Mic-Empfehlungen für Rap mit Bass-Stimme?

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Servus,

irgendwie bekomm ich den eindruck, dass mein rode nt1a kaputt ist. ich will in jedem fall einfach ein anderes mal bei thomann oder so bestellen und vergleichen.

ich möchte rap aufnehmen und habe eine tiefe, sonore stimme. bei dem rode hatte ich das problem, dass die ganzen bassigen anteile irgendwie rausgefiltert wurden und der sound einfach nicht so voll und rund war.

wie auch immer: habt ihr da empfehlungen bis 200 €, das auf mein anforderungsprofil passen könnte? ich hab nicht vor, das mic durch die gegend zu schleppen, also kanns ruhig ein großmembran sein. und wie gesagt, rap und kein gesang, falls das einen unterschied machen sollte!

vielen dank für eure hilfe und liebe gruesse,
leo
 
Eigenschaft
 
ist der Effekt auch da, wenn du das NT1a relativ nah besprichst ?
(da müsste schon eine stärkere Bass-Anhebung festzustellen sein)
worüber nimmst du es auf und könntest du ein Beispiel für die ungefähre Richtung nennen ?
(Rap ist ja ein weites Feld)
vom Preis her ist u200 nicht unbedingt die Klasse, in der man einen wirklich 'sonoren' Ton erwartet...

cheers, Tom
 
geht so in die richtung von dem samy freestyle hier: http://www.youtube.com/watch?v=p-acSbEGmDs

also relativ tiefe stimmlage und jetzt auch nich so übertrieben laut. wichtig ist halt ein klarer und voller stimmsound, aber wer will das schon nicht.
wie gesagt, ich hab einfach die vermutung, dass das rode eh kaputt ist, deshalb wollt ich halt als vergleich n anderes mic kaufe (kanns ja imemr noch zurück schicken).. und dann halt am besten eines, das für meine zwecke geeignet ist

gruß
leo
 
DAs Rode hat ja sogar eine Frequenzgangerhöhung zwischen 100-200hz, da sollte schon was gehen.
Allerdings hat es auch eine enrome Höhenanhebung, die zudem harsch klingt. Kann auch dadurch zu Maskierung der unteren Frequenzen kommen.
Dennoch bin ich auch bei telefunky, alle Großmembraner haben mehr oder weniger den Nahbesprechungeseffekt, der bei nahem Einsingen die unteren Mitten und Bässe betont. Das sollte auch beim Rode NT1a so sein.
Wenn nicht zurückssenden, kann ja wirklich defekt sein, und gleich das AT2035 holen, das ist in dieser Preisklasse das bessere Mikro.
siehe auch hier -> https://www.musiker-board.de/studio...mbran-mikrofone-einstiegsklasse-85-300-a.html

Es kann aber auch sein, das Deine klangliche Erwartungen höhere sind, da muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen (siehe auch o.g. Link) oder noch höher.
 
... alle Großmembraner haben mehr oder weniger den Nahbesprechungeseffekt, ...
Das liegt dann aber doch zu aller erst mal an der Bauart des Druckgradientenempfängers (Richtcharakteristik ist ungleich Kugel) als an der Membrangröße.
 
ok, ich hab jetzt mal ein sprechbeispiel hochgeladen, hier: http://dfiles.eu/files/k7zev794l

an sich klingt das eigentlich gar nicht schlecht, aber ich habe nichtsdestotrotz den eindruck, dass das ganze etwas dumpf klingt und die ganz tiefen "brustkorb-schwingungen" nicht so rüberkommen... oder klingt das für euch normal (vom inhalt mal abgesehn ;)

z.b in diesem video mit dem gleichen mikrofon klingt das für mich schon wesentlich besser: http://www.youtube.com/watch?v=GHvDfRUJHTo

was denkt ihr?
 
