Meine Band: Kleinmusikverein

von nils1, 23.10.20.

  1. nils1

    nils1 HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 23.10.20   #1
    Hallo zusammen,
    bei mir war bandmäßig etwas Pause (Corona und so), aber seit ein paar Wochen ist ein neues Projekt am Start: Der Kleinmusikverein.
    Wir sind derzeit zu dritt, Bass, Gitarre und Schlagzeug, bisher kein Gesang.
    Das Konzept:
    es gibt nur relativ grobe Verabredungen, was wir spielen, der Rest ist Improvisation. Daher zeichnen wir alle Proben komplett auf. Zugegebenermaßen mit sehr einfachen Mitteln, Bass direkt, Gitarre mir einem Mikro, Schlagzeug mit einem Overhead und einem Bassdrummikro.
    Im Falle des hier geposteten Stücks Dancefloor Impressions ist die Hookline vom Bass und und eine mehrmals kurz eingestreute Bridge inhaltlich besprochen, aber Zeitpunkt und Spannungsbogen nicht, darüber hinaus ist alles ab Minute 8 komplett improvisiert. Normalerweise würde ich nicht unbedingt mit Proberaummitschnitten an die Öffentlichkeit gehen, zumal kleine Verspieler drin sind und der Improvisationsansatz auch mal Unsicherheiten mit sich bringt, ABER ich finde diese Teil so gelungen, dass ich es gerne teilen wollte (die Band hat zugestimmt).
    Nun bin ich gespannt auf eure Reaktionen (Achtung, es entwickelt sich sehr langsam und hat eine Spieldauer von 13:44).
    Nils

     
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  2. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #2
    Leider sind hier im Board die Resonanzen auf Hörproben sehr mau (wobei sich viele User in Technkthreads die Finger wundschreiben können, mich eingeschlossen)
    Das finde ich sehr schade...
    Auch deshalb...
    Das Wort Dancefloor hat mich (als Trommler) schon mal zucken lassen, so gar nicht meinen Musik, aber, je länger das Stück lief, um so mehr fand ich es hörenswert, eine gelungene Session mit endlich mal nicht nur Syntharpeggios, sondern echten (richtigen...:D) Instrumenten.
    Bewundernswert, wie man als Drummer 13 Minuten stur Bassdrumviertel spielen kann...
     
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  3. glombi

    glombi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.20   #3
    Gefällt mit sehr gut :great:.

    Das erste Drittel hätte stilistisch auch ein Jam aus unserem Proberaum gewesen sein können. Wir hätten aber nie die Ausdauer gehabt, das 13 Minuten durchzuhalten und dann noch gezielt und abgestimmt die gezeigte Variation reinzubringen...

    Für den Ansatz super, und ganz wichtig, groovt...

    Dem schließe ich mich an. Daher versuche ich so oft wie möglich mein Feedback zu geben. Allerdings oft auch aus der Sicht des unbedarften Hörers, insbesondere wenn es um Komposition, Texten, Gesang oder Mixing geht. Das kann ich selber nicht. Das wird manchmal auch nicht gerne genommen, wenn man keine eigenen Beispiele bringen kann, die zeigen, wie es "besser" geht :weird:. Dabei sollte doch die Wahrnehmung und Empfindung des Hörers das sein, was einen Künstler interessieren sollte, der seine Werke durch Veröffentlichung oder Auftritte an den Mann oder die Frau bringen will...

    Gruß,
    glombi
     
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  4. nils1

    nils1 Threadersteller HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 27.10.20   #4
    @Ralphgue : Vielen Dank für die Blumen! Stur geradeaus kann ich, möglicherweise wegen meines fortgeschrittenen Alters, ganz gut, ich muss nicht mehr so viel auszucken und wildes Zeug spielen.

    @glombi : Vielen Dank! Wie schön, dass es noch andere gibt, die so einen Stil spielen.
     
  5. LynxKitten

    LynxKitten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.20   #5
    Das ging mir genauso. Dachte mir erst. Dancefloor und dann noch 13min. Das erste Mal anhören hab ich auch nach 2-3 aufgehört. Erst nach dem Beitrag hier dann noch mal in Angriff. Und irgendwann läuft es dann, wenn man weiter hört.
     
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  6. nils1

    nils1 Threadersteller HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 03.11.20   #6

    Ja, das ist keine typische Musik für TrommlerInnen und auch in meinem musikalischen Kosmos kommen solche Sachen eher selten vor.
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.11.20   #7
    Ich mag das.
    Ich mag das, wenn man sich auf Sachen einläßt und von irgendeinem musikalischen Einfall ausgehend schaut, was passiert und was sich entwickelt. Ich mag das sporadische daran, das experimentelle, das suchende und auch, wie man sich mit der Zeit findet, aufeinander eingeht, etwas entsteht, was keine/r auf dem Plan hatte.

    Ist bei weitem nicht alles veröffentlichungswürdig, was dabei entsteht, aber das schon.
    Ich mag das.

    x-Riff
     
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  8. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 03.11.20   #8
    Schön! Gefällt mir sehr gut. Es hat alles, was guter Jazz braucht: Groove, Improvisation, jazztypische Tonbildung. Seht ihr euch selbst als Jazzer? Dancefloor hat mit Jazz ja hin und wieder Berührungspunkte.
    Was hast du da als Drummer genau in den Händen? Wenn du auf der HiHat spielst, klingt es nach Rods, auf der Snare nach Besen. Oder beides?
    Die Freiheitsgrade auf Gitarre und Bass sind sehr sehr groß, auf dem Schlagzeug nicht gleichermaßen - kann ja Teil des Konzepts sein, war das so geplant?
    Nur so als Idee: wenn ihr bei der nächsten Session mal nach 10 Minuten plötzlich die Tonart wechselt, gibt's Spontanapplaus ;)

    Ja, finde ich auch, wobei das die Swing-Drummer der 40er ja auch schon gemacht haben. Und dabei in höherem Tempo und mit unergonomischen Fußmaschinen...
     
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  9. nils1

    nils1 Threadersteller HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 03.11.20   #9
    Vielen Dank! Genau das ungeplante, wo sich was entwickeln kann, ist für mich auch der Reiz an dieser Band.

    Vielen Dank! Aber Jazz??? So habe ich uns noch nie wahrgenommen, weil wir eigentlich alle aus dem Pop/Rock/Folk-Bereich kommen und typisches Jazzzeug auch garnicht können (jedenfalls ich nicht).
    Ich spiele Regal Tip Nylonbesen. Die sind perfekt für meine Roto-Snare und gehen auch auf dünnen Hihats ganz gut.
    Die Gitarre ist völlig frei, der Bass muss allerdings schon die Grundfarbe liefern und kann nicht ganz so oft die Hookline ändern, während ich meine Rolle darin sehe, den Laden zusammenzuhalten. Insofern gehört meine geringere Freiheit tatsächlich zum Konzept.
     
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