Midifiles auf der Bühne. Wie funktioniert das? Was braucht man?

von Giblp59, 18.10.05.

  1. Giblp59

    Giblp59 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #1
    Wir wollen als Top40 Band demnächst mit Midifiles auf der Bühne arbeiten. Wenn ich in Logic 7 eine Midifile wiedergebe klingt das natürlich dürftig. Wie ist das, wenn man Tyros oder ähnliches Keyboard auf der Bühne hat. Muß man von einer normalen File dann zu jeder Spur ein Instrument zuordnen oder erkennt das Keyboard zum Beispiel eine Trompete und ordnet die beste Trompete an Board automatisch zu?

    Wie löst man es mit dem Drummer, daß nur er den Einzähl-Click hört und nicht das ganze Publikum. Wie sieht so eine Verkabelung der Bühne aus. Was gibt es für Hilfsmittel?
    Kennt jemand ansonsten eine Homepage oder ähnliches, wo das alles erklärt wird?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.10.05   #2
    An meinem Keyboard/workstation (Triton) habe ich mehrere Outputs.

    Das Hauptkeyboardsignal leite ich auf die Main Outs.
    Den Klick auf auf einen anderen Output. Diesen Output verbinde ich mit einem "Kopfhörer Verteiler Verstärker" oder einen anderen Amp, an dem dann der Drummer (oder auch andere Musiker) via Kopfhörer/Stöpsel angeschlossen sind.

    Alternativ (wenn die Bühne/Saal/OpenAir groß genug ist) haben wir das Signal auch schon auf einzelne Monitor Boxen gelegt.

    Mit Midis spielen wir zwar nicht, aber es gibt Songs, da eiern wir machmal ganz schön rum - da nutzen wir gerne den Klick.

    Der Tyros hat IMHO nur Main Outs. Ich wüsste nicht, wenn man Stereo will, wie man das lösen könnte.

    Topo :cool:
     
  3. Giblp59

    Giblp59 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #3
    Vielen Dank, geht aber mit dem Tyros, da ich das mal gesehen habe. Der Drummer hatte auch noch einen Bildschirm vor sich, auf dem die Noten waren. Wie geht das...
     
  4. ziggystar

    ziggystar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.05   #4
    Äh, die beste Trompete für ein Lied muss ja nicht auch zwangsläufig die beste für ein anderes sein. So geht das schonmal nicht...
     
  5. Giblp59

    Giblp59 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.05   #5
    Da hast Du natürlich recht, zumal der Geschmack ja eh subjektiv ist. Ich habe nur immer noch nicht kapiert ob die sogenannten "Midistandard-Instrumente" Nun als Standard bezeichnet werden, weil es wirklich dieselben sind und auf jedem Midi Keyboard 100% gleich klingen oder ob damit nur die Spurbelegung gemeint ist, damit das Keyboard weiß, welches seiner internen Instrumente es auf welche Spur packen darf...
     
  6. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 20.10.05   #6
    weder noch...

    midi-programme/instrumente/presets/sounds wie auch immer du sie nennen willst sind ja normalerweise in bänken zu 128 stück aufgeteilt...
    der standard den du vermutlich meinst, General Midi (GM) ist tatsächlich ein standard, er besagt nämlich, auf welcher nummer in der bank welcher sound zu finden ist... die klingen natürlich nicht auf jedem keyboard gleich, aber wenn das keyboard GM unterstützt (und die GM bank benutzt wird), dann sind die belegungen gleich, d.h. in ALLEN GM-bänken (egal welches keyboard) ist z.b. der flügel-sound auf nummer 1... dann auf nummer zwei "bright piano" und ich glaub auf 3 honky-tonk usw. usw. so geht das dann halt bis 128
     
