Merkwürdiges Geräusch beim Anschlag?!

von donnosch, 24.06.07.

  1. donnosch

    donnosch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #1
    Tach nochmal :>

    Ich hab ja (wie aus dem anderen Thread heute ersichtlich wurde) 'ne neue Westerngitarre. Aufgrund der Umstellung von Nylon auf Stahl hab ich mich nun erstmal für dünnere Saiten entschieden. Die neuen (alten, also keine neu gekauften) Saiten sind jetzt seit ungefähr 4 Stunden drauf und bisher ist mir auch noch nichts merkwürdiges aufgefallen.. bis eben. Gerade eben hat sich nämlich ein seltsames Summen bemerkbar gemacht. Erinnert stark an das Geräusch von vibrierendem Papier.. scheint aber vom Steg zu kommen. Scheint auch nur aufzufallen, wenn ich mit dem Daumen bzw. den Fingern spiele.. beim Plek höre ich nichts.
    Was kann das sein?
     
  2. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 24.06.07   #2
    Hi donnosch,

    das könnte von einem Ballend einer Saite kommen. Falls bei deiner Gitarre die Saiten mit Pins befestigt sind, lockere die Saite(n) nochmal, lockere den Pin (nicht rausziehen) und ziehe an der Saite, damit das Ballend richtig unter der Brücke eingeklemmt wird.
    Es könnte natürlich auch eine Resonanz einer lockeren Leiste im Korpus oder die gerissene Umspinnung einer Saite sein.
    Eine weitere Möglichkeit wäre, daß die Saite ader Stegeinlage nicht richtig aufliegt, daß die Auflagefläche zu breit ist und du dadurch einen "Sitar"-Effekt bekommst.

    Greetz :)
     
  3. donnosch

    donnosch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #3
    Danke für die Tipps, das Problem scheint behoben.. zwar waren die ball ends alle in Position, aber nach er Lockerung und erneutem Festigen der Pins "buzzed" nichts mehr. Ich vermute, es lag einfach an Pins, die nicht fest genug saßen. Lockern die sich regelmäßig nach einer Zeit oder hatte ich sie nach dem Saitenwechsel einfach nicht fest genug reingedrückt?
     
  4. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 24.06.07   #4
    Hi donnosch,

    das kann sicher durchaus mal vorkommen, wenn sie nicht fest genug reingedrückt waren. Ich habe es allerdings bei meinen Acustics - soweit ich mich erinnere - noch nicht erlebt, daß sie sich gelockert haben. Man muß beim Saitenwechsel halt den Kompromiss zwischen zu locker (Saite springt wieder raus) und zu fest (Pin geht beim nächsten Saitenwechsel kaum wieder raus) finden. Das ist halt eine Erfahrungssache ;) :cool:
    Aber freut mich, daß dein Prob gelöst ist! :great:

    Greetz :)
     
  5. donnosch

    donnosch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #5
    Wenn hier schonmal jetzt gerade jemand reinschaut, der Ahnung zu haben scheint:
    Woran kann ich sicher erkennen, dass die Decke massiv ist? Also worauf genau muss ich innen schauen?
     
  6. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 24.06.07   #6
    Hi donnosch,

    das könntest du am Schallloch erkennen, wenn dessen Rand nicht lackiert ist. Dort könntest du sehen, ob die Decke aus mehreren Schichten besteht, oder massiv ist. von aussen kann man das nicht feststellen. Wenn du die genaue Bezeichnung deiner Gitarre hast, kannst du mal beim Hersteller oder bei einem Händler nachschauen, ob das Instrument mit massiver Decke oder nicht ausgestattet ist. Man kann es in den meisten Fällen auch am Preis "erkennen". In den unteren Preislagen - ich denke so bis 200 € wirst du nur selten eine gute massive Decke finden - wobei manche Hersteller hier natürlich Ausnahmen haben.

