Looping Workshop: Welchen Looper braucht man

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Würde es nur einen Hersteller geben, wäre die Kaufentscheidung wesentlich leichter. Dem ist nicht so. Jeder will Geld verdienen, und alle konkurrieren miteinander. Das mag Vorteile haben. Hat aber auch Nachteile. Wir werden von einer gewaltigen Werbemaschinerie was den Kauf eines solchen Gerätes betrifft beeinflusst. Doch die Zahl der Ebay Auktionen lässt der Vermutung Spielraum, dass einige enttäuscht wurden. Wohl auch, weil man sich im Vorfeld nicht klar war, was man damit überhaupt machen will.

Dieser Workshop soll einen relativ unabhängigen Überblick über das Looping und der Geräte bringen. Allerdings ist mir bisher nicht möglich gewesen, jeden Looper selbst benutzt zu haben. So kann ich nur auf wenige näher eingehen.

Loop Music (Kurze History)


Ein Loop ist eine sich ständig wiederholende Schleife bzw. Phrase. Ein Loop ist also auch eine Phrase die Musiker permanent wiederholen. Seit der Erfindung von Tonbändern ist dies technisch umsetzbar. So sei allen gesagt, dass dies keine neue Erfindung ist, sondern bereits über 40 Jahre alt ist.

Die erste Loopmaschine benutzen bereits die Beatles in Songs wie Strawberry Fields oder Peny Lane. Das Melotron. Bei diesem Gerät war es extrem Aufwändig die Bänder zu wechseln. So war alles noch Analog. Zu der Zeit war alles noch analog. Aber wie alle Effekte die man heut in schönen kleinen Chassis kaufen, war der Zeit alle analoge Technik sehr teuer und groß.

Die ersten bekannten Loopkünstler waren u.a. Terry Riley und Robert Frip (King Krimson) Die hatten nix weiter als ein Tonbandgerät mit einem kurzem Band, wo ihre Spur in nur eine bestimmten Länge drauf war. Ein Looper ist letztlich nichts anderes als ein Echo. Nur eben mit dem Unterschied, das der Klang beim Echo leiser wird (Feedback). Das Feedback kann man allerdings regeln. Man kann ein Delay als Looper nutzen. Allerdings nur für kurze Loops. Jaco machts vor

1978 war das der totale Hit … (Und heute ist man mit 3h Speicher nicht zufrieden… )

Man konnte mit diesen analogen Geräten eben nur kurze Loops machen und ein wenig Overdubbing bzw. Layers. Aber komplette Songsstrukturen, wie es heute mit manchem Gerät geht, war nicht möglich. Dies machte die Digitaltechnik möglich. So kam 1994 der Lexicon Jamman auf dem Markt, dem im selben Jahr noch der Boomerang Phrasen Recorder folgte. Der Jamman hatte bescheidene 8s Loopzeit, mit einem Update wurden es dann 32s. Und man konnte 8 Loops erstellen. Der Boomerang hingegen 2min. Dafür war der alte Boomerang soundtechnisch dem Jamman unterlegen. So ging mit dem Boomerang auch nur ein Loop. Der Boomerang Plus bot dann die möglichkeit einen zweiten Loops. Der Echoplex konnte bereits 16 Parallele verarbeiten.

Chet Atkins machte mit dem Jamman 1996 den Song: Jamman.

Der RC20 löste keine Looperwelle in dem Sinne aus, wie es gern für die Werbung gesagt wird. Denn im Gegensatz zu Lexicon Jamman und Boomerang war dieser billiger, was dann schon einen gewissen Boom auslöste. (Henry Ford löste auch den ersten Auto-Boom wegen der Kostensenkung aus) Aber nicht unbedingt für die Loop Musik, als mehr für die Geräte und deren Massenproduktion. Mittlerweile hat fast jeder Hersteller einen im Programm. Ob nun als separates Gerät oder als Funktion in einem Delay oder Multi FX. Und so haben sich auch schon viele einen gekauft.

