Lautsprecherkabel sebst gelötet

von ronnie, 03.02.06.

  1. ronnie

    ronnie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #1
    Hallo,

    Ich hab mir heute zwei 5m Kabel aus einem 10m Kabel gemacht (also in der Mitte durchgeschnitten und jeweils einen Klinkenstecker drangelötet).

    Einen Stecker hab ich nicht optimal hingekriegt (zumindest optisch).
    Die Lötstelle vom schwarzen Kabel hat relativ wenig Abstand zur Lötstelle des roten Kabel (etwas weniger als 1mm, ich schätze so ca. 0.7mm).

    Kann es sein, dass da ein Funke überspringt und somit ein Kurzschluss entsteht (auf grund des geringen Abstandes)??

    Ich hab die Kabel schon ausprobiert. Es ist alles OK, es rauscht nichts und sonst gibt es auch keinerlei Probleme, bin aber etwas verunsichert, weil ich nicht weiß, wieviel Spannung an sonem Kabel anliegt. Normalerweise braucht man für einen Funkensprung selbst auch so eine kleine Distanz eine Spannung von mehr als 1000V.

    Ich hoff ich hab da nichts falsch gemacht, schließlich wär's blöd, wenn die PA wegen sonen scheiß schaden nimmt.
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.02.06   #2
    Moin...

    Du hast völlig recht, einen Funken bekommst du so schnell nicht hin. PA-Endstufen erzeugen Spannungen so um die 100V max. (typisch eher so um die 40-50V).

    Du solltest aber sicherstellen, dass die beiden Lötfahnen mechanisch fest sitzen und nicht durch langes "dranrumbraten" das Plastik drumherum weggeschmolzen ist, so dass sie wackeln.
    Besser wäre es, du machst den Abstand zum Schutz gegen mechanisches Wackeln doch etwas größer. Sei es, indem du überschüssiges Lötzinn oder lang überstehende Kabelenden mit dem Seitenschneider zu Leibe rückst, oder sei es durch vorsichtiges Auseinanderbiegen der Lötfahnen...

    Jens
     
  3. ronnie

    ronnie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #3
    Danke für die schnelle Antwort!

    wackeln dürfte da eigntlich nichts mehr; ich hab die Kabel mehr als großzügig verlötet; bei Instrumentenkabel mach ich das nicht so, da sind die Lötstellen schon um einiges kleiner.

    Ich wollte sicherstellen, dass der Kontakt auch ordentlich ist und die Lötstelle nicht abreißt, und hab darum sehr viel Lötzinn verwendet.

    Kann es sein, dass ich da etwas übertrieben habe und man die Kabel gar nicht so arg verlöten muss?
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.02.06   #4
    Ich meine nicht, dass der Draht in der Lötfahne wackelt (dann würde das Kabel auch nicht funktionieren), sondern dass die Lötfahne selbst nicht im Stecker wackelt. Wenn man lange dran rumgebraten hat, wird manchmal das Plastik so heiß, dass es weich wird und die ehemals schön festsitzende Lötfahne hinterher Spiel hat.

    Nicht nötig. Wenn die Lötstelle sauber ist, dann hält sie auch mit wenig Zinn. Wenn nicht, dann hilft auch viel Zinn nicht.
    Und für die mechanische Festigkeit soll nicht die Lötstelle sorgen, sondern die (meist geklemmte) Zugentlastung.

    Ja.

    Jens
     
  5. ronnie

    ronnie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #5
    Ah jetzt versteh ich was du meinst: Die "Plastikverkleidungen" im Stecker können schmelzen, sodass der ganze Stecker wackelt.

    Ich glaub aber, dass das nicht passiert ist, weil ich immer darauf achte, dass der Lötkolben die Lötstelle immer nur so kurz wie möglich berührt. Außerdem lasse ich dazwischen immer Pausen zum Abkühlen.
     
  6. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 03.02.06   #6
    sehr gut...geht da vll noch was mit isolierband, oder ist der abstand zu klein?
     
  7. ronnie

    ronnie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #7
    Ein Isolierband geht sich sicher aus, wahrscheinlich 3-4 Schichten. So klein ist der Abstand eh nicht, ein bissschen weniger als 1mm.
     
  8. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.06   #8
    Prinzipiell reichen 0,2mm oder 1 Schicht Isolierband.

    Geht nur darum, dass sich das Ding nciht mit der Zeig ungünstig verbiegt. Von daher: eine Schicht Isolierband und gut is..
     
  9. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 04.02.06   #9
    Nix Isolierband --> Schrumpfschlauch verwenden! Isolierband hat die Eigenschaft mit der Zeit `wegzuwandern`.

    Wenn höhere Spannung übertragen werden, dann spezielle Schrumpfschläuche (Bsp. RNF-3000) oder Isolierschläuche verwenden!
     
  10. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.02.06   #10
    Trick 17:
    Wenn man bei solchen Lötstellen bedenken hat, dass sich z.B. durch mechanische Belastung irgendwann mal ein Kurzschluss ergibt, lassen sich die Kontakte ziemlich sicher durch einen Tropfen Heißkleber sichern und von einander trennen. Bei nächsten Löten gibt´s dann aber eine ziemliche Sauerei...
     
