR6K6IuFTF7B_q .

    Die Übungen beinhalten richtiges Atmen mit Stütze, LipRolls, 2 andere Übungen die auf Skalen gesungen werden (YAH-YAH / UH-UH), sowie Vocal Fry zum fördern der Stimmbänder.

    Was haltet ihr davon?


    Damit ihr natürlich noch einen direkten Eindruck davon bekommen könnt wo ich jetzt stehe, hier mal ein Link zu ein paar Cover-Videos von mir:

    https://www.youtube.com/channel/UCayK2jyXqdC-V8epdDejT1w/videos?shelf_id=0&sort=dd&view=0 .

    Also ich würde mich riesig freuen, wenn mir jemand seine Meinung schreibt und Kritik äußert, bzw. mir sagt, woran ich arbeiten sollte und wie ich das vielleicht am besten angehen kann.
    Wie schon erwähnt bin ich mir ziemlich unsicher, was das Singen angeht. Hab auch manchmal das Gefühl, es ist alles tagesabhängig irgendwie. Wird man durch das tägliche Training von solchen WarmUps besser? Sollte man so viele Songs wie möglich Covern? Mir fehlt da noch etwas der Ansatz, wie ich es am besten angehe...Ich dachte mir auf jeden Fall, es kann ja nicht schaden wenn ich diesen Post mal hier rein haue und vielleicht ein paar Tipps von erfahrenen Musikern bekomme :).

    So weit erstmal von mir :),
    Tom


    PS:
    Was auch verrückt ist irgendwie... Wenn ich es jetzt mal versuche, so wie damals vor ca. 6 Jahren zu schreien wie in den verlinkten Aufnahmen, geht da so gut wie gar nix mehr! Nach 2 Sätzen muss ich anfangen mit husten und bekomm nicht mehr halb so viel Power dahinter wie damals. Ich meine klar, damals hab ich das öfters geübt...aber es ist irgendwie so, als würde ich jetzt fast gar keinen Zugang mehr dazu finden und als ob sich meine Stimme irgendwie so verändert hat, dass ich nicht mehr so schreien kann. Wie als wäre dieses Kapitel einfach "abgeschlossen"..
    Denkt ihr dass ist wirklich NUR die Übung? Ich hab jetzt wenn ich es mal versuche irgendwie mehr Probleme als früher. Selbst als ich mit 15-16 damals als Teenager in unserer Rock-Band rotzig ins Mikro gesungen/gebrüllt habe, ging mir das wesentlich leichter von der Hand als jetzt.. Damals hab ich es einfach irgendwie gemacht und hatte bis zur Hardcore-Phase auch nie Probleme mit der Stimme nach ner Probe oder nem Auftritt. Und jetzt bekomm ich wie gesagt keine 2 Zeilen mehr so hin. Was meint ihr wie das zusatnde kommt? :weird:
     
  2. Tim

    Tim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.16   #2
    Ich finde das klingt schon ganz gut, auch wenn ich nicht alles gehört habe.
    Genau kann ich das nicht beurteilen, nur von mir selbst ausgehen. Als ich erstmals hohe Passagen gebrüllt habe, also vollstimmig im Bereich c'' (C5), war ich hinterher auch etwas heiser, aber das gab sich sehr schnell wieder. Mir scheint also, daß wurde durch Üben besser.
    Dennoch kann ich nicht beurteilen, wie es sich auf die Stimmgesundheit auswirkt, daher würde ich Warnzeichen des Körpers immer sehr ernst nehmen, erstrecht wenn man keinen Gesangslehrer hat, der einen darauf aufmerksam macht.

    Ich nehme seit gut einem Jahr Gesangsunterricht und mache dort fast nur Tonübungen, also Einzeltöne auf LA-OH-AH in verschiedener Höhe und Tonfolgen, ebenso Glissandos.
    Vorallem die Glissandos haben mir geholfen die Vollstimme weiter hoch zu bekommen. Trotzdem klappt vieles noch lange nicht optimal.

    Tagesformschwankungen merk ich natürlich auch, ebenso das die ersten 1-2 Übungslieder meist schlecht sind und danach es dann besser wird, wenn die Stimme sich etwas aufgewärmt hat.

    Wenn Du konstruktiv an Deinem Gesang arbeiten willst, würde ich mir einen guten Gesangslehrer suchen und mal ein paar Stunden nehmen.

