Mit Lautsprecherausgang der M100 an Ventilator

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heinz102
Guest
Zunächst mal ein freundliches Hallo in die Runde und speziell an M100-Kenner!

In meiner Vorstellung hier habe ich bereits von der "top-gepflegten 47 jährigen Hamburgerin" berichtet, meiner Hammond M100, an die ich nun einen "Neo Ventilator" angeschlossen habe, dessen Stereoausgang mit dem regelbaren Aux-in meines Tyros 3 Keyboards verbunden ist und mit diesem über meinen Keyboardverstärker verstärkt wird.

So weit, so gut; das Tyro3 auf der Orgel dient jetzt oftmals nur als "Begleit-Orchester" und "Mischpult" (auch für den Gesang über den integrierten Vocoder), während ich mit der M100 die Orgel-Melodiestimmen spiele. - Und ich muß sagen: Für den Hausgebrauch eine ganz passable Klangkombination und ein ganz neues Sounderlebnis für mich - ich bin begeistert!

Allerdings bin ich noch nicht ganz zufrieden mit der Anpassung des M100-Ausgangs an den Ventilator. Trotz Einstellung desselben auf die geringere Eingangsempfindlichkeit, leuchtet schon bei nur halb getretenem "Gaspedal" die rote Übersteuerungslampe auf! Das soll ja (laut Anpassungsinstruktion des Herstellers) höchstens mal kurzfristig bei Lautstärkespitzen, d.h. bei voll durchgetretenem Schwellerpedal vorkommen, ansonsten habe ich bei rot eine ungewollte (und sicher auch dem Ventilator schadende) Zerre.

Nun muß ich dazusagen, daß ich das Tonsignal der Orgel nicht über einen Line-Out Anschluß abgenommen habe (in Ermangelung eines solchen) sondern über die rechte von 2 an der Rückwand ganz unten vorhandenen LS-Buchsen alter Bauart ohne Abschalter (Runder Stift links und breiter Massepol i.d. Mitte). Das heißt, die Orgellautsprecher laufen voll mit und werden nicht abgeschaltet, wie man das sinnvoller Weise meist bei Kopfhörern macht. Aus dieser rechten Buchse kommt auch nur das "trockene" Signal, während aus der linken nur der Hall kommt; ergo muß es sich wohl um Anschlüsse für Zusatz-LS-Boxen mit seperatem Hall-LS handeln, oder? - Das sieht auch alles werksmäßig und unverbastelt aus - obwohl weder in der Original Gebrauchsanleitung noch in den Schaltplänen etwas von diesen Buchsen zu sehen ist !?

Rechts von der rechten LS-Buchse befindet sich auch noch eine sogenannte "Diodenbuchse" mit 3 Löchern, deren Kabel zu dem Drehpoti ["Tonband"] rechts vom Untermanual führen. (Auf Pin 2 (=Mitte) und Pin 3 ist die TB-Wiedergabe geschaltet; dieser Eingang funktioniert auch und läßt sich regeln. Ich habe mir dann einen Diodenstecker mit Klinkenbuchse als Adapter gelötet und hoffte, daß ich nun über 2 und 1 auch ein Ausgangssignal (evtl für TB-Aufnahme) erhalte - aber Fehlanzeige! Wahrscheinlich hatte Hammond nur die Wiedergabe eines Bandgerätes vorgesehen!?

Michael ("Löwenzahn") aus einem anderen Forum hat mir schon freundlicherweise eine Bauanleitung für einen Line Out gegeben; die ich aber aufgrund der jetzigen Lösung nicht verwirklicht habe.

Mir wäre es sehr recht, könnte man jetzt nur dieses LS-Signal aus dem von mir benutzten Ausgang einfach mit einem Fest- oder Regelwiderstand in der Lautstärke dämpfen um es besser an den Ventilator anpassen zu können? - Dieser hat eine Eingangsempfinlichkeit von -10 dbV (Hi) und 0 dbV (Lo). Der Eingangswiderstand beträgt 1 MOhm.

