Mic mit 8er-Richtcharakteristik vor Gitarrenamp

von ingoHo, 12.11.07.

  1. ingoHo

    ingoHo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #1
    Guten Abend Leute,

    ich möchte auf Anregungen hin ein Shure SM57 und ein t-Bone Ribbon RB500 vor einen Amp platzieren... nun weiß ich aber nicht, wie ich ein Mic mit 8er-Charakteristik vor einen Verstärker stelle...

    Soll eine Hälfte der 8 auf den Speaker zeigen, die andere demnach weg, oder steht die 8 Parallel zur Box? Wie weit sollte ich das Mikro wegstellen und wie positioniere ich dann das zweite Mic?!

    Was für Mikropaare verwendet Ihr denn so für E-Gitarren bei härterer Gangart?

    mfg - Ingo
     
  2. Stifflers_mom

    Stifflers_mom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #2
    hm, kann mir jetzt nicht vorstellen, dass ne 8 vor nem Gitarrenamp ne so gute Figur macht. Kommt drauf an wie laut du spielt und wie groß/hallig der Raum ist, in dem du aufnimmst. Jedenfalls wirst du ziemlich viele Reflexionen von hinten mit einfangen. Kann sein, dass das gut klingt, kann aber auch total mies sein, das hängt total vom Raum ab. Und ob das parallel zur Schallachse klingt...:confused: ausprobieren!;)
    Wär aber mal gespannt auf ein paar Ergebnisse:)
     
  3. Deftoner

    Deftoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #3
    Eine Acht vorm Gitarrenamp ist prinzipiell eher eine schlechte Idee, da du wie gesagt sehr viel Raum mit aufnehmen wirst.
    Falls das dein Ziel ist (eher unüblich, aber wenn der Raum gut klingt kann mans mal versuchen) dann würde ich dir eher empfehlen eine Kugel wirklich irgendwo im raum zu positionieren. Traumhaft wäre natürlich ein Grezflächenmikro!

    Wenn du nur ne Acht zur Verfügung hast dann stell sie auf keinen Parrallel zur Box!
    Die seitliche Bedämpfung bei einer Acht ist extrem hoch und du kriegst also kaum Direktschall ausm Amp.
     
  4. Aloha

    Aloha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #4
    Hi

    Bei der Nahabnahme von einem Amp ist die 8er charakteristik kein so großes Problem. Ich nehme selber gerne mal ein Oktava ML-52 Bändchenmikro für die Ampabnahme und das geht echt super. Der Raumanteil ist nicht wirklich größer als bei einer Niere, da ja kein Schall von den Seiten aufgenommen wird. Dafür ist die Rückseite allerdings in der Phase gedreht was wiederum je nach mikrofonierung gut, eher ungünstig oder auch egal sein kann.
    Verstärker und Mikros etwas schräg zu den Wänden stellen bringt meißtens schon sehr viel gegen Resonanzen und Kammfiltereffekte. Zudem kann man die Rückseite der 8 sehr einfach mit einem Absorber entschärfen.

    Achja... das RB500 einfach mit der Vorderseite auf den Lautsprecher richten, das ist die Positive seite der 8. Wenn du den AMp gleichzeitig von hinten und Vorne abnimmst kannst du das RB auch umdrehen und ersparst dir später des drehen der Phase.

    Schöne Grüße
    Andi
     
  5. ingoHo

    ingoHo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #5
    Danke für die Infos - vielleicht sollte ich aber noch mal dazu sagen, dass es mir weniger um die 8 geht, als um die Tatsache, dass das Ribbon ein Bändchenmikrofon ist. Hat dieser Mikrotyp vom Bauprinzip her immer eine 8 als Richtcharakteristik? Wie nah und laut darf es mit dem Bändchenmikro werden, damit es nicht kaputt geht?!
     
  6. Deftoner

    Deftoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #6
    Bändchenmikrofone sind immer Achten. Lässt sich nicht anders bauen.
    Du solltest unbedingt den vom Hersteller angegebenen Grenzschalldruck beachten.
    Wie der bei deinem Mic ist weiß ich nicht, deswegen kann ich dir keine konkrete Entfernung sagen...kommt natürlich auch auf die Lautstärke des Amps an.
    Aber prinzipiell ist immer vorsicht geboten bei Bändchenmikros. Wenn andere Mics anfangen zu zerren kann es bei den Dingern nämlich echt sein, dass die Schrott sind!
     
  7. Aloha

    Aloha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #7
    hi nochmal

    Das Rb 500 hat einen recht hochen Grenzschaldruckpegel, da sollte es wenig Probleme geben. Über 150 dBSpl soweit ich das in erinnerung habe. Wichtig bei Bändchen ist, dass sie oft einen sehr ausgeprägten Nahbesprechungseffekt haben... ganz dicht an der Box wirds dann halt schon mal sehr bassig. Mein Ml-52 hab ich meißtens so 15 Zentimeter von der Membran weg.

    Edit: Viel schlimmer als hocher schaldruck ist für alle Bändchen Starker Wind der durch hineinblasen entstehen kann. Klassische Bändchenschaltungen vertragen auch unter keinen Umständen Phantomspeisung da sonst das Bändchenelement abglüht.
     
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