Mit Booster-Pedal Amp früher verzerren ?

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Skawando
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Abend zusammen,

folgende Situation:

Ich spiele einen Marshall JCM 2000 DSL 100 (Watt)[Gehört einem Kumpel, ich darf ihn spielen]
Gitarre ist eine Epiphone Les Paul mit einem Dirty Finger in der Bridge Position.

Sound ist für meine Ansprüche super. Spiele viel Ska (sehr clean) und viel Punk (sehr verzerrt).

Und hier kommen wir schon zu meinem Problem.

Wenn ich meinen perfekten Verzerrungs-Sound gefunden habe....ist die Lautstärke des Amps schon zu laut. Meine Ohren tun weh, Bandkollegen rollen mit den Augen, Sound-Leute sagen auf der Bühne IMMER zu mir "Mach das Ding leiser"....aber wenn ich das Ding leiser mache...dann klingt die Verzerrung einfach zu brav und nicht mehr so voll und geil, vor allem wenn ich Powerchords palm muted schnell spiele fehlt einfach jede menge Druck.

Was dagegen tun?

1) Habe von sog. Silencer gehört m die Ausgangslautstärke reduzieren, somit kann ich den Amp in den gewünschten Bereich aufdrehen, aber die Teile sind teuer.

2) https://www.thomann.de/de/mxr_mc401.htm , sog. Booster, macht so wie ich das verstehe das Signal einfach nur lauter, fügt aber keine Zerre hinzu. Wird dadurch der Amp früher anfangen zu zerren bei "akzeptabler" Lautstärke ?

3) Die Röhren in diesem Amp dürften 10 Jahre alt sein und wurden NIE gewechselt. Könnte ein Austausch eine Besserung bewirken? was kostet sowas?

4) Amp mit weniger Leistung kaufen und mehr aufdrehen (30 Watt Bereich) im Moment ist aber eine Neuanschaffung eher schlecht.


Zusammenfassend.

Ich bin mit meinem Sound eigtl. zufrieden, brauche beim Zerr-Sound einfach mehr Power, aber ohne dass Amp so laut aufgedreht werden muss, dass alles weggeblasen wird und ich auf der Bühne soviel an Lautstärke runterdrehen muss, dass die Zerre drunter leidet.

Was meint Ihr dazu? Was wäre eine sinnvolle günstige Möglichkeit dies zu erreichen.
 
Eigenschaft
 
Moin !
Ein Booster könnte da schon helfen.
Bevor Du aber einen kaufst würde ich erst mal versuchen mir einen zu leihen denn auch da gibt es unerschiede.
Und dann solltest Du damit Testen ob der effekt auch wirklich eintritt.
 
...Ich spiele einen Marshall JCM 2000 DSL 100 (Watt)...

...Wenn ich meinen perfekten Verzerrungs-Sound gefunden habe....ist die Lautstärke des Amps schon zu laut. ...aber wenn ich das Ding leiser mache...dann klingt die Verzerrung einfach zu brav und nicht mehr so voll und geil, vor allem wenn ich Powerchords palm muted schnell spiele fehlt einfach jede menge Druck...

...Ich bin mit meinem Sound eigtl. zufrieden, brauche beim Zerr-Sound einfach mehr Power, aber ohne dass Amp so laut aufgedreht werden muss, dass alles weggeblasen wird und ich auf der Bühne soviel an Lautstärke runterdrehen muss, dass die Zerre drunter leidet. ...

Ich habe mal versucht das zusammenzufassen... (Wo du schon dabei bist... wie sind die Regler denn eingestellt, wenn der Zerrsound passt, aber insgesamt zu laut ist.)

Im Prinzip musst du doch das Mastervolume runterregeln (die Gesamtlautstärke anpassen) und Gain entsprechend anpassen, damit die Verzerrung passt, oder? (Das dürfte prinzipiell die günstigste Variante sein, sich mit den Einstellungsmöglichkeiten des Verstärkers ausgiebig zu beschäftigen.)