    Gruß
    Tim
     
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  3. antipasti

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    Erstellt: 24.03.16   #3

    Ich habe die alten und zwei von den neuen gehört. Ich finde sowohl als auch durchaus gelungen. Woran du arbeiten musst, hängt also schlicht und einfach davon ab, was du noch können willst. Die Sachen, die du hier vorgeführt hast, kannst du. Wenn du was anderes können willst, musst du daran arbeiten.

    Das ist normal, wenn man so eine Beanspruchung länger unterbricht. Wenn du für'n paar Wochen mit dem Joggen aufhörst, hast du auch sofort wieder einen Muskelkater.

    Das ist schwer zu sagen. Ich habe keine Ahnung, ob junge Stimmbänder belastbarer als ältere. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass du eben nicht mit 15 gleich so angefangen wie auf der frühen Hörproben - auch wenn es dir so vorkam. Du hast dich wahrscheinlich - unbewusst - dahingehend gesteigert.
     
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  4. Tim

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    Erstellt: 24.03.16   #4
    Das einzige was ich dazu mal hörte war, daß die Stimme mit dem altern etwas tiefer werden kann.
    Allerdings gibts auch Tenöre die über 70 sind und noch im Tenor singen können.
    Ich vermute mal es hängt mit der Veranlagung, Übung und Lebensweise zusammen, z.B. ob man raucht oder viel Alkohol trinkt, was beides sicher schlecht für die Stimmgesundheit sein wird, eventuell auch von der Ernährung und wieviel Flüssigkeit (Wasser!) man über den Tag verteilt auf nimmt.
     
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  5. antipasti

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    Erstellt: 24.03.16   #5
    Das hängt mit dem Altern zusammen, was nun mal nicht bei jedem identisch verläuft. Aber wir reden nicht über 20 bis 70, sondern 16 bis 20 sth. Das sollte kein Thema sein.
     
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  6. Tim

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    Erstellt: 24.03.16   #6
    Wenn der Stimmbruch mit 16 Jahren schon abgeschlossen sein sollte, dann stimmt das wohl. Ich hab allerdings bei mir nie einen richtigen Stimmbruch bemerkt, allerdings damals auch noch kein Ton gesungen.
    Mein Gesangslehrer meinte auch mal, das die Stimme mit Anfang 40 normalerweise wohl noch nicht tiefer ist als im jungen Erwachsenenalter, keine Ahnung ob das verallgemeinerbar ist?!
     
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  7. Vali

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    Erstellt: 24.03.16   #7
    Natürlich nicht, weil das individuell ist. Du wirst aber sicher einen Stimmbruch gehabt haben, Tim, wenn du jetzt nicht immer noch wie ein 5-jähriger Bub klingst. Nur wahrscheinlich nicht mit dem typischen Bruch bei dem die Stimme jodelt. Gottseidank müssen nicht alle durch so eine Stimmachterbahn im Wachstum.

    tomy boy, ich finde auch dass du für das was du machst schon gut singst. Kann man also so lassen. Es sei denn, du möchtest dich gesanglich woanders hinbewegen.
    Eric Arceneaux ist schon okay, er erzählt keinen Schwachsinn. Wichtiger ist eher wie gut du damit zurechtkommst und es dich weitergebracht hat.
    Mit Shouten kenn ich mich jetzt nicht so gut aus. Dafür haben wir ja ein eigenes spezielles Subforum. Denke aber auch, dass du sozusagen eingerostet bist, hast es schließlich schon lange nicht mehr gemacht. Kann aber auch sein, dass dein Körper das zum Shouten nötige Bewegungsmuster sozusagen mit dem Cleansingen überschrieben hat und das nicht mehr im Einklang ist. Fürs Cleansingen braucht man nämlich einen guten Stimmbandschluss und an richtigen Stellen eine passende Grundspannung. Für gutturale Techniken muss der Vokaltrakt denke ich lockerer sein damit mehr flattert, was die Zerre erzeugt. Könnte also sein, dass das im Konflikt steht. Deshalb scheint es ja so schwierig gut zu Shouten und sauber in guten Cleangesang zu wechseln und zurück.
     
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  8. Tim

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    Erstellt: 24.03.16   #8
    Wiegesagt, aufgefallen ist mir das nicht, also wohl ein schleichender Prozess. Klar rede ich anders als als kleines Kind, aber der helle, weiche und irgendwie "junge" Klang ist noch da, so wie ich ihn seit eh und je von mir kenne.
     
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  9. tomy boy

    tomy boy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #9
    Hey besten Dank für eure Rückmeldungen Leute! :) Da freu ich mich echt mega drüber! :)

    Sehr interessante Sachen die ihr da geschrieben habt.

    Ich kann mir beides vorstellen. Auf der einen Seite, dass ich damals immer mehr in dieses kratzige, geschriehene reingerutscht bin und es mir irgendwann einfach locker von der Hand ging. Nun, nachdem ich seit 4 Jahren in keiner Band mehr gebrüllt, geschrien oder gegrowlt habe, ist das vielleicht wirklich nur eine Sache des "wieder-reinrutschens".
    Auf der anderen Seite kann es auch sein, dass ich meine Stimmbänder auf cleanes Singen "umtrainiert" habe, so wie Vali es schreibt.
    Schwer zu sagen. Hab jetzt halt nur Angst, dass wenn ich wieder rumbrüllen wöllte, dass ich mir damit was am normalen Gesang kaputt mache. So hab ich das damals nicht wirklich gesehen.. würde aber auch behaupten, dass ich jetzt ein bisschen besser singen kann als damals.

    Stimmbruch hatte ich auch keinen abrupten. War ein schleichender Prozess... Ich bin jetzt übrigens 25 ;).

    Ich freue mich erstmal, dass ihr meint, dass es gut so ist und ich keine bösen Schnitzer in meiner Technik oder so habe, soweit ihr das anhand der Videos erkennen könnt. Das beruhigt ungemein :D.

    Was ich mit Gesangstraining erreichen möchte, ist folgendes:

    Ich bin mir ziemlich unsicher was meine Stimme und den Gesang angeht...Klingt das gut? Kann man sich das anhören? Treffe ich die Töne?
    Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, ich kann nicht genau sagen, ob etwas "in tune" gesungen wird, oder nicht.
    Das fängt dabei an, dass ich im TV bei Casting-shows wie the voice eine performance sehe, die ich als perfekt getroffen bezeichnen würde und die Juroren einstimmig von versemmelten Tönen sprechen. Genau so aber auch umgekehrt, wenn ich mir denke "boah..das war aber jetzt falsch gesungen" und die Jury Tränen in den Augen hat und von einer perfekten Vorstellung spricht..

    Und so geht es mir manchmal auch, wenn ich auf der Gitarre ein paar Akkorde schrammel und mit Gesang einsteigen will. Ich höre, dass es nicht die Richtige Tonhöhe ist, aber schaffe es nicht in die richtige Bahn zu kommen um anzufangen.
    Seltsamer Weise fällt mir das mit der Kopfstimme irgendwie viel einfacher, als mit der "normalen". Ist mir vor vielen Jahren schon beim spielen von Singstar aufgefallen. Versuche ich die Lieder mit der normalen Bruststimme zu singen, war viel versemmelt und daneben. Habe ich zur Kopfstimme gewechselt und die Songs in einer höheren Lage gesungen, hat es viel besser geklappt.
    Woran liegt das? Also höre ich ja eigentlich wie es sein sollte, kann es aber nicht umsetzen?
    Aber wie gesagt, manchmal kann ich auch nichtmal sagen, ob etwas "in tune" ist, oder nicht.


    Außerdem erreiche ich höhere Töne nicht mehr so gut und will auch daran arbeiten. Geht wohl vielen so.

    Wenn ich einen Song singe, der viel in höheren Lagen zu singen ist (als Beispiel mal bei mir eine acoustic Version von "Alex Claire - Too Close"), wird mit der Zeit mein Hals verkrampfter und ich muss mehr drücken, um was raus zu bekommen. Hab keinen Plan was ich da falsch mache. Aber es fühlt sich dann einfach so an, als würde sich mein Hals zwischen Kehlkopf und Zunge irgendwo zusammenziehen und verkrampfen. Wenn ich aufhöre mit singen oder erstmal zu tieferen Lagen wechsel, ist es wieder ok. Ist halt nur, wenn ich längere Zeit hoch singe.
    Ich habe in dem Zusammenhang auch schon mehrmals gehört, dass sich bei einer guten Technik der Kehlkopf nicht hebt oder senkt beim Singen.
    Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wie soll das denn bitte gehen?
    Der geht doch voll automatisch hoch, wenn man höhere Töne singt. Verstehe ich nicht :weird:.

    Naja..das sind so Sachen, die ich durch gezieltes Singtraining verbessern will. Einfach mehr Sicherheit bekommen und höhere Töne besser/länger singen können.


