MODES - Dorisch

von HACECO, 17.01.08.

  1. HACECO

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    Erstellt: 17.01.08   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe mir meinem Gitarrenlehrer letztens mit dem Modes angefangen...

    Ich tue mich damit noch leicht schwer... Habe eine Tabelle von Dorisch und sollte jetzt die Noten bestimmen. Im Anhang habe ich auch eine die Tabelle hintelegt. Das 3b sollte heissen, dass es sich um eine kleine Terz handelt - also es geht um eine Moll-Skala... Mein einziges Problem ist jetzt, dass 7b heisst, statt F - F# zu spielen im Beispiel von C-Dur...

    Habe auch Beispiele, wo die Bluenote im Dorischen mitgespielt wird... Kann ich mir aussuchen ob ich sie spiele oder nicht???

    Kann mir jemand, hier weiterhelfen???

    Über jede Antwort bin ich dankbar..

    Gruß Micha
     

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  2. Powder

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    Erstellt: 17.01.08   #2
    Und wo ist Dein Problem?
    Deine Tabelle passt doch!

    Bei der Tonleiter C Dur wäre der Dorische Mode dann Dmoll

    Der einzige unterschied zum "normalen" Moll ist die Große 6 (Sexte)

    Folglich: D E F G A H C entspricht 1 2 b3 4 5 6 b7.

    Im unterschied zur Akkordbenennung haben hier die Zahlen eine andere Bedeutung, falls Dich das durcheinander bringt.

    In diesem Fall geht man hier von der Durtonleiter aus:

    1 reine Prime
    2 große Sekunde
    3 große Terz
    4 reine Quarte
    5 reine Quinte
    6 große Sexte
    7 große Septime

    also alles rein oder groß

    Im dorischen Mode hast du im unterschied zur Durtonleiter eine:

    b3 kleine Terz und
    b7 kleine Septime

    eigentlich ganz einfach :)


    Grüßle
     
  3. reacom

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    Erstellt: 17.01.08   #3
    Hab mich gestern Nacht ebenfalls damit beschäftigt.
    Mal sehen, ob ich die Bilder angehängt bekomme;
     

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  4. reacom

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    Erstellt: 17.01.08   #4
    Ja sauber!
    Hat ja geklappt. Für´s erste Mal nicht schlecht. Ich hab die Dateien sorgsam in einer Worddatei gespeichert, damit ich sie ausdrucken kann. Da sind noch mehr Bilder und Wissenswertes drauf. Falls Du Interesse daran hast; geb mir bescheid.

    Hoffe, dass Dir das weitergeholfen hat.
    Hau rein

    Gregor

    P.S. In der Worddatei sind die schwarzen Punkte, die auf den Bildern sind, nicht drauf.
    P.P.S. Weil ich das gerade gefunden habe; Die Moll Tonleitern findest Du hier:
    http://www.schwisti.de/index.php?was=doc&doc=tonleiter&navi=tonleiter&teil=5
     
  5. Blue Gator

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    Erstellt: 17.01.08   #5
    Die Bluenote gehört eigentlich nicht zur dorischen Skala. Aber man kann natürlich auch in Dorisch Bluenotes einbauen, genauso wie man in Ionisch (Dur) oder Äolisch (moll) Buenotes spielen kann. Deshalb: Ja, du kannst es dir aussuchen. ;) Allerdings ist "Dorisch mit Bluenote" eben kein reines Dorisch mehr.

    Vom theoretischen Standpunkt her sind die Bluenotes leiterfremde Töne. Was nicht heißen soll, dass sowas nicht sehr gut klingen kann...
     
  6. HACECO

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    Erstellt: 18.01.08   #6
    Hi,

    vielen Dank für die hilfreiche und gute Erklärung... Habs jetzt geschnaddelt.. ;-))

    Gruß Micha
     
  7. HACECO

    HACECO Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.08   #7
    Hi,

    danke Euch nochmals für die super Erklärung... Echt recht einfach.. Aber eine Frage hab ich noch... ;-)

    Bei Dorisch sollte man - nach Aussage von meinem Lehrer - auf F# stehen bleiben - also mehr betonen.. um das Dorische mehr in Vordergrund zu bringen... (A-Dorisch / G-Dur)

    Wenn ich Phrygisch spielen möchte - ist es ja die gleiche Skala (H-Phrygisch/A-Dorisch/G-Dur) ist das korrekt??? Welche Töne soll man da betonen.. ??? Auch wieder das F# in dem Beispiel oder wie bekommt man am besten den Charakter von dem Phrygisch gespielt..

