Midi Noten Slide?

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Ich möchte mir gerne als Up- und Downlifter Midi Slide Noten über mehrere Oktaven programmieren.

Als Vorbild könnte ganz "klassisch" die gezerrte E-Gitarre dienen, wo der Ton hoch angesetzt wird und dann ganz schnell runter auf einen tiefen Ton "geslidet" wird.
Sowas in der Art schwebt mit vor.

Ich habe im Moment leider so gut wie keine Vorstellung, wie man so etwas "Midi-mäßig" umsetzten könnte.

Ggf. gibt es ja auch irgendeinen fertigen Midi Song (Cover), wo man sich das abschauen könnte.

Habt ihr da Tips für mich?

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Signalschwarz

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Wenn ich dich richtig verstanden habe, hilft Dir die Portamento-Funktion des Klangerzeugers evtl. weiter.
 
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Ich möchte es eigentlich total unabhänig vom Klangerzeuger machen.
D.h. mein Wunsch wäre, ich hätte den entspr. Midi Part und könnte diverse Sounds/Klangerzeuger damit durchhören.

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Signalschwarz

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P. bietet aber doch den flüssigen Übergang von MIDI-Noten in einander, und wenn der Klangerzeuger das nicht geht's halt nicht - würde ich mal behaupten.
 
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Pars_ival

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Das geht aber nicht. Entweder ist es ein Portamento oder Pitchwheel. Beides wird beim Programmieren des Sounds festgelegt. Portamento kann man aus/an schalten. Beim Pitchwheel bestimmt die Einstellung des Klangerzeugers, wie hoch/tief der Ton verstimmt wird (häufig 2 Halbtöne). Beides sind, aus meiner Sicht, die kleinsten gemeinsamen Nenner, die viele Synths unterstützen. O.K. Portamento wird nicht ganz so häufig angeboten. Aber es gibt dafür auch Standard Midi-CC Befehle. Es kann natürlich sein, dass einige Sampleplayer dies über Scripte regelt, um einen möglichst authentischen Slide hinzubekommen.
 
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Mit dem Pitchwheel "kämpfe" ich gerade im Listen-Editor von Cubase 6.5.....
Aber so richtig weiter gekommen bin ich damit nicht, da ich irgendwie nicht die richtigen Werte dafür finden kann.
Daher dieser Thread hier.


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Pitchbend ist ein 14-bit Controller. D.h. er hat ein sehr hohe Auflösung von ca. 8200 Werten (in beide Richtungen). Das macht das ganze auf den ersten Blick recht unübersichtlich.

Allerdings kann man Pitchbend nicht beliebig skalieren - dazu braucht es einen zweiten Befehl (oder eine Einstellung im Klangerzeuger) namens Pitchbend-Range.
Der bestimmt, um wieviel Halbtöne die maximale Auslenkung des Pitchbendwheels den Ton verändert - ist aber leider nur im GM-Standard genormt - also hängt es wieder vom Klangerzeuger ab, wo man das wie einstellt.
I.d.R. haben Klangerzeuger eine maximale Pitchbend-Range von 12 oder 24 Halbtönen (also 1 oder 2 Oktaven) in jede Richtung.

Noch ein Wort zu Portamento:
Den Portamento-Effekt kann man nicht nur anschalten, sondern man kann auch die Portameto-Time (also die Zeit die vom Anschlagen des neuen Tons bis zum Erklingen der tatsächlichen Tonhöhe vergeht) einstellen.
Leider auch wieder unterschiedlich von Klangerzeuger zu Klangerzeuger.

Bei dem meisten Synths müssen die Töne legato (also gebunden) gespielt werden, damit Portamento überhaupt zum tragen kommt.

Um eine "Zielfahrt" auf einen bestimmten Ton hinzulegen, ist Portamento sehr gut geeignet.

Clemens
 
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Pars_ival

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Stimmt ja: die Portamentotime hatte ich vergessen :nix:
 
HaraldS

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Ich habe jetzt dieses Tutorial dazu gefunden:

Auch dieses Tutorial setzt voraus, dass eine Pitch Bend Range überhaupt am Klangerzeuger einstellbar ist. Das ist zwar Teil des GM-Standards, und damit bei ganz vielen Klangerzeugern der Fall - aber letztlich hängt es extrem an deinem Klangerzeuger, ob er eine Pitch Bend Range zulässt und vor allem: wie er die MIDI-Pitch-Bend-Werte in Tonhöhenänderungen umsetzt. Das Tutorial nimmt eine lineare Umsetzung an, aber auch das ist nirgendwo festgeschrieben, und du kannst dich darauf also nicht verlassen.

Ich will damit nur sagen, dass das ganze Vorhaben extrem von den Fähigkeiten des Klangerzeugers abhängt. IMHO ist es eine ungünstige Herangehensweise, Tonhöhenänderungen ausschließlich auf der Basis des MIDI-Standards und unabhängig von einem konkreten Klangerzeuger zu betrachten: hier ist die Grenze dessen erreicht, was der MIDI-Standard festlegt, und insofern kann man zwar Vorschläge und Annahmen über die Vorgehensweise machen (wie es im verlinkten Tutorial passiert), aber...entscheidend is auf'm Platz. Entscheidend ist, was dein Klangerzeuger an Tonverbiegungsoptionen bietet: Portamento, Pitch Bend oder vielleicht sogar ein LFO, der über Aftertouch gesteuert wird.

Im Download sind auch cubase Demo Projekte dabei. Die können als Vorlage helfen. Allerdings über zwei oder mehr Oktaven habe ich das noch nicht hinbekommen.

Wenn man deine Voraussetzung hier beim Wort nimmt...:

Ich möchte es eigentlich total unabhänig vom Klangerzeuger machen.

...muss man sagen: das ist unmöglich, weil der MIDI-Standard zu solch großen Tonhöhenänderungen keine Festlegung macht.

Harald
 
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Ich gehe an die Sache etwas anders ran. Der Klangerzeuger ist mir erst einmal vollkommen egal.
Wenn solche Slides bzw. Uplifter/Downlifter "Midi mäßig" umgesetzt wären, dann würde ich auf auf einen Pool von Synths mit einigen 1000 Sounds zu greifen, um dann einfach systematisch zu checken, ob das dann zusammen mit dem jeweiligen Projekt passen könnte. Und wenn es dann eben bei 30% der Sound/Synths/Klangerzeuger nicht passen/gehen sollte, ist das nicht schlimm.

Am Ende brauche ich nur einen "geilen und neuen" Sound/Uplifter/Downlifter für das jeweilige Projekt.

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