Live-Micro für Mezzosopran

von solemn_eyed, 15.06.18.

Sponsored by
QSC
  1. solemn_eyed

    solemn_eyed Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.10
    Zuletzt hier:
    11.03.19
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10
    Erstellt: 15.06.18   #1
    hallo! Ich suche ein Live-Mikro für mich. Ich singe Mezzo-Sopran in die Richtung Loreena McKennitt () und gehe auch gerne mal in die Höhe. Vom Stil kommt es auch hin.
    Preislimit weiß ich noch nicht, ich würde erst mal alle Vorschläge nehmen. 1000€ wären sicherlich zu viel
    Vermutlich eher ein Kondensator und kein dynamisches. Vielleicht erkennt ihr Cracks auch, was die Grande Dame benutzt?
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.02.07
    Zuletzt hier:
    19.03.19
    Beiträge:
    4.978
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    2.332
    Kekse:
    31.762
    Erstellt: 15.06.18   #2
    Die gute Loreena singt in dem Video über ein bzw. mehrere AKG C 535, welches schon seit einiger Zeit nicht mehr hergestellt wird - eventuell gibt es das aber noch in den Geschäften, Du müsstest wohl per Internet danach suchen. Dieses Mikro hatten zwei Personen in einer meiner früheren Bands (eine davon war eine Frau mit ebenfalls einem Mezzosopran), es klingt wirklich sehr gut, neigt aber auch in den Tiefen recht schnell zu Feedback. Wenn man einen erfahrenen Tontechniker hat, der die üblichen Vorsichtsmaßnahmen walten lässt, gutes Monitoring benutzt und überhaupt damit umgehen kann, dann hat man gewonnen und kann sich an dem Sound dieses Mikros erfreuen.

    Es gibt vom selben Hersteller zwei Alternativen. Das eine wird auch schon nicht mehr hergestellt, ist aber auch sehr gut und werde insbes. für Frauenstimmen entwickelt - das AKG Elle C oder kurz "LC" - zufällig habe ich das, das kriegt man auf Ebay schonmal um 100 EUR gebraucht in gutem Zustand. Es klingt vergleichbar gut und vergleichbar schön, wärmt die Stimme etwas an, mulmt aber nicht und neigt auch weniger zu Feedback (anscheinend hat AKG aus den Fehlern des C 535 gelernt).

    Ganz neu auf dem Markt und mMn schon vom Namen her der legitime Nachfolger des C 535 ist das AKG C 636. Guckst Du hier:




    Die drei sind übrigens alles Kondensatormikros. Wenn Du aber eh schon in diesen Preisbereichen nach einem Spitzenmikro suchst, solltest Du mal in einen Laden fahren (am besten mit einem Mitmusiker mit guten Öhrchen) und verschiedene Mikros antesten. Ich würde Dir die folgenden empfehlen:

    AKG C7 - ebenfalls ein Kondensatormikro und sehr gut
    AKG D7 - der dynamische Bruder, ist mir auch schon von Leuten empfohlen worden, auf deren Urteil ich vertraue

    Beyerdynamic TG V70d - ein dynamisches Mikro mit wunderschön klingenden Höhen, welches bis vor kurzem noch deutlich teurer war

    Sennheiser e965 - Großmembran-Kondensatormikro, Spitzentechnik von Sennheiser in derselben Preisklasse wie das C 636, bei der Entscheidung geht es eher um den persönlichen Geschmack und wie gut das Mikro zur eigenen Stimme passt, denn hervorragend sind sie in der Preisklasse alle

    Shure KSM 9 - selbe Klasse wie das Sennheiser e965, klingt halt nach Shure, für manche ist es das perfekte Mikro (Christina Aguillera z.B., und die Dame kann ja auch singen)

    Shure KSM 8 - relativ neu entwickeltes dynamisches Mikro, klingt sehr neutral und überträgt die Stimme ohne Verfärbung

    Neumann KMS 105 und 104 - fantastisch klingende Mikros, das 105 ist eher allgemein gehalten im Sound, das 104 ist angeblich für Frauenstimmen optimiert; nochmal Spitzentechnik mit tollem Klang; zumindest das 105 ist recht feedbackempfindlich, aber wenn man das in den Griff bekommt, wird man mit einem tollen Sound belohnt

    audio technica AE 5400 - kenne ich nicht persönlich, wird aber immer wieder empfohlen


    Sicher gibt es da noch mehr, aber damit hast Du doch schonmal einen großen Teil der wirklichen Spitzenmikros in Kondensatortechnik in der Preisklasse 400 bis 550 EUR durchgestestet.

