Lautstärkeunterschiede verschiedener Boxenimpedanzen?

von de_lang, 02.03.16.

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  1. de_lang

    de_lang Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.16   #1
    Guten Abend allerseits,

    ich habe eine Frage zu verschiedenen Boxenimpedanzen und potentieller Auswirkungen auf die Lautstärke.
    Mein Amp (Diezel Schmidt) hat, wie so ziemlich jeder Amp, verschiedene Lautsprecheranschlüsse (4, 8, 16 Ohm). Ich spiele in derzeit mit einer 2x12er von Engl, welche eine Impedanz von 16 Ohm hat.

    Ich plane, die Lautsprecher zu tauschen. Dabei würde ich die neuen gerne parallel anschließen, da es sich um zwei verschiedene Speakermodelle handelt. Ich plane bisher zwei 16 Ohm Speaker zu benutzen, was dann ja eine Gesamtimpedanz von 8 Ohm ergibt.
    Wenn man jetzt mal die Effizienz der Speaker außer acht lässt: Ergeben sich Lautstärkeunterschiede zwischen 8 und 16 Ohm?

    Um Verwechslungsgefahr vorzubeugen: Ich meine nicht Klangunterschiede zwischen 8 und 16 Ohm Speakern, sondern ob es einen Lautstärke- bzw. Leistungsunterschied gibt, wenn ich die Box an den 8- oder 16 Ohm-Ausgang des Amps anschließe.
    Mein Laienwissen besagt, dass an weniger Widerstand ja eigentlich mehr Leistung abgegeben werden müsste, oder?
     
  2. Rostl

    Rostl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.16   #2
    nein

    auch nein, das regelt der Ausgangstrafo
     
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  3. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.03.16   #3
    Das wäre nur bei einer Transistorendstufe der Fall
     
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  4. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 02.03.16   #4
    Wenn die Lastimpedanz (Lautsprecher) dem entspricht was am Amp eingestellt ist wird da von der Impedanz her kein Lautstärkeunterschied bemerkbar sein.
    Man strebt in einer solchen (Röhren-)Schaltung "Leistungsanpassung" an - die Generatorimpedanz = Verbraucherimpedanz. Wenn das gegeben ist, wird die Leistung optimal übertragen.

    Wenn du aber andere Lautsprecher benutzt, ist deren Kennschalldruck wesentlich wichtiger (das, was du unter Effizienz außer acht lassen willst). Das ist der "Wirkungsgrad" und wird in dB bei 1 Watt in 1 Meter Abstand angegeben.
    Ein Lautsprecher, der 96dB 1Watt/1Meter abgibt ist etwa halb so "Laut" wie einer der 102dB abgibt.
    Die Leistung ist hier sogar zweitrangig - ein lauter Lautsprecher (viel dB in 1m Abstand bei 1 Watt Ansteuerung) kann mit einem 10 Watt Amp lauter sein als ein 100 Watt Amp mit einem schlechten Lautsprecher (wären in diesem Fall 10 dB Unterschied).
     
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  5. de_lang

    de_lang Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.16   #5
    Vielen Dank euch dreien!
     
  6. phess90

    phess90 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.16   #6
    Hallo.
    Das ist elektrotechnisch nicht ganz richtig.
    Leistungsanpassung ist, wenn wie geschrieben, die Lastimpedanz der Quellimpedanz entspricht.
    Diesen Fall haben wir aber NICHT bei Gitarrenverstärkern. Zwar benutzt man (bestenfalls) den 4/8/16 Ohm Ausgang des Amps mit seiner passender Box, die diese Impedanz auch circa liefert, tatsächlich ist die Ausgangsimpedanz des Amps jedoch viel geringer. Die Aufschrift 4/8/16 Ohm soll nur darauf hinweisen, dass diese Impedanzen an die jeweiligen Abgriffe angeschlossen werden muss.
    In Echt liegt Spannungsanpassung vor.


    Der Zweite Teil ist auch nicht 100% korrekt.
    Eine Pegelverdopplung (Nicht Lautstärke) in der Leistung (Watt) liegt bei +3 dB vor.
    Eine Pegelverdopplung in Spannung (Volt) liegt bei +6 dB vor.
    Der doppelte Schalldruck wären +6 dB, dieser wird aber in Spannung gemessen. Schalldruck muss auch nicht immer unbedingt mit empfundener Lautstärke gekoppelt sein (ist er aber meistens).
    Eine Leistungseinheit wäre wieder die Schallintensität.
    Dann gibt es auch wieder für die Lautheit einen Pegel, das phon.


    Das soll als Anmerkung reichen.

    Gruß Patrick
     
  7. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 03.03.16   #7
    Ich habe absichtlich vereinfacht dargestellt - um den TO nicht zu sehr zu verwirren weil es um die Lautstärke ging - vielen Dank, das du mich so schön korrigiert hast.
    Ich kann das was du sagst auch noch ein wenig komplizierter darstellen, ich habe (zwar im Hochfrequenzbereich - aber die Physik bleibt gleich) vor 30 Jahren meine Facharbeit zu dem Thema geschrieben.....
     
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  8. phess90

    phess90 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.16   #8
    Ich will jetzt den OT-Bogen nicht zu sehr überspannen aber ich finde gerade ewnn man das weiß, dann sollte man nicht die Fachbegriffe falsch verwenden. Entweder den Sachverhalt richtig darstellen mit Erläuterung (wie ich) oder halt garnicht schreiben, dass es Leistungsanpassung wäre, sondern nur die Last an den jeweilig richtigen Output angeschlossen werden sollte und fertig.
    Du darfst mir aber gerne deine Gedanken per PM schreiben.
    Grüße
     
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