    Ich hoffe Ihr wisst, was ich meine...

    Wäre super, von Euch eine Rückinfo zu bekommen...

    Danke schon mal im Voraus.

    Gruß Micha
     
  8. Powder

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    Erstellt: 18.01.08   #8
    Bei phrygisch wäre es die b2 :D

    Gruß


    Oder wie geschrieben... einfach den Lehrer löchern! ;)
     
  9. reacom

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    Erstellt: 20.01.08   #9
    Kurze Frage;
    Wenn ich jetzt z.B. ein Solo auf C-Dur spielen möchte und die C-Ionischen Skala wähle, würden sich doch alle nachstehenden Pattern, die der Ionischen folgen würden, an ihr anreihen, oder?

    Also, Grundton C:
    C-ionische beginnt (9. Bund), dann d-dorisch (10. Bund), dann e-phrygisch (12. Bund), dann f-lydisch (1.Bund), dann g-mixolydisch (3. Bund), dann a-äloisch (5. Bund), dann h-lokrisch (7. Bund), Ausgangsposition. Für die entsprechenden Skalen nutze ich dann folgende Pattern:
    https://www.musiker-board.de/vb/faq-workshop/134571-spieltechnik-speed-building-mit-3nps-scales.html

    Kann ich das irgendwie variieren? Die Pattern sind doch an dem Grundton gebunden, oder? Ich kann doch nicht mit (z.B.) c-dorisch oder c-äloisch beginnen, oder? Dann müssten sich die anderen Pattern ja wieder hinten dranhängen, oder doch?
    Ich habe nämlich eben diese Grafik gesehen, die mich ein wenig durcheinander brachte:
     

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  10. Powder

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    Erstellt: 20.01.08   #10
    Musik machen heißt nicht... Tonleitern hoch und runter zu dudeln!

    z.B. wenn Du den unterschied zwischen Ionisch und lydisch hören willst, dann wechsel einfach mal von der reinen quarte zur übermäßigen quarte, das ist nämlich der einzige unterschied dieser beiden Modes.
    Wenn Du den Unterschied zwischen Ionisch und Mixolydisch hören möchtest, dann spiel mal die große und mal die kleine septime, und natürlich immer zu einem passendem Durakkord.
    Beim ersten Beispiel wirst Du wahrscheinlich merken dass, wenn Du die Quarte im falschen Moment spieltst, sie recht unharmonisch klingen wird, da sie sich an der großen Terz reibt.
    Daher ist es immer wichtig wann und wie lange man eine etwas dissonantere Note spielt.
    Noten die sich sehr reiben nennt man im übrigen auch Avoid Notes :-)

    Grüßle

    Ps: Versuch Musik zu machen, und nicht Tonleitern runter und raufzuspielen.
    Akkordnoten passen immer! Und der einsatz anderer Noten, ist von Deiner Kreativität abhängen, bzw dass sie klingen. :D
    Ich rate zu einem Lehrer, der selbst Musik macht, die einen selber anspricht.
     
  11. reacom

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    Erstellt: 20.01.08   #11
    Guten Morgen!

    @Powder
    Nun, es geht mir ja nicht darum, irgendwelche Tonleitern hoch und runter zu dudeln. Mir geht es einfach um den Theoretischen Aspekt des Ganzen, da ich Noten-technisch nie etwas gemacht habe. Aber da bin ich derzeit beim Nachholen.
    Den Tipp mit dem Lehrer wedre ich mir mal tatsächlich überlegen und mich mal umhören, ob es einen Jazzlastigen Lehrer mit entsprechenden Notenkenntnissen in meiner Umgebung (Verden/Aller, ca. 30 Km von Bremen entfernt) gibt.

    Danke für Deine Antwort!
    Gregor
     
  12. Powder

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    Erstellt: 20.01.08   #12
    Hallöchen nochmals,

    Also mit Jazz hat das meiner ansicht nach noch nix zu tun. ;)

    Wenn Du Dich für Harmonielehre interessierst, solltest Du bei "0" anfangen.

    zb. die enstehung der Akkorde mittels Terzschichtung. und die dabei entstehenden Akkorde.

    Tonleiter C Dur: C D E F G A H

    Da wir kleine, sowie auch große Terzen in der Tonleiter haben, entstehen demnach auch verschiedene Akkorde.

