MD421 als Erweiterung zum e906?

von Madhead, 23.05.08.

  1. Madhead

    Madhead Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.08   #1
    Hi, ich will mir ein zweites Gitarrenmikro zulegen und rätsel im Moment noch welches es werden soll. Allgemein sagt man ja dass das MD421 ein ziemlicher Allrounder ist. Ich möchte das neue Mic auch gern für Akustikgitarren-Abnahme nutzen aber primär für den Amp.

    Ich habe wie gesagt schon ein e906 und ein Shure SM58.
    Einsatzgebiete sind Cleansound, verzerrt sowie A-Gitarre direkt abgenommen.

    Was haltet ihr von dem MD421? Würde das passen, oder nimmt sich das in Kombination mit dem e906 nicht so viel?

    Achja, es soll sowohl live als auch im Studio genutzt werden.

    Viele Grüße
    Tom
     
  2. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 23.05.08   #2
    Das 421 ist ein sehr gutes Mikro. Was aber die Akustikgitarre angeht, würde ich eher an ein Kondensatormikro denken.
     
  3. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 23.05.08   #3
    Hallo,

    auch von mir eher Zurückhaltung beim MD421 vor der Akustikgitarre! Da wäre ein Kleinmembraner wohl eher was - inwiefern das aber live gut ginge, steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Vor dem Amp und am Schlagzeug macht sich das 421 dagegen sehr gut!

    Viele Grüße
    Klaus
     
  4. D-a-N

    D-a-N Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #4
    Da du schon ein SM58 und ein e906 hast, würde ich lieber ein Großmembranmic bevorzugen, um den Sound ein bisschen anzufetten. Ich benutze bei der Amp abnahme immer eine Kombination aus Großmembran + sm75 oder md.

    Viele Grüße,
    Dan
     
  5. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #5
    ein md421 ergänzt sich mit dem e906 immer ziemlich gut. das 906 is ja vom sound her eher muffig und bassig, das md421 klingt am amp generell sehr mittig und aggressiv... für a-gitarre kann mans auch sicher verwenden. wird halt nicht so fein auflösen wie ein condenser, aber für so eine 0815 a-gitarre die mit anderen instrumenten zusammen spielt passts sicher gut. für richtige akustik-stücke wirst damit aber eher nicht glücklich werden.

    ein punkt aber noch... ich habe bei den beiden mics in kombination miteinander immer ziemliche probleme sie in phase zu einander zu bekommen. wenn man beide mics einfach mit dem korb an die bespannung der box stellt, ist die membran des md421 aufgrund der bauform einen guten zentimeter hinter der membran der briketts.
    aber mit etwas phasing bekommt man das schon hin. macht auf jeden fall einen schönen sound. ein kondensator mic mit etwas bissigerem upper-mid bereich (z.b.: shure ksm27/ksm32) wäre natürlich auch ein überlegung wert
     
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  6. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.08   #6
    Das e906 und das MD421 machen sich zusammen sehr geil am Amp!!
    Wenn du aber Akustikgitarre aufnehmen willst, würde ich zu nem Kleinmembraner greifen (obwohl man auch mit dynamischen ganz gute Ergebnisse erzielen kann...). Da kann ich das beyerdynamic MCE 530 empfehlen...im unteren Preissegment werden die Hauns von Thomann sehr gelobt!

    Gruß,
    Kubi
     
  7. falschaberlaut

    falschaberlaut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.08   #7
    Das 421 (neu? alt?) ist zwar ein vielseitig verwendbares Mic, zur Ampabnahme wahrscheinlich sogar eines der Besten (ich will nicht wissen wieviele angebliche SM57 Abnahmen in Wirklichkeit überwiegend das 421 bestritten hat), für akustische Gitarren aber nicht die erste Wahl. Probier mal ein Beyer 201 oder (wenn Geld keine Rolle spielen sollte) das 441 aus...

    Gruß,
    Thomas
     
  8. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.08   #8
    Also die Kombination aus e906 (oder auch die anderen aus der Serie) + MD421 + SM57 ist für die Ampabnahme sehr schön, allerdings würde ich, wenn es gleichzeitig auch A-Gitarre gehen soll dann doch eher zu Groß- oder Kleinmembran raten. Ich hatte gerade die Rode NT-5 im kompletten Einsatz in einer Produktion. Overheads an den Drums, Akustik - Gitarre, Gitarrenamp und sogar vor nem Bass - Hochtöner (für die Brillianzen in den Obertönen von Slap - Parts).
     
