mirkofonhaltung

von donay, 26.05.07.

  1. donay

    donay Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.06
    Zuletzt hier:
    21.09.09
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    207
    Erstellt: 26.05.07   #1
    hallo zusammen
    wir haben gestern unsern ersten gig gehabt.

    und ich habs da bisschen verkäckt, mit rückkopplungen etc. habe danach noch lange mit nem guten freund geredet, der den sound abnahm, und musste schlicht und einfach erkennen: wenn der sound auf der bühne sheisse ist, das monitoring usw, dann sind wir einfach zu dumm;-) und unerfahren. vorallem wenns rückkopplungen gibt, wie in meinem fall...
    bin shouter/sänger, und hab shonmal den fehler nummer eins gemacht: das mikrofon am korb angefasst. nicht umrundet(ich weiss wie man shoutet etc, da muss ich nicht 'nachhelfen' damits 'krass' tönt;D) aber am korb mit der rechten hand gehalten. das war schonmal fehler nummer eins. dann hab ich vom techniker auch noch erfahren das man das mikro im prinzip so nahe an den monitor halten kann wie man will, solange man den korb nicht abdeckt, und das mikro natürlich weg vom monitor.

    WAS gibts sonst noch für tips. was sind andere anfängerfehler die ich mir merken muss? bin da froh um jeden tip:)

    w ich gestern gelernt habe: wenns rückkopplung , der sound schlecht auf der bühne ist, dann ligts an MIR und nicht am misher;-)

    besten dank
     
  2. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 27.05.07   #2
    Naja, so ganz stimmt das natürlich nicht. Wenn der Mischer zu sehr aufdreht wird es unter Garantie irgendwann koppeln (außer die Boxen haben nicht genug Saft).

    Das erste hast du bereits erkannt: Finger vom Korb lassen. Dadurch machst du die Richtcharakteristik kaputt und du bekommst im schlechtesten Fall eine Kugel. Deshalb falls es koppelt nicht versuchen, das Mikro "zuzuhalten"; dadurch wird es eher schlimmer, sondern Mikro weg vom Monitor bewegen bzw. auf den Mischer hoffen :)

    Ansonsten gilt, dass direkt nach hinten bei einem Mikro mit Niere-Charakteristik am meisten gedämpft ist, s.h. dort sollte sich der Monitor befinden. Bei Mikros mit Superniere dagegen ist es besser, wenn die [EDIT]Monitore [/EDIT] leicht seitlich von dir stehen.
     
  3. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

    Im Board seit:
    30.10.06
    Beiträge:
    9.093
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    2.218
    Kekse:
    43.133
    Erstellt: 27.05.07   #3
    Hallo, donay,

    kurze Ergänzung zu den Ausführungen von Puncher: Bei den Super- bzw. Hypernierenmikrofonen meint er natürlich die Monitorboxen, die nicht direkt, sondern schräg vor Dir stehen sollten. Die Hyperniere hat nämlich in der Richtung "weg vom Korb" durchaus noch eine kleine Empfindlichkeits"keule" (sieh Dir mal Polardiagramme von Mikrofonen an, dann wird Dir das schnell klar).
    Noch was zur Mikrofonhaltung an sich: Eine entspannte Mikrofonhaltung zum Singen findest Du, indem Du das Mic in die Hand nimmst und den Arm bzw. die Hand einfach locker zum Mund schwingst. So kommst Du automatisch in eine unverkrampfte Haltung. Also keine Haltung wie eine Eistüte und auch nicht mit dem Mikrofonschaft nach oben von Dir weg - letzteres sieht man häufiger, aber als Sänger verkrampft man durch so ein Posing sehr schnell.

    Weiterhin viel Erfolg, viele Grüße
    Klaus
     
  4. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.11.06
    Zuletzt hier:
    30.01.14
    Beiträge:
    5.210
    Zustimmungen:
    380
    Kekse:
    21.306
    Erstellt: 27.05.07   #4
    Kann man so pauschal nicht sagen.