    Harmonisiere ich die Tonleiter von C Dur

    Entstehen folgende Akkorde

    C Dur
    D Moll
    E Moll
    F Dur
    G Dur
    H Moll b5 oder Hmoll halbvermindert

    Du kannst die Sache jetzt auch weiter treiben und weiter Terzen stapeln.

    zb bei der ersten Stufe C Dur:

    C
    Cmaj7
    Cmaj9
    Cmaj11 etc.

    und Du wirst erkennen, dass sich die Akkorde immer größer Unterschiede aufweisen.

    Würde ich das selbe bei der vierten Stufe machen, bekäme man bei 11er Akkord einen

    Fmaj#11

    Das heißt ein maj11 Akkord klingt anders als ein maj#11 Akkord

    genauso wie ionisch ander klingt als lydisch.

    Und das obwohl alles aus dem gleichen Tonmaterial besteht.
    Es kommt also immer im bezug auf den Akkord an, wie es im endeffekt klingt.

    Gruß

    Und weiterhin viel Spaß mit der Musik! :)
     
  13. Blue Gator

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    Erstellt: 21.01.08   #13
    Also... Wenn du C-Ionisch spielen willst, musst du logischerweise die Töne von C-Ionisch verwenden und du musst so spielen, dass erkennbar bleibt, dass C der Grundton des Ganzen ist. Das kann man auf verschiedene Weise erreichen: Indem man immer wieder zwischendurch zum Grundton zurückkehrt. Indem man die Akkordtöne der Grundtonart (bei C wären das CEG) immer wieder hervorhebt. Indem man sein Solo auf C als Endpunkt hinführt usw...

    Wenn du diese zwei Grundregeln - Töne von C-Ionisch verwenden und C als Grundton erkennbar machen - einhältst, bist du im Prinzip völlig frei. Du kannst in unterschiedlichen Lagen spielen, du kannst unterschiedliche Patterns verwenden - was immer du willst.

    Man lernt die 3NPS-Patterns der 7 Modi üblicherweise so, dass der tiefste Ton der Grundton ist. Das Pattern, das - wenn man mit dem tiefsten Ton beginnt - den lydischen Modus ergibt, wird dann als "lydisch" bezeichnet. Das ist aber ein wenig irreführend. In Wahrheit kannst du mit jedem Pattern alle Modi spielen. Du musst nur wissen, mit welchem Ton du anfangen musst.

    Beispiel: Du kannst für Ionisch auch andere 3NPS-PAtterns verwenden, als das, das du als "ionisch" gelernt hast. Allerdings ist der Grundton dann eben NICHT der tiefste Ton des Patterns.
    Beispiel: Du kannst ohne weiteres C-Ionisch mit dem Pattern, das du als "A-Äolisch" gelernt hast, spielen. Das Pattern beginnt mit A im 5. Bund auf der tiefen E-Saite. Wenn du nun nicht a-moll, sondern C-Dur damit spielen willst, steigst du halt nicht mit dem A ein, sondern beginnst mit dem C, das du 3 Bünde höher im 8. Bund hast. Sozusagen der 3. Ton dieses Patterns.

    Du kannst dieses Pattern auch nehmen, um D-Dorisch zu spielen. Dann beginnst du halt mit dem D auf der A-Saite im 5. Bund...

    Was die anschließenden oder benachbarten Patterns angeht: Die 3NPS-Patterns überlappen sich, sodass man leicht von einem ins andere Pattern wechseln kann. Das ist dann sinnvoll, wenn man sich am Hals entlang nach oben oder unten bewegen möchte, wenn man also die Lage wechseln möchte. Dann kannst du dich durch die aufeinanderfolgenden Patterns bis zu deinem Ziel "hoch- oder runterarbeiten". Auch da gilt wieder die Regel, dass du das richtige Tonmaterial verwenden musst und dass der Grundton erkennbar bleiben muss. Die richtigen Töne hast du automatisch, wenn du die Patterns korrekt anwendest. Den Grundton musst du halt wieder durch diene Spielweise deutlich machen.
    Damit sowas in der Praxis klappt, muss man allerdings wissen, an welcher Position des jeweiligen Patterns der Grundton liegt - und auch an welcher Stelle auf dem Griffbrett.

    Ich hoffe mal, ich habe dich jetzt nicht noch mehr verwirrt.. ;)
     
  14. reacom

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    Erstellt: 30.01.08   #14
    Tach auch!

    @BlueGator
    Danke, für Deine unendlich lange Antwort. Sie war verwirrend und lehrreich zugleich und fand ihre Erklärung in einer Tabelle, die ich gefunden hatte.

    Siehe hier:
     

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