    Greetz :)
     
  7. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #7
    ... ich mach´s zwar ungern, aber hier sollte man etwas korrigieren:
    Das mit dem Schall-Loch stimmt schon. Allerdings sollte man hier sehen, ob sich die Deckenmaserung in der Ausfräsung des Schall-Loches fortsetzt oder nicht.
    Es gibt aber auch Hersteller, die gerade dessen Ränder besonders dick und/oder dunkel lackieren, sodaß sich dort gar nichts mehr erkennen lässt.
    Am besten schaust Du da aus Richtung der hohen Saiten in besagtes Loch bzw. dessen Rand, und kannst dann schon sehen, was los ist. Falls sich die Deckenmaserung auf den ersten Millimetern fortsetzt, dann aber "Querstriche" auftreten, kannst Du davon ausgehen, daß die Decke aus Schichtholz besteht, also laminiert bzw. nicht massiv ist.
    Wenn das auch nicht funktionieren sollte, hilft eigentlich nur noch ein Spiegel, mit dem man sich die Innenseite der Decke beäugt, und den Verlauf der Maserung oder irgendwelche signifikanten Stellen mit der Aussenseite vergleicht. Leute mit den schicken schwarzen Gitarren sind dann natürlich im Hintertreffen.
    Andere Möglichkeit ist der Prospekt des Herstellers/Händlers: wenn dort nur eine Holzart ohne den Zusatz massiv, also Fichte/Zeder anstatt Fichte/Zeder massiv genannt wird, kannst Du mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, daß keine massive Decke vorhanden ist.
    Wenn nämlich die lieben Mitbewerber davon Wind bekommen, daß einer falsche Tatsachen vorspiegelt, stehen gleich deren Rechtsanwälte auf der Matte, während bei Otto Normalgitarrist evtl. auch der Staatsanwalt mit ganz bösen Worten kommt, die ich hier nicht zitieren möchte.
    Der andere Trick, nämlich die Gitarre fest anzuschlagen, und dann durch Handauflegen hinter dem Steg und Wegnahme der Hand die Reaktion der Decke zu überprüfen (klingt wieder weiter oder ist tot) funktioniert nicht unbedingt, und lässt eher Rückschlüsse auf die Ansprache/Verbalkung der Gitarre zu.
    Und ob eine gute (oder schlechte) massive Decke vorhanden ist, spielt hier keine Rolle, massiv oder laminiert ist hier die Frage, auf die es ankommt. Und mittlerweile finden sich auch unterhalb der genannten Preismarke Instrumente mit massiven Decken, die nach einer gewissen Einspielzeit durchaus gut klingen können, weil massives Holz durch Veränderungen im Molekularbereich sich durch entsprechende Bearbeitung (regelmässiges Spielen über das gesamte Griffbrett mit unterschiedlichen Schlag- und Zupftechniken) weiterentwickeln kann, während Leim und Kleber einfach Leim und Kleber bleiben.
     
  8. delayLLama

    delayLLama Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #8
    Ich habe mal 3 Fotos gemacht, 2 Gitarren haben eine massive Decke, letztere eine gesperrte, also schichtverleimtes Holz.
    Es gibt oben und unten eine dünne Furnierlage, diese Decke ist also nicht massiv, wobei sich Sperrholzdecken nicht auf 3 Lagen beschränken müssen.
    Massive Decken gibt es mittlerweile schon unter 150€!
    Gesperrte Decken müssen nichts zwangsläufig schlecht klingen, nur um es jetzt mal ganz grob zu sagen.
    In der Regel haben massive Decken aber klangliche Vorteile, das wurde hier ja bereits erwähnt.

    Es ist ganz einfach festzustellen, sobald man es eben wie auf den Fotos erkennen kann und nicht deckend lackiert ist.

    Den Anhang 55316 betrachten massiv, Maserung läuft durch (LAG 200 D)

    Den Anhang 55317 betrachten auch hier deutlich zu sehen, massiv (Avernia Parlor)

    Den Anhang 55318 betrachten nicht massiv, gesperrtes Holz (LAG 100 D)
     
  9. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.07   #9
    Yo, dankschön!
    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!:great:
    Ich hab´ leider nix mit einer gesperrten Decke und einer Lackierung a la Ibanez, um zu zeigen, wie gut manche Hersteller ihre laminierten Decken kaschieren.
     
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