Möglichst latenzfreier Funk-Kopfhörer für Recording und zwar allein für diesen Zweck

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Rührei
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Liebes Forum,

ich hoffe, ich habe meine erste Frage in diesem Forum an einem adäquaten Platz eingestellt. Vorab schon mal vielen Dank für alle Hinweise.

Ich suche einen Funk-Kopfhörer, um über ein Presonus Audio-Interface Gitarre, Bass, Keyboard und Gesang aufzunehmen (Recording). Das Kopfhörer-Kabel stört einfach dabei.

Welche Funk-Kopfhörer könnt Ihr für diesen Zweck empfehlen? Besonders wichtig ist mir dabei eine geringe Latenz, Bluetooth fällt damit wohl aus.

Mein maximales Budget liegt bei rund 250 Euro. Zudem wäre ein wenig Lautstärke-Reserve wünschenswert, um auch den Nachklang beurteilen zu können.

Ich weiß, dass es hier bereits ähnliche Anfragen gegeben hat, doch die damaligen Kaufempfehlungen sind offenbar nicht mehr am Markt. Daher bitte ich um aktuelle Empfehlungen oder alternativ: Auf welches "alte Pferd" sollte ich setzen?

Noch ein Hinweis: Bluetooth oder Konnektivität zu irgendwelchen Smart-TV sind hier völlig irrelevant. Dafür besitze ich bereits ein Headset. Hier geht es allein um Funk-Kopfhörer fürs Recording.

Viele Grüße

Christian
 
Hallo @Rührei
Willkommen im Musiker Board

Auf welches "alte Pferd" sollte ich setzen?
Auf einen guten kabelgebundenen Studiokopfhörer.
Ich sehe da keine vernünftige Alternative.
Wenn du selber einspielst und gleichzeitig abhörst ist die geringste Latenz störend.
Ein Kopfhörer und Funkübertragungssystem braucht neben dem Tonsignal auch Energie.
Richte dein Studio so ein, dass das Kabel für den Kopfhörer irgendwie von der Decke kommt.
BDX.
 
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Als Alternative seh ich nur eine In Ear Strecke. Aber 250€ ist da denke ich schwierig.

Edit: da scheint es was zu geben. Kopfhörer gibt es ja schon oder? Wie die Qualität ist kann ich aber nicht beurteilen.
 
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Wenn es halbwegs Sinn machen soll, dann sehe ich da auch nur ein IEM System aber, wie der Vorredner es schon sagte, eine brauchbare Funkstrecke kostet da ein mehrfaches des angepeilten Budgets.
wirklich den meisten Sinn ergibt ein Standard Kopfhörer, der per Kabel angeschlossen ist. Wenn das Kabel, welche eventuell vorne runter baumelt, stört, dann kann man es ja am Rücken runter laufen lassen. Und Bewegungsfreiheit im Sinne von rum rennen wollen, ist sowieso etwas das man beim Recording vermeiden sollte.
@Rührei somit hast du die Wahl zwischen
  • Kabel, was mit null Latenz und gutem Klang punkten kann,
  • einer teuren Funkstrecke, die auch nicht wirklich so gut klingt wie ein kabelgebundener Kopfhörer und auch, je nach Übertragungstechnik, etwas Latenz aufweisen kann,
  • oder Billigfunke, die halt mistig klingt und im worst case auch nicht einiges an Latenz aufweist.
Such dir eine Option aus.
 
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Einen neutral/analytischen Studiokopfhörer für max 250 Euro mit Kabel zu kriegen, ist schon sportlich. Billige Funkstrecken haben Einschränkungen im unteren und oberen Frequenzbereich. Klar ist n Kabel immer nervig. Vielleicht findest ne Verlegemöglickeit - evtl Verlängerung um das Kabel im Rücken zu haben? - die dich weniger einschränkt und nervt?
 
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Ich suche einen Funk-Kopfhörer, um über ein Presonus Audio-Interface Gitarre, Bass, Keyboard und Gesang aufzunehmen (Recording). Das Kopfhörer-Kabel stört einfach dabei.
Wie spielst du die Gitarre ein? Abnahme eines Amp mit Mikro oder Modeling? Falls letzteres, hat dies bereits Latenz und jede Funkstrecke würde weitere Latenz hinzufügen.
 
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Kabel nerven, das ist ein Fakt. Ein Verlängerungskabel erlaubt viel Bewegungfreiheit. Beim Recorden ist das Monitoring das Wichtigste. Keep it simple!
 
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Funk fürs recorden halte ich auch für Quatsch.
Ich nutze IEM live und meine erfahrung ist halt auch, dass die analogFunke klangeinbußen mit sich bringt, zu digital nochmal unten was 😉

Ich sehe daher als sinnvolste lösung das Setup so aufzustellen, dass dich das Kopfhörerkabel möglichst nicht stört, bei mir ist z.B. Interface links vom Rechner, da stört mich das kabel nicht, ist vom Griffbrett etc. Weit genug weg.

Oben genannte alternative mit kabelverlängerung ist auch sinnvoll, so kannst du das Kabel hinten am Rücken entlangführen.

Digitalfunk hat immer latenz, das kommt von den Wandlern.
D.h. Ob es störend ist hängt von der der Summe aller latenzen ab.
Wenn du 5ms für funk hast störts nicht, wenn dein Audiosetup am PC dann aber auch nochmal 3ms in und 3 ms out hat bist du schon bei 11 ms, das ist Fürs Recording aus meiner sicht schon zu viel.

Wenn du jetzt noch nen modeler mit 7ms davor hängst der dann ggf. Noch im loop einen Digital effekt hat und somit meinetwegen auf 15 ms kommt, dann wärst du insgesamt schon bei 26ms, das ist dann auf jeden fall schon sehr fern von brauchbar
 
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Danke für alle Antworten, ich hoffe es ist ok, wenn ich in einem Sammeleintrag darauf eingehe. Zuvor will ich noch ein Fundstück präsentieren. Dieser Kopfhörer bietet laut Quelle eine Latenz von nur 4 Millisekunden, auch wenn er rund 50 über meinem angestrebten Budget liegt; er ist derzeit ab 299 Euro zu haben:
Hallo @Rührei
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Auf einen guten kabelgebundenen Studiokopfhörer.
Ich sehe da keine vernünftige Alternative.
Wenn du selber einspielst und gleichzeitig abhörst ist die geringste Latenz störend.
Ein Kopfhörer und Funkübertragungssystem braucht neben dem Tonsignal auch Energie.
Richte dein Studio so ein, dass das Kabel für den Kopfhörer irgendwie von der Decke kommt.
BDX.
Hallo BDX., danke für Deinen Beitrag. Und Du hast natürlich völlig recht, dass beim selbstständigen Einspielen und Abhören Latenz entscheidend ist. Magst Du mir erläutern, wie das gemeint ist, dass ein Funkübertragungssystem neben dem Tonsignal Energie braucht? Inwiefern ist das für die Latenz entscheidend? Sorry, für die vielleicht blöde Frage, aber der Zusammenhang war mir bislang nicht bekannt.

Die Idee, das Kopfhörer-Kabel von der Decke baumeln zu lassen, finde ich durchaus spannend. Gibt es da dazu irgendein DIY-Tutorial? Ich suche da vielleicht mit den falschen Suchbegriffen. Vielleicht ein schwenkbarer Kabel-Galgen oder so was? Letztlich gibt es neben der technischen Herausforderung noch eine ästhetische, der Rechner steht im Wohn-/Arbeitszimmer (der PC ist gleichzeitig mein Home-Office-Arbeitsgerät). Ich richte also kein Studio ein.
Als Alternative seh ich nur eine In Ear Strecke. Aber 250€ ist da denke ich schwierig.

Edit: da scheint es was zu geben. Kopfhörer gibt es ja schon oder? Wie die Qualität ist kann ich aber nicht beurteilen.
Hallo Technika,

danke für Deine Infos. Der Kopfhörer soll eine Neu-Anschaffung sein. Es gibt also bislang keine hochwertigen Kopfhörer, die eingebunden sein müssen. Eine In-Ear-Strecke scheint mir allerdings nicht ideal fürs Aufnehmen.
Wenn es halbwegs Sinn machen soll, dann sehe ich da auch nur ein IEM System aber, wie der Vorredner es schon sagte, eine brauchbare Funkstrecke kostet da ein mehrfaches des angepeilten Budgets.
wirklich den meisten Sinn ergibt ein Standard Kopfhörer, der per Kabel angeschlossen ist. Wenn das Kabel, welche eventuell vorne runter baumelt, stört, dann kann man es ja am Rücken runter laufen lassen. Und Bewegungsfreiheit im Sinne von rum rennen wollen, ist sowieso etwas das man beim Recording vermeiden sollte.
@Rührei somit hast du die Wahl zwischen
  • Kabel, was mit null Latenz und gutem Klang punkten kann,
  • einer teuren Funkstrecke, die auch nicht wirklich so gut klingt wie ein kabelgebundener Kopfhörer und auch, je nach Übertragungstechnik, etwas Latenz aufweisen kann,
  • oder Billigfunke, die halt mistig klingt und im worst case auch nicht einiges an Latenz aufweist.
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Hallo Mfk0815,

auch Dir vielen Dank für Deinen Input. Du hast mein Problem mit "wenn das Kabel, welches eventuell vorne runter baumelt" ziemlich exakt beschrieben. Gibt es vielleicht irgendeinen Aufsatz für die Schreibtischstuhl-Rückenlehne, an der man Kabel im Rücken festmachen kann?

