Macht mein Vorhaben Sinn? - Koch Jupiter 45 - 110 für zu Hause - 212 für Live

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Palatinatus

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Hallo!

Immerzu auf der Suche nach dem perfekten Sound - in meinem Fall der Grenzgang aus einem ein großen, räumlichen und "amerikanischen" Silverface-Sound mit seinen glitzernden Cleans aber gleichzeitig auch einem "britischen" Einschlag, der eine gewisse Wärme und zumindest ausreichend Mitten für einen charakterstarken Crunch mit sich bringt - habe ich folgendes Projekt im Sinn:
Koch Jupiter 45 Topteil (Link Verstärker*)
gepaart mit einer
212 open back box (Link box*)
und diese bestückt mit
A. entweder zwei "britischen" Jensen, etwa den Jensen Jet Tornado Classic 100 16 Ohm
B. oder zwei "amerikanischen" Celestions, etwa den Celestion Neo V-Type 16 Ohm

Um abschließend den richtigen Speaker zu finden, habe ich mir folgendes überlegt:
Ich kaufe eine 110 open back box (Link 110 box)
und probiere darin verschiedene Speaker-Modelle im 10er Format aus, um deren Charakter kennezulernen und wirklich zu merken, was genau meinen Vorstellungen entspricht.
Da gibt es günstige Speaker, die in das oben beschriebene Beutschema fallen, sowohl von Jensen (Jensen 10er*) oder auch Celestion (Celesion 10er*).
So bekomme ich einerseite eine kleine Box für das Üben zu Hause, während die 212er der Bandprobe/Bühne vorbehalten bleibt, und kann genau erkunden, ob mir das amerikanische Jensen oder das britische Celestion Profil besser gefällt.

Ist das ein guter Plan? Ist 16 Ohm für die zwei Speaker im 212er und 8 Ohm für den einen Speaker im 10er richtig?

Danke für euren Input!
 

10er und 12er lassen sich schlecht vergleichen, bzw. vom Sound eines 10er lässt sich nicht verlässlich auf den Sound des vergleichbaren 12ers schließen.
10er sind meist zumindest schneller in der Ansprache und meist auch mit einem zumindest „etwas“ anderen Voicing.
 
...lass die 10er Box weg und kauf ne gute 2/12er mit Schichtholzgehäuse...
Wenn du die Live 2/3mal eunspielst geht sie auch leise gut (für zuhause) ...der Koch Amp kann auch leise.
Ansonsten für zuhause be gebrauchte 1 /12er...gebraucht hat den Vorteil, dass sie schon eingespielt ist und dann leise besser anspricht...😉
 
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  • #4
...lass die 10er Box weg und kauf ne gute 2/12er mit Schichtholzgehäuse...
Ja, ich lass die 1/10er Box weg. Aber wenn schon ne gute Box besorgen - ich denke gerade daran, eine bei Tube-Town zu ordern - warum nicht etwas wirklich besonderes zimmern? Ich liebäugle gerade mit der Idee einer vertikalen 2/10er! Vielleicht mit 2 Jensen 10" Silverbird 10 ? Sollte doch rocken :rock:könnte nen guten Spagat zwischen "zu Hause" und Bühne leisten - und eine 2/10er, das hat nicht jeder!
 
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...sollte klanglich recht vielversprechend sein. Einziges Manko sehe ich live damit, dass die Speaker einer solchen Box immer noch recht weit unten sind und so bei normaler Aufstellung deinen Po beschallen...und so ne Box wird schnell instabil beim kippen oder hochstellen.
Es wäre demnach zu ŭberlegen, die Front zweigeteilt aufzubauen ähnlich ner "slanted" 4/12er, so dass der obere Speaker mehr nach oben strahlt...
 
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Statt einer 2x12 könntest du auch über 2 1x12 nachdenken, sofern dein Amp beide Varianten bei den Ohm-Ausgängen zulässt. Über eine spielst du dann zuhause, über beide bei Bandprobe und life.
Hat mehrere Vorteile: Flexibler, weniger Geschleppe (lass eine der Boxen immer im Proberaum), bessere Verteilung des Klamngs im Raum, falls du die Boxen an verschiedene Positionen stellst, höhere Flexibilität.

Ich handhabe das so mit meinem Engl*, an den ich sogar 2 verchiedene Boxen anschließe (1x12 und 1x10), was zusammen toll klingt und einzeln noch variabler ist. Für mich die Ideallösung.

Zu den Speakern kann ich nur ergänzen, dass eine Einschätzung von außen schwierig ist, da die Auswahl zum einen vom konkreten Verstärker, zum anderen von deinem persönlichen Geschmack abhängt.
 
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...und stark vom Gehäuse der Box!
Vintage 30 zB...klingen in ner MDF Palmer Box grausam schrill, in der Bogner Oversize aus Schichtholz schön fleischig.
Aber wenn du eh ũber gute Leerboxen ala TT uä nachdenkst ist dahingehend schon viel gutes unternommen...
 
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  • #8
*edit*
Ja, es soll Echtholz werden, das Cabinet soll eine gute, handwerkliche Basis für einen schönen Sound sein.
Auf die 10er Silverbird war ich ja sowieso schon aufmerksam geworden und dieses Review neben Videos auf dem Jensen YT-Kanal har mich in meiner Wahl abschließend bestärkt: Review Silverbird
Das Cabinet wird dieses hier: Lemberg 2x10 von TT - eben in der 2x10 Ausführung.
Ich möchte es also naturbelassen kaufen, dann selbst die Front bespannen und das Holz auch selbst lackieren: Lack in passendem Grün zum Head

Meine Frage jetzt noch an euch: Welche Maße soll ich wählen?

Habe mir zwei Desings ausgedacht:

Variante 1
Der "Kompakt-Würfel" (540 x 540 x 270 mm – Diagonale Anordnung der Speaker)
Perfektes Quadrat des Cabinets, bei dem ich die Tiefe so gewählt habe, dass sie der Hälfte der Frontseite entspricht (2:2:1 Symmetrie).
Vorteile:
Wohnzimmer-Ästhetik:
Durch das perfekte Quadrat wirkt die Box ruhig, harmonisch und unaufdringlich. Sie nimmt am wenigsten Raum ein und wirkt wie ein harmoisches Möbelstück.
Räumlicher Sound: Weil die Speaker maximal weit in die Ecken versetzt sind (links unten und rechts oben), fächert die Box den Schall breit im Raum auf. Das erzeugt einen schönen räumlichen Sound, hoffe ich.

Variante 2
Der "goldene Schnitt" (540 x 615 x 290 mm – Vertikale Anordnung der Speaker)
Hier rechne ich die Höhe meines Koch-Topteils mit ein. Die Box wird höher gestreckt, sodass der gesamte Turm (Box + Amp) von vorne in seiner Höhe im perfekten Verhältnis des Goldenen Schnitts zur Breite steht. Die Tiefe habe ich als ein Drittel der Höhe gewählt (in Architektur und Harmonielehre gilt dieses Verhältnis (2:3:1) als die Vollkommenheit für dreidimensionale Körper).
Vorteile:
Das Ohr-Level:
Da die Box 61,5 cm hoch baut und die Speaker exakt untereinander sitzen, wandert der obere Jensen-Lautsprecher nach oben, Richtung Kopfhöhe des (sitzenden) Zuhörers. Er ist auf dem Sofa spielend fast perfekt auf Ohrhöhe.
Größeres Klangvolumen: Durch die 61,5 cm Höhe und auch die erhöhte Tiefe spürbar mehr Luftvolumen. Die 10-Zöller klingen dadurch noch ein Stück erwachsener, tiefer - hoffe ich. (Natürlich bringt mehr Volument auch Sperrigkeit und Gewicht...)

Was würdet ihr machen?
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Es wäre demnach zu ŭberlegen, die Front zweigeteilt aufzubauen ähnlich ner "slanted" 4/12er, so dass der obere Speaker mehr nach oben strahlt...
Achso, hierzu noch: Slanted Front bietet TT bei der günstigen Lemberg 2x10 leider nicht als Option an.
 
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Weil die Speaker maximal weit in die Ecken versetzt sind (links unten und rechts oben), fächert die Box den Schall breit im Raum auf. Das erzeugt einen schönen räumlichen Sound, hoffe ich.
Das Gegenteil ist der Fall. Je breiter ein Lautsprecher in einer Ebene ist, desto schmaler strahlt er in dieser ab. Eine vertikale 212er strahlt horizontal breiter ab, als eine horizontale. Vertikal gilt das natürlich umgekehrt.
 
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  • #10
*edit*
Sorry, das verstehe ich nicht recht. Es geht hier ja nicht um den Unterschied vertikal vs horizontal, sondern *diagonal* vs. vertikal - dahingehend bitte ich um Rat, ob ihr diagonal versetzt oder vertikal übereinander angeordnet empfehlen würdet.
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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  • #11
Diagonal erzeugt eine horizontalen Versatz und damit ein Interferenzmuster in der horizontalen Ebene.
 
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  • #12
*edit*
Ich bitte meine physikalische Unbildung zu entschuldigen, aber wäre es chinesisch, so würde ich nicht weniger verstehen. Ich rate einfach mal: "Diagonal nix gut"?
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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  • #13
...soll bedeuten dass eine Box mit diagonaler Speakeranordnung sich in der Praxis meist etwas "zickiger" verhält. Das macht sich zB dadurch bemerkbar, dass sie mit jedem Schritt den du vor ihr hin und her/ vor und zurückgehst ihr Klangbild teilweise stark verändert, was sie auf ner Bühne in der Praxistauglichkeit stärker einschränkt.
Aber das Problem haben alle mit mehreren Speakern bestückten Gitarrenboxen/Combos, da sich die Lautsprecher immer gegenseitig in den Schallweg strahlen und es dort durch Auslöschungen und Verstärkung bestimmter Frequenzen dann unkontrollierbare Effekte gibt.

Das ist aber auch je nach Konstruktion verschieden...meine Lieblingsbox zB, ne alte Rath 2/12er (mit Fane F70 und Eminence Swamp Thang von mir bestückt) hat auch ne diagonale Speakeranordnung, ist aber sehr "unzickig" was das angeht...der Jürgen Rath wusste wohl genau wie man sowas konstruiert😉.
 
  • Ersteller
  • #14
...

Das ist aber auch je nach Konstruktion verschieden...meine Lieblingsbox zB, ne alte Rath 2/12er (mit Fane F70 und Eminence Swamp Thang von mir bestückt) hat auch ne diagonale Speakeranordnung, ist aber sehr "unzickig" was das angeht...der Jürgen Rath wusste wohl genau wie man sowas konstruiert😉.
Das kann ich mir gut vorstellen - dass die Konstruktion einen riesigen Unterschied macht und dass erfahrene Boxen-Bauer darum wissen. Aber wie soll ich als Laie nun die richtigen Maße und Anordnung der Speaker wählen? TT bietet leider keinerlei Beratung an... verweist nur auf verwaistes, der Homepage beigeordnetes Forum.
 
  • #15
Ist in der Tat nicht ganz einfach.
Hab schon viele Boxen gebaut...ich würde sagen, dass die Speaker Anordnung nun nicht DER Faktor ist.
Wichtig ist das Volumen der Box.
Man neigt dazu um nen "fetten" Sound zu bekommen das Volumen zu groß zu wählen. Das geht dann nach hinten los, da mit zuviel Volumen die Resonanz der Box so nach unten rutscht, dass sie unter den "Tiefen" ( sind ja eher tiefe Mitten) der E-Gitarre* liegt...was dann im Endeffekt sogar nen dünneren, kraftlosen Klang zur Folge hat...ist mir auch schon passiert...diese riesigen Oversize Metal-Cabinetts klingen mit Standard Tuning oft dünner als normal große, weil sie zB für drob C Stimmungen gemacht sind....
 
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  • #16
Die Maßen
Das geht dann nach hinten los, da mit zuviel Volumen die Resonanz der Box so nach unten rutscht, dass sie unter den "Tiefen" ( sind ja eher tiefe Mitten) der E-Gitarre liegt...was dann im Endeffekt sogar nen dünneren, kraftlosen Klang zur Folge hat...
Jetzt weiss ich warum der originale VOX 10' in der Box nach nix geklungen hat, in dem VOXe war der Klang ganz OK. Danke!
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Aber wie soll ich als Laie nun die richtigen Maße und Anordnung der Speaker wählen?
Man kann doch die Maßen einer fertigen Box übernehmen...
 
  • #17
...ja, geht schon.
Hab mal gerechnet...ne recht große 2/12er diagonal Box (aber noch nicht zu groß) im Marshall* Style hat ca. 165 Liter Außenvolumen...auf 2/10er übertragen ergibt dann ca. 138 (Aussenvolumen) Liter...da würde ich nicht drüber gehen...125-135 so als Orientierung...sind ca 100-110 Liter Innenvolumen...😉
 
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  • Ersteller
  • #18
Danke ihr zwei, das sind hilfreiche Gedanken.

@Alexander_LP Also eine fertige Box als Vorbild nehmen ist nicht ganz einfach, weil es keine vertikalen 2x10er gibt. Außerdem möchte ich ja bündig mit meinem Topteil abschließen, deswegen 540 mm Breite. Trotzdem finde ich den Gedanken grundsätzlich sinnig. TT hat ja eine 2x10 im Programm, in der "Rex"-Serie, die TTC 210 REX Pro. Da fällt mir erstmal die Tiefe von 350 mm auf.
Deswegen würde ich bei "meinen" Maßen für die Vertikal-Anordnung in der Tiefe auf 300 mm hochgehen - mehr ist in der Lemberg-Serie nicht erlaubt.

@OldRocker Danke, das sind konkrete und hilfreiche Anhaltspunkte. Also mit den neuen Maßen Breite A = 540 mm, Höhe B = 615 mm, Tiefe C = 300 mm habe ich das ausgerechnet: Das Außenvolumen meiner Box beträgt 99,63 Liter, während sich das reine Innenvolumen auf 77,04 Liter beläuft.
 
  • #19
...ja, kannst du machen, die hat dann normale Größe und eben nicht oversized.
Die Lembergs schwingen schön (hab mal eine für mein Vorführstack im Laden geordert) was zusätzlich etwas Klangvolumen durch Resonanz bringt.

Hört sich gut an, so hättest du die meisten Chancen günstig an ne gute Box zu kommen👍
 
  • Ersteller
  • #20
Also ich habe eine E-Mail an TT geschrieben und sehr schnell eine Rückmeldung bekommen: Machbar ist das Cab mit den von mir vorgeschlagenen Maßen, ob es gut klingen wird - dazu wird keine Einschätzung abgegeben.
Ich schlaf nochmal drüber... Die Alternative ist: Ein 2x10 Mesa Boogie Cab "von der Stange". Kostet dann 600-700 € aber hält ja auch gut seinen Wert. Und es wäre sofort verfügbar, ne sichere Nummer und ohne Experimente.
 
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