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Aber inzwischen bin ich mit dem Griffbrett auch durch. Was war da zu tun? - Es waren ja schon probeweise Saiten drauf und da machten sich einige Bünde durch Schnarren bemerkbar. Die genau zu lokalisieren und zu bearbeiten und natürlich auch die Halsneigung gegebenenfalls einzustellen war also die erste Aufgabe. An der Halsneigung war nicht viel zu tun, die entsprach schon im Großen und ganzen dem was ich mir wünsche. Anders war das bei den Bünden. Mein Rocker zur Bündekontrolle war ja neu und hatte sich gleich als Schrott herausgestellt. Aber mit meinem Nassschleifstein und viel Geduld hab ich das zu von Hand behoben. (2 Stunden Abeit!
) Jez fluppt et wieder.
Damit hab ich dann die Bünde ermittelt die sich unbedingt hervortun wollten.
Des Bild ist leider etwas unscharf, ganz im Gegensatz zur neu geschliffenen Kante des Rockers. 
Hinterher kamen die Probesaiten wieder drauf und das Ergebnis war doch sehr zufriedenstellend. Geschnarrt hat bei für mich optimaler Saitenlage nix mehr. So solls sein.
Und die Risse sind nicht mehr zu sehen. Das Rote auf den Bünden im letzten Bild ist natürlich nicht mehr der Filzstift, sondern die Spiegelung meines roten T-Shirts.
Nach dem Trocknen des Öls kommen die Saiten wieder drauf und damit wär ich dann auch fast fertig mit dem Bass. Allein der Saitenniederhalter an der Kofplatte fehlt noch. Aber der ist (@Robin Lussu) leider immer noch nicht eingetroffen.Im sechsten und siebten Bund gabs kleine Risse im Griffbrett, und das sah nicht schön aus.

Hallo! Ich beschwere mich nicht, ich mache zu!Löcher in den Bass machen und sich dann über so Kleinigkeiten beschweren...![]()

Und die Löcher im Body ... da kann ich ja nix für, das war die Hitze! 
- Da ich über die Feiertage die gute Sauerländer durch ne ordentliche Portion nicht minder qualitative Küstenluft ersetzt hab, komm ich erst jetzt dazu, den auch einzubauen. Son Saitenniederhalter ist ja dafür da, die G- und D-Saite in den Rillen des Sattels zu halten und zu verhindern, dass da irgendetwas scheppert. Andererseits, wenn man das Teil direkt auf der Kopfplatte befestigt, ist der Anpressdruck auf dem Sattel wesentlich höher als bei der A- und E-Saite. Das gleiche ich immer gerne durch einen 5mm hohen Abstandshalter aus. Die Saiten werden dann auch weniger geknickt, was ein leichteres "Durchrutschen" beim Stimmen ermöglicht. Also drauf mit den Teilen und ich bin fertig mit dem Bass. 




und erst mal anspielen das Teil und .... halt! ... da stimmt doch was nicht. G- und D-Saite sitzen perfekt, aber die A-Saite schnarrt jetzt noch in der Sattelkerbe. Das hab ich vorher gar nicht gemerkt. Aber gut, das ist auch nur minimal und fiel vermutlich beim Schnarren der beiden hohen Saiten ohne Saitenniederhalter nicht auf. Bleiben kann das aber so nicht. Was tun?
Hab erst mal überprüft, obs an der Sattelkerbe liegt, aber nein, die ist in Ordnung. Die A-Saite muss also ebenfalls runter gedrückt werden. Hm. ... Es gibt von Sandberg einen Saitenniederhalter für 3 Saiten, aber: 26,80 bei Rockinger. Gute Nacht. ... Ebay? Das gleiche Teil gibts da in nameless und billig, aber China. Das kommt nie rechtzeitig an und man weiß dann auch nie, in welcher Quali das hat. Ich besuch gleich mal meinen örtlichen Musikalienhändler. Der hat eine schöne Grabbelkiste. In meiner finde ich nicht die passende Lösung.
... Es geht mir bestimmt nicht darum, euch in Misskredit zu bringen. Ich hab schon so einiges von euch und werde auch in Zukunft weiter bei euch einkaufen, weil ich immer voll zufrieden war. Allerdings hab ich den Eindruck, dass dieser Wettbewerb nicht das beste Licht auf das geworfen hat, was ihr ausgeliefert habt. Ist es nicht besser eure Qualitätskontrolleure einen intensiveren Blick auf die Bausätze werfen zu lassen, bevor der Ruf leidet? Wär schade, denn eigentlich bin ich von euch viel besser Qualität gewohnt.[...]
Es wurde ja schon spekuliert, dass die Bausätze aufgrund ihres Preises für Bauanfänger sein sollen, die erst mal schauen wollen, was man so machen kann, bevor sie tiefer in die Materie einsteigen. Aber bitte, ich gebe doch z.B. einem Gitarrenanfänger auch kein Schrott-Instrument mit schlechter Saitenlage, weil das Greifen dann weh tut und das den Anfänger nur abschreckt und der dann frustriert aufgibt. Mit dem Gitarrenbau ist es doch ähnlich. Da gibt man dann doch lieber ein paar Euro mehr aus und hat dann keine Angst, dass das Instrument, das man mit viel Mühe gebaut hat irgendwann von innen aufgefressen wird, um das mal überspitzt auszudrücken.
[...]
Jaa! An Ikea hab ich auch schon gedacht. Der Vergleich drängt sich ja quasi auf! Irgendwann wars dann da ja mal so weit, dass das zum Ruf von Ikea gehörte, dass da Teile fehlen, auch wenns soo schlimm gar nicht war. Einen schlechten Ruf hat man schnell und das sollte auch Thomann* bedenken. --- Zum Thema offener Brief: Ich denke hier schreiben grad 15 Leute ganz viele offene Briefe.Ikea der 90'er.
Vielleicht sollte man es in Erwägung ziehen mal einen offenen Brief aufzusetzen
Die Thomaner wärn schön blöd, wenn sie hier nicht mit lesen.
Wir sind doch hier 15 fast kostenlose Kritiker, zu denen sich dann noch ganz viele Gastkritiker für völlig umsonst dazugesellen. Daher auch mal an dieser Stelle liebe Grüße an die Leute von Thomann und viel Spaß beim Lesen.
Und nein, ums Anprangern gehts hier echt nicht. Aber das ist glaub ich in meinem Beitrag oben auch klar geworden. Aber hier tut sich eine Fehlentwicklung auf (kann bei so einem großen Unternehmen mal passieren) und darauf soll hier hingewiesen werden. Gut ist, wenn das dann positive Konsequenzen hat. Für alle die beabsichtigen demnächst ein Instrument zu bauen, ist dieser Wettbewerb nicht wirklich eine gute Reklame für Thomann. Schade. Dass man aus dem was geliefert wurde trotzdem etwas machen kann zeigen die vielen interessanten Beiträge. Toll ist hier die Vielfalt der Ideen und die vielen Arten der Umsetzung. Darüber bin ich mega begeistert und vor einigen der Kollegen hier ziehe ich echt den Hut. Hab auch schon meine Favoriten.
Wobei es am Ende völlig egal ist, wer gewinnt, also mir zumindest. Mir gings darum meine Fähigkeiten trotz meiner Behinderung weiter zu üben, Neues auszuprobieren und ganz profan auch einfach ganz viel Spaß zu haben. Und da kann ich dann nur sagen: Mission erfüllt. Ergebnis: Dies war gewiss nicht mein letzter Bausatz.
Ehrlich gesagt hab ich am Anfang auch gedacht, dass das merkwürdig komisch rüber kommen muss was ich da produziert hab. Sah ja eher aus wie ein Reklamebass für die Schweizer Käseindustrie. 
(wär ja auch noch mal so ne Idee 

