Melodiebasssysteme (Knopfbelegung)

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Es wurde hier zwar schon an verschiedener Stelle über M III diskutiert, doch mir ist bis jetzt nicht ganz klar, was B- und C-Griff im Melodiebass bedeutet. Also, sehe ich das richtig, dass C-Griff auch auf der Bassseite bedeutet, dass aufsteigende Halbtonschritte in Richtung Balg laufen? Somit wäre die Anordnung gegenüber dem C-Griff-Diskant gespiegelt bzw. absolut gesehen wäre der C-Griff-Melodiebass insofern wie der B-Griff-Diskant angeordnet, als bei beiden die aufsteigenden Halbtonschritte vom Spieler aus gesehen nach rechts unten laufen.
Für den B-Griff-Melodiebass würde gelten, dass die Halbtonschritte vom Spieler aus gesehen nach links unten laufen, genau wie beim C-Griff-Diskant.
So verstehe ich jedenfalls die Grafik bei Wikipedia (abgesehen davon, dass der rechte Knopf oben in der Hilfsreihe fälschlicherweise mit B/H statt mit C beschriftet ist):
http://de.wikipedia.org/wiki/Melodiebass

Das vorgelagerte Manual in der Grafik unten müsste dann B-Griff sein, richtig?

Außerdem wäre es interessant zu wissen, wie das bei der Bajan-Melodiebassanordnung ist. Ich weiß, dass dort die tiefen Töne unten liegen und die hohen oben (räumlich gesehen), aber in welcher Diagonale verlaufen hier die aufsteigenden Halbtonschritte, nach links (außen) oben oder nach rechts (Richtung Balg) oben?
Klasse wäre, wenn jemand eine entsprechende Grafik hätte - in Worten ist das ja echt kompliziert.
 
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Also es gibt da zwei B- Griff systeme- einmal B-griff deutsch, das heißt die tiefen töne liegen oben, bzw. das system ist zum diskant B-griff gespiegelt (ebenso wie bei C-Griff).
Und das b-Griff Russisch System- d.h. die tiefen Töne liegen unten und man spielt von innen nach außen, sprich das H liegt ganz links und das C innen wie im diskant. Theoretisch kann man das ganze Instrument, bzw. den Bayan umdrehen und mit dem selben fingersatz weiterspielen.
 
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waldgyst
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Danke, t-tris, jetzt ist mir das klar!
Gibt es denn da Erfahrungswerte bezüglich der Vor- und Nachteile der drei verschiedenen Systeme?
 
t-tris
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Nein, das ist nur Gewöhnungssache und ne frage der Verbreitung, die Osteuropäer schwören halt auf B- Griff, die Franzosen und Norweger auf C-Griff und die Finnen wieder auf einen anderen...
gruß t-tris
 
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waldgyst
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Nein, das ist nur Gewöhnungssache und ne frage der Verbreitung, die Osteuropäer schwören halt auf B- Griff, die Franzosen und Norweger auf C-Griff und die Finnen wieder auf einen anderen...
gruß t-tris

Du meinst jetzt die Diskantseite? Das ist mir schon klar. Meine Frage bezog sich auf die Bassseite. Ich habe mal auf meiner Standardbassseite versucht, die Wege der verschiedenen Melodiebasssysteme für eine Tonleiter zu greifen und muss sagen, dass ich außer bei dem russischen System da gar nicht wüsste, wie das gehen soll. Spielst du selbst Melodiebass und hast da mal beispielhaft einen Fingersatz? Irgendwann würde mich das Thema schon mal reizen.
 
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Hast du da auch schon eine Ahnung, wie sich das generell greifen lässt? Da man ja auf der Bassseite eigentlich nur "von schräg unten" oder von der Seite (vertikale Fingeranordnung) spielen kann, stelle ich mir das in etwa so vor (C-Griff): c(2)-d(4)...und schon wüsste ich nicht, wie ich jetzt flüssig vom d wieder eine Reihe weiter nach außen aufs e kommen soll (mit dem 3. Finger), ohne dass der 4. im Weg ist...:screwy:
Die Frage ist für mich zwar noch nicht wirklich aktuell, aber falls ich mir doch mal ein Instrument mit Melodiebass anschaffen will, möchte ich schon mal wissen, welches System mir am geeignetsten erscheint.
 