Daß die Orgel-LS (trocken) und auch der Hall in der jetzigen Lautstärke mitlaufen, stört mich überhaupt nicht, im Gegenteil: Der Hall und auch die Bässe kommen mono von vorne unten aus der Orgel, und das erzeugte Ventilator-Leslie, welches sich in der Stereobasis der eingebauten Keybord-LS und der des Keybordverstärkers in Ohrhöhe "bewegt", klingt dadurch verblüffend echt und läßt sich außerdem ganz individuell nach persönlichen Soundvorstellungen einstellen!

Es wäre schön wenn Ihr mir in Punkto Anpassung weiterhelfen könntet. Ich freue mich auf Euere Antworten / Vorschläge.

Es grüßt Euch herzlich: Wilfried (genannt MIL)
 
Eigenschaft
 
Halllo MIL,

der Ventilator erwartet am Eingang Line-Pegel. Lautsprecherausgänge haben einen deutlich höheren Pegel. Die Umschaltung am Ventilator schaltet zwischen Gitarren-Pegel oder Line-Pegel, nicht passend für das was Du tust.

Hier ist eine Schaltung im Thread die als Ausgang ein Line-Pegel-Signal erzeugt:
viewtopic.php?f=10&t=230

Gruss Helmut
 
RE - Text:

Hallo Helmut,
danke Dir für den Link zu Harald´s Schaltplan für den Line-Out mit Abschaltung der Orgellautsprecher und als Ersatz dafür die beschriebenen Lastwiderstände.
Da bei meinem Vorhaben aber die Lautsprecher gerade NICHT abgeschaltet werden sollen, da beide trockene Signale sowohl von den Manualen wie auch vom Fußpedal, gemischt mit dem separaten Hall, meines Erachtens angenehm und füllend als eigenständige "warme" Monosignale (seperat von der akustischen Mitte her) in das Stereo-Klangbild meiner Keyboardanlage mit dem eingeschleiften Ventilator-Lesliesound einfließen.

Die Schaltung von HAMMOND, die Dirk in dem von Dir genannten Thread als Zeichnung eingestellt hat, hat mich jetzt auf den Gedanken gebracht, daß meine beiden LS-Buchsen hinten an der Orgel vielleicht doch speziell für Kopfhörer gedacht sind, und dann müßte dieses Signal doch auch eine andere Impedanz als die Lautsprecherleitung haben, oder? - Andererseits macht´s keinen Sinn Kopfhörer anzuschließen - müßten dann ja Stereokopfhörer mit den alten Steckern sein, wie ich noch welche von Sennheisser habe - , die dann auf einem Hörer die Orgel trocken und auf dem anderen nur den Hall wiedergäben !?

Vielleicht weiß jemand ob es sich hier um einen solchen Ausgang handelt; welche Leistung würde der dann in etwa ausgeben ? - Oder wie kann ich als Laie (ohne entsprechende Meßgeräte) dies selber feststellen?

Vielleicht gibts ja NOCH SO EINEN VERRÜCKTEN wie mich, der schon mal diese Klangkombination so oder ähnlich installiert hat.

Meine gezielte Frage ist halt: Welchen Widerstandswert brauche ich (am besten stufenlos einstellbar von...bis in einem Drehregler) und wie schließ ich diesen an, damit ich herumexperimentieren und den Ausgang wunschgerecht abschwächen kann. Kaputtmachen kann ich doch sicher nichts dabei - oder? (wenn ich nicht gerade einen Dauerkurzschluß fabriziere!)

Nun ja, will mal abwarten - Deine (schnelle) Antwort, lieber Helmut, war ja erst die erste! - Bin mal gespannt, was andere noch für Ideen haben.