Ob ein Booster "nur" lauter macht, hängt davon ab, wie der Verstärker betrieben wird. Vor dem Verstärker-Input funktioniert er wie der Gitarrenvolumeregler und sorgt durch die Signalverstärkung auch für mehr Verzerrung des Signals (selbst wenn er selber keine Verzerrung hinzufügt). In der Effektschleife macht er das (fertige) Vorstufensignal lauter (solange die Endstufe dann dadurch nicht selber verzerrt).

Wenn der Verstärker viel gespielt wurde, kann es prinzipiell sein, dass v. a. die Endstufenröhren nach der Zeit nicht mehr frisch sind... aber musst du denn besonders aufdrehen?
 
okay, schonmal Danke für die Antwortren, ich denke ich gebe einen Poster Pedal mal eine chance.
Mit den Reglern am Amp habe ich natürlich bereits mehrere Stunden verbracht. Wie die Regler dabei genau stehen kann ich dir aus dem Stehgreif gar nicht sagen, weil ich schon länger nicht mehr im Proberaum war.

Aber bei jedem Versuch einen guten Sound zu finden, war am Ende der Amp halt immer sau laut aber ton super. Wenn ich dann das Volume runter drehe, habe ich versucht den "Gain-Verlust" zu kompensieren indem ich den Gain am Verstärker erhöht habe (ich schätzte Gain-Regler auf 14-15 Uhr).

Leider wird der Sound dadurch, sagen wir mal etwas matschiger, undifferenzierter und trotzt viel Gain weniger Druck, als bei mehr Volumen und etwas weniger Gain. Auch das Regeln der anderen Optionen hatte nicht zum gewünschten Ziel geführt.

Der Amp an sich hat ja 2 Kanäle und jeder von Ihnen hat einen separaten Volume Regler, also gibt es da glaube ich kein klassisches Mastervolume (glaube ich mal)

Hier mal ein Bild vom Panel.

http://brightonelectric.co.uk/wp-content/uploads/2013/05/MarshallJCM2000DSL.jpg
 
Mich würde interessieren, wie der Sound klingt den du haben möchtest.
Ich habe früher gelegentlich einen DSL spielen können und habe ihn eigentlich so in Erinnerung,
dass er bereits bei normaler Lautstärke schön satt klingen kann.
Mittlerweile spiele ich seit Jahren einen JVM, auch hier bekomme ich einen super Sound, ohne
dass ich den Master extrem hoch drehen muss oder sich jemand beschwert.

Spätestens wenn du im DSL Lead-Kanal auf die zweite Stufe gehst, sollte doch der nötige Push deines Sounds entstehen.
Funktioniert das nicht.
Ansonsten kannst du das mit dem Booster auf jeden Fall ausprobieren. Wobei ich das für "Punk" eigentlich nicht für nötig halte.
 
Da gibt es jetzt 5 Möglichkeiten:
1. Die Zerr Charakteristik beim dem Zerrkanal (Vorstufe) passt nicht bei höheren Gaineinstellungen -> da kann ein Pedal helfen. Ob Booster, Distortion oder sogar Fuzz sollte man ausprobieren.
2. Es ist genau die Endstufen Sättigung, die dem Sound den Kick geben -> da könnte ein Attenuator helfen.
3. Es sind die Speaker, die unter Volllast erst aufblühen. -> Anzahl der Speaker reduzieren, was in der Regel aber keine realistische Option ist.
4. Das Ohr hört sehr stark Pegel abhängig und färbt den Ton und fügt auch selbst Verzerrung hinzu (... die Schmerzen anschließend, verdeutlichen das schön...) -> das kann man "ausprobieren"/prüfen, in dem man bei unterschiedlicher Lautstärke mit einem pegelfesten Mikrophon (z.B SM57) Aufnahmen macht. Wenn dabei raus kommt, das die Aufnahmen ziemlich gleich klingen, aber live laut einfach geiler ist, wird es schwierig... andernfalls muss man sich um 2. oder 3. kümmern.
5. Es ist ein Mix aus den Gründen.

Was bei Dir da Trumpf ist, kann man von außen schwer beurteilen.... und daher auch kaum eine fundierte Empfehlung geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja eine Ferndiagnose ist natürlich immer schwer. Aber schonmal vielen Dank für die vielen Tipps. Ich werde wieder hier posten wenn ich etwas gefunden habe.
 

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