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Habe hier ein historisches Instrument gefunden mit vorgelagertem Melodiebass, den man als C-Griff russisch bezeichnen könnte - tiefe Töne unten, C in der äußeren Reihe. Am Ende des Kurzvideos wird eine Tonfolge von a bis f demonstriert.
Wäre ja auch komisch gewesen, wenn das nicht auch jemand noch mal so herum konstruiert hätte :)
http://cgi.ebay.de/rest-antique-Pao...hash=item200322559008&_trksid=p3286.m63.l1177
 
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Also mir geht das auch so. Trotz der Möglichkeit melodiebass auf einem vorgelagerten MIII (C-Griff) zu lernen, oder auf meiner Roland die verschiedenen Bass-arten zu testen, bin ich mir nicht sicher wo ich hin will. Bajan erscheint mir sinnvoll, schon wegen der Bass-anordnung, die wie beim Klavier die Bässe, (würde man das Akkordeon aufklappen) nach links tiefer werden lässt. Beim C-Griff nervt mich die Gegenläufigkeit. Gut man kann sich an alles gewöhnen. Aber auch mich würde Interessieren ob man auf Deutschem C oder B-Griff eine flüssiige Tonleiter hinbekommt.
Also, zu Deutsch, ich habe keine Ahnung was wirklich besser ist, :rolleyes: aber etwas muss besser sein und nicht von lieben Gewohnheiten beeinflust sein !

Gruß Murti
 
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waldgyst
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Beim Kauf meines Pigini Studio B2 wieder was dazugelernt: Wenn der Händler B-Griff sagt, meint er das russische System.
Das deutsche B-Griff ist wohl mittlerweile so selten, dass das dann explizit gesagt wird (hohe Töne unten).
Ich dachte nämlich, ich kriege ein Instrument mit dem "deutschen B-Griff" (bei Brusch bestellt), aber es kam ein kleiner Russe (auch wenn der aus Castelfidardo stammt).
Macht mir aber nix, fange ja erst mit M III an, und so lerne ich jetzt halt dieses System.
 
t-tris
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Damit wirst du dann auf jeden Fall auch mehr Glück haben, wenn du irgendwann mal ein Größeres Neues oder Gebrauchtes kaufen willst. Denn kaum ein Händler hat ein B- Griff deutsch Instrument im Lager stehen, geschweige denn es gibt sie auf dem Gebrauchtmarkt.
gruß t-tris
 
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Ich finde die deutsche Anordnung (hier C-Griff) praktischer, weil man dann unisono-Passagen vollkommen natürlich mit gleichem Fingersatz spielen kann.

Das russische System erleichtert natürlich das "Husarenstück", mit umgedrehtem Akkordeon weiterzuspielen, erheblich.

Und bei einem reinen Standardbaßakkordeonkeyboard kann man die linke Hand für Melodiebaß auf den Diskantknöpfen in gewohnter Weise einspielen.
 
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waldgyst
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Ich finde die deutsche Anordnung (hier C-Griff) praktischer, weil man dann unisono-Passagen vollkommen natürlich mit gleichem Fingersatz spielen kann.
Vorsicht! Links und rechts ist die Handhaltung nicht identisch, außerdem spielen links die kleineren Knöpfe, die eingeschränkte Beweglichkeit der Hand und die Beschränkung des Daumens auf die erste Reihe eine Rolle beim Fingersatz. Dadurch kann letzterer links und rechts nicht immer gleich sein.
Abgesehen davon will man ja aber auch nicht ständig unisono spielen. ;)

Das russische System erleichtert natürlich das "Husarenstück", mit umgedrehtem Akkordeon weiterzuspielen, erheblich.
Muss ja nicht sein! :rolleyes:

Und bei einem reinen Standardbaßakkordeonkeyboard kann man die linke Hand für Melodiebaß auf den Diskantknöpfen in gewohnter Weise einspielen.
Kapier ich nicht.

