Mal ne Frage *g*

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eAsyloRd
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also nicht, dass ich unbedingt singen will, aber ich würde gern mal wissen ob die Gesangsprofis unter uns meinen, dass man aus jeder Stimme irgendwas halbwegs taugliches machen kann? Ich kenn mich ja mit Fachvokabluar und der Stimmlehre gar nicht aus ;)

Für mich persönlich würde ich es meinen Mitmenschen absolut nicht zumuten wollen, mich singen zu hören, das ertrag ich ja selber nicht mal *g*, aber würde man aus einer absolut grauenhaften (man denke an die ersten Runden von DSDS :D) Stimme noch was machen können, was man Leuten zum anhören anbieten kann oder sind solche Phönomene eher selten und sind Talent und na ja gut klingende Stimmbänder das Wichtigste? :D

Grüße
Pierre
 
Eigenschaft
 
:mad: Jetzt hab ich eben bestimmt einiges geschrieben...drücke auf antworten und????? Du musst Dich einloggen...haaaarrrr....versuch ich es noch mal *heul*



Moin erstmal...

Erst einmal, diese Frage ist glaube schon tausendmal hier gestellt worden. Sei daher nicht sauer, wenn nicht so viele antworten, da musst Du dann leider die Suchfunktion benutzen.
Aber ich will mal meinen Senf dazu abgeben.

ich weiß nicht, ob man diese Frage so salopp beantworten kann.

Zuerst sollte man sich bewusst werden, dass jeder einen anderen Antrieb und Grund hat, um Singen zu lernen. Ich würde das ganze mal unter folgende Gruppen einteilen:

  1. Diese Gruppe, dass denke ich werden die meisten hier von uns sein, lernen das Singen entweder mithilfe eines Gesangslehrers, eines Chors oder aber ohne alle diese Hilfen, aber dafür mit einem enormen Eigenantrieb. Ziel ist immer die eigene Band oder der Einstieg in eine Band und natürlich als Folge....DIE WELTHERRSCHAFT!! Nein im Ernst, zumindest ein gewisser Erfolg wird ja von jedem beansprucht ;-)
  2. Dann gibt es diejenigen, die es vielmehr für sich selbst lernen wollen. Nicht in einem so großen Umfang, aber schon so, dass es für Lagerfeuermusik reicht und auch Spass und Freude bereitet, ohne das ich jeden Tag eine Stunde üben muss.
  3. Dann die sogenannte Casting-Gruppe. Können nichts-und die meisten tun auch nichts dafür. Sie halten sich für die besten Artits und wollen dies auch noch mit dem größten Selbstbewusstsein beweisen.
  4. Naturtalente, die einfach schon die Musik im Blut haben und mit reiner Praxis stets immer besser und besser werden.
So, unter die vierte Gruppe fallen die wenigsten von uns. Wenn ich einer aus Gruppe 4 wäre, säße ich jetzt bestimmt nicht hier und würde so einen Text schreiben, sondern würde jetzt schon zur nächsten Show nach Miami fliegen *lol*

Ich tu mir mit der Aussage von Gesangslehrern schwer, in denen es heißt, "...JEDER KANN SINGEN LERNEN...!!". Denn das ist nur bedingt richtig. Denn jetzt finden die oben genannten Zielgruppen Anwendung. Jemand, der ein festes Ziel vor Augen hat, wie eine Band oder ein sonstiges Fortkommen im Bereich Musik, hat einen entsprechenden Ehrgeiz dahinter. Wenn jetzt noch die Stimmfarbe stimmt und der innere Schweinehund der größte Gegner ist (und es sollte Spass machen ihn zu überwinden), dann kann man wirklich singen lernen.
Singen lernen bedeutet seinen Körper neu kennenzulernen. Alleine die Basics dauern eine Zeit lang, bis man sie und bis vor allem der eigene Körper diese verinnerlicht hat. Angefangen über die weite Öffnung des Mundes, die richtige Atmung und über das Treffen von Tönen geschehen Prozesse in Hirn und Körper, die einfach erst einmal verdaut und verinnerlicht werden müssen. Soetwas geschieht in der Regel halt nicht nachdem Prinzip "..singen lernen innerhalb 24 Stunden..". Schön wärs. Es gibt auch viele entmutigende Momente, wo man aber einfach drüberstehen muss. Es gibt immer wieder in einigen Phasen Momente, an denen man mit seiner stimmlichen Entwicklung nicht weiterkommt, aber, man muss da durch. Umso größer ist die Freude, wenn man es endlich hingekriegt hat und das ganze Üben hatte auch mal seine Wirkung gezeigt.
Ich selbst nehme nun seit 2 Jahren Gesangsunterricht und bin seit einem halben Jahr im Kirchenchor...und das....obwohl ich der größte Antichrist überhaupt bin *lol*
Aber es zeigt Wirkung!