Aber durch die massige Auswahl an Geräten steht jeder vor dem Problem, welcher soll es denn werden. Nicht jedes Gerät hält das Versprechen der beste Looper der Welt zu sein… Es gibt andererseits auch keinen Looper der alles kann. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Man sollte sich klar darüber werden, was man mit einem solchen Looper eigentlich machen will. Soll live geloopt werden, oder eher Samples abgerufen werden? Will man damit auf die Bühne oder doch nur zu Haus damit üben?

Für die Kaufentscheidung ist es von Vorteil in Live Looper und Sampler zuunterscheiden. Doch was ist eigentlich der Unterschied?

Sampling
Ein vorgefertigter Loop wird bei Bedarf aus dem Speicher ausgewählt und abgespielt. Da kann man durch aus richtig viel Speicher benötigen.

Live Looping
Die Loopschleife wird direkt vor der Wiedergabe eingespielt und man verzichtet auf vorgefertigte Samples. Hierfür benötigt man keinen Festspeicher. Und da die Loops wohl kaum 1min länge erreichen werden, ist sind 10min Looplänge nicht nötig.

Welche Looper gibt es eigentlich

Hardware Realtime:
  • Looperlativ LP-1, LP2
  • Gibson Oberheim Echoplex
  • Boomerang Phrasen Recorder (mehrer Generationen)
  • Electrix Repeater
  • Lexicon / Digitech Jamman (mehrer Generationen)
  • Boss Loop Stations (RC) oder Boss Delays (DD)
  • Line 6 DL4 / JM4
  • Akai Headrush
  • Electro Hamonix 2880 Super Multitrack Looper
  • VOX VDL-1
  • Strymon timeline


Loop-Hardware: nicht Realtime

  • Akai MPC-Serie
  • Roland MV-8000, MV-8800
  • Roland MC-909
  • Yamaha SU-700
  • Loop-Softwarelösungen: Realtime
  • Mobius
  • AugustusLoop
  • SooperLooper
  • AngstroLooper
  • LoopyLlama
  • lloopp


Loop-Softwarelösungen: nicht-realtime
  • FL Studio
  • Ableton Live!


Loop-Vinyls
  • Endless House Tools Part 1-9

(Quelle: u.a. Wikipedia)

Die wichtigsten Funktionen

Jeder Looper braucht ist eine Start, Play und Stop Taster. Dafür sollte man mindestens zwei Taster am Gerät (oder Zusatztaster) haben. Auch das Löschen der Loops sollte möglichst schnell und unkompliziert gehen. Die Lösung vom RC-3 hält die Dimensionen von diesen klein. Aber so möchte ich nicht ewig loopen. Beim Digitech Jamman nehme ich an, wird es ähnlich funktionieren.

Weitere mögliche Funktionen

Reverse, Pitching, Fade, Once, Kopieren, Undo/Redo, Feedback.

Eine wichtige Funktion ist das Feedback. Das zu erklären bedarf etwas mehr Text:

Ein Looper hat die Grundfunktion von Bandschleifen. Wie am Bandecho wird man aufgenommen und sofort Wiedergegeben. Nimmt man am Bandecho die Löschkopf raus, hat man eine Looper. Stellt man aber den Löschkopf so ein, das er nicht alles mit einem mal löscht sondern eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen zulässt, und diese dann an Pegel verlieren hat man Feedback. Feedback ist also die Anzahl der Wiederholungen. (Jeder kennt das von modernen Delays. Sollte keine bahnbrechende neue Information sein!)

Hat ein Looper ein solche Funktion, dass die älteren Schichten leiser werden bis hin zum totalen verschwinden, kann man mit diesem die Loops morphen. Bleiben die Layers auf ihrem Niveau, wird man schon nach wenigen Schichten nur noch ein wilden Durcheinander haben. DAS können nicht alle Looper. Nach meinen Infos nur Boomerang, Echoplex, EH 2880, Looperlativ und Repeater und alle Software Lösungen.

Einsatz von Loop-Maschinen


Üben^^

Zum Üben kann man wohl fast alle Looper nutzen. Zum Üben spielt man sich das Backing ein und soliert dann drüber oder Themen … Einfach alles. Hat der Looper einen Festspeicher kann man sich den Loop auch speichern. Aus meiner Erfahrung nutzt man die nur irgendwann nicht mehr. Eigentlich braucht man das zum Üben auch nicht, da man auch Begleitung übt, wenn man den Loop neu einspielt.