Also: Liebe schweizer Käseindustrie, wenn ihr das hier lest ... ähhhmmm ... Sposoring ... 
)
D) und es zeichnet sich eine Lösung ab.
Mehr dazu später.
Ein Bass-Kollege, der früher mal gebaut hat, hatte in seiner Grabbelkiste noch ein schönes kleines Teil.
Grabbelkisten sind echt Gold wert! Und wenn man nach dem Motto geht: "Grabbelkisten aller Kollegen vereinigt euch"
, dann kommt man so schnell nicht ins Schwitzen. Es ist also immer gut, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt ... der dann auch zum Tauschen, Handeln oder sich gegenseitig einen Gefallen tun bereit ist. In meinem Fall hab ich nun einen Saitenniederhalter für nen Fünfer, der das Schnarrproblem perfekt löst. Ok, mann kann die D-Saite nicht einfach unterhaken, wie bei dem erwähnten Sandbergteil, aber das kostet auch über nen Zwanni mehr und mir werden beim Durchziehen vermutlich nicht die Finger brechen.
Auch hier hab ich Abstandshalter verwendet, um den Knick in den Saiten nicht zu groß werden zu lassen. Sitzt passt, wackelt und ... so weiter. Probeseiten wieder drauf und so siehts dann aus:
Trotz der ollen Probesaiten, die ich immer nur zum Ausprobieren und Einstellen verwende, und meiner eingeschränkten "Nur-Tapping-Spieltechnik" klingt der Bass "ganz ordentlich" bis "da kann man nicht meckern". Freu mich schon drauf, wenn richtige Saiten drauf kommen. Damit meine ich nicht die mitgelieferten (das werden meine neuen Probesaiten, die alten fliegen jetzt mal endgültig in die Tonne), sondern frisch gekaufte
--- Vorher wird aber noch der eine oder andere Staubkrümel und Fingertapser beseitigt, und nach dem Saitenwechsel bleibt dann nur noch, ein paar schöne Fotos zu machen. 
und Flurlicht (viel is es nich) ebenfalls an; war schon spät gestern): 
- Früher gabs mal sonen Reklamespruch: "Zu wissen dass es Platin ist ..." Das gilt für Instrumentenrückseiten so ähnlich find ich. Is doch blöd, wenn man beim halben Instrument aufhört sich Arbeit zu machen, und ich mag die Überraschung, wenn man grad auf der Rückseite noch was entdeckt, das man nicht erwartet hat. Da mach ich auch gelegentlich gern was Persönliches hin. Bei meinem letzten Bass hab ich z.B. das hier gemacht:
Dankeschööönnn!purer Roggn Rohl


--- Genau dafür baue ich auch. Das nächste Projekt liegt schon auf dem Tisch. Die Frage ist nur: Wo essen wir heute mal wieder? 
Des Halteverbot passt ganz gut, denn im Roggn Rohl parkt man ja auch net, Es geht immer weiter. 