Liebe Grüße: MIL
 
Ich hatte bei meiner T die Pegelanpassung über einen High-Low-Level Adapter HL-406 17,95 von Conrad gemacht, die Dinger sind für Autoradios, um die Nachbrenner die die Jugend braucht fürs mpf-mpf-mpf anzupassen, ging gut, Axel
für 10.- incl Porto ist er Dein
 
Hallo Axel,

Danke für den Tipp mit dem High-Low-Level Adapter. Habe mir im Internet einige von diesen Dingern angeschaut - klingt sehr plausibel und läßt sich leicht installieren; einfach Stecker für die LS- (oder vielleicht auch Kopfhörerbuchsen ??) anlöten und mit dem Chinch-Ausgang per Adapter in den Ventilator, Ausgangsvolumen anpassen - fertig! :)

Nur haben ja all diese Converter mindestens 2 Eingänge für 2 Lautsprecher (Stereo), die i.d. Regel mit je 20 Watt (einige Converter sogar bis 50 Watt!) belastbar sind.
Hier taucht bei mir die Frage auf: Kann ich mein Mono-Signal aus der Ausgangssbuchse der Orgel parallel an die beiden Eingänge anschließen, und verdoppelt sich dann die Eingangsverträglichkeit des Converters (auf beispielsweise 2 x 20 = 40 Watt) ?? Das müßte ja auf jeden Fall ausreichen bei der Ausgangsleistung der M100, oder? - Würde mich interessieren ob DU bei Deinem Anschluß auch beide Eingänge des Converters nutzt? (Mono-Converter habe ich nirgends gefunden; der würde ja in diesem Fall ausreichen)

Mich würde zu dieser Lösung mit dem Low-Level-Converter - und natürlich auch zu meinem geschilderten Vorhaben generell - auch sehr die Meinung von anderen Experten (wie z.B. HARALD) interessieren, und hoffe nur, daß Harald, falls er meinen Beitrag lesen sollte, sisch net doch noch uffreescht ! ;-)

Gruß MIL
 
ich hatte sie parallel angeschlossen, Du könntest vielleich einen für den Hall nehmen und dann zusammenführen? Versuch macht kluch
 
hallo Wilfried,

diese Adapter kannst du verwenden, musst du aber nicht - neben der Pegelanpassung sorgen sie zusätzlich noch für eine Ground-Entkopplung, damit sie auch für Brückenendstufen verwendbar werden.
Wegen der Belastbarkeit brauchst du dir keine Sorgen zu machen - die Ausgangsleitung einer M100 beträgt ca. 12-15 Watt bei Vollgas.
Ein einfacher Spannungsteiler aus zwei Widerständen, so wie er in dem Thread, den Helmut dir genannt hat, beschrieben ist, tut seinen Zweck - außerdem hast damit auch die Möglichleit, den Hall auf's Leslie zu bekommen.
Ob du dabei Lastwiderstände als Ersatz für die Lautsprecher verwendest, oder die Lautsprecher angeschlossen lässt, ist vollkommen egal - nur darfst du nicht Masse (Schwarz) und Plus (Grün) verwechseln, da das die Endstufe der M100 gar nicht gerne mag. Ebenso wäre es sehr unklug die beiden Ausgänge des Haupt- und des Hallverstärkers einfach miteinander zu verbinden - da würde Versuch nicht kluch machen sondern kaputt.

Hier noch eine andere Möglichkeit mit einem regelbaren Ausgang:

m3-line-out.gif


Wenn du hier auch den Hall auf dem Ausgang haben möchtest, brauchst du einen zweiten 1KOhm Widerstand. Diese beiden 1K-Widerstände werden dann vor dem 10µF - Kondensator zusammengeführt.

Gruß,
Harald
 
wegen Kaputt wollte ich noch mal nachfragen, wenn man beide Signale nach dem Konverter=widerstand zusammenführt, macht man doch nichts anderes, als ein Mischpult auch machen würde, wo im wesentlichen Linesignale nach einem Schiebewiderstand zusammengeführt werden,dasselbe, was Du oben mit den 1Ks vorschlägst, liege ich da falsch? Axel
 
richtig - die zwei Widerstände sorgen für die Entkopplung der beiden Endstufen.
Ein Mischpult macht nichts anderes, als die Ströme aufzuaddieren, die über die Eingangswiderstände fließen.

Gruß,
Harald
 
Hallo Harald,

Danke für Deine Ausführungen! Da ich relativ "linkshändig" bin was Schaltpläne und das praktische Umsetzen dieser betrifft, werde ich es wohl mit dem von Axel empfohlenen Konverter probieren; der kostet nicht viel, ist fast komplett und für mich leicht zu installieren.