Fertige Jamtracks auf einem Looper halte ich überflüssig. Das kriegt man im Netz bessere. Und irgendwann langweilen die auch. Und sich jedensmal die Mühe machen den Backingtrack auf dem Looper zu ziehen. Da kann ich den auch von Rechner laufen lassen und eventuell an eine Anlage anschließen. Der Sound vom Backing ist zudem besser, als über Instrumenten-Verstärker.

Sampler

Samples können interessant sein. Da braucht der Looper ordentlich Speicher. Man sollte darüber nachdenken, wie man die Samples ablaufen lässt. Das muss nicht über den eigenen Amp sein. Man kann für Samples auch direkt in die PA gehen. Da man bei Boss oder Digitech fertig bearbeitetes von Rechner auf den Looper packen kann. Könnte es auch eine Masterspur sein. Von Vorteil wäre hier eine automatischen Abschaltung. Aber ein Sampler muss dafür keine Überdimmensionen haben. RC3/30, LM4 oder Digitech Jamman wären vorstellbar. Als Live Sampler wär der Lexicon Jamman eine Variante (wenn man noch einen bei Ebay kriegen sollte…). (D.h. die Samples live erstellen)

Kompositions Helfer


Ein Looper kann auch ein Helfer für Kompositionen sein. Dafür kann man ihn verschieden zur Hilfe nehmen. Um sich Teile oder Songs komplett abzuspeichern ist ein Looper mit großen ROM Speicher nötig (zB Boss RC-Serie, Digitech Jammans, Line 6 LM4). Man könnte aber auch direkt auf dem Rechner den gesamten Mit Loop gemachten Song speichern. Einfach den Looper ans interface und aufnehmen. Da wird das Gerät aber gleich dem Live Looping gefordert.

Live Looping

Für den Live Einsatz wird es richtig komplex. Sampeln schön du gut. Live Looping stellt eine höhere Anforderung an das Gerät den Bediener. Da Live Looping bedeutet den Loop live zu kreieren, kann sich wohl schon jeder denken, dass die weit über einfaches Abspielen hinausgeht. Mit Geräten der unteren Preisklasse stößt man da schnell an Grenzen.

Das wichtigste ist das der Looper auf den Punkt tritt. Da gibt es Unterschiede bei den Herstellern. Ich selbst hatte beim RC50 und RC20 immer im Single Modus das Problem, das ich nie die zweite Phrase genau getroffen hab. Und das liegt nicht allein am Taster. Der Digitech Jamman hingegen ist absolut zuverlässig. Der Boomerang ist bei den Tastern vielen voraus. Wer da die 1 nicht trifft ist selbst Schuld. Der Echoplex scheint mir aus Videos auch zuverlässig zu sein. Beim Looperlativ muss man das richtige Steuerteil haben, dann ist dieser auch auf dem Punkt.

Human Loops

Den Looper gemeinsam mit anderen einzusetzen. Die Königsdisziplin. Live loopen erfordert sehr viel. Aber das mit anderen zumachen wird richtig anstrengend. Zunächst müssen die anderen in der Band das auch wollen. So ist nicht mehr der Drummer oder Basser der Groovegeber, sondern die Loops. Dafür müssen den alle gut hören. Ein entsprechendes Monitoring ist Grundvorraussetzung. Wenige Looper haben genügend Ausgänge um dies umzusetzen. Doch mit einem einfachen Monoloopgerät ist dies quasi unmöglich. Spielt man selbst noch was drüber wird es ganz schnell zum Soundmatsch.

Sound

Sound ist jedem wichtig. Der Looper soll nicht nur perfekt arbeiten, er soll auch überragend klingen. Da sollte man genau hinschauen. Nicht jedes Gerät liefert auch das , was es verspricht. Wenn ein Looper mit Stereo Kanälen ausgestattet ist, sollte er den Loop aus so wiedergeben. Wirbt man mit Besten Sound, ist eine 16bit Wiedergabe noch lange keine Garantie dafür. Spart man dann Qualität der A/D Wandler, ist dies ein erneutes Brechen von Versprechen! RC20 hatte deutliche Soundverluste. RC 50 hingegen war ok. Vom RC300 liest man öfters von Verlusten. Der Boomerang 3 gibt das wieder was rein geht.




Nun ich hoffe ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben, und vor allem gegen die oft Vorherrschende Meinung, es gäbe kaum Geräte. Die Auswahl ist groß. Und jeder sollte sich halbwegs klar sein, was er mit dem Gerät machen will. Doch umso mehr Ansprüche an das Gerät gestellt werden, umso kosten intensiver wird es. Die Günstigen haben mehr Grenzen, als die Kostenintensiven. Für 300,- baut niemand ein revolutionäres Gerät. Wenn man den Kompromiss eingeht, kann man auch mit einfachen Geräten schon einiges machen. Wer einen Leitungsstarken Rechner hat, kann über eine Software nachdenken. Damit hab ich bisher aber keine Erfahrungen.


Hier noch ein paar Youtube links mit Absicht von nicht Boss Usern, denn die kennt schon jeder:

metavista
David Young
Eela Soley
Loop Bossa :D
Sledgehammer
Zoe Keating Plays"Escape Artist"
 
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jazzcookie
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Hey viertoener, dankeschön für den informativen Beitrag! :) Seit kurzer Zeit gibts von Vox einen kleinen, ziemlich günstigen Looper - so heißt er auch: Lil Looper. Habe null Erfahrung mit Loopern, finde das Teil aber ziemlich interessant. Verspreche mir von den zwei separaten Loops etwas Flexibilität beim overdubben. Außerdem hats ein paar integrierte Effekte. Nix mit USB, aber mit backingtracks hab ich eh nix am Hut... Mit Info sieht's bei Thomann (https://www.thomann.de/de/vox_lil_looper.htm) dürftig aus :weird:, wahrscheinlich weils neu ist, auf der Seite von Vox Amps gibts ein kleines Produktvideo, das aber natürlich nicht besonders aufschlussreich ist. Wenn jemand das Teil kennt oder jemanden kennt der jemanden kennt der das Teil kennt, wär ich erfreut über Einschätzungen & Urteile :rolleyes:
 
viertoener
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Such dir lieber einen alten Boomerang oder Lexicon Jamman für das Geld. Davon haste mehr.

Für den Preis kriegt man einfach keine Looper mit höheren Ansprüchen.
 
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issara
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Hey!
Ich spiele verschiedene Instrumente und habe in Betracht gezogen einen Looper zu kaufen. Bevor ich mich dazu entschließe wollte ich erstmal eure Meinung dazu wissen. :)
Ich spiele E-Piano, ein paar Saiteninstrumente (Gitarre, Ukulele) und besitze verschiedene Klanggegenstände (Xylophon, Didgeridoo, Klangschale). Somit ergibt sich eine große Auswahl an Klangfarben, die miteinander vermischt werden können. Beim Looper reizt mich die Live-Variante am meisten, weil es sehr eindrucksvoll (und schwierig) aussieht. Bis jetzt mache ich Musik für Familie, Freunde und natürlich auch für mich. Mir wurde öfters gesagt ich soll meine Musik veröffentlichen und ein breiteres Publikum erreichen. Wenn ich meine Musik veröffentliche möchte ich auch meine ganze Musikbandbreite nutzen um unter anderem neben Piano, was ich hauptsächlich spiele, einen interessanten Sound zu erzeugen.

Nach einer Internetrecherche bin ich auf die Looper gestoßen. Es ist eine gute Alternative, wenn man in keiner Band ist/findet und sieht spaßig aus. Doch ab welchen Preis erhält man etwas brauchbares? Im Internet nutzen viele Looper nur für die Gitarre, doch ich möchte verschiedene Instrumente aufnehmen. Eine weitere Alternative wäre einfach ein Mikrofon zu kaufen und Musikprogramme zu nutzen.. was ist eure Meinung?
 
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bluesmee
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Hi viertoener,

danke für die vielen Infos!!!

gibt es unter den Hardware Realtime Loopern sowas wie eine "einigermaßen objektive" TOP3? Oder muss man immer irgendwo Abstriche in Sachen Funktionsumfang vs. Bedienung vs. Sound machen?

Schöne Grüße,
bluesmee
 
viertoener
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Kann ich nicht genau sagen da ich nicht alle in der Hand hatte. Mein Favo ist der Boomerang. In Sachen Bedienung, Funktionumfang und Sound ist er ungeschlagen unter denen die ich hatte.
Der Looperlativ soll auch gut sein. Aber der kostet ordentlich.
 
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bluesmee
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Danke für die schnelle Antwort! In der Bedienung scheint der Boomerang ja doch recht unterschiedlich zum RC-50 zu sein (das du glaub ich auch mal hattest?). Welches wäre für den Einstieg die bessere Wahl?
 
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bluesmee
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Ah, sehr cool!!! Die beiden Links sind klasse!!! vlt. solltest du die gleich oben im Workshop mit einbauen ;-)
Die .pdfs auf deiner Homepage hab ich mir gleich mal runtergeladen! Dankeschön!!!
 
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dinraum
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Schöne Liste. Aber Ableton Live hat ein Loop-Plugin namens Looper, das durchaus livetauglich ist (wenn du das mit "realtime" meinst).
 
viertoener
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Wo muss der Looper hin?

Es taucht hier immer wieder die Frage auf, an welche Stelle der Looper in der Effektkette gesteckt sein muss. Das abhängig davon, was man mit dem Looper machen will.

In der Standard-Anwendung ist der Looper Begleitmaschine, auf die man gelegentlich Overdubbs einspielt. Der Looper fungiert als Mastermaschine. Vergleichbar mit einer Mischung in Studio. Wichtig für solchen einen Mix: die Signale sollen clean Transparent bleiben. Jeder Effekt, der nach dem Looper geschaltet ist, wirkt sich nachteilig auf die Transparenz der Loops aus. Nicht zuvergessen, dass man selbst noch mit den Loop mitspielt.

Will man den Loop selbst mit Effekten bearbeiten, wie zB die Modulation oder Raum, muss der Effekt nach geschaltet sein. Dies wäre sicher in der Bandanwendung interessant oder vor allem in der elektronischen Musik (Liveact). Nur bedenkt, dass es mit Overdubbs schnell im Matschebrei enden kann.

Wer beide Varianten nutzen will, braucht zwei Looper.

Looper in die FX Schleife des Amps

Ja geht. Dann sollte klar sein (Was generell gilt für Röhrenamps, wenn man irgendein Gerät in der FX Schleife hat), dass es sich auf die Endstufen-Sättigung auswirkt.

Wer einen Looper bei einem klassischen Zweikanaler in der FX-Schleife platzieren will, wird enttäuscht werden. Diese haben für jeden Kanal einen separaten Masterregler, welcher die Endstufe nach der FX-Schleife regelt. Gewöhnlich wird der Leadkanal mit weniger Endstufe und mehr Vorstufe betrieben. Hat man den Loop eingespielt und man wechselt den Kanal, wird Loop leiser oder lauter. Außerdem kann der Loop durch eine feuernde Vorstufe clippen.

Es gibt Verstärker bei denen dies nicht der Fall ist. Da muss jeder seinen Amp testen.

Der Looper ist vergleichbar mit einem HD Recorder bzw Mastermixer. Er braucht für eine gute Wiedergabe saubere Eingangssignale.


Hier mal eine Liste zur Orientierung was vor dem Looper sein sollte und was dahinter sein könnte.

Vor dem Looper

Verzerrer
Extreme Modulationen
Wah
Pitch Shifter
Octaver
Tremolo

Vor oder hinter dem Looper

Leichte Modulation
Delay
Reverb
 
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Stony2013
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Hallo! Ich suche einen Looper, mit dem man live das Loop-Signal möglichst umfassend verändern kann. Z.B. die Schnelligkeit verändern und nicht nur doppelt schneller/langsamer, sondern auch extrem. Ich habe mal die Boss Loop-Station ausprobier, die macht das nicht. Welcher Looper kann so etwas, also den aufgenommenen Loop modulieren?
Grüße,
Steve
 
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Der Electro Harmonix Stereo Memory Man Hazari soll eine Vari-Tempo Funktion haben. Wie genau kann ich nicht sagen. Mit dem Repeater kann mans wohl mit MIDInote machen. Ansosten soll noch das Loop Plugin von Ableton Live 8+ einen Tempo Corntrol für alle Intervalle haben.
 