    Ich habe auch so einen gewissen "crisp" in der Stimme, dass es manchmal kratzig wird. Das gefällt mir eigentlich sehr gut, nur kann ich es auch nicht immer kontrollieren irgendwie. Manchmal habe ich Tage, an denen ich bei sehr vielen Tönen diesen "crisp" habe und es kratzig. Aber im Positiven irgendwie. An anderen singe ich einige dieser Töne total clean. Konnte auch noch nciht rausfinden, wie das zu Stande kommt.
    Aber das hatte ich auch schon seit ich denken kann beim Singen, diesen kratz-sound in manchen Lagen.


    Wie gesagt..vielen Dank euch, dass ihr hier in diesem Forum einmal mehr Licht in mein Dunkel bringt und ich die Dinge besser verstehe/aus einem anderen Winkel sehe/eure Meinung zu etwas höre. Echt super!:great:
     
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  10. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #10
    Zum Kehlkopf: Für mich war das seinerzeit ein großer Irrweg, darauf zu achten, dass der Kehlkopf nicht hochgeht. Es mag wohl manchen helfen, sich vorzustellen, er ginge nicht hoch, aber keinesfalls sollte man das zu wörtlich nehmen. Wir Männer können ja problemlos den Kehlkopf ertasten oder sogar im Spiegel sehen. Wenn man aber versucht, so zu überwachen, was der Kehlkopf tut, dann wird das ein einziger Krampf (war bei mir jedenfalls so). Ich würde mir da an Deiner Stelle möglichst wenig Gedanken drüber machen.

    Zum "in tune" singen: Das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man sich mit der Gitarre begleitet. Ich habe den direkten Vergleich, weil ich Gitarre und Klavier spiele. Das Problem ist, dass bei Popmusik der Gesang öfters gar keinen Akkordton singt, sondern einen Zusatzton (also z.B. die None oder Sexte oder so). Dann singt man so vor sich hin, denkt, man kann die Melodie - in Wirklichkeit kann man sie aber nur ungefähr. Gerade etwas kompliziertere Melodien kann man aber nur gut singen, wenn man im Kopf eine ganz genaue Vorstellung von der Melodie hat.

    Wenn ich Noten von einem Song habe, dann bekomme ich den Song viel schneller erarbeitet, weil ich mir die Melodie dann - so langsam wie ich will - an schwierigen Stellen mal vorpsielen kann. Mit der Gitarre geht das natürich auch, sit aber mühsamer.

    Probiere doch mal an den Stellen, an denen Du Dich unsicher fühlst, die Melodie auf der Gitarre zu spielen. Wenn Du die Melodie wirklich im Kopf hast, müsstest Du das hinkriegen. WEnn nicht, hör Dir das Original nochmal genauer an. Gesang verführt dazu, so ungeföhr mitzusingen, das Instrument zwingt Dich dazu, es ganz genau zu nehmen. Später kann man dann immer noch wieder "ungenauer" werden (im Sinne einer freieren Interpretation).

    Falls Du Gitarre gut nach Noten spielen kannst, könntest Du Dir auch mal ein paar Songbooks kaufen und einige Songs ganz genau nach Noten erarbeiten.

    Das mit den Noten muss natürlich nciht sein, aber ein paar Gesangsmelodien auch mal auf der Gitarre spielen könnte ein guter Test dafür sein, ob man die Melodie wirklich drauf hat.
     
  11. Tim

    Tim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #11
    Wie gesagt, ich fand das, was ich gesehen und gehört habe gut und beneide immer Leute ein wenig, die ein Instrument beherrschen und dazu singen können.

    Beides kenn ich auch sehr gut.
    Oft wird davon danach dann gesprochen, daß der jenige angeblich keinen Ton getroffen habe, dabei ist mir beim aufmerksamen zuhören das so nicht aufgefalle. Es waren für mein Gehör dann höchstens einige wenige Töne falsch und das kann ja jedem mal passieren.

    Auch wundere ich mich oft, wer extrem gelobt wird, da bin ich oft anderer Meinung.

    Ich vermute mal, daß in diesen Sendungen gerne Sprüche geklopft werden und dann gerne mal stark übertrieben wird um etwas zu verdeutlichen. Leider vermisse ich da oft eine differenzierte Kritik, aus der ich als ambitionierter Hobbysänger etwas lernen könnte. Aber das hängt wohl im wesentlichen mit dem Niveau der Sendungen zusammen und damit das sie Einschaltquoten erzielen sollten, damit der Sender dann mit der Werbung Geld verdienen kann, das klappt eben besser, wenn die Zuschauer öfter überrascht werden, sowohl im Positiven wie auch im Negativen und nicht so leicht zu erahnen ist, wie es weiter geht...

    Ich kenne das auch, manches will einfach nicht klappen, egal wie oft ich es auch übe.
    Ich vermute das hängt mit der eigenen Erwartungshaltung zusammen und der Anspannung, die sich teils auch unbemerkt innerlich vor schwierigen Tönen aufbaut. Für Gesang sind eben sehr viele Muskelpartien von Bedeutung, die perfekt zusammen spielen müssen, wenn es gut klappen soll. Leider merken diese sich aber auch falsche Spannungsmuster und diese sind dann mitunter schwer wieder abzutrainieren.

    Darum ist es meist am besten beim Singen den Kopf weitgehend abzuschalten, zumindest so weit das man dabei nicht nach denkt. Das kann man ja nach dem Singen immer noch tun, aber bitte nicht dabei!
    Auch ist die Vorbereitung für einen Ton oft schon die halbe Miete, wenn die gut läuft, ist es hinterher schwer das noch zu vermasseln, wenn die aber gehetzt und/oder falsch abläuft, wird der Ton in der Regel auch nichts.

    Ich übe daher oft auch mit Einzeltönen, im Gesangsunterricht sogar zu ca. 99%, weil mein Lehrer daran viel besser hören und sehen kann, wo die Probleme liegen.
    Beim Singen mit Playback oder Instrumentalisierung ist es viel schwieriger an den einzelnen Bereichen zu arbeiten, weil da ja vieles gleichzeitig funktionieren muß.

    Was das mit der Brust-/Kopfstimme angeht, hab ich folgende Vermutung.
    Die Kopfstimme ist eben leicht und beweglicher, weil sie im bildlichen Sinne eher "schwebt".
    Bei der Bruststimme ist viel mehr Atemdruck im Spiel, die Muskeln müssen mehr leisten und wenn diese mal verkrampfen bzw. fest gehen, trifft man schon mal ein paar Töne nicht, das kenne ich selbst sehr gut.
     
  12. antipasti

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    Erstellt: 27.03.16   #12
    Vielleicht ist euch schon mal aufgefallen, dass die Juroren bei den blind auditions oft die gleiche Kleidung tragen. Grund: Schnittmaterial. Es ist also nicht mal 100%ig sicher, ob ein Statement tatsächlich einem Kandidaten galt oder aus dramaturgischen Gründen reingeschnitten wurde.
     
  13. Tim

    Tim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #13
    Meinst du diese Sendungen sind oft geskriptet, der Spannung wegen?
     
  14. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 27.03.16   #14
    Ich meint das, was ich schrieb. Dass zumindest bei den Folgen, die nicht live übertragen werden, einiges zusammengeschnitten wird, damit es unterhaltsamer ist. Das ist auch kein Geheimnis.

    Bei den live-folgen wird auch hier und da getrickst. Ich war ja schon mal dabei.
     
  15. erniecaster

    erniecaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #15
    Hallo!

    Deine Historie ähnelt meiner sehr.

    Was mir wirklich geholfen hat, war verstärkt mit meinem (!) Mikro zu singen und dabei den Gesang auch laut genug zu machen. Das schafft die Möglichkeit, auch mal mit dem Mikro zu arbeiten und laut zu singen, wenn es laut klingen muss - nicht laut zu singen, damit ich zu hören bin.

    Ist ein kleiner, profaner Technik-Tipp.

    Außerdem hab ich mir verschiedene Sänger mal intensiv angehört, um heraus zu finden, was mir an ihnen wirklich gefällt. Ob Dynamik, Phrasierung, Mikrointonation etc. Tja - und dann habe ich halt viel gesungen.

    Mittlerweile finde ich mich besser als früher. Andere Menschen sehen das zum Glück auch so.

    Gruß

    erniecaster
     
  16. Tim

    Tim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.16   #16
    Hast du da mal als Sänger teilgenommen?
     
  17. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Nein.
     
  18. Rockcat

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    Erstellt: 30.03.16   #18
    Machs nicht so spannend....*lach*
    Raus mit der Sprache...als was warst Du bei einer Castingshow?
     
  19. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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  20. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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