Mikrofon für Saiteninstrumente

von mjmueller, 04.09.19.

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  1. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.19   #1
    Hallo Leute :hat:
    Wollte mal in die Runde fragen, ob mir jemand bei der Auswahl eines Mikrofons für Live-Abnahme von Gitarren/Saiteninstrumenten mit Erfahrungen helfen könnte?
    Der Hintergrund: Ein Bandprojekt mit dem Ansatz "klein aber fein" :) Und hier die Abnahme diverser Gitarren (ähnliche) Instrumente - die "tragende" Rollen haben.
    Das Mikro wird nicht in die Hand genommen oder so und ich werde auch recht statisch vor zwei weiteren Mikrofonen stehen.
    Mir wäre also wichtig:
    - Einhaltung der Niere
    - Rückkopplungsfest
    - guten Output
    - grandiose Audioqualität

    Ich habe mal ein paar Kandidaten zusammengetragen, die ich aber allesamt (noch) nicht aus eigener Erfahrung kenne.

    Mein Favorit: das Audio Technica AT4051B

    Dann als Alternativen:


    Und, weil ich Bändchen so mag und mir auch vorstellen könnte, dass damit auch ein Harmonium (so eine Art kleiner Orgel mit Blasebalg) super klingen würde, noch das M160

    Wobei ich mich frage, ob das M160 für relativ leise A-Gitarren überhaupt in Frage kommt? Und die Hyperniere ist vielleicht auch nicht so geeignet.
    Aber das M160 läuft sowieso "ausser Konkurrenz" im Moment.

    Tja, vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum ich kein Neumann KM184 ins Auge gefasst habe? Weil ich das nicht will, deswegen :D
     
  2. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 04.09.19   #2
    Kann ich verstehen;-)

    Das Audio Technika kenne ich an der Gitarre und mag es sehr, weil es einen sehr weichen samtigen Ton hat. Rückkopplungen sind anwendungsbedingt Live immer ein Thema aber mit dem AT hält sich das in Grenzen.
    Ich hab schon einiges probiert an akustischen Gitarren für die Live Abnahme. Neben dem Audiotechniker habe ich auch in gewissen Fällen das AKG C430 (die anderen Kleinmembraner von AKG gefallen mir da nicht so) mit dem man ganz gut Resonatorgitarren, Banjo, Mandoline und auch die Oud abnehme kann da es deutlich direkte, aber deutlich, hmm, grober als das AT klingt . Einmal hatte ich bei Hans Thessink dessen C414 am Start. Da war ich aber froh dass der Pegel im Raum recht niedrig bleiben durfte:D, da hat sich wieder ma bestätigt warum das Mikro im Live-Einsatz so eine Diva ist. Allerdings muss ich dazu sagen dass ich sehr oft die Kombi aus Abnehmer (bei Hans über einen Fender Amp) und Mikro verwendet habe. Mit dem Abnehmer hole ich mir die Konkretheit und mit dem Mikro die natürliche Wärme. Die Mischung zwischen den beiden Signalen variiert je nach Anwendung.

    Auch ganz gute Erfahrungen habe ich auch mit dem
    [​IMG]
    gemacht. Wenn die direkte Montahe des Mikros nicht geht oder gewünscht ist gibts dazu auch einen Halter für ein Mikrofon Stativ.
     
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  3. Technika

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    Erstellt: 04.09.19   #3
  4. mjmueller

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    Erstellt: 05.09.19   #4
    Besten Dank für Deine Einschätzung. Das kommt meinen Vorstellungen doch schon sehr entgegen und so in die Richtung hatte ich auch Erwartungen an das AT4051b :great:

    Ein C414 hätte ich hier. An das habe ich noch gar nicht gedacht für die Liveabnahme. Rückkopplungen sind da sicher schnell ein Thema, andererseits kommt das ja auch mit vielen Charakteristiken daher, die zumindest das Leben leichter machen könnten.
    Andererseits fehlt mir dem C414 (zumindest meinem) etwas der "Shimmer". Vielleicht hatte ich das deswegen auch nicht im Sinn.

    Das DPA finde ich sehr interessant (auch weil es so klein ist), aber diese Befestigungsklemme, da weiß ich nicht, ob ich mit der glücklich werden würde.

    Weiß jemand vielleicht noch was zum M160 als Mikrofon für A-Gitarren zu sagen?
     
  5. Technika

    Technika Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.19   #5
    Also ich würde gerne noch die Vorteile vom dpa aufzählen:
    - klein und unauffällig
    - grandioser klang
    - Bewegungsfreiheit mit dem Instrument
    - durch die Nähe zum Instrument ist das Nutzsignal sehr hoch und die Gefahr von Rückkopplung geringer

    Von Großmembranern an leisen Instrumenten würde ich tendenziell abraten.

    In Sachen kleinstmembraner fällt mir noch das Audio-Technica ATM 350 ein. Ein kleines bisschen größer als das dpa aber klanglich ebenfalls grandios.
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.09.19, Datum Originalbeitrag: 05.09.19 ---
    Und falls kleben in frage kommt könnte ich noch das sennheiser mke 2 empfehlen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.09.19 ---
    Noch ein Nachtrag: der celloclip für das dpa eignet sich auch für Gitarren. Für mich persönlich irgendwie schöner.
     
  6. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 05.09.19   #6
    Vielleicht hilft Dir da mein Review weiter? [Review] DPA d:vote CORE 4099 Miniatur-Instrumentenmikrofon
    Ein tolles Mikro, das ich jederzeit in mehrfacher Ausführung anschaffen würde, wenn mein Geldbeutel nicht notorisch leer wäre :o...
     
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  7. Mfk0815

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    Erstellt: 05.09.19   #7
    Man kann auch das Piano-Teil nehmen. Das ist magnetisch und wenn man dann eine kleine Blechscheibe innen in den Korpus geben um damit das Mikro außen zu fixieren.
     
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  8. mjmueller

    mjmueller Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.19   #8
    Da ich die Instrumente häufiger wechseln werde, hätte ich schon gern ein Mikro für alles, um nicht immer umzustöpseln :)
     
  9. Technika

    Technika Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.19   #9
    Dann bietet sich das dpa mit celloklemme doch an... mit ein wenig Übung dauert das keine 5 Sekunden. Oder es bleibt statisch mit einem kleinmembraner. Da kann man dann die gute Mittelklasse nehmen wie das z.b. at 4051 b oder wenn man absolutes high End haben will und der Preis keine Rolle spielt wie oben schon genannt ein Schoeps oder mkh 40.
     
  10. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.19   #10
    Alles gute bis sehr gute Mikros bisher und alle empfehlenswert und alle auf einem ähnlichen Niveau, bis auf das Schoeps. Das ist halt Schoeps. Auch das DPA wird sehr sehr weit vorne mit dabei sein.

    Ansonsten wäre das MC930 und das M160 meine Wahl, nicht nur weil beyer direkt am Ort wäre und ich die Dinger selbst in Benutzung habe, sondern weil ich von diesen beiden Mikrofonen mehr als Überzeugt bin, was Einsatzfähigkeit, Klang und Preis/Leistung angeht.
    Beide kommen nicht an Schoeps oder DPA ran, sind aber doch ein wenig mehr als nur Midware in diesem Feld.

    Vor allem das Bändchen löst verdammt fein auf und klingt sehr filigran und das über den gesamten Frequenzbereich. Das MC930 ist ein wenig härter und weniger warm, dafür bringt es Output bis zum Erbrechen und ist mehr als fehlertolerant was GbF angeht.

    Genug des Markenlobes. Die anderen Mikros sind - wie schon geschrieben - auch sehr gut und ich würde einfach mal einen Vergleich starten, denn die Geschmäcker sind verschieden und darauf kommt es hier an.

    Allerdings, sofern es die Bühnensituation zulässt, sollte man evtl. auch mal über ein Großmembraner nachdenken. Ist zwar nicht wirklich Bühnentauglich, aber klanglich bringt so ein Großmembraner schon ordentlich mehr Bums mit. C414, U87, MC840
     
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  11. Mfk0815

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    Erstellt: 05.09.19   #11
    Ach fast hätte ich noch einen Neuling zu erwähnen vergessen auch wenn es von einer Gruppe ambitionierter Leute der ehemaligen Belegschaft einer österreichischen Edelmikroschmiede entwickelt wurde.
    Das Teil ist wirklich hervorragend auch ohne einem Beisatz wie „für den Preis“ auch wenn es relativ günstig ist. Ein Freund von mir, der auch auf Schätzchen aus ehemaligen ORF Beständen zurück greifen kann (darunter C414 mit einer C12 Kapsel), nimmt das Lewitt gerne auch im Recording Bereich.

    Guckst du
    [​IMG]
     
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  12. mjmueller

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    Erstellt: 08.09.19   #12
    Hallo,
    jetzt gehe ich doch mal auf Entdeckungsreise - irgendwie scheint das ja komplexer, als von mir angenommen zu sein :)
    Einem interessanten Tipp folgend, hole ich mir zunächst mal ein Beyerdynamic M201TG zum Testen (Tauchspulen hatte ich überhaupt nicht im Sinn bislang).
    Und dann ggf. weiterschauen mit den og Kandidaten, bis das erhoffte Ergebnis bei rum kommt (hoffentlich).

    Vielen Dank an alle!
     
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  13. Technika

    Technika Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.19   #13
    Bin gespannt. Auf jeden Fall berichten wenn du ein Ergebnis hat. Interessiert mich auch sehr.
     
  14. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 08.09.19   #14
    Genau das wollte ich Dir grade auch vorschlagen. Wir hatten letztens bei einem bunten Abend eine Zither und eine Schreibmaschine (! :D ) abzunehmen und ich habe dem Kollegen vom Ton dafür ein M201TG in die Hand gedrückt. Das funktionierte sehr gut, Feedbackprobleme = 0 obwohl Gain irgendwo jenseits der 40dB und sogar Monitoring (konvetionell) gefordert wurde, auch kam recht wenig Bleed von den umliegenden Instrumenten rein, genau das war meine Intention dabei...
     
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