    Eine Rückkopplung z.B. kann verschiedene Ursachen haben:
    - Mikro mit der Einsprechseite richtung Monitor gehalten
    - Monitorpegel zu hoch
    - Komprimiertes Signal auf dem Monitor
    - Zu leise gesungen (daraus folgt eben gerne Punkt 2...)
    - Kapsel zugehalten
    - Schlechter Monitor
    - Schlechtes Mikrofon
    - Schlecht entzertter Monitor
    - Reflektionen von Wänden/Decke

    Je mehr dieser Punkte zusammenkommen, desto Feedback :-)

    Als weiteren Punkt könnte man die Positionierung von Monitor und Mikrofon anführen. Wie schon einen Beitrag weiter oben erwähnt, ist eine Niere gegenüber (180°) der Einsprechrichtung am unempfindlichsten, eine Superniere eher bei ~125°.
    Diesen Umstand kann man sinnvoll nutzen, wenn man mit wirklich feststehenden Mikrofonen arbeitet (Bläser z.B.).
    Bei einem handgehaltenen Mikrofon ist es dagegen meist eher unmöglich, auf den exakt korrekten Winkel zu achten - aus diesem Grund habe ich diesen Punkt in meiner Liste ausgelassen.

    Generell kann ich als Tonmann dafür sorgen, dass eine (vorgegebene) Monitorsituation so unempfindlich wie möglich gegenüber Feedback wird, wobei ich in 99% der Fälle einen funktionierenden Kompromiss zwischen Monitorsound und Feedbacksicherheit finden muß.

    Ziehe ich z.B. ~4kHz am EQ, wird der Monitor in diesem Bereich kaum noch Feedbackprobleme machen, allerdings ist auch die Sprachverständlichkeit und Definition in den Vocals weg.

    Nehme ich Pegel weg, wird der Monitor sicherlich feedbacksicherer, dafür wird dem Sänger "Druck" fehlen.

    Du als Sänger/Shouter musst für Dich wissen, _was_ und wieviel davon Du auf dem Monitor brauchst. Ich bin idR bei kleinen Gigs in der Lage, komplett ohne Monitor zu singen, wenn nötig - angenehm ist das nicht, aber es geht :-)
    Generell reicht mir aber auch eine "Ahnung", um sauber intonieren zu können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Material: In vielen Fällen komme ich mit einem Beta 87 und wenigstens brauchbaren Monitoren mit sehr wenig Korrektur am EQ aus, was sich z.B. mit Behringer 10,- EUR Mikro und Billigstmonitor mit Piezo-Tröte Schlagartig in eine Feedbackorgie umkehrt...
     
  5. donay

    donay Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.06
    Zuletzt hier:
    21.09.09
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    207
    Erstellt: 27.05.07   #5
    ja, also das behringer für 10 euro wars auch;D jetzt ohne müll:D im vollen ernst:)
    ich sag mir aber: ein guter musiker kann auch mit schlechtem equipment korrekt umegehen. soll heissen ich will mir nicht jetzt ein teures mic kaufen, nur damit ich da machen kann was ich will, sondern ich will mir die richtige technik bei einem schlechten mik erlernen, weil dieses mir ja sehr schnell sagt: 'donay, beeeeeeeeeeep, du machst was falsch' ... das auf nem live konzert jedoch zu gebrauchen... ja, das war wohl eher suboptimal;D aber da wusste ich ja sowieso noch nichts von mikrofontechnik usw.

    aber nochmals eine weitere frage:
    wie mach ich es denn am besten, das mir kein schlagzeug zimbeln , oder gitarren amps ins mikro pustet. oder kann ich das eigentlich, wenn alles 'normal' aufgebaut ist, so zimlich ausser acht lassen? klar, stellen wir den amp nicht genau hinters mikro. aber meist ist dieser halt in kleinen clubs auch gerade nach vorne gerichtet. habt ihr da weitere tipps?

    und
    heute nehm ich das mic nach hause. steck es ein, und experementier einfach rum:) ab wann gibts feedback, wieso, usw usw. zum glück ist niemand sonst noch zuhause;-D

    danke für die antworten:)
     
  6. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.11.06
    Zuletzt hier:
    30.01.14
    Beiträge:
    5.210
    Zustimmungen:
    380
    Kekse:
    21.306
    Erstellt: 27.05.07   #6
    Davon hatten wir damals[tm] auch mal ein paar von im Proberaum rumliegen.
    U.a. habe ich damit schon Leslies und Gitarrenamps mikrofoniert und auch Backings darüber gesungen - geht alles und für den Preis klingt das Ding garnicht mal sooo übel. Allerdings neigt es bei ca. 4kHz extremst zu Rückkopplungen, weshalb ich mir dann doch irgendwann mal einen Satz richtige[tm] Mikrofone gegönnt habe :-)


    Was versprichst Du Dir davon, außer trotzdem auf der Bühne einem erhöhten Rückkopplungsrisiko ausgesetzt zu sein?