Deine Anmerkung: "Ebenso wäre es sehr unklug die beiden Ausgänge des Haupt- und des Hallverstärkers einfach miteinander zu verbinden...."

Dieses hatte ich garnicht vor. Ich fragte nur an ob das Monoausgangssingnal der beiden internern (trockenen) Lautsprecher aus der einen hinteren LS-Buchse paralell am rechten + am linken Eingang des CONVERTERS angeschlossen werden kann? - Aber wenn Du sagst, daß die Ausgangsleistung der M100 sowieso nur max 15 Watt beträgt, genügt sicherlich der Anschluß an nur ein Anschlußkabel-Paar.

Wie auch in beiden meiner Anfragen bereits geschildert, möchte ich bewußt den Hall NICHT über den Ventilator führen, da mir dieser dann zu sehr wabbert; ich höre diesen lieber vom "trockenen" Signal, und da er mich auf kurzem Weg von unten rechts aus der Orgel erreicht, ist er im Gesamtklangbild für meine Lautstärke, die ich in meinem Musikzimmer fahre, laut genug.

Wie schon gesagt, klingt es ja auch jetzt schon durchaus zufriedenstellend in der jetzigen Anschlußkonstellation. Das einzige Problem ist halt die zu hohe Ausgangsleistung aus dieser LS-Buchse an der Rückseite der Orgel. (Vent.-Übersteuerungsanzeige schon bei "Halbgas"!!)

Meine Frage, ob es sich vielleicht um einen Kopfhöreranschluß handeln könnte, blieb leider bis jetzt unbeantwortet - ICH weiß es nicht. - Habe heute beim Einbau eines zusätzlichen "Leslie"-Umschalters rechts in der Schweller-Einhausung (Parallelanschluß eines Tasters an rechten Taster der "Ventilator-Remote Unit") erstmals die beiden LS-Buchsen in der Rückwand von der Lötseite gesehen. Es gehen je zwei Kabel (grün + schwarz - nicht abschirmt) weg, wohin, ist nicht zu sehen.
Auch die nebendransitzende Diodenbuchse sah ich bei durchgetretenem Pedal erstmals von hinten. Da gehen 2 graue (abgschirmte) Leitungen nach oben und sind letztlich auch wieder zu sehen am Poti (mit quereingelötetem Widerstand ??) für "TONBAND", re vom Untermanual.

Harald, weißt Du aus Erfahrung oder von Deiner M100 ob diese 3-polige Diodenbuchse vielleicht doch auch einen (Line-) AUSGANG für Tonbandaufnahmen besitzt? Leider blieb diese Frage bis jetz auch unbeantwortet.

Ja, ja, die HAMMOND, mein unbekanntes (aber tolles und liebenswertes) Wesen!!

Würde mich freuen, mehr zu erfahren - Danke schon jetzt!

Gruß Wilfried
 
die Tonbandbuchse ist mit hoher Wahrscheinlichkeit genau dafür nachgerüstet worden.
Der mittlere PIN ist dann in jedem Fall Masse und die beiden äußeren Eingang, bzw. Ausgang.
Der Pegel am Ausgang ist dann aber deutlich niedriger als Line (100-250mV) und daher nicht wirklich geeignet um den Ventilator anzusteuern.

Gruß,
Harald
 
harald":2yjwzaka schrieb:
Der Pegel am Ausgang ist dann aber deutlich niedriger als Line (100-250mV) und daher nicht wirklich geeignet um den Ventilator anzusteuern.
probieren würde ich das mal, der Ventilator hat einen umschaltbaren Eingang, für Gitarren. Die haben zwar einen noch deutlich geringeren Ausgangspegel (5mV und etwas mehr), aber vielleicht ist der Ventilatoreingang großzügiger dimensioniert.

Gruss Helmut
 
der Eingangspegel des Ventilator beträgt 1Vss (0dBV), bzw. 2Vss (6dBV) - der Hinweis in der Bedienungsanleitung bezieht sich daher eher auf aktive Gitarren.
 

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