Über Vorteile des (russischen) B-Griff wurde hier mal was gesagt:
https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/324851-b-griff-oder-c-griff.html#post3759414
 
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Kurt.Stoikov
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Vorsicht! Links und rechts ist die Handhaltung nicht identisch, außerdem spielen links die kleineren Knöpfe, die eingeschränkte Beweglichkeit der Hand und die Beschränkung des Daumens auf die erste Reihe eine Rolle beim Fingersatz. Dadurch kann letzterer links und rechts nicht immer gleich sein.

Was links geht, geht rechts normalerweise eh. Was links nicht geht, kann man auch nicht unisono spielen. Den Grenzfall "rechts vertuschen, was links nicht geht" lasse ich mal außen vor.

Abgesehen davon will man ja aber auch nicht ständig unisono spielen. ;)

Manchmal gibt es sowas. Ich sage nur "Die Toccata" (tm).

Kapier ich nicht.

Es gibt Akkordeonkeyboards, sozusagen flachgelegte Akkordeons. Die haben aber normalerweise nur Standardbaß für die linke Hand. Will man diese als Midieingabegerät auch für MIII verwenden, muß die linke Hand mit auf die Diskantklaviatur.

Oder wenn man die Diskantklaviatur gleich ganz dreist als einmanualigen Klavierersatz unter zwei Händen verwendet: dann ist es halt auch nicht verkehrt, wenn die linke Hand das gewohnt ist.

Aus mir wird aber kein B-Griff-Mensch mehr. Dazu komme ich zu gut mit C-Griff klar.
 
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waldgyst
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Es gibt Akkordeonkeyboards, sozusagen flachgelegte Akkordeons. Die haben aber normalerweise nur Standardbaß für die linke Hand. Will man diese als Midieingabegerät auch für MIII verwenden, muß die linke Hand mit auf die Diskantklaviatur.

Oder wenn man die Diskantklaviatur gleich ganz dreist als einmanualigen Klavierersatz unter zwei Händen verwendet: dann ist es halt auch nicht verkehrt, wenn die linke Hand das gewohnt ist.

Ok, jetzt weiß ich, was du meinst.
 
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Kurt.Stoikov
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Beim Kauf meines Pigini Studio B2 wieder was dazugelernt: Wenn der Händler B-Griff sagt, meint er das russische System.
Das deutsche B-Griff ist wohl mittlerweile so selten, dass das dann explizit gesagt wird (hohe Töne unten).
Ich dachte nämlich, ich kriege ein Instrument mit dem "deutschen B-Griff" (bei Brusch bestellt), aber es kam ein kleiner Russe (auch wenn der aus Castelfidardo stammt).
Macht mir aber nix, fange ja erst mit M III an, und so lerne ich jetzt halt dieses System.

Wo liegen denn deine verminderten Akkorde im MII? Wenn Du einen rechten Russen hast, dürfte Cv in der F-Reihe liegen.

Da ist dann nicht nur das MIII betroffen.
 
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Du meinst wahrscheinlich den traditionellen Bajan-Standardbass mit 5 statt 6 Reihen. Moderne Bajans haben aber heute in der Regel auch 6 Reihen. So auch mein M II.
 
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Du meinst wahrscheinlich den traditionellen Bajan-Standardbass mit 5 statt 6 Reihen. Moderne Bajans haben aber heute in der Regel auch 6 Reihen. So auch mein M II.

Auch bei den 6-reihigen Russen ist Cv in der Reihe der F-Bässe. Bei Dir nicht?
 
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Auch bei den 6-reihigen Russen ist Cv in der Reihe der F-Bässe. Bei Dir nicht?

Nein, mein M II ist normaler 6-reihiger Stradellabass. Bist du sicher, dass bei den 6-reihigen russischen Instrumenten die verminderten Akkorde in der Subdominantreihe liegen? Würde eigentliche wenig Sinn machen, denn bei den 5-reihigen ist das ja nur so, weil sie gleichzeizig als Dominantseptakkorde der Subdominante genutzt werde, sprich z.B. a-c-es gleich f7 oder cv.
 

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