Ehrlich, ein "Fan" von Michael Jackson war ich nie und werde ich nie werden. Aber Respekt und Bewunderung für sein Werk kann ihm niemand verwehren, der Musik ehrlich liebt.
Jeder der heute zwischen Mitte dreissig und Mitte vierzig ist, ist mit seiner Musik, seinen Videos, seinem Tanzstil aufgewachsen. Egal, ob man ihn geliebt oder gehasst hat oder über seine Eskapaden den Kopf geschüttelt: niemand, wirklich niemand in unserer Generation konnte ihn ignorieren. Mehr kann ein Künstler nicht erreichen.
Es gibt keinen Musiker, der so wie er von Kindesbeinen an buchstäblich sein ganzes Leben vollständig der Musik, der Öffentlichkeit und letztlich auch der Industrie geopfert hat. Er hat mit seiner Musik sehr vielen Menschen sehr viel gegeben. Das zählt und das wird letzten Endes bleiben. Wer immer er privat war - das können nur die Menschen beurteilen, die ihn persönlich begleitet haben. Die Öffentlichkeit kann sich darüber kein Urteil erlauben.
Es spielt auch keine Rolle: 50 ist zu jung zum Sterben. Ich hätte ihm gewünscht, in Würde und Frieden zu altern, aber ich glaube auch, das wäre ihm nicht möglich gewesen.
Seine Stimme als kreativer Musiker ist hier auf Erden schon lang erloschen, wenn man ehrlich ist. Aber jetzt singt er auf der grossen Jamsession im Himmel
Good bye, Michael, ruhe in Frieden.