ich finde deine Aufnahme erheblich angenehmer, als diesen übernervösen Aphex 230... *ätzendes Gegrummel* :D
(du veränderst ja den Abstand, aber da ist schon so etwas wie ein 'sweet spot' auszumachen, bei Sek 20 und 40 zB)

cheers, Tom
 
Mit dem Mikro ist alles in Ordnung, und es klingt ok, eben für seinen Preis, da gibt es aber besseres.
Im Frequenzbild gibt es deutliche Anteile von 90hz bis knapp 1khz, dann wieder 2,5khz bis 10000khz.
Eine leichte "Badewannenkurve" mit Betonung Bass und Höhen.
Bei "ja, also mit der Hoeneß-Affäre..." sind bspw. deutliche Anteile bis 80HZ runter, das ist ja mal "sonor" ;)
D.h., das NT1a macht genau das, wie es bei der Frequenzmessung angegeben ist (leichte Betonung zwischen 100 und 300hz, Badewanne und dann wieder Bertonung Höhen).
Ein AT2035 hätte definiertere Bässe und neutralere Höhen, ABER:
Auch damit bekommt man keinen typischen Sprecherstimmensound hin, denn das meiste spielt sich in den wichtigen Mitten ab, und ganz wichtig, die Bässe sind zwar da, aber nicht überbetont, sondern markant definiert und nicht dröhnend, und noch wichtiger, die Höhen sind wesentlich neutraler und natürlicher. UNd genau diese herrlich gut klingenden Mitten sind teuer.
Samy Deluxe hat im Videobsp., die Stelle im Studio in ein um 30-45 Grad horizontal leicht gedrehtem Neumann U87 (wenn ich richtig gesehen habe..)"gerappt". Was ja mal die Hausnummer zeigt.

Deine Stimme gibt schon einiges her, aber Du hast dieses leichte Kratzen im Klang Deiner Stimme , das viele Einsteigermikros mit überhöhten Präsenzen/Höhen wiedergeben.

Lange Rede kurzer Sinn, was Dir vorschwebt ist ein teurer Klang, da hilft alles nix.
Ein Sennheiser MK4, oder ein TLM102 wäre die unterste Messlatte, eigentlich müsstest Du Dich in der 1000€ Lage umschauen, da gibt es schon richtig vernünftige gute Mikrofone mit ausgewiesener Neutralität, und bester Auflösung.

EDIT: Natürlich muss die Einsprechrichtung für Deine Soundvorstellungen auch stimmen, also leicht über das Mikro, leicht vorbei oder unten drunter. je nachdem was man will.
 
... ABER:
Auch damit bekommt man keinen typischen Sprecherstimmensound hin...
Interessant, dass du den so explizit erwähnst, als bräuchte man dafür besonderes Equipment. Ist das deiner Meinung nach wirklich der Fall?
Die meisten Sprecher zB in Radios nutzen ja scheinbar dynamische Mikros, meinst du also mit dem SM7b oder dem EV ist das ganze einfacher zu erreichen bzw wie schätzt du ein SM7b zu dem Zweck (bassiger Rap, tiefstimmiger Sprechgesang, Sprecher mit Bassstimme, ... ) ein?
 
Nochmal kurz zur Anfrage des TE:
Obsessed hat ja erkannt, das ihm was fehlt, so wie er seine Stimme wahrnimmt.
So für sich gesehen, könnte man mit dem Ergebnis auch zufrieden sein, es kommt auf den Anspruch an.
D.h., sein Anspruch ist klar höher, er schrieb zwar was von fehlenden Bässen, die sind aber da, aber eben auch nicht trocken und prägnant genug, es fehlen auch gute tragfähigen Mitten die der Stimme die Aussagekraft geben. Und dann sind da die schon typ. NT1a Höhen, die sogar bei einem Bariton wie ihm, merkwürdig klingen, da kann man nix machen.

Zu Deiner Frage:
Da kommt es darauf an, was man will:
1. Tagessprecher und Radioanstalten
Ich bin zwar nicht der Spezialist in dem Gebiet (artcore weiß da sicher mehr), aber schau Dir die Tagesthemen an, da sitzen kleine Schoeps o.ä. in den Pulten (bei freier Rede an den EU-Pulten etc. oft die länglichen Sennheiser, und immer öfters auch die Gefell Kardiod Ebenen Mikrofone - wie hier
-> papst.jpg
(unbezahlbar übrigens - Motiv wie Mikros ;)
Warum? Ein klares verfärbungsfreies Ergebnis wird hier gewünscht.
Den Tagesthemensprecher hört man sauber auf jeder Wiedergabegurke.

Radioanstalten, Rundfunk etc. gehen da gemischt, klassisch neutrale Großmembraner ala U87 und andere neutralen Neumänner
aber auch das Pendant Gefell ist oft vertreten.
Bei Außenaufnahmen waren früher gerne die MD421 wie 441 oft vertreten
Bei Radioanstalten sind aber auch gerne dyn. Mikros die der Stimme im unteren Bereich mehr Saft geben vertreten, ich meine zu wissen, dass im Amiland das EV RE-20 genau aus diesem Grund oft und gerne verwendet wurde/wird.

2. Hörbücher und Co.
Hier gilt auch das verfärbungsfreie Ideal, da sind alle neutralen Vertreter wie das USI, Gefell-Mikros etc. vertreten.
Gerade zuletzt habe ich ein Stimmenauszug zugesendet bekommen, mit einem U87, CADe350 und U47, gut aufgenommen natürlich.
Das U87 hat mir persönlich am besten gefallen, es stellt sich nicht so mit seinem "Eigenklang" in den Vordergrund.

3. Rap und Co.
Da kann ich mir viel vorstellen, aber keine Höhenmonster, da fällt das in sich zusammen.
Neutrale Vertreter von Neumann wie das U87, von Gefell das M930ts oder MT71s etc, aber auch teure und gute Röhrenmikros, die die wichtigen Mitten und die Bässe konturiert wiedergeben.
Aber Achtung, es gibt viele teure Röhrenvertreter die sehr speziell sind, und im Gegensatz zu guten Allroundern, gar nicht passen!

Dynamische Mikros haben ja beim Rap den Riesenvorteil, dass ich mich damit bewegen kann, das ist für die Performance und dem zu erzielenden Ergebnis sehr förderlich. Wenn ich Rap könnte, kann ich aber nicht, aber wenn ich das versuche mit meinem dahingehend talentierteren Sohnemann, dann käme für mich ein gutes dyn. Mikros auf jeden Fall in Betracht.
Das EV20 wär so eins, aber auch das SM7B, was ein richtig gutes dyn. Mikro ist (einen guten Preamp mit genügend Gainreserven vorausgesetzt)
Give them both a try :)

Ganz wichtig dabei ist, bei tiefem gesprochenem Rap müssen die Bässe und die unteren Mitten auch sauber wiedergegeben werden, und wie gesagt nicht zu vergessen, die Höhen müssen "natürlich" sein und nicht überhöht aber auch nicht gedunkelt.
genau da kommen die Einsteigermikros an ihre Grenzen.
 
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Interessant, dass du den so explizit erwähnst, als bräuchte man dafür besonderes Equipment. Ist das deiner Meinung nach wirklich der Fall?
Die meisten Sprecher zB in Radios nutzen ja scheinbar dynamische Mikros, meinst du also mit dem SM7b oder dem EV ist das ganze einfacher zu erreichen bzw wie schätzt du ein SM7b zu dem Zweck (bassiger Rap, tiefstimmiger Sprechgesang, Sprecher mit Bassstimme, ... ) ein?

SM7b und RE 20 sind vor allem bei amerikanischen Radiostationen im Einsatz und zwar als Ansagermikros. In deutschen Radiostationen sind Neumannmikros wie das Usi sehr verbreitet.
 

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