Mesa Boogie Studio Preamp - Probleme

von wufung, 21.02.16.

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  1. wufung

    wufung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.16   #1
    Hallo

    Ich hab mir einen gebrauchten Mesa Boogie Studio Preamp gekauft und hab jetzt irgendwie den Verdacht, das dieses Gerät vielleicht etwas haben könnte. Ich hab leider über die Suchfunktion keine passenden Antworten finden können.
    1) Wie wichtig sind die Röhren? Ich hab jetzt in der V1, V2 und V4 Electro Harmonix 12AX7 drinnen in der V3 eine Tung-Sol.
    2) Wenn ich den Einschleifweg von der Rückseite her abschalte, ist er immer noch aktiv, das Signal ist zwar um ein vielfaches leiser, aber bei einem Effektgerät kommt immer noch genügend Ton an und ich hör immer noch das Delay.
    3) Am Lead Kanal ist mein Eindruck das er unheimlich matscht, einzelnen Noten klingen gut, aber Power-Chords sind zum Davon-Laufen.
    4) Irgendwie habe ich in Erinnerung das man den Studio auf einen Mark IIC+ umbauen kann oder klingen sie nur "sehr" identisch?

    Ich bin euch jetzt schon für eure Hilfe dankbar!

    Mit bestem Gruß
    wu fung
     
  2. wimmy

    wimmy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.16   #2
    Mit 1 und 4 kann ich leider nicht helfen. 2 werde ich an meinem Studio Preamp ausprobieren aber brauchst du eigentlich den Einschleifweg? Wäre es nicht einfacher die Effekte zwischen dem Pre und der Endstufe zu positionieren?

    Zum 3: Ich weiß nicht ob es daran liegt aber mann braucht etwas Zeit um zu verstehen wie die Regler von dem Studio Preamp (und anderen Marks) funktionieren. Die Treble/Middle/Bass Regler beeinflussen das Signal vor dem Gain. Viele Mark User drehen deshalb den Bass Regler auf 0 bis 2 um das Matschen zu verhindern. Die Bass Frequenzen kann mann mit dem Graphic EQ (nach Gain) wieder aufdrehen. Die IIC+ Einstellungen (z.b. von Petrucci oder Metallica) könnten als Vorlage dienen.
     
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  3. bagotrix

    bagotrix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.02.16   #3
    Hi,

    in Sachen Matschen hat wimmy schon das Rezept für klassische Boogies genannt. Bis zur Einführung der ersten Rectifier-Serie (auf denen vorne dann auch nicht mehr "Boogie", sondern nur "Mesa Engineering" stand) hatten mWn alle Amps der Firma die von ihn geschilderte Klangregelung nach Fender-Muster. Ich kann mich noch gut erinnern, wie enttäuscht ich als Jungrocker von den Marks war, als sie rauskamen. Das sollte die tolle Boogie-Zerre sein? Entweder dünn oder matschig, für Heavy-Sounds ganz unbrauchbar. Den Trick mit dem Graphic EQ konnte man damals halt noch nicht im Internet finden... Damals wie heute gilt jedenfalls, dass diese Boogies nicht unbedingt leicht zugänglich sind, da muss man schon recht viel dran schrauben, bis man sie im Griff hat. Die Klangregler interagieren teils sehr stark und nicht immer so, wie man das denken würde. Ich würde auch im Netz mal nach Einstellvorschlägen anderer User fahnden.

    Wie dem auch sei, ein weiterer Punkt sind auf jeden Fall die Röhren. Ich meine das jetzt noch gar nicht mal im Sinne von Soundunterschieden der einzelnen Marken - die gibts zwar mMn, aber das ist dann schon die Feinabstimmung. Primär geht es darum, dass die Röhren einfach oft schon ziemlich ausgelutscht sind. Matschige Zerre kann durchaus auch daher kommen oder dadurch verstärkt werden.

    So mancher verkauft so ein Teil, weil man einen schleichenden Soundverfall nicht so bewusst wahrnimmt. Dann findet der Besitzer den neuen Amp im Musikladen viel besser und fragt sich, was ihm am alten damals eigentlich so gut gefallen hatte ;-). Oder der Geschmack hat sich tatsächlich geändert, er hat schon länger mit einem anderen Amp geliebäugelt und natürlich auch nichts mehr investiert vor dem Verkauf. Mitunter wurden auch einzelne Röhren wegen eines Defekts ersetzt, passen aber nicht so gut an der entsprechenden Stelle. Dein Amp könnte schon ein Beispiel sein, die Tung Sol funktioniert bei mir meistens am besten in V1.