  7. Giblp59

    Giblp59 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.05   #7
    Na endlich mal einer , der es ausspricht. Habe es verstanden. Demnach müssten gut programmierte Files (Wenn es sie denn gäbe) also auf einen Scheißkeyboard schlecht klingen und auf einem Teuren (was ja nicht immer für gut steht, aber nehmen wir mal an..) dementsprechend geil klingen (Jaja, ein Mensch klingt natürlich....Ist schon klar!). Auf keinen Fall aber glaich, da es halt der Sperrholzflügelklang gegen das Steinway aufnimmt...
    Jetzt muß ich nur noch wissen, ob ihr für die besagte Top 40 Mucke sowas nehmen würdet oder eine andere (Rack) Lösung, warum auch immer, vorzieht?

    Danke schon eimal für die Hilfe
     
  8. ziggystar

    ziggystar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.05   #8
    Trio hatte mit dem Lied Da Da Da einen internationalen Erfolg. Die haben da ein Kinderkeyboard benutzt. Das kann ich nur immer wieder wiederholen. Es kommt auf den Song und die Musikrichtung an, was passt. Sowas sollte der Musiker selbst entscheiden, jedenfalls wenn wir mal annehmen, dass es nicht nur noch Formfleisch in den Charts geben soll.
     
  9. bluebox

    bluebox HCA Keyboard HCA

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    Erstellt: 20.10.05   #9
    Bevor man sich entscheidet welches Gerät man verwendet, sollte man sich für ein bestimmtes SYSTEM entscheiden. Gerade zur Verwendung von MIDI's auf der Bühne gibt es da verschiedene Ansatzpunkte, von denen jedes System Vor- und Nachteile beinhaltet. Ich versuchs mal ganz allgemein zu halten, und meine Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

    1. Verwendung eines "Portable Keyboads" mit Disketten-Laufwerk oder Festplatte - als Alternative auch Verwendung einer Workstation
    Vorteil:
    - einfache Anwendung, da man schon Midi's bekommt, die auf die entsprchenden Keys optimiert sind (z.B. Tyros, Roland oder Ketron)
    d.h. weitestgehend "Plug and Play"
    Nachteil:
    -Alles klingt "überall" gleich
    -man hat live nur wenige Einflussmöglichkeiten auf Sounds/Lautstärke

    2. Verwendung eines "Midi-File-Player" zb. Miditemp MP88 + einen oder mehrererTonerzeuger.
    Vorteil:
    - man kann bei Verwendung von einem/mehreren Synths die Sounds selbst
    zurechbasteln und hat somit auch mehr Sounds im Zugriff, je mehr Geräte zu Verwendung kommen, desto größer ist halt auch die Sound-Bibliothek.
    Diese verschiedenen Geräte können dann über einen Mischer in Lautstärke, Pan usw. zusammengemischt werden. Dadurch erhält man (bei verwendung der richtigen Sounderzeuger) einen druckvollen Sound
    und kann diesen auch live beeinflussen
    Nachteil:
    -Viele Geräte und dadurch viel Aufwand zur Programmierung dieser,
    wenn man kein klares Konzept hat, verliert man leicht die übersicht

    3. Vorproduzieren der Files im Studio auf Dat/MD oder als Mp3
    und abspielen selbiger z.B. mit mp3-Player, Midi-File-Player oder Laptop
    Vorteil:
    -Man hat alle Möglichkeiten eines Studios zur Verfügung
    kann auch mit Samples und Overdubs arbeiten
    -Man braucht nicht viele Geräte zu schleppen
    Nachteil:
    -man braucht ein entsprechendes (home)studio
    -man hat live keinen Einfluss auf Lautstärkeverhältnisse usw.

    Wenn noch Fragen offen sind - bitte melden

    Micha
     
  10. Leguano

    Leguano Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.05   #10
    Mal ganz nebenbei - was hast du gegen Formfleisch? Das ist eine meiner Meinung nach recht gute Gothic Rock Band - was haben die denn damit zu tun? Btw waren die nie in den Charts ;)

    lg Kevin
     
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