  9. pipliner

    pipliner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.08   #9
    Habe beide Mikros, das MD421 löst die Bässe viel besser auf und geht auch tiefer runter (um 1000 Hz), nicht umsonst wird das MD421 als einer der besten Mikros zum Bassgitarre-Amp Abnahme gesehen.
    Finde nicht, daß das MD421 mittig/aggressiv klingt, auch bei Git- Amp Abnahme gefällt mir das MD421 besser, obwohl hier das e906 nahe kommt.

    Ich beziehe mich hier auf das beige alte MD421 mit Tuchel-Anschluß...

    Lg
     
  10. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.08   #10
    Tipp-Fehler? :eek:


    Da braucht es aber einen recht verstärkungsstarken Preamp, das 201 ist recht unempfindlich...
     
  11. pipliner

    pipliner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.08   #11
    ja tippfehler ... das e906 geht bis 40Hz runter, das MD421 auf 30Hz
     
  12. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.08   #12
    Hnm, also ich weiß ja nich wie ihr mischt, aber mir ist es recht egal, ob eine Klampfe bis 30 oder 40 Hz geht... Meinermeinung nach hat eine Klampfe unter 80-100 hz eh nichts mehr verloren.
    Das einzige was man da von den meisten Boxen noch zu hören bekommt ist dieses verzögerte "huagh" nach Palm-Mutes... (weshalb ich beim Recorden eh fast nurnoch meine offene 112er Mesa Boogie mit EVM12L speaker bevorzuge ;-))

    Habe auch sowohl e906 und ein altes, beiges 421 mit großem Tuchel.
    Das e906 kommt dem MD421 schon sehr nahe, beide klingen im Vergleich zum SM57 viel "größer" und breiter, nicht so eng und nasal wie das SM57...
    Wenn kombination, dann würde ich eher zu e906 und SM57 oder SM57 und MD421 greiffen.
     
  13. 901

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    Erstellt: 25.10.08   #13
    Nicht, dass ich nicht schon genug Mikrofone hätte, aber mich hatte jetzt doch die Neugier gepackt und ich hab mir auch ein e906 angeschafft. (mein Favorit ist sonst eigentlich das MD421, je nach Soundvorstellung kommt aber auch gerne ein SM57 dran)

    Und wie das immer so ist, muss man ja so ein neues Spielzeug gleich ausprobieren. :D

    Und ich dachte, ich lass Euch mal gleich dran teilhaben. Hier zuhause hab ich grade leider nur einen Teil der Mikrofone und so kamen eher zufällig folgende zum Einsatz: Sennheiser BF541 (=MD441), SM58, ein billiges Ribbon (t.bone RM700) und eben das e906.
    Und jeder, der schonmal ernsthaft eine optimale Position eines Mikros zum close miken am Speaker gesucht hat, weiss dass die Position mindestens genausoviel am Klang macht, wie das Mikro. Und jedes Mikro will auch irgendwie ein kleines bisschen anders ausgerichtet werden. Ich hab also gar nicht versucht, alle an der gleichen Stelle zu positionieren, sondern für jedes eine Position gesucht, die imho zu seinem Charakter gut passt.

    Wo sie dann nachher gelandet sind, seht ihr hier:

    [​IMG]

    Ich hab dann einen kurzen Lauf auf der Gitarre gespielt und alle vier Mikros gleichzeitig aufgenommen. Alle in etwa auf den gleichen Pegel gebracht, alle durch die RME Fireface Mic Pres und mit 192kHz/24bit in Samplitude aufgenommen.

    Hier die 4 Spuren (WAV, 44.1kHz/16bit):

    1. Track 1
    2. Track 2
    3. Track 3
    4. Track 4

    Die Gitarre ist eine moderne Esche-Stratform mit SH-6 am Steg, Preamp ist ein Mesa Boogie Quad und laut machts eine selbstgebaute Aktivbox mit einem EVM12L.

    Welcher Track was ist, verrate ich dann in ein paar Tagen. :p

    Aus Spass an der Freud´ hab ich dann mal die vier Spuren genommen und geschaut, was ich so auf die schnelle draus brauen kann, wenn ich sie zusammenmische und ein bisschen mit EQ, Comp und Raum nachhelfe: Alle vier zusammen.

    @Madhead: Wenn Du schon ein e906 und ein SM58 hast (SM58 ist quasi ein SM57 mit einem anderen Korb), dann ist ein MD421 durchaus nochmal eine andere Klangfarbe. Ich würde es aber nicht für Akustikgitarre nehmen, es sei denn ich hätte die Wahl zwischen einem SM58 und ihm. Wie andere auch schon sagten, sollte man da lieber in ein Kleinmembran Kondesatormikro investieren. Und mit e906 und SM58 kann man schon absolut amtlich E-Gitarren aufnehmen. Live sowieso eher das e906 als ein MD421 weil leichter zu positionieren.
    Das MD421 ist dafür auch toll für Toms, div Percussion, Bass und Bassdrum.
     
  14. 901

    901 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.10.08   #14
    Dann ist es wohl kaputt...
     
  15. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #15
    Die downloads gehen leider nicht :-(

    Da du ein Thomann-Bändchen hast: Kannst du evtl. mal was dazu schreiben? Interessiere mich schon länger für Bändchen-Mics, konnte bissher leider keines ausprobieren. Mal mit den anderen Thomann-Bändchen verglichen?

    Grüße, Mini :-)
     
  16. 901

    901 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.10.08   #16
    Danke für den Hinweis!

    Hm, seltsam. Gestern ging das noch so. Also neuer Versuch:

    Track 1
    Track 2
    Track 3
    Track 4

    und
    Alle vier mit Sahne

    und das Bild dazu:
    [​IMG]

    Mir gings ganz ähnlich. Bei all dem Gerede über den tollen warmen Klang von Bändchen-Mikros musste ich auch mal eins haben. Aber mich hat es dann persönlich nicht begeistern können. Ich hab allerdings auch keinen Vergleich zu anderen Bändchen. Weder zu den t.bones noch zu anderen. Ich würde gerne mal ein Royer R-121 probieren oder ein Blue Woodpacker. Aber da liegen halt auch Grössenordnungen im Preis dazwischen. Das Royer ist immerhin das bevorzugte Gitarren-Amp-Mikro von Michael Wagener! (Produzent zahlreicher Hard&Heavy Top-Bands)

    Mir klingt es zu stark gefärbt und das vor allem in eine Richtung mit der ich nix anfangen kann. Dass die Transienten verwaschen ist ja wohl normal aber das zusammen mit der 8er Charakteristik, die dann halt auch noch viel Raum mitnimmt, kommt ein irgendwie indirekter Sound raus.

    Aber genau das wollte ich mit der ganzen Aktion ja eigentlich auch sagen: es hilft nix, man muss ein Mikrofon selbst ausprobieren. Die Meinung von anderen Leuten oder die Sound-Samples können immer nur vage Anhaltspunkte bleiben.
     
  17. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #17
    So, konnte deine Samples gerade lider nur per Kopfhörer hören, aber ich bin einfach mal mutig und eröffne das Ratespiel...

    Track 1 = MD441 - sehr höhenreich und mit feinzeichnenden Höhen, eben 441, also fast kondenser-artig
    Track 2 = e906 - ist by the way auch mein favorit-sample... klingt sehr ausgewogen über die Kopfhörer
    Track 3 = SM57/58 - klingt "schmäler" als das zweite Sample, eingeengter, so intuitiv typisch 57er - eben diese mitten-nase... hat auch seinen reiz, aber ist denke ich nicht immer angebracht
    Track 4 = t.bone Bändchen - man merkt so ein gewisses "phasing" oder bilde ich mir das über die Hadphones nur ein? Könnte evtl. durch den raum-anteil der 8 entstehen? klingt halt muffig, dafür aber irgendwie "griffig" - evtl. in mehr zentraler positionierung besser?

    Grüße, Mini :-)
     
  18. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #18
    Will keiner Mitraten?
    *schieb* :)
     
  19. georgyporgy

    georgyporgy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #19
    1: E 906
    2: 441
    3: SM 58
    4: T-Bone

    LG Jörg
     
  20. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.10.08   #20
    so ich rate auch mal :)

    ich kenne zwar nur das Sm58 (und das MD421, welches ja der kleine bruder des 441 ist, aber raten is raten :D)

    1. SM58
    2. Sennheiser e906
    3. Sennheiser Md441
    4. T-bone irgendwas..

    oje.. ich bin sicher ganz daneben.. :D
    Bin schon gespannt auf die auflösung!

    Lg Melody

    EDIT:
    Begründung:
    SM58 typisch erdiger charakter und ziemlich (hoch)mitten lastig
    e906 .. hat für mich einen ansatz von scoop-sound der mir bei anderen beispielen schon aufgefallen ist
    MD441.. hat als einiges dynamisches (tauchspulen) mic keine überlauten hochmitten (siehe auch datenblatt)
    t-bone klingt extrem höhen arm und macht keinen besonders ausgeglichenen eindruck..
     
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