Rumrennen will ich gar nicht. Aber wenn ich mich irgendwann mit verschiedenen Kabeln "einwickle", während ich zwischen Gitarre und Keyboard/Mikro wechsele, ist das halt verdammt nervig. Der Abstand zwischen den Instrumenten beträgt schätzungsweise weniger als zwei Meter.
Einen neutral/analytischen Studiokopfhörer für max 250 Euro mit Kabel zu kriegen, ist schon sportlich. Billige Funkstrecken haben Einschränkungen im unteren und oberen Frequenzbereich. Klar ist n Kabel immer nervig. Vielleicht findest ne Verlegemöglickeit - evtl Verlängerung um das Kabel im Rücken zu haben? - die dich weniger einschränkt und nervt?

Hallo Some1else,
danke für den Hinweis zum Frequenzbereich. Darf ich daraus lesen, dass ein Kopfhöhrer-Spektrum oberhalb unterhalb vom MP3-Spektrum mehr im Frequenz-Spektrum abbilden sollte?

Zur Verlegung von Kabeln im Rücken hatte ich bereits weiter oben Fragen gestellt. Falls Du ebenfalls Ideen dazu hast, sind sie sehr willkommen.
Wie spielst du die Gitarre ein? Abnahme eines Amp mit Mikro oder Modeling? Falls letzteres, hat dies bereits Latenz und jede Funkstrecke würde weitere Latenz hinzufügen.
Hallo HD600,

ich spiele meine Gitarre direkt per Kabel ins Audio-Interface ein und damit in die DAW. In der DAW soll dann das Amp-Modelling stattfinden.

Laut Herstellerangaben: Bei einer Latenz von 44 kHz, 64 Samples Puffergröße:

  • Eingang: 4,76 ms
  • Ausgang: 3,51 ms
  • Loop: 8,28 ms


wäre das dann die Latenz vom Audio-Interface plus die vier Millisekunden vom Kopfhörer (siehe oben). Falls ich die Latenzen kumuliere, komme ich knapp acht Millisekunden. Oder ist das eine Milchmädchenrechnung?
Kabel nerven, das ist ein Fakt. Ein Verlängerungskabel erlaubt viel Bewegungfreiheit. Beim Recorden ist das Monitoring das Wichtigste. Keep it simple!
Hallo Poppotov,

"Keep it simple" ist sicherlich ein guter Rat. Hast Du eine Idee, wie ich die Kabel platzieren kann, ohne mich darin einzuwickeln?
Funk fürs recorden halte ich auch für Quatsch.
Ich nutze IEM live und meine erfahrung ist halt auch, dass die analogFunke klangeinbußen mit sich bringt, zu digital nochmal unten was 😉

Ich sehe daher als sinnvolste lösung das Setup so aufzustellen, dass dich das Kopfhörerkabel möglichst nicht stört, bei mir ist z.B. Interface links vom Rechner, da stört mich das kabel nicht, ist vom Griffbrett etc. Weit genug weg.

Oben genannte alternative mit kabelverlängerung ist auch sinnvoll, so kannst du das Kabel hinten am Rücken entlangführen.

Digitalfunk hat immer latenz, das kommt von den Wandlern.
D.h. Ob es störend ist hängt von der der Summe aller latenzen ab.
Wenn du 5ms für funk hast störts nicht, wenn dein Audiosetup am PC dann aber auch nochmal 3ms in und 3 ms out hat bist du schon bei 11 ms, das ist Fürs Recording aus meiner sicht schon zu viel.

Wenn du jetzt noch nen modeler mit 7ms davor hängst der dann ggf. Noch im loop einen Digital effekt hat und somit meinetwegen auf 15 ms kommt, dann wärst du insgesamt schon bei 26ms, das ist dann auf jeden fall schon sehr fern von brauchbar
Hallo Mr. Pickles,

falls ich das richtig verstehe, muss ich tatsächlich alle Latenzen kumulieren (also zusammenrechnen) um zum Ergebnis vom Kopfhörer zu kommen. Der läge bei 4ms (Funk-Kopfhörer), plus knapp 5ms Eingangslatenz, plus 3,5 Ausgangslatenz. Zusammengerechnet das 12,5ms. Also mehr als 11ms, ab da es dann problematisch fürs Recording wird. Habe ich das richtig verstanden?