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Stony2013
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Danke für die Tips. Ich frage mich immer, wie Bill Frisell das hinkriegt. Der macht das mit den kurzen Loops ja seit 20 Jahren. Habe nur gelesen, dass er einen Line 6 DL4 hat. Aber es hört sich immer so an, als ob er die Geschwindigkeit der Loops beliebig variieren kann.
 
viertoener
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Vllt mit einer echten Bandschleife. Damit geht freilich. Bill Frisell wird wohl nich einfach nur ein "billiges" DL4 haben. Das hat er vllt auch. Aber sicher ist das nicht sein Hauptlooper. Ich glaube sogar mich zu erinnern, dass er ein Echoplex nutzt.
 
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Stony2013
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Also mit älteren Geräten ging das. Habe jetzt ein bisschen gegoogelt. Z.B. mit dem Digitech PDS-8000 oder dem 16 Second-Delay von EH. Gibts aber beide nicht mehr.
 
owi
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Hallo! Ich suche einen Looper, mit dem man live das Loop-Signal möglichst umfassend verändern kann. Z.B. die Schnelligkeit verändern und nicht nur doppelt schneller/langsamer, sondern auch extrem. Ich habe mal die Boss Loop-Station ausprobier, die macht das nicht. Welcher Looper kann so etwas, also den aufgenommenen Loop modulieren?
Grüße,
Steve

warte mal ein paar tage ab, bis es mehr informationen gibt.
vielleicht ist das ja dann das richtige gerät:
http://www.amazona.de/2013/04/boss-rc-505-loop-station/
 
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Soundbraut
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Für Live Looping kann man denke ich ruhig sagen dass der BOSS RC300 momentan die beste Loopstation auf dem Markt ist.. Ich habe Sie gekauft und Sie funkt einwandfrei ;)
 
viertoener
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ääähm ja ich würde mich dann doch etwas mit solchen Aussagen zurückhalten, wenn man die anderen Looper niemals in der Hand hatte. Es hat wohl schon seinen Grund warum die meisten Live Looper auf den Nicht-Boss-Bühnen oft auch andere Geräte nehmen...
Zumal der RC300 laut einiger Aussagen wahrlich nicht den besten Sound hat. Da war schon der Original Jamman besser.

Also bitte nich solche Aussagen nich in meinem Workshop. Ich hab selbst mir größte Mühe gegeben den relativ Neutral zuschreiben
 
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Jacky Thrilla
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ääähm ja ich würde mich dann doch etwas mit solchen Aussagen zurückhalten, wenn man die anderen Looper niemals in der Hand hatte.

Jap, würde ich auch so unterschreiben. Ich persönlich bin von Boss weg zu Pigtronix (siehe Threads hier und hier ... kleine Eigenwerbung! ;o).

Die Looperwahl ist doch sehr davon abhängig, welche Anforderungen man an so eine Gerät hat. Per se die RC-Serie von Boss als Nonplusultra hinzustellen, halte ich doch für etwas gewagt. Meiner Erfahrung nach sind die Boss Produkte sehr stark auf den/die Solokünstler/in ausgelegt und haben ihre Schwächen im Bandbetrieb wenn es um präzises Loopen geht (Erfahrungswert, es hat mich viel Zeit und ein bissl Geld gekostet, das zu lernen).

Weiterhin hat mich genervt, dass Boss nicht in der Lage zu sein scheint, für ihre doch sehr oft verkauften Produkte eine gescheite (Profiling-)Software zu entwickeln (wer andere Erfahrungen gemacht hat, ich lass mich gerne belehren! ;o).
Da denke ich insbesondere an meinen neuen GT-100 FX-Prozessor. Aber das gehört nicht hier her.

Viele Grüße

Jacky
 

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