Kurze Finger? Ja, aber zu kurz? Hilfe bei Vierklängen

von Gast 2346, 25.10.16.

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Casio
  1. Gast 2346

    Gast 2346 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe mich an Tenth Avenue Freeze-Out von Springsteen probiert und hier spiele ich im Achtel-Tempo ein F (C, F, A, C) und ein Dm (D, F, A, D). Das Ganze bereitet mir etwas Sorgen bezüglich meiner kurzen Finger... Hier muss ich meine Finger bei Vierklängen bez. Dreiklängen mit oktaviertem Ton ziemlich spreizen. So wie ich greife, finde ich es noch am "angenehmsten".

    Ich hoffe, das legt sich mit der Zeit und meine Finger gewöhnen sich daran. Jedenfalls komme ich mit Daumen und kleinem Finger gerad so noch an die Taste. :gruebel:

    Ist das ein oft anzutreffendes Problem oder sind meine Finger ggf. ZU kurz? Ich hoffe, meine kurze Finger kommen mir nicht so sehr in die Quere...
     

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  2. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #2
    Hallo CinRen,

    das muss es nicht. Ich habe diesen Sommer bei der Lebenshilfe eine Spielerin an den Tasten gesehen (sah aus wie z.N. Kinderlähmung) was die gegriffen hat... Klasse. Da muss sich unsereiner wirklich keinen Kopf um zu kurze Finger machen. ;) Eher schon bezüglich ungelenkiger Finger. Aber das lässt sich ja trainieren. ;)

    Fingergymnastik: versuch mal folgendes:
    Oktave greifen (z.B. c+C) und Daumen und kleinen Finger immer abwechselt spielen.
    Klappt das gut, dann nimmst du den Mittelfinger dazu. Immer abwechselt: Daumen (c), dann Mittelfinger (a), dann kleiner Finger(C). Vorwärts und rückwärts.
    Klappt das auch, dann alle 4 Finger:
    Immer abwechselt: Daumen (c), dann Zeigefinger (f), dann Mittelfinger (a), dann kleiner Finger(C). Vorwärts und rückwärts und auch durcheinander.
    Probier das erstmal nur auf den weißen Tasten, später kann man dann die schwarzen mit dazu nehmen.

    WICHTIG: immer schön locker. Aufgedehnt/gelenkig bekommt man nichts mit Gewalt, damit bekommt man höchstens eine Zerrung.
    Langsam, Wohlfühltempo, betrachte es als Entspannungsübung
    und der gemeinste Ratschlag: Geduld

    Viel Erfolg.
    Lg, TaTu
     
  3. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #3
    Das wird mit der Zeit besser. Du hast jetzt auch keine besonders kleinen Hände oder kurze Finger.

    Denke eher die Handhaltung fühlt sich noch etwas ungewohnt an. Ich vermute du meinst vor allem die Steckung im kleinen Finger.

    Wenn du willst kannst du auch ganz sanfte Dehnung machen. Siehe Foto.
     

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  4. klangraumer

    klangraumer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #4
    erster Tip: das A im F-Dur-Akkord mit dem vierten Finger spielen, aber mit dem dritten Finger im D-Moll-Akkord. Dadurch verschiebt sich die Achse in der Hand weniger. Wäre es ein F-Moll-Akkord bleibt der dritte Finger aber (auf dem As) eine Option.

    zweiter Tip: Du machst Deine Hand kleiner als sie ist, weil Du Deine Finger-/Daumengrundgelenke nicht miteinbeziehst.
    Auf Deinen Bildern sieht es so aus, als ob sich die äußeren Fingergrundgelenke sogar entgegenkommen......Dadurch erschwerst Du nicht nur die klangliche Kontrolle der äußeren Finger. Es verkrampft sich sozusagen die komplette Hand.
    Versuche einmal - ohne Klavier - auf der Ebene der Fingergrundgelenke eine Spreizung. So als ob Du beim Schwimmen Wasser mit der Hand wegdrückst. Möglicherweise bekommst Du mit der Technik sogar noch ein zwei Tasten mehr zwischen erstem und fünftem Finger.
     
  5. marges

    marges Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #5
    Meine Finger sind auch "zu kurz", mit wenig Spannweite und auch wenig "Elastizität". Den Daumen so abwinkeln wie auf dem Bild von oskopik ist mir nicht möglich, wenn ich den Daumen maximal abspreize ist da ein 180°-Winkel. Dann ist mechanisch einfach Schluß. Eine None geht so grad mit den Fingerspitzen, und die Finger dazwischen haben dann nur noch äußerst beschränkte Freiheitsgrade. Z.B. mit rechts eine Oktave c'-c'' greifen und den Zeigefinger dabei aufs es' (quasi c-Moll-Akkord) geht nur unter äußerster Verkrampfung und unter leichter "Mitnahme" des h' mit dem kleinen Finger. Ich bin kein Anfänger, spiele seit mehreren Jahrzehnten Klavier, früher auch anspruchsvolles Zeug (Beethoven-Sonaten, Chopin-Balladen...) und hatte einigen Frust bei diversen Passagen, die einfach rein anatomisch nicht gingen...Also von daher würde ich sagen, (männliche) Spieler mit mehr oder weniger lässiger Dezimen-Spannweite können hier nicht mitreden...Natürlich kommt eine gewisse Flexibilität auch mit der Übung, aber anatomische Grenzen gibt es einfach. Von daher: Mut zur Lücke, dann spielt man halt den unteren Oktavton nicht mit oder übernimmt Töne mit der linken Hand etc. Gerade bei Pop-Arrangements etc. kann man ja im Grunde machen was man will, blöder ists halt bei klassischer Originalliteratur.
     
  6. klangraumer

    klangraumer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #6
    wenn es erlaubt ist, rede ich trotzdem mit. :)
    Was ich oben geschrieben habe, gilt ja auch gerade für kleine Hände.
    Zu dem Bild von Oskopik aus #3: mit der Haltung wirst Du aber keine Töne mehr anschlagen, oder? Es sei denn, Du willst mit zwei Fingern gleich vier Tasten treffen....
     
  7. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #7
    Hallo marges,

    ich glaube nicht das @oskopik meint, das man die Finger so weit dehnen soll wie auf dem Bild, das ist eher eine Anregung für ein leichtes dehnen der Finger. Wie weit das ist, hängt dann von der eigenen Hand ab. Zumindest habe ich es so verstanden.

    Kann ich gar nicht. ;)
    In Anlehnung an @CinRen s Beispiel würde C Moll dann aber auch so aussehen: Daumen (g), Zeigefinger (C), Mittelfinger (Es), Kleiner Finger (G)

    so als weibliche TastenTussi mit kurzen Fingern erlaube ich dir das mal. :D

    Lg, TaTu
     
  8. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.10.16   #8
    Wenn Du den Zeige- und den Mittelfinger gerade aussstreckst und nicht anwinkelst, wird die Spanne zwischen Daumen und kleinem Finger wahrscheinlich noch mal ein paar Millimeter länger. Die Hand dabei ganz flach machen, also alle Fünfe gerade wegstrecken. Allerdings muß die Handinnenmuskulatur gut genug trainiert sein, wenn man mit den mittleren Fingern dann noch Akkordtöne spielen will. Diese Finger sollten dann hinten zwischen bzw. bei den schwarzen Tasten spielen.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  9. bebob99

    bebob99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.16   #9
    Die Frage stelle ich mir auch regelmäßig. Wenn ich den Versuch nach Oskopik mache, komme ich nur bis zur None, dann ist Ende der Fingerspitze. Sollte ich eine gute Lösung gegen MEINE kurzen und ungelenkigen Finger finden, poste ich sie hier.

    Bei meinen Übungs Stücken hat's bis auf einmal noch funktioniert, an kompliziertere Sachen setzt mich meine KL noch nicht. Ich vertraue der Angabe "es wird besser". Die None wird aber bei meiner Hand das Ende der Fahnenstange bleiben. Wenn's gar nicht geht, muss eben gemogelt werden.
     
  10. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.16   #10
    Ich möchte zu diesem Thema noch was sagen. Die Lebensgefährtin meinen Vaters spielt auch Klavier und das sehr gut und die hat wirkliche mini Hände und ganz kurze Stummelfinger. Also sogar schon für eine Frau sehr klein.

    Dazu muss man allerdings auch sagen das sie als Kind bereits mit 5 Klavierunterricht hatte und sehr musikalisch ist.

    Damit möchte ich nur sagen das es zwar kein Nachteil ist grössere Hände bzw. längere Finger zu haben aber das es definitiv keine Voraussetzung dafür ist gut Klavier zu spielen.

    Sie spielt zB. oft mit der Linken hand mehr im stride stil und hat einen super rhythmus. Spielt allerdings vor allem Jazz, Blues, aber auch Bach.

    Von Chopin, Listz etc. lässt sie allerdings die Finger (im warsten Sinne des Wortes) ;)
     
  11. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.10.16   #11
    Echtes Stride Piano geht in Dezimen ... :evil:
    upload_2016-10-26_0-18-54.png
     
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  12. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.16   #12
    Ok dann halt pseudo Stride. Du musst mich aber auch immer korrigieren ;)

    Also sie kann nicht mal eine Oktave greifen. Sie spielt dann einfach den Grundton und dann eben einen Akkord ;)

    Aber es klingt echt ok bei ihr weil sie rythmisch gut ist und das Pedal gut einsetzt.

    Du verstehst was ich meine.
     
  13. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.10.16   #13
    :embarrassed::D

    Mach ich ja auch so, :D in Dezimen geht es nur in bestimmten Tonarten und im langsamen Tempo. Die Harlemer Stride-Spieler müssen Riesenpranken gehabt haben ...

    Eubie Blake konnte angeblich eine Duodezime greifen ... :eek: :cool:
     
  14. bebob99

    bebob99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.16   #14
    Leute mit kleinen Händen müssen beim Spielen mancher Komponisten ein wenig mogeln.

    Rachmaninov had BIG hands.
     
  15. klicki

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    Erstellt: 26.10.16   #15
    Die Leute mit den großen Pranken haben vielleicht gute Reichweite, aber dann Schwierigkeiten zwischen die Tasten zu kommen oder schnelle chromatische Läufe zu spielen.
     
  16. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.10.16   #16
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  17. marges

    marges Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.16   #17
    Äh ja, das mit der Duodezime glaub ich sofort :eek::great:
     
  18. mirojan

    mirojan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.16   #18
    Aus deinem Foto geht es heraus,
    das diene Hände sind nicht zu klein,
    sondern nicht genügend gedehnt…
    Du kann deine spreiz breite trainieren,
    so das du die Oktave unproblematisch halten kannst….

    Nicht trainieren beim Klavier, Das dauert zu lange.... Sondern Daumen und Kleinfinger gezielt ausdehnen.

    LG
    Mirojan
     
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  19. FünfTon

    FünfTon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.16   #19
    Mittlerweile kümmern sich Leute darum, das Paradigma "One size fits all" ein wenig aufzubrechen: http://paskpiano.org/index.html

    Computer bekamen ja auch irgendwann ergonomische Tastaturen, so ungefähr 130 Jahre nach Erfindung der Schreibmaschine.
     
  20. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.16   #20
    Na ja, mit den Minitasten bei den Synthesisern probieren sie dieses Prinzip ja auch. Mein Fall ist das nicht. Ich habe zwar kurze Finger, aber deshalb sind die ja noch lange nicht auch nur halb so dick. Ganz und gar nicht. Da sind mir die normalen Tasten wesentlich lieber.

    Dazu kommt, das ich mich dann ja auch ständig umgewöhnen müsste. Ist ja nicht so, das ich ständig auf dem gleichen Gerät spiele. Das ist so schon immer Umstellung - dann auch noch andere Tastengrößen??? Nein, danke.

    Lg, TaTu
     
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