    Bei einem gebrauchten Preamp tausche ich persönlich aber immer erst mal alle Röhren aus, natürlich erst nach ein paar Tagen und ausgiebigem Anspielen im Urzustand. Nachdem ich mir ein Bild gemacht habe, schreibe ich die Einbaureihenfolge auf und setze erst mal ganz normale China-Teile rein, nichts exotisches. Sie kosten nicht viel und laufen auch, wenn sie im Amp als Kathodenfolger beschaltet sind (was zB bei Tung Sols problematisch sein soll). Am Besten welche, die ich schon mal eine Zeitlang in einem Amp hatte; die sind "eingebrannt" und ich weiß, dass sie problemlos laufen. Mit ganz neuen hatte ich allerdings bisher auch noch keine Probleme. Wenn Du das machst, hast Du jedenfalls schon einen guten Eindruck vom Grundsound des Amps und davon, ob es an den Röhren lag.

    Hast Du dann Probleme mit Mikrophonie (ich hatte da bisher eigentlich immer Glück), ist die V1 die erste Kandidatin für "was besseres", zB besagte Tung Sol, eine selektierte TAD oder ähnliches. Da fängt dann das rumspielen an, wobei man im Netz schon bestimmte Tendenzen findet, die sich für mich bestätigt haben. Ich fahre in den meisten Amps recht gut mit einer nach meiner Erfahrung recht brillanten, gainstarken Tung Sol, Mesa SPAX oder TAD RT001 in V1, einer etwas wärmer und mittiger klingenden JJ in der zweiten Gainstufe und den Chinesen im Rest der Vorstufe. Was mir aufgefallen ist, ist dass die speziell als V1 beworbenen Röhren in den weiteren Stufen keine Verbesserung gebracht haben, sondern der Sound sogar matschiger zu werden schien.

    Vor einem Umbau würde ich auf jeden Fall probieren, das Teil in Ordnung zu bringen. Vielleicht klingt es dann schon genau so, wie Du es Dir vorstellst, dann wäre ein Mod nur eine Verschlechterung.

    Was Dein Problem mit dem Loop betrifft, hast Du womöglich den Schalter missverstanden. An den Studios, die ich kenne, kann man mit ihm nicht den FX-Loop ausschalten, sondern nur zwischen Line Level und Low Level (für Pedale) umschalten. In dem Fall wäre es normal, dass beim Umschalten nur der Eingangspegel des Delays sinkt.

    Gruß, bagotrix
     
  4. joe web

    joe web HCA Gitarre Allgemein HCA

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    Erstellt: 24.02.16   #4
    der loop am studio pre war noch nie schaltbar - zumindest nicht on/off!

    ich würde dir auch ans herz legen, die effekte zwischen preamp und endstufe zu hängen. übrigens sagt man dem studio pre nach, dass der fx-send ausgang besser klingt als der master output.
    nachteil, du kannst halt nicht mehr über die master regler den pegel einstellen, aber dafür gibts ja noch eine endstufe ;)

    probier mal den send statt den master ausgang.
     
  5. wimmy

    wimmy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.16   #5
    Stimmt mit dem Loop, ich benutze es nie und habe vergessen ob es schaltbar war.

    Alle Ausgänge klingen etwas anders (Recording. Main, Send), nicht unbedingt beer oder schlechter - am besten einfach experimentieren. Ich bin am ende bei Main Out (1+2) geblieben, da ich damit auch das Signal splitten kann.
     
  6. wufung

    wufung Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.16   #6
    Hi

    Danke für eure Antworten.. Ich hab jetzt jetzt einiges durchgetestet.
    1) Röhren: Ich hab mir von meinem DIezel Amp die Röhren ausgeborgt.. und der Preamp klingt definitv besser, weniger Matsch, weniger Zerre aber dafür um vieles definierter.
    2) Ja das Mit dem Schalter, habe ich tatsächlich missvestanden.. naja die meisten modernen Amps können den FX Weg schalten..
    3) Zu den Ausgängen, jeder Ausgang klingt wirklich anders..
    4) Zu den EQ EInstellungen: Bass raus gedreht und kein Matsch mehr... Juhu.. Und mit dem Graphich EQ wieder die Anteile reinschieben (?) funktioniert auch super..

    So ich werd mir dann mal neue Röhren bestellen..
     
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