  11. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 04.02.06   #11
    Heisskleber sind gefährlich, da diese nicht zwingend ISOLIEREND sein müssen. Spastens wenn richtig Leistung übertragen wird, bruzelt es! Solche Vorschläge sind sehr gefährlich!

    Mechanische Last darf sowieso nicht auf den Pins liegen. Denn dafür gibt es die Kabelzugentlastung! Und wenn der Stecker mal geschlossen ist. berühren sich die Pins niemals während der gesamten Lebenszeit des Steckers, ansonsten wurde dieser falsch zusammengebaut!
     
  12. NightflY

    NightflY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.06   #12
    Trick 18: mit eine nagelfeile, das zuviel an Zinn/blei abfeilen, bis es genugend spielraum gibt...
    LG
    NightflY
     
  13. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.02.06   #13
    Trick nr 19:
    den Pfusch wegwerfen, nen neuen Stecker besorgen und nochmal sauber löten. Alternativ ablöten und wenn der Stecker dann wirklich komplett intakt ist den gleichen nochmal benutzen.. Sorry aber es geht hier um einen (klinken??)Stecker, das kostet doch nicht die Welt..
    Isotape, heiskleber und co haben nichts in einem Stecker verloren!!
    und auch Nagelfeile und Seitenschneider zum nachträglichen "verbessern" der lötstelle ist nicht das gelbe vom ei
    Wenn überhaupt etwas verwendet wird dann der schon erwähnte Schrumpfschlauch und dafür muss er eh nochmal ablöten. und dann wirds auch was,, wenns 2,3 versuche dauert geht doch die welt nicht unter, übung macht den meister, ist beim löten auch nicht anderst.
    Also schneid das Ding ab und löts nochmal und alles wird gut

    locker bleiben :great:
    Tobse
     
  14. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.06   #14
    Stimmt, besonders da nicht:
    www.reichelt.de , suchen nach: "Klinkenstecker"

    Billiger geht's kaum (nur so als Tipp).
     
  15. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 06.02.06   #15
    Ich hatte ja schon mal bei einem Aussendienstmitarbeiter von Farnell angeregt,er soll Neutrik überzeugen,daß sie Klinkenstecker mit Schneid-Klemmtechnik ausrüsten damit dieses lästige löten entfällt.
    Bei XLR geht es ja schliesslich auch.Bei Produktsuche 439010 eingeben,Link funktioniert leider nicht.
    Seitdem ich diese Stecker und Kupplungen von Neutrik verwende,will ich nichts anderes mehr.
     
  16. lini

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    Erstellt: 06.02.06   #16
    Ich hab mit dem Schneid-Klemm-Zeug immer so meine Bedenken. Funzt das wirklich so wunderbar?
     
  17. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 06.02.06   #17
    Ich bringe welche mit zum Treffen,dann kannst Du dich selber davon überzeugen.
     
  18. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.06   #18
    Jein...
    Schneid-Klemm Zeug würde ich nur bei Kleinleistungen empfehlen. Unter Schneid-Klemm Verbindern verstehe ich die, bei denen man das Kabel nicht mal abisolieren braucht.

    Klemmanschlüsse (Wago Cage-Clamp) ist dagegen das beste überhaupt http://www.wago.com/wago_root/images/pcb_cageclamp_intro_136x120.jpg

    Das wird überall da verwendet, wo Vibration vorkommt und ist besser als jede Schraube. Leider hat da Wago / Phoenix ein Patent drauf.

    Aber wenn ich mir überlege, dass Rockopa für so einen XLR Stecker 4 Euro zahlt und man den mit Lötanschluss für 50c bekommt, dann löt ich lieber;)
     
  19. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 06.02.06   #19
    Genau aus diesem Grund ,gibt es die Stecker/Kupplungen auch nicht als Klinke-Ausführungen,da ja leider immer noch Amp und Boxen miteinander verbunden werden(also Leistung übertragen wird).
    Das mag zutreffend sein,aber auch zwischen den Stecker/Kupplungen für 50c oder 4€ besteht ein himmelweiter Unterschied in der Qualität(Ich persönlich würde nie wieder billige XLR-Stecker verwenden)
    Wir können ja mal den Test machen,wie lange es dauert bis jemand einen Stecker angelötet hat und ich ein Schneid/Klemmanschluss nachgesetzt habe.
    Der Vorteil dabei ist ,ich brauche nicht mal einen Lötkolben/Lötzinn.
    Ich will hier niemanden überzeugen(ich bekomme auch kein Geld von Neutrik :) ),ich wollte einfach nur die Möglichkeiten aufzeigen.
     
  20. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

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    Erstellt: 06.02.06   #20
    Wago-Klemmen sind im Installationsbereich mittlerweile Standart. Mit Lüsterklemmen arbeitet da keiner mehr. Ich persönlich hab jetzt nur Erfahrungen mit den einfachen Schneid-Klemm-Verbindern aus dem KFZ-Bereich und da hab ich einfach kein Vertrauen zu den Dingern, da ich da schon zu viele durchgeschnittene Kabel gesehen hab.
     
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