    Gitarrenamps gehören seitlich aufgestellt und Richtung Klampferkopf angewinkelt...
    Wenn der Trommler nicht gerade infernalisch laut ist, sind die Übersprechungsprobleme kleiner, wenn auch nach wie vor vorhanden, gerade auf kleinen Bühnen, wo man als Sänger oftmals 30cm vor den Drums stehen muß.
    Hier ist von allen Disziplin gefragt, wenn man ein brauchbares bis gutes Ergebnis erhalten will.
     
  7. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

    Im Board seit:
    05.11.03
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    7.661
    Zustimmungen:
    821
    Kekse:
    7.892
    Erstellt: 28.05.07   #7
    Und ein besseres Mikro ist nicht unbedingt verkehrt, das hilft auch beim Übersprechen! Es geht ja schon mit dem TG-X 48 preiswert los!
     
  8. donay

    donay Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.06
    Zuletzt hier:
    21.09.09
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    207
    Erstellt: 28.05.07   #8
    so, heute abend hab ich mal richtig eins auf profi gemacht;D
    1stens: die sau rausgelassen mit mikro und monitor. alles ausprobiert.. immer rückkopplungen analysiert wann es gab, extra situationen gemacht damit es gibt usw usw. natürlich immer oropax in den ohren;D
    und dann als 2tens im wikipedia.org mikrofon durchgelesen...

    nun hab ich nur noch eine frage: wie weiss ich was für eine richtcharakteristik das mic hat, dass ich verwende? steht das irgendwo? bei meinem steht nur super cardioid, was mit herzkurve übersetzt wird. ist das irgendwelche frequenz sachen gemeint? oder ist da di richcharakteristik gemeint(wobei, ist ja niere, nicht herzkurve...)
    oder muss man da einfach das mic kennen, und das wissen, oder ausprobieren?

    'Gitarrenamps gehören seitlich aufgestellt und Richtung Klampferkopf angewinkelt...'
    Klampferkopf? was ist das?
     
  9. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.11.06
    Zuletzt hier:
    30.01.14
    Beiträge:
    5.210
    Zustimmungen:
    380
    Kekse:
    21.306
    Erstellt: 28.05.07   #9
    Du hast es erfasst: "Supercardioid" bedeutet nichts anderes als "Superniere".


    Der Kopf des Gitarristen, von "Klampfe"...
     
  10. donay

    donay Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.06
    Zuletzt hier:
    21.09.09
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    207
    Erstellt: 29.05.07   #10
    ach du meine fresse. cardioid heisst niere. haha;D jaaa, das erklärt so einiges;-)
    *bin grad stolz dass ich das alles begriffen habe;)* also: monitor leicht seitlich aufstellen:)

    danke vielmals für die hilfe. habe echt viel gelernt in den letzten tagen
    super;-)
     
  11. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    25.11.06
    Zuletzt hier:
    30.01.14
    Beiträge:
    5.210
    Zustimmungen:
    380
    Kekse:
    21.306
    Erstellt: 29.05.07   #11
    "Herzförmig" wäre schon die richige Übersetzung für "cardioidic", kommt aus dem Griechischen und beschreibt eine geometrische Figur, wie Du sicherlich beim Googeln festgestellt hast.

    Interessieren würde mich persönlich jetzt, warum im englischsprachigen Raum von "herzförmig", im deutschsprachigen aber von "nierenförmig" gesprochen wird.
     
  12. donay

    donay Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.08.06
    Zuletzt hier:
    21.09.09
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    207
    Erstellt: 29.05.07   #12
    ja, das geht mir also genau gleich;D
     
  13. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 30.05.07   #13
    Naja, wenn man sich die Charakteristik mal anschaut, dann ergibt das die Form eines gezeichneten Herzens (wenn man die untere Spitze rund werden lässt) bzw. die Form einer Niere (um 90° gedreht).
     
mapping