Mikro für Blechbläser- und Chorabnahme

von JOKE, 03.11.03.

  1. JOKE

    JOKE Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.11.03
    Zuletzt hier:
    1.05.06
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 03.11.03   #1
    Hallo allerseits,

    nachdem ich mit einem geliehenen Rode NT5-Päärchen erste Versuche gemacht habe, suche ich nach einem Mike-Paar zum Mitschneiden von Konzerten.
    Die Miks sollten sowol für Chor (ca 25 SängerInnen) als auch Blechbläser (ca 10 - 15 Bläser: Trompeten, Hörner, Posaunen, Tuba) geeignet sein.
    Was würdet ihr mir empfehlen: Groß- oder Kleinkondenser? Und welche?
    Is es überhaupt sinnvoll/machbar, ein Päärchen für so unterschiedliche 'Instrumente' einzusetzen?
    Das Preislimit sollte so bei 500 Euro für das Paar liegen.

    Schon mal danke für eure Antworten

    Jochen
     
  2. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

    Im Board seit:
    19.08.03
    Beiträge:
    6.665
    Ort:
    Burscheid - NRW
    Zustimmungen:
    332
    Kekse:
    18.150
    Erstellt: 03.11.03   #2
    Wenn du nur zwei Mics verwenden willst würde ich in dem Fall zu Grenzflächen Mics greifen und diese einfach auf zwei kleine Tische oder ähnlichem aufstellen.

    Gruß, Jürgen
     
  3. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

    Im Board seit:
    14.08.03
    Zuletzt hier:
    25.11.16
    Beiträge:
    6.946
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    2.746
    Kekse:
    37.160
    Erstellt: 04.11.03   #3
  4. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    6.09.06
    Beiträge:
    653
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.11.03   #4
    Alternativ dazu würde ich das MXL-603-Set bevorzugen. Es ist günstiger und klingt klanglich genauso gut wie das AKG. Dazu gäbe es dann noch die Alternative das Studio Project C-4-Set zu nehmen, dass klanglich wirklich top ist und das AKG auch alt aussehen lässt (für meinen Einsatzbereich definitiv). Allerdings kostet das auch schon genauso viel wie das AKG (fast).

    Die Frage ist aber auch wie du das ganze Abnehmen willst. Denn vielleicht käme auch eine MS-Mikrofonie in Frage - vorausgesetzt du hast die Erfahrung für sowas, da die MS-Mikrofonie schwieriger zu realisieren ist als eine einfache XY-Abnahme.
     
  5. Der Tubist

    Der Tubist Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.11.03
    Zuletzt hier:
    22.11.03
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.11.03   #5
    Hallo,

    das Thema interessiert mich auch. Ich möchte 10-12 Blechbläser bzw. ein großes Blasorchester, ca. 50 Musiker, mit einem Stereomikro oder einem Mikrofonpärchen aufnehme.

    @Joke: Wie warst Du denn mit den Rode NT-5 zufrieden? Du scheinst Dich gegen diese Mikros entschieden zu haben.

    @Patrick: Für Aufnahmen in A/B-Technik werden Mikrofone mit Kugelcharakteristik empfohlen, für Aufnahmen in X/Y- oder ORTF-Technik Mikrofone mit Nierencharakteristik. Die MXL-603 sind Hypernieren und damit für den oben genannte Zweck doch eher ungeeignet, oder irre ich da?

    Und nochmal die Frage: Klein- oder Großkondenser?

    Und was ist von Stereomikrofonen zu halten? Kennt jemand ein gutes?

    Vielen Dank

    Dieter
     
  6. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    6.09.06
    Beiträge:
    653
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 24.11.03   #6
    Also die Studioprojects C-4 kannst du auch Niere oder Kugel einstellen und die MXL haben eine ziemlich breite Hyperniere, wodurch es bei der Mikrofonie keine Probleme gibt.
    Das ganz mit den vorgeschlagenen Charakteristiken ist sowie so eine Sache: Man sollte zwar schauen, dass man in diese Richtung mit den Charakteristiken geht, allerdings hängt das auch von dem Aufnahmeraum ab, wie die Akkustik dortbeschaffen ist, wie die Zumikrofonierenden positioniert sind und wie ausgewogen der natürliche Klang ist. Ich würde deshalb empfehlen einfach mal mehrere Möglichkeiten zu testen um das beste herauszuholen. Und live und Recording sind da auch nochmal zwei verschiedene Paar Schuhe.

    (studio)Großmembrane sind für Live meistens denkbar ungeeignet, daher benutzt man meißt nur (live)kleinmembrane. Daraus folgt dann meißt die XY/AB-Mikrofonie.
    Die sinnvollste aber auch aufwendigste Art abzunehmen ist aber wohl die MS-Stereomikrofonie. Da nimmst du ein Großmembran mit (8-Charakterisik) und stellst dass mit den flächen mittig der das Orchester, Chor etc. Direkt da drüber kommt dann ein kleinmembran mit niere oder hyperniere für den mittleren Schalleinfall. Dann muss das Großmembransignal noch zum Teil phasengedreht und dann richtig abgemischt werden und dann am Ende kommt eine tolle Aufnahme heraus. Und einzelne Instrumentenstützen können immer eingesetzt werden. So kriegt man die besten Mikrofonieergebnisse hin, da ansonsten oft die Gefahr besteht, dass die Mitte verloren geht. Aber die MS-Mikrofonie erfordert einiges an Technik und Können.

    Klar gibts Stereomikrofone von Beyerdynamic zum Beispiel - aber die sind nicht so optimal vom Klang her wie eine ordentliche Mikrofonierung.
     
  7. Reinhard

    Reinhard Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.08.04
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    194
    Ort:
    Taunus
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    -177
    Erstellt: 04.09.04   #7
    Hm, einerseits empfiehlt Beyer eine MS-Anordnung, andererseits steht da: "Klar gibts Stereomikrofone von Beyerdynamic zum Beispiel - aber die sind nicht so optimal vom Klang her wie eine ordentliche Mikrofonierung."

    Diese Stereomikros SIND doch MS-Mikrofone, oder?
     
  8. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

    Im Board seit:
    12.10.04
    Zuletzt hier:
    12.11.15
    Beiträge:
    321
    Zustimmungen:
    16
    Kekse:
    894
    Erstellt: 19.10.04   #8
    Hallo,

    es gibt sicherlich nicht die "eierlegende" Wollmilchsau unter den Mikrofonen. Für manche Aufnahmesituationen sind die Großmembranen besser als die Kleinmembran-Mikros, für manche wiederum die Kleinmembranen. Die Entscheidung trifft immer derjenige Aufnahmetechniker. Für sehr hochwertige Aufnahmen bzw. Abnahmen eignet sich das beyerdynamic MC 930 ( Kondensatormikrofon, Niere) welches auch als selektiertes Stereo-Set inklusiver zwei elastischer Aufhängungen erhältlich ist. Damit lassen sich hervorragende Ergebnisse als Overhead bzw. zur Chorabnahme erzielen. Der Preis für ein Stereo Set beträgt ca. 800 €
     
  9. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

    Im Board seit:
    25.05.04
    Beiträge:
    15.752
    Ort:
    Heilbronn
    Zustimmungen:
    1.714
    Kekse:
    46.197
    Erstellt: 19.10.04   #9
    @Bernd: wir haben u.a. auch ein Pärchen MC930.
    Somit wäre das ausreichend um einen ca. 30-35köpfigen Chor einigermaßen sauber aufzunehmen?
    Was empfehlen die Recording-Fachmänner als Abstand zum Chor? (kein Studio - Live-Betrieb auf der Bühne)
     
  10. Reinhard

    Reinhard Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.08.04
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    194
    Ort:
    Taunus
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    -177
    Erstellt: 20.10.04   #10
    Ja, was empfiehlt hier der Fachmann?
     
  11. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

    Im Board seit:
    25.05.04
    Beiträge:
    15.752
    Ort:
    Heilbronn
    Zustimmungen:
    1.714
    Kekse:
    46.197
    Erstellt: 22.10.04   #11
    Hallo Bernd - bist du noch da?
     
  12. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    525
    Ort:
    Wedemark
    Zustimmungen:
    183
    Kekse:
    4.166
    Erstellt: 22.10.04   #12
    Bernd wo steckst Du? Oder war das nur ein kurzes Gastspiel hier? :confused:


    moin, moin,

    ein Pärchen MC 930 ist auf jeden Fall ausreichend. Als Abstand zum Chor habe ich meistens die Position des Dirigenten oder etwas dahinter gewählt. Die Mikros kommen auf eine Stereoschiene und damit auf ein hohes Stativ mit Ausleger über den Dirigenten. Vorsicht, genügend Abstand halten, damit der nicht mit dem Taktstock dagegen haut! Stativfüsse auch weit genug weg, damit er nicht mit dem Fuß dagegen stößt.
    Je nach Akustik im Raum kann man oft den Abstand noch größer wählen (für reine Aufnahme). Voraussetzung ist aber daß man den Platz zur Verfügung hat, oft beginnen die Stuhlreihen recht weit vorne.
    Es sollte sich eine schöne Balance zwischen dem Chor und dem Raum einstellen. Ist der Abstand zu groß wird die Aufnahme oft zu hallig und damit soßig, ist der Abstand zu klein wird alles zu trocken und der Chor bildet keinen homogenen Klangkörper.

    Gruß Mikroguenni
     
  13. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

    Im Board seit:
    25.05.04
    Beiträge:
    15.752
    Ort:
    Heilbronn
    Zustimmungen:
    1.714
    Kekse:
    46.197
    Erstellt: 22.10.04   #13
    jo - das ist doch schon mal was
    ich danke dir :great:
     
  14. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    525
    Ort:
    Wedemark
    Zustimmungen:
    183
    Kekse:
    4.166
    Erstellt: 22.10.04   #14
    allns kloar, ich trink nen Bier mit


    guenni
     
  15. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

    Im Board seit:
    12.10.04
    Zuletzt hier:
    12.11.15
    Beiträge:
    321
    Zustimmungen:
    16
    Kekse:
    894
    Erstellt: 25.10.04   #15
    Hallo und guten Morgen zusammen,

    sorry für meine Verspätung bei der Antwort.

    Bei einem 35köpfigen Chor hängt es natürlich immer davon ab, wie denn der Chor steht. Falls die Bühne zu breit wird, empfiehlt sich natürlich immer der Einsatz von zusätzlichen Stützmikrofonen, um eventuelle "Löcher" der einzelnen Chorbereiche ausgleichen zu können. Hier gilt einfach während des Soundchecks ausprobieren.
    Weiterhin ist auch die Raumakustik zu beachten. Falls das Publikum sehr nah am Chor sitzt, empfiehlt sich auch die Platzierung der Mikros nah am Chor.
    Grundsätzlich heisst es aber immer, erstmal eine Probeaufnahme zu machen und zu sehen, wie es um die Positionierung steht.

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  16. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

    Im Board seit:
    14.08.03
    Zuletzt hier:
    25.11.16
    Beiträge:
    6.946
    Ort:
    Aschaffenburg
    Zustimmungen:
    2.746
    Kekse:
    37.160
    Erstellt: 25.10.04   #16
    wie groß wäre eigentlich im Live bzw. Studio-Betrieb der Unterschied zwischen den Kondensatormikros Beyerdynamic MC-930 und MCE-530?
     
  17. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

    Im Board seit:
    12.10.04
    Zuletzt hier:
    12.11.15
    Beiträge:
    321
    Zustimmungen:
    16
    Kekse:
    894
    Erstellt: 25.10.04   #17
    Hallo MArtin,

    der Unterschied zwischen beiden Mikrofonen ist die Mikrofonkapsel. Somit sind hier auch deutliche Unterschiede in der Qualität vorhanden.
    Im Live-Einsatz wird sich dieses vielleicht nur bei Konzerten mit z.B. einem Flügel oder ähnlichem heraushören lassen, während bei Abnahme der Overheads nicht unbedingt ein direkter Unterschied hörbar wird.
    Im Studio wird es schon etwas deutlicher. Das MC 930 klingt nach meinem Empfinden ( ist ja auch immer unterschiedlich ) weicher und natürlicher. Deshalb empfehle ich immer nach Möglichkeit das MC 930, auch wenn es die teurere Variante ist.

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  18. Reinhard

    Reinhard Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.08.04
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    194
    Ort:
    Taunus
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    -177
    Erstellt: 08.12.04   #18
    Lösst sich das etas präzisieren, was die Anwendung angeht? Es geht ja um Bläser und Chor, meines Erachtens fordert das ganz unterschiedliche Charakteristiken. :confused:
     
  19. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

    Im Board seit:
    12.10.04
    Zuletzt hier:
    12.11.15
    Beiträge:
    321
    Zustimmungen:
    16
    Kekse:
    894
    Erstellt: 13.12.04   #19
    Hallo Reinhard,

    es hängt immer davon ab, in welche Richtung man bei Aufnehmen tendiert. Versucht man, über ein sehr gutes Mikrofonpaar (Stereo) und einigen Stützmikrofonen aufzunehmen oder möchte man doch möglichst alle einzelnen Instrument plus den Chor abnehmen. Bei der Einzelabnahme der Instrumente wird man natürlich versuchen, für jedes Instrument das bestmöglichste Mikro zu verwenden. Bei der Stereo-Aufnahme ist man mit den Mikros deutlich weiter von den Schallquellen entfernt, so daß man hier dementsprechend gute Overhead-Mikros verwenden sollte. Hier kann ich vielleicht mal auf ein Buch des Elektor Verlages hinweisen, daß auf einfacher, verständlicher Basis die einzelnen Mikrofontypen und auch Aufnahmesituationen erklärt und beschreibt (ISBN 3-928051-76-8). Das buch ist als Grundlage sicherlich für viele Anwender eine Hilfe, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

    Liebe Grüße

    Bernd Neubauer
     
  20. Reinhard

    Reinhard Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.08.04
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    194
    Ort:
    Taunus
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    -177
    Erstellt: 15.12.04   #20
    Der Elektorverlag? :screwy:
    Hm, was ist denn mit einem guten Tontechnikbuch?

    Wie auch immer, das Prinzip habe ich schon kapiert denke ich. Es kommt halt auch darauf an, ob man ein Instrument herausputzen will :o
     
Die Seite wird geladen...

mapping