Dann wäre ich für jede Idee zur Kabelverlängerung dankbar (bitte siehe auch oben, für Fragen zu diesem Thema).



Allen Hinweisgebebern schon mal herzlichen Dank.

Viele Grüße
Christian
 
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Dann wäre ich für jede Idee zur Kabelverlängerung dankbar
Fällt mir gerade spontan ein: Gitarren- und Kopfhörerkabel zusammen befestigen bis zur Gitarre (mit Verlängerung halt). Ab da geht der Kopfhörerkabel hinter dem Rücken hoch (oder am Gurt hoch). Vielleicht auch mit Stecker für den Kopfhörer beim Gitarreneingang.
 
neben dem Tonsignal Energie braucht? Inwiefern ist das für die Latenz entscheidend?
Gar nicht, aber du möchtest mit größerer Lautstärke abhören und das im gesamten Frequenzbereich, so das ein Studiokopfhörer ganz schön arbeiten muss und die Leistung kommt im allgemeinen vom Kopfhörerverstärker. Wenn du kabellos arbeiten möchtest brauchst du die Energieversorgung (Batterien oder Akkus) und den Funkempfänger im Kopfhörer auf dem Kopf, was dauerhaft eine höhere Gewichtsbelastung für den Hals bringt.
Die Latenz kommt von den analog/digitalwandlern der Funkübertragung.
Und diese Latenzen addieren sich auf.
Du spielst eine Drumspur von der DAW in den Funkkopfhörer ->Latenz d.h du hörst zeitversetzt.
Jetzt spielst du unbemerkt zeitverzögert die Gitarre ein, und das was du spielst, hörst du auch wieder zeitversetzt, da die Effekte, Interface, DAW und Funkstrecke wieder Latenzen erzeugen.
Yamaha YH-WL500: Musiker-Kopfhörer mit ultra-niedriger Latenz, musst du testen ob es für deine Ansprüche genügt. Der technische Fortschritt geht ja weiter, da möchte ich keine Empfehlung geben.
BDX.
 
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Meine Empfehlung wäre ein kleines kabelgebundenes InEar Bodypack, an dem Du dann einen Studiokopfhörer Deiner Wahl anschließen kannst. Bodypack am Gürtel befestigen, und zwar auf der Seite wo *nicht* das Gitarrenkabel hoch kommt - für "Studiobetrieb" mit ständig wechselnden Instrumenten finde ich das am Angenehmsten.

Damit Du im Preisbereich hin kommst würde ich etwas wie das Behringer P2 Bodypack empfehlen: https://www.thomann.de/de/behringer_powerplay_p2.htm

Bei vorhandenem brauchbarem Kopfhörerverstärker (bzw. entsprechend getriebenem KH-Ausgang am Interface/Mischpult) gibt's auch ne passive Version: https://www.thomann.de/de/behringer_powerplay_pm1.htm

Ich habe beide Varianten im Einsatz und bin gerade für den Einsatzzweck den Du beschreibst recht glücklich damit.

Bei dem Kopfhörer eventuell noch drauf achten, dass kein super-schweres festes Kabel dran hängt - die Spiralkabel der typischen BEYER sind da z.B. richtig nervig. Am Besten wäre da etwas mit wechselbarem Kabel, so dass man sich durch leichte Drittanbieter-Strippen durchprobieren kann und ggfs. ein kürzeres Kabel (muss ja nur noch den Rücken oder vorne runter bis zum Bodypack) anfertigen kann.

Zur Not kann man diese Variante der Kabelführung auch mit einer TRS-Klinke-Verlängerung realisieren - durch den Gürtel führen oder mit dem Kabelbinder festmachen. Jedenfalls ist so der Kopf entlastet und das Kopfhörerkabel ist nicht mehr beim Instrument im weg.


Alternativ: Falls es wirklich nur ums Tracking geht, Dämpfung von Außengeräuschen nicht so wichtig ist und Du bereit bist klanglich ein paar Abstriche zu machen, würde ich mal ein paar analoge Funkkopfhörer aus dem HiFi Bereich ausprobieren. Meiner Freundin habe ich den Sony MDR-RF855RK zur Nutzung in der Wohnung besorgt und der ist super. Perfekte Funkverbindung easy bis ins Nebenhaus (die ganze Wohnung ist eh abgedeckt) und in den Keller ausm 2. OG... ist halt halboffen bis offen von der Außengeräuschdämpfung her (Sony schreibt er wäre geschlossen, aber das ist was Anderes als ein geschlossener Studiokopfhörer) und fühlt sich wesentlich billiger an als ein 100€ Studiokopfhörer.

Gitarren- und Kopfhörerkabel zusammen befestigen bis zur Gitarre (mit Verlängerung halt).
Die Variante geht natürlich auch, nervt mich aber persönlich wenn mans Instrument wechseln will und die Output-Buchse plötzlich wo anders ist, oder wenn man fürs eine Instrument eher nen geraden Stecker braucht als nen Gewinkelten oder anders rum...und es ging ja auch um Keyboard und Gesang...
 
falls ich das richtig verstehe, muss ich tatsächlich alle Latenzen kumulieren (also zusammenrechnen) um zum Ergebnis vom Kopfhörer zu kommen.
Korrekt.
Du schaltest ja alle geräte in reihe, also addieren sich die latenzen.

Stells dir einfach so vor:
Wenn du 10 minuten zu kumpel A läufst und von da aus nochmal 5 minuten zu Kumpel B dann addieren sich die Zeiten zu 15 Minuten 😉

Tausch jetzt die Strecken kumpel A durch interface und Kumpel B Durch Funkkopfhörer aus 😉
 
  • Haha
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Wenn du 10 minuten zu kumpel A läufst
Diese Zeiten kann man ja mit einem Fahrrad verkürzen.
Gibts diese Möglichkeit auch im Übertragungsbereich? Das sind wir ja schon mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Jedenfalls analog.
Digital weis ich noch nicht. :unsure:
BDX.
 
also ich kenn mich da nicht wirklich aus, aber generell entsteht halt ne Latenz wenn ein AD wandler den eingang in digital umwandelt und am Ende wenn ein DA Wandler alles wieder auf Analog umwandelt.

Die Zeit der Latenz hängt halt vom Wandler ab, möglicherweise auch an anderen Parametern, da fehlen mir einfach essenzielle Grundlagen.

Klar gibts Geräte mit niedrigen und Hohen Latenzen, aber USB interfaces haben roundtrip (AD-DAW- DA) meist sowas um die 5ms, weiß nicht ib da mehr machbar ist, bzw. Wie sich eine niedrigere Latenz dann auf den Preis auswirkt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

… achso, wenn man nach der Wandlung von Analog auf digital alles digital durchschleifen und erst am Ende der Kette wieder auf Digital gehen würde, dann könnte man alle unnötigen Wandlungen umgehen und somit die Latenz des gesamten Systems reduzieren.

Müssten halt alle geräte in der kette den gleichen Standard haben , z.b. ADAT, SPDIF oder sonstwas. Obs das gibt… keine Ahnung
 
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Da sind wir ja schon mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Jedenfalls analog.
In Leitern/Kabeln setzt sich der Impuls ´nur´ mir etwa 2/3-tel Lichtgeschwindigkeit fort - ist aber immer noch mehr als schnell genug. Da digitale Signale elektrisch auch nichts anderes als analoge Impulse sind, sind sie in Kabeln mit derselben Geschwindigkeit unterwegs. Die Latenzen auf der digitalen Ebene kommen vorwiegend von den fast überall anzutreffenden Puffer-Speichern, die nehmen am meisten Zeit in Anspruch. Das gilt vor allem für die PC-Ebene, wo es nicht ohne ein Mindestmaß an Puffern geht.
Beim Behringer X32 wird die Round-Trip-Latenz mit nur 0,8 s angegeben (ohne Effekte), woraus folgt, dass alle halbwegs modernen AD/DA-Wandler ausgesprochen schnell sind, und das nicht erst bei hochpreisigen Gerätschaften. Die Wandler sind jedenfalls schon lange nicht mehr der Flaschenhals.

Bei digitalen Funkverbindungen kommen unweigerlich wieder die Puffer dazu, denn wenn die Funkverbindung ´wackelig´ wird, werden je nach Protokoll unvollständige oder beschädigte Datenpakete nachgefordert. Das erfordert ebenfalls ein Mindestmaß an Zwischenspeicherung = Latenz. Im besten Fall gibt es dann weder Aussetzer oder Störungen, bzw. erst dann, wenn die Aussetzer die Pufferzeit überschreiten.
Analoge Funkstrecken speichern logischerweise weder etwas zwischen noch gibt es irgendeine Art von Wