Lange kabel für Kopfhörer bzw. IEM

von J.B.Goode, 19.04.07.

  1. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.03.04
    Zuletzt hier:
    24.10.16
    Beiträge:
    1.888
    Ort:
    Düsseldorf
    Zustimmungen:
    28
    Kekse:
    1.252
    Erstellt: 19.04.07   #1
    Hallo Leute,

    es ist ja allgemein bekannt dass, das Kabel zwischen Endstuffe und Lautsprächer so kurz wie möglich sein soll. Wie sieht es bei Kopfhörern/IEM aus?

    Was ist von der Qualität besser, eine Funkstrecke (Sender/Empfänger) für ca. 500 Euro, oder ein Kopfhörer Amp und ein insgesammt 7 Meter Kabel bis zu den Stöppseln.

    Die Idee ist hat dem Gitaristen und Bassisten die eh Kabelgebunden sind (wenn sie es sind:) ) am Instrumentenkabel entlang ein Stereokopfhörerkabel laufen zulassen und dann über den Gurt zum kopf zu führen.

    Ich denke die Signalqualität dürfte bei der Kabelgebundenen Version besser sein, da Funk doch Rauschen einstreut und der Dynamik Umfang kleiner wird.

    Was meint ih?
    thx
    J.B.
     
  2. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    4.12.16
    Beiträge:
    7.126
    Zustimmungen:
    870
    Kekse:
    23.172
    Erstellt: 19.04.07   #2
    Von der Klangqualität ist gegen die sieben Meter Kabelweg nichts zu sagen. Mir bereitet allerdings die Bühnentauglichkeit Kopfzerbrechen. Konfektionierte HiFi-Kabel kann man getrost vergessen, da wenig robust und trittfest. Trittfeste Kabel dagegen wird man nicht in eine Miniklinkenbuchse friemeln können und außerdem die Buchse an sich... Örks.

    Was spricht denn dagegen, entweder sowas http://fischer-amps.de/index.php?80 zu nehmen oder gleich den Kopfhörerverstärker am Musiker anzubringen http://fischer-amps.de/index.php?inear_beltpack ?

    Das halte ich für bühnentauglich und zudem hat der Musiker den Pegelregler im direkten Zugriff.


    der onk
     
  3. J.B.Goode

    J.B.Goode Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.03.04
    Zuletzt hier:
    24.10.16
    Beiträge:
    1.888
    Ort:
    Düsseldorf
    Zustimmungen:
    28
    Kekse:
    1.252
    Erstellt: 19.04.07   #3
    Das Kombikabel ist ja symetrisch. Was ist mit dem Verstärker? liefert es ein Mono oder Stereo signal?

    Den Beltpack hatte ich mir schon angeschaut, aber um da ein Stereosignal zu bekommen muss ich doch 2 Xlr Kabel zum Beltpack schleifen?! Das ist schon "bombig" das ding am Körper zu haben.

    An der Idee nur ein sym. Kopfhörerkabel zuhabe fand ich es gut dass man sonst nichts am Körper hat und imprinzip nix von der Kabelgebundenheit merkt, wenn man keinen Guitarspin macht :D

    Auch negativ bei dem Beltpack, wenn ich mein Instrument + Monitormix draufgebe, habe ich doch ein Monosignal der Mixes und des INstrumentes !?

    EDIT.
    PS.
    Übrigens das mit dem Kabel in Stecker friemeln ist kein Problemm. Wenn sich z.B. sym. Mikrofon Kabel eignen kommt an der einen Seite ein großer stereo Stecker dran, da eh alle K-Amps die großen Buchsen haben und am anderen Ende eine Buchse für die großen Stecker. Die sollte grüßgenug sein um ein Mikrokabel o.Ä. aufzunehmen. Falls der Kopfhürer einen Ministecker hat, kann man ja mit einem Adapter (es gibt diese vergoldete, masive) reingehen.
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    4.12.16
    Beiträge:
    7.126
    Zustimmungen:
    870
    Kekse:
    23.172
    Erstellt: 19.04.07   #4
    Der Einwand mit dem Stereosignal ist berechtigt, aber man muß schon hinterfragen, ob dieser wirklich erforderlich ist. Bei einem Keyboarder und auch Drummer sehe ich's ja ein, aber sonst...

    Diese Ortbarkeit zum selektiven Hören, wie man es bei konventionellem Monitoring und Backline hat, erreicht man auch mit einem stereo IEM-Mix nicht. Soll sich dann der links aussen stehende Bassist alles außer seinem Signal hauptsächlich nach rechts auf die Hörer geben lassen, damit das Panorama die Bühnensituation wiedergibt? Und was, wenn sich der Musikant dann bewegt oder mal umdreht?:D

    Mein Sauhaufen betreibt schon seit langem fünf Monomixe IEM zur vollsten Zufriedenheit. Das war zwar anfangs aus der Not geboren, weil ich kein Riesenpult mit 12 AUXen für die kleine Formation mitschleppen wollte, aber auch Versuche mit einem gemeinsamen Stereo-Grundmix plus individuell zugemischten Einzelquellen brachte schlechtere Ergebnisse als individuelle Monomischungen. Aber ich schweife ab...

    Kombikabel/Beltpack sind nicht symmetrisch mono, sondern können auch mit einem Stereosignal unsymmetrisch betrieben werden. Es sind lediglich XLR-Anschlüsse dran, weil diese den Vorteil der Verriegelung haben und man im Fall des Falles mit einem Griff in die Kabelkiste Ersatz zur Hand hat.

    Es gibt jetzt bald auch einen Beltpack von Fischeramps, der einen Stereomix plus zugemischtem Einzelsignal ermöglicht. Nur so als Info, denn die üble Kablerei nimmt natürlich dabei zu.


    der onk mit Gruß
     
  5. J.B.Goode

    J.B.Goode Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.03.04
    Zuletzt hier:
    24.10.16
    Beiträge:
    1.888
    Ort:
    Düsseldorf
    Zustimmungen:
    28
    Kekse:
    1.252
    Erstellt: 19.04.07   #5
    :D
    lustig.
    Ich werde es bei Gelegenheit ausprobieren was besser ist Mono oder Stereo. Warum war denn Grundmix in Stereo + zumischen schlechter?

    Als Mix muss nicht nicht umbedingt den Bühnenaufbau wiederspiegeln, aber halt einen Raum möglich machen und den Sound transparenter gestellten. Wenn der Musiker beim Monitoring mit Wedges auf der Bühne läuft, läuft ja der Monitor und ev. sein Amp auch nicht mit ;) :D
    Bis auf das Mischpult gibt es eigenlich keinen Punkt an dem es knackt. Ok das Mischpult ist natürlich auch ein sehr großer Knackpunkt :D
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    4.12.16
    Beiträge:
    7.126
    Zustimmungen:
    870
    Kekse:
    23.172
    Erstellt: 19.04.07   #6
    Weil wir bald an einem Punkt angekommen waren, an dem man fünf verschiedene Grundmixe gebraucht hätte...:D

    Aber ohne Witz:
    Wir haben allerdings nur Mono-Grundmix gemacht, weil der Aufwand, jedem Musiker einen eigenen kleinen IEM-Mischer hinzustellen und den Kram zu verkabeln einfach zu groß gewesen wäre. Ich bin aus dem Alter raus, wo man bei 21:00 Showtime im Amateursektor schon um 14:00 am Auftrittsort aufschlagen muß, um rechtzeitig fertig zu werden. ;)

    Aber bereits beim Grundmix gingen die Anforderungen so weit auseinander, so daß man hier zumindest zwei oder drei Mixe hätte anbieten müssen und dann hätten die Leute mit gemeinsamem Grundmix sich immer noch absprechen müssen, ob es denn ok sei, den Bass etwas lauter drauf zu geben oder so...

    Also wäre man beim FOH-Pult schon gleich wieder am Limit der AUXe oder müsste relativ große Einzel-IEM-Mischer verwenden und verkabeln oder ein dickes Monitorpult verwenden.

    Also habe ich den Aufwand gelassen, bin runter auf fünf Monomixe und habe die durch weniger Freiheitsgrade und Split-/Subcore-Bastelei gesparte Zeit in die Optimierung dieser Mixe gesteckt.



    der onk mit Gruß



     
  7. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.11.04
    Zuletzt hier:
    21.02.11
    Beiträge:
    3.318
    Ort:
    Pforzheim
    Zustimmungen:
    30
    Kekse:
    8.896
    Erstellt: 19.04.07   #7
    eines habe ich irgendwo gelesen, da bimmeln bei mir sofort sämtliche alarmglocken: adapter klinke groß auf klein. sowas ist absplut bühnenuntauglich, das ist bastematerial für den home entertainment und co bereich, das hat imho wirklich NICHTS auf der bühne zu suchen. viel zu anfällig, unzuverlässig etc, vor allem an einem so wichtigen punkt wie einem iem setup.

    auch ich würde den kopfhörer preamp in beltpack form an den Mann bringen. Am besten an den Gürtel und nicht an den Instrumentengurt, dann kann man das Instrument wechseln ohne am IEM rumfummeln zu müssen. Gründe: man verwendet nur xlr verbindungen, die sind robust und immer griffbereit, und man kann die Lautstärke diretk am Mann regeln. Das kann in einem Fehler/problemfall sehr wichtig sein.... Und auch für den normalen Showalltag ist es sehr angenehm.

    zwecks der zuleitung für stereo würde ich mir keine gedanken machen.. es müssen ja mind. ein klinkenkabel für das Instrument und ein XLR Kabel für IEM liegen.. wenn da jetzt noch ein 2tes XLR dazukommt geht die Welt ja auch nimmer unter. wichtig ist das die Kabel ordentlich gelegt sind und ne saubere Zugentlastung da ist. Ich würde es wie folgt lösen.

    Das stereo IEM signal wird per Subcore vom Returncore bis zum gitarrenstack geleitet. da muss ja eh irgendwas hinliegen, um das gitarren mic zu patchen. genau dorthin auh die iem signale. dann 2 xlr und eine klinke (lang genug) wirklich sorgfältig mit zumbel zusammentapen. und zwar so das sie sich sauber wickeln lassen, der schlag der kabel muss gleich sein. ein paar cm vor ende der kabel (musikerseite) kommt eine schlaufe ins kabel, die mit Kabelbinder fixiert wird. man hat also einen kleinen kreis, in den man etwas einhängen kann.
    der musiker bekommt einen gürtel, an diesen kommt der iem kopfhöreramp und ein karabiener. in den karabiner kommt die schlaufe des kabelbaums, die xlr kabel werden in den kopfhörer amp gesteckt.
    instrument wird umgehängt, klinke kommt ins instrument, das wars.

    instrument kann jederzeit gewechselt werden, dabei baumelt die klinke dann einfach ein stück am gürtel runter und kann cnihtmal mehr verlegt werden. lediglich zum auf und abgang müssen die xlr stecker gezogen und der karabiner gelöst werden.

    So hat man nur einen Kabelweg zum Musierk (und ob der jetzt aus 2 oder 3 kabeln besteht macht den Kohl doch nimmer fett), man hat ne saubere Zugentlastung, kann instrumente wechseln und lautstärke direkt am mann regeln. Und hat kein telefonkabel klinke adapter gebastel ;)
     
Die Seite wird geladen...

mapping