    Gruß
    Jo
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  3. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    19.03.19
    Beiträge:
    7.570
    Zustimmungen:
    1.172
    Kekse:
    25.765
    Erstellt: 16.06.18   #3
    In einen Topf werfen sollte man AKG LC und c535 nicht. Letzteres ist schon ziemlich High-End, während im LC letztlich die Kapsel des altehrwürdigen c1000 werkelt, die AKG zwischenzeitlich in mannigfaltigen Mikrofonen vom c5900 über c900 und Elle C bis kürzlich im LC verbaut hat. Das sind keine schlechten Mikrofone, aber halt mehr Brot und Butter...

    domg
     
  4. solemn_eyed

    solemn_eyed Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.10
    Zuletzt hier:
    11.03.19
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10
    Erstellt: 16.06.18   #4
    Super klasse, ganz lieben Dank! Mit der Liste werde ich bestimmt fündig werden!
    Tontechniker bin ich leider selber...
    Habe nach langer Bühnenabstinenz im August die Gelegenheit auf einer Hochzeit zu spielen und der Bassist hat alles andere Equipment besorgt, außer einem gescheiten Mikrophon, daher dachte ich, es wäre wohl mal Zeit. Ansonsten wird es wohl auch zuhause benutzt werden für Simultanaufnahmen von Gesang und Instrument.
    Und vielleicht finde ich dann auch mal vor Ort ein paar Mitmusiker, jetzt wo ich nicht mehr ständig umziehe? Geschäfte gibt es hier leider glaube ich keine.
     
  5. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

    Im Board seit:
    05.11.03
    Zuletzt hier:
    19.03.19
    Beiträge:
    8.383
    Zustimmungen:
    1.269
    Kekse:
    9.905
    Erstellt: 16.06.18   #5
  6. solemn_eyed

    solemn_eyed Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.10
    Zuletzt hier:
    11.03.19
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10
    Erstellt: 16.06.18   #6
    Danke! Aber meine Stimme und meine Musikrichtung sind ja sehr, sehr weit von Amy Winehouse.
     
  7. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

    Im Board seit:
    05.11.03
    Zuletzt hier:
    19.03.19
    Beiträge:
    8.383
    Zustimmungen:
    1.269
    Kekse:
    9.905
    Erstellt: 16.06.18   #7
    Bitte auch nicht so verstehen. Ein gutes Mikro ist nicht nur für eine Stimme geeignet. Amy hat sich für das Mikro entschieden, weil es gut ist. Als Endorserin hätte sie jedes der Welt bekommen. Ich kann Dir nur empfehlen, es auszuprobieren. Zurücksenden kannst Du es immer noch. Ist ein echter Tipp!
     
  8. solemn_eyed

    solemn_eyed Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.10
    Zuletzt hier:
    11.03.19
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10
    Erstellt: 01.08.18   #8
    So! Ich habe mir jetzt ein AKG C535 Eb zum testen bestellt.

    Als ich es das erste Mal angeschlossen habe und losgelegt habe (Lautstärke auf moderat), dachte ich erst es sei aus, weil ich mich hörte, wie ich mich höre, wenn ich ohne Mikrophon singe. Dann stellte ich fest, dass ich lauter war als sonst ohne Mikro. Das war schon ein abgefahrenes Gefühl. Man kann also sagen, dass es die Stimme sehr natürlich wiedergibt und ich kann nachvollziehen, warum Loreena McKennitt sich das ausgesucht hat. :-)

    Dass man nicht so nah ran muss wie bei einem dynamischen Mikro ist sehr angenehm, wenn man parallel noch ein Instrument spielt (besonders bei der Autoharp, weil man die so total im Weg hat). Es neigt zu Popp-Geräuschen (wie man auch bei Loreena im Video sehen kann :p ). Da ist jetzt die Frage, ob ich noch ein C636 testen soll - das verspricht keine Popp-Geräusche. Das wäre ja doch noch um einiges teurer (das C535 gab es für €300). Oder ob ich eben lerne damit um zu gehen

    Hier der unfairste Mikrophontest aller Zeiten: jeweils eine Strophe und ein Refrain "Star of the County Down" (zu Ehren von Loreena) mit 3 unterschiedlichen Mikrophonen (t.bone SM85beta, AT2035 und das AK C535 - nicht in der Reihenfolge). Das t.bone erkennt man gut, die anderen beiden sind kniffliger. Na, wer erkennt die Reihenfolge ;-) ) Alle gleiche Einstellungen, Nähe natürlich dem Mikro angepasst, die beiden Kondensator durften Phantomspeisung benutzen und das AT einen Popp-Schutz (das AKG nicht, wird's ja Live auch nicht dürfen). Gitarre über Tonabnehmer. Ein ganz mini-bisschen Reverb.

    https://soundcloud.com/wilhelmine-henry/microphone-test
     
  9. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.02.07
    Zuletzt hier:
    19.03.19
    Beiträge:
    4.978
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    2.332
    Kekse:
    31.762
    Erstellt: 02.08.18   #9
    Das zweite dürfte das t.bone sein. Falls ja, behalte es als Backup für Notfälle, falls das Hauptmikro aus irgendeinem Grund mal ausfallen sollte.
    Es ist mind. drei Jahre her, dass ich das letzte Mal ein C535 gehört habe, und mein AT 2035 habe ich vor ca. zehn Jahren verkauft - hier muss ich passen, zumindest mit den Kopfhörern, die ich grade aufhabe.
     
  10. solemn_eyed

    solemn_eyed Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.08.10
    Zuletzt hier:
    11.03.19
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.08.18   #10
    Richtig! 10 Kekse?

    Das erste ist das C535, das andere das AT2035. Ich finde das C535 klingt klarer, dafür klingt das AT2035 etwas weicher. Sie sind ja aber nicht für den gleichen Zweck angeschafft, deswegen brauche ich sie eigentlich nicht vergleichen.

    So, ich bin jetzt singen :m_git_a:
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping