Minimalistisches, digitales Übe-Setup für Zuhause gesucht

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glasskeeper
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Hallo zusammen,

ich übe aktuell mit einem Yamaha THR10II.

Spielen tue ich überwiegend Metal-Rhythmusgitarre (üblicherweise im Standardtuning), z.B. so Sachen wie Slayer, Metallica und Disturbed.

Für die flotteren Sachen aus dem Bereich Death- und Black bin ich noch zu unerfahren, das soll aber künftig auch noch werden.

Mit dem Amp komme ich gut klar, allerdings fehlt ihm der Druck. Daher überlege ich, auf das Digitale mit entsprechendem Lautsprecher umzustellen.

Da ich es gerne minimalistisch halte, möchte ich nur das Nötigste anschaffen.

Die Kette wäre (wenn ich das richtig verstanden habe): Gitarre -> Audio-Interface -> Software -> Plugins -> Laptop -> Lautsprecher.

Gitarre und Laptop sind vorhanden.

Als Audio-Interface schwebt mir für den Heimgebrauch das Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen vor.

Beim Focusrite wäre auch die Software Ableton Live Lite enthalten. Installiert habe ich auch Cubase AI 12 (war beim Yamaha THR10II dabei).

Mit Plugins habe ich keine Erfahrungen. Empfohlen wurde mir das Archetype: Nolly X, da das nur wenige, dafür gute Sounds beinhaltet, was mir sehr entgegenkommt. Hat hiermit jemand Erfahrungen? Und kann ich das Plugin auch im Zusammenhang mit obiger Software nutzen oder braucht das zwingend die Software von Neural DSP, die das Plugin vertreiben? Weitere Empfehlungen sind natürlich ebenfalls willkommen :)

Als Lautsprecher wurden mir aktive Nahfeldmonitore empfohlen. Davon brauche ich wohl zwingend zwei Stück, wenn es nach etwas klingen soll. Welche aktiven Nahfeldmonitore würdet ihr für den Hausgebrauch mit einem Preis von zusammen max. 500,-- EUR empfehlen? Und gibt es auch eine Stereo-Alternative mit einer Box (wie erwähnt: das Setup soll möglichst minimalistisch sein)?

Habe ich sonst etwas vergessen, was ich noch benötige? Und gibt es ggf. noch einfachere Alternativen?

Vielen Dank und viele Grüße

Mike
 
Ganz Ähnliche Diskussion läuft grade hier. Vielleicht steht das schon alles drin, was du wissen musst.
 
Die Kette wäre (wenn ich das richtig verstanden habe): Gitarre -> Audio-Interface -> Software -> Plugins -> Laptop -> Lautsprecher.
Soweit (fast) korrekt. Es gibt Plugins, die auch Standalone funktionieren, wie bspw. das von dir angesprochene Neural DSP Nolly Plugin. Da würde die DAW, also Cubase, Ableton etc. entfallen, weil du dich auch so hören kannst. Zum Aufnehmen brauchst du eine DAW, kannst das Plugin aber auch darin benutzen. Sprich du musst nichts doppelt kaufen.

Die Lautsprecher oder Monitore werden auch in das Interface gesteckt, üblich auf der Rückseite.

Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen vor.
Passt. Zweiter Eingang wäre nützlich, wenn du mit jemand anderem gleichzeitig spielen möchtest. Wenn du das für dich ausschließt brauchst du das natürlich nicht, ich fands immer ganz praktisch.

Ableton Live Lite enthalten. Installiert habe ich auch Cubase AI 12
Beide absolut zu gebrauchen. Reaper gäbe es noch als kostenlose 'große' DAW, aber siehe oben: zum nur hören brauchst du das nicht.

Archetype: Nolly X
Ja, ist gut und für deine Musikrichtung geeignet.

Und kann ich das Plugin auch im Zusammenhang mit obiger Software nutzen oder braucht das zwingend die Software von Neural DSP, die das Plugin vertreiben?
Ich weiß leider nicht, was du damit meinst? Falls die Frage ist, ob man das auch ohne DAW nutzen kann: Ja, kann man. Siehe oben.

aktive Nahfeldmonitore

Damit und mit dem Focusrite hast du das Setup, womit 95% aller Bedroom-Guitarplayer angefangen haben. Ich nutze beides auch nach Jahren immer noch
 
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Ganz Ähnliche Diskussion läuft grade hier. Vielleicht steht das schon alles drin, was du wissen musst.

oder hier:

 
Mit dem Amp komme ich gut klar, allerdings fehlt ihm der Druck. Daher überlege ich, auf das Digitale mit entsprechendem Lautsprecher umzustellen.

Also gerade wenn es um "Druck" geht, sind Abhörmonitore m.E. nicht die naheliegende Wahl.

Natürlich gibt es da schon Modelle, die ordentlich schieben können. Aber druck kommt vor allem durch Membranfläche.

Ich persönlich werde mit dem Spielen über Studio-Monitor nicht zu 100 Prozent warm. Kann man sich selbstverständlich dran gewöhnen, aber ich rate dazu vorher zu testen.
 
Wenn du Druck willst, dann kannst du dir ja statt den Monitoren, zwei von diesen Schätzchen neben dein Display stellen.

Headrush FRFR112 MKII


Spaß beiseite, @wary hat schon Recht. Ich selbst habe eine Headrush FRFR 108 (kleinere Version) an meinem Audiointerface zusätzlich hängen, wenn es etwas mehr drücken darf. ^^

Die steht natürlich auf dem Boden und nicht neben dem Display/Laptop. ;-)
 
Vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise!

@wary: Über was spielst Du dann wenn nicht über einen Studio-Monitor?
@Erkelenzer: Klingen die Monitore von KRK auch nach etwas, wenn man sie "nur" in Zimmerlautstärke nutzt?

Beim Nolly-Plugin hat man ja z.B. 14 Tage Rückgaberecht. Sehe ich das richtig, dass ich mit meinen Yamaha THR als Audio-Interface das Plugin einfach mal testen könnte (im Zweifel mit Kopfhörern oder den PC-Speakern)? Das wäre auf jeden Fall mal interessant zu hören, wie die simulierten Amps über das Plugin im Vergleich zum Yamaha THR klingen.
 
@wary: Über was spielst Du dann wenn nicht über einen Studio-Monitor?

Ist noch nicht offiziell erhältlich, aber über ein par Ecken habe ich so ne ganz neue Technologie erhalten... Die nennen das "Röhrenamps mit Gitarrenspeakern". ;) Nicht bös gemeint, ich fühle mich nur gerade alt :)

Im Ernst: am Modellern bzw. Profiler (die ich zu Hause zu 90 Prozent spiele) entweder klassische Speaker (wenn es ordentlich laut sein darf) oder FRFR-Speaker. Gerade habe ich von Celestion den F12-X200 und den Triple Cone in Verwendung. Alternativ geht auch ein PA-Monitor, aber da gibt es nach meiner Erfahrung echt Unterschiede, ob die sich auch für Gitarre gut anfühlen.

Man kann natürlich durchaus auch hervorragend über Monitore spielen, aber gerade "Druck" ist da eben nicht das vorrangige Attribut was ich damit verbinde. Wirklich druckvolle Studio-Monitore kosten dann schon eher was mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Begriff "Plugin" wird mitunter recht flexibel benutzt.

Will ich ein Plugin im Sinne der üblichen Plugins in einer DAW, oder ist auch ein reine "stand alone" Softwarelösung ok?
Der Rechner sollte halt nicht langsamste Gurke sein. ;-)

So ein Scarlett, oder auch ähnliches, genügt da auch erstmal völlig, sofern man keine weiteren speziellen Anforderungen hat.

Wie viel "Druck" soll oder darf es denn sein?

Zuhause können Nahfeldmonitore schon eine gute Lösung sein. Das hat im Grunde mehr damit zu tun, was man denn aus welchen Gründen benutzen "möchte". Ein paar Stereo-Effekte können ja auch ganz nett sein. ;-)

Die oben genannten KRK, oder auch ähnliches von Yamaha oder Adam, etc., sind da sicherlich erstmal eine belastbare und günstige Lösung. Bekommt man auch gebraucht oft wirklich sehr preiswert.

So ein aktiver Monitor kann zu Hause schon fast zu viel des Guten sein.
Ich habe hier z.B. auch eine Alto TS-212 und einen weiteren FRFR, ein paar der alten THR, konventionelle Speaker und Amps, den klassischen Einkanaler als Röhre, Modeler und Software.

Am häufigsten laufen mittlerweile der Rechner und die Nahfeld-Monitore. ;-)
Aber das ist sicher überall eine andere Situation.
 
Beim Nolly-Plugin hat man ja z.B. 14 Tage Rückgaberecht.

Sicher? Hast Du mal einen Link dazu? Üblicherweise ist Software vom Widerrufsrecht ausgenommen.

Es gibt allerdings von vielen Programmen kostenlose Demo-Versionen. Tonex bietet bspw. mit dem Tonex CS eine kostenlose Version.

[edit] Beim Nolly X gibt es kein Rückgaberecht sondern ein 14 Day trial. Also im Grunde besser, Du musst es nicht erst kaufen, sondern kannst es vorher kostenlos testen.

Aber wenn Du es kaufst, kannst Du es eben nicht zurückgeben.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Am häufigsten laufen mittlerweile der Rechner und die Nahfeld-Monitore. ;-)
Aber das ist sicher überall eine andere Situation.

Absolut richtig.

Am Ende hilft nur selber testen und gucken was funktioniert. Ich will auch niemanden pauschal von der Lösung mit Studio-Monitoren abraten. Ich kann hier aber auch recht laut spielen (freistehendes Haus mit dicken Wänden).

Hätte der TE nicht gerade ausgerechnet "Druck" als Zielvorstellung genannt, hätte ich das Fass auch nicht aufgemacht. Der vorhandene Yamaha Amp ist ja klanglich wohl sehr ordentlich, insofern muss der TE ja schauen ob die Investition ihn dann am Ende überhaupt weiter bringt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Erkelenzer: Klingen die Monitore von KRK auch nach etwas, wenn man sie "nur" in Zimmerlautstärke nutzt?

Ich für mich kann das klar bejahen, benutze sie jeden Tag sowohl zum Musikmachen als auch zum Musikhöhren. Sind aber dem Naturell von Nahefeldmonitoren Recht neutral im Soundbild.
 
Absolut, die KRK 5 benutzte ich auch immer noch. Klar, es geht immer besser, aber die tun es unter dem Strich schon ganz gut.
Früher hatte ich da noch ein Pult davor, heute hängen die direkt an einem Volt Interface (Universal Audio).

Die sind rückseitig ja auch noch einstellbar. Wenn der Hochtonbereich ein bisschen nerven sollte, dann kann man da ein bisschen gegensteuern und laut genug sind die mir in der Regel selbst bei halber Leistung. Gerade sehr leise funktioniert das auch echt prima.

Wenn ich nicht zu sehr mit den Füßen zappel, dann kann meine Frau auch problemlos arbeiten. Das Büro ist direkt unter dem Dachstudio. Die Speaker stehen ja erhöht, der Holzboden hat als auch keinen Anreiz um doof zu herumzuschwingen und die Beziehung ist stabil. :D
 

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