Das Wort hört sich so abwertend an, aber so ist es definitiiv nicht gemeint...."die Lagerfeuergruppe" hingegen ist nicht darauf angewiesen, perfekt singen zu lernen. Sie machen es aus Spass und wollen sich auch gar nicht jeden Tag Stunden hinter den Spiegel setzen bzw. sonst irgendwie das singen üben. Es reicht aus, wenn man einigermaßen mit seiner Stimme eine Gitarre begleiten kann und somit man sich selbst oder anderen Menschen eine Freude bereiten kann. Da ist es auch nicht so tragisch, wenn jemand eine schlechte Stimmfarbe hat. Jemand mit schlechter Stimmfarbe kann auf jeden Fall singen lernen, allerdings wird es sich nie so "symphatisch" anhören.

Und jetzt mal so diese ganze Castingruppe. HUAHAHA furchtbar. Ich finde es einfach unverschämt wie sich tausende Hupfdohlen mit dicken Dingern und knapper Bekleidung bzw. irgendwelche Versuchsboys mit kleinem **** dahinstellen und die größte Scheiße vom Band lassen. Haben die Leute eigentlich keine Freunde?????? Jemand der ihnen sagt wie beschissen es sich anhört?????? Ich finde es unverschämt denen gegenüber, die ein solches Castingziel wirklich erreichen können und hart gearbeitet haben für das, was sie da auf die Bühne bringen. Auch wird so vielen Talenten die MÖglichkeit genommen, intensiver gehört zu werden....vielleicht waren ganz andere "Stars" dabei, die durch entnervte Juroren keine Chance hatten.....oh mann...ich steigere mich da wieder rein, aber es nervt halt wirklich. Aber mal eines, damit ich nicht falsch verstanden werde....ich finde die ganze Castinggeschichte schrecklich, aber es gibt immer wieder einzelne in diesen Castings, die ich einfach hammergeil finde, die mich stimmlich wie auch im Gesamteindruck umhauen, denen ich einfach wünsche, dass sie ihre Ziele verwirklich werden.

Über die Naturtalente brauch man eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Sie können es meist einfach und schlagen sich zu ihrem Ziel durch. Uns allen sind ja einige Naturtalente bekannt und hier ist auch schon viel über Naturtalente geschrieben worden.

Fazit:
Ich finde, jeder der Bock hat zu singen, soll dies auch tun. Er soll für sich seine Ziele und Grenzen abstecken und darauf hinarbeiten das zu erreichen, was man sich vorgenommen hat. Das ist bei manchen mehr, und bei manchen weniger. Es sollte vor allen Dingen aus eigenem Antrieb geschehen. Nicht weil die Eltern meinen einen zum Unterricht zu schicken, sondern einfach weil man "geil" drauf ist.
Singen lernen kann in gewisser Hinsicht jeder. Der andere mit mehr, der andere mit weniger Erfolg. Ob sich ein Figaro entwickelt weiß man nie, aber we will see. Lediglich ist der Unterschied da, was man lernen will. Wie oben schon gesagt, jeder will was anderes und das ist auch ok so.

So viel geschrieben...und das wahrscheinlich total ohne Zusammenhang *LOL******

Grüße
 
doppelkorn hat ja schon einiges vorgelegt :D

ich halte es kurz und knapp:
ja, im prinzip kann jeder singen lernen - weil jeder ja das instrument stimme hat! du hast stimmlippen, du hast einen mund, du hast lungen, etc. ... sprich: die voraussetzungen, um töne zu produzieren, hat schon mal jeder! rein vom biologischen her!
jetzt geht es nur darum, ob man den willen und den ehrgeiz hat, zu lernen, damit umzugehen.
und dann ist es natürlich im endeffekt auch eine frage der musikalität. es ist auch eine frage, ob ich TECHNIK beherrsche (also eben reine produktion von tönen), oder ob ich auch das ganze mit leben und GEFÜHL ausfüllen kann. das ist meiner meinung nach etwas, das man nur bedingt lernen kann.

von der stimmfarbe her würde ich mir keine allzu großen sorgen machen: jede stimme ist einzigartig! und das ist auch gut so! und ich denk, jede stimme kann ihre stilrichtung finden und hat irgendwo ihren reiz, wo und wie man sie einsetzen kann!
 
hey :)

dafür, dass die frage anscheinend schon oft gestellt wurde, hast du aber ausführlich geantwortet :D


vielen dank :)
 
Es gibt noch eine kleine Gruppe 5.
Das sind die Menschen, bei denen die Verknüpfung zwischen Gehörtem und Gesungenem nicht funktioniert. Die nicht hören KÖNNEN, ob sie zu hoch oder zu tief singen und auch mit noch so großer Mühe sich nicht selbst beim Singen korrigieren können. Die einen Ton vom Klavier nicht nachsingen können. Für die Gruppe ist es unmöglich bis sehr schwer singen zu lernen. Aber das ist glücklicherweise sehr selten.
Elisa
 
Elisa Day schrieb:
Es gibt noch eine kleine Gruppe 5.
Das sind die Menschen, bei denen die Verknüpfung zwischen Gehörtem und Gesungenem nicht funktioniert. Die nicht hören KÖNNEN, ob sie zu hoch oder zu tief singen und auch mit noch so großer Mühe sich nicht selbst beim Singen korrigieren können.
Elisa

Also gibts das wirklich?!? Ich hab bisher gedacht, dass dieser Effekt durch mangelnde Übung und Auseinandersetzen mit sowas entsteht!
Also ich hab da gleich zwei "Kollegen" die zu sowas irgendwie nicht so wirklich in der Lage sind. Weder gesanglich noch auf nem Instrument!
Treibt mich ja manchmal etwas in den Wahnsinn:twisted:!

Ich glaub dir mal das es diese Leute wirklich gibt, du hast da sicher mehr erfahrung als ich, aber viele können das garantiert ohne größere Probleme lernen...
Will nur nicht das hier irgendwer entmutigt wird weil er da noch kein "gespür" für entwickelt hat.

Vielleciht schreibt Elisa Day einfach nochmal ob ich hier richtig liege oder kompletten Müll erzähl!:screwy:
 
asphoenix schrieb:
Also gibts das wirklich?!? Ich hab bisher gedacht, dass dieser Effekt durch mangelnde Übung und Auseinandersetzen mit sowas entsteht!
Also ich hab da gleich zwei "Kollegen" die zu sowas irgendwie nicht so wirklich in der Lage sind. Weder gesanglich noch auf nem Instrument!
Treibt mich ja manchmal etwas in den Wahnsinn:twisted:!

Ich glaub dir mal das es diese Leute wirklich gibt, du hast da sicher mehr erfahrung als ich, aber viele können das garantiert ohne größere Probleme lernen...
Will nur nicht das hier irgendwer entmutigt wird weil er da noch kein "gespür" für entwickelt hat.

Vielleciht schreibt Elisa Day einfach nochmal ob ich hier richtig liege oder kompletten Müll erzähl!:screwy:

Nein, nein, Du hast völlig recht. Die meisten Menschen können das lernen. Auch wenn sie erstmal selbst nicht so recht wahrnehmen, daß sie schief liegen. Das kann man schulen.

Ich bin ja selbst keine Medizinerin. Aber ich kenne einen Fall, bei dem diagnostiziert wurde, daß er nie singen lernen wird weil die Verknüpfung Gehör zur Steuerung der Stimme nicht klappt. Ob das ein unfähiger Mediziner war oder ob das wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, daß der jenige jede kleinste Unstimmigkeit auf Klavier oder Gitarre hören kann, aber keinen einzigen Ton korrekt nachsingen kann, obwohl er weiß, daß der Ton daneben liegt. Er hört es, kann es aber nicht ändern. Eine Freundin (Sopranistin) und ich wollten in nächster Zeit einfach mal probieren, ob man mit gezieltem Unterricht da noch was machen kann - vielleicht hatte der Her Doktor einfach unrrecht. Aber laut dem med. "Gutachten" kann diese Verknüpfung zwischen Gehörtem und der Stimmsteuerung defekt sein.
Wie gesagt, das dürfte eine sehr kleine Personengruppe betreffen. Aber wenn da wirklich ein neuronaler Deffekt in der Verknüpfung existiert.....
Ich mach mich mal schlau, ich finde das auch sehr interessant.


LG
Elisa
 
Es gibt solche Phänomene, dass das Gehirn bestimmte Informtionen nicht richtig transportieren kann. Ich hab mal mit einem Saxophonisten gespielt, bei dem das Gehirn den Mittel- mit dem Zeigefinger vertauscht hat. Mit diesem Fehler kann man ja eigentlich unmöglich ein Instrument beherrschen. Aber in seinem Fall gab es tatsächlcih Tabletten dagegen. Nur mal so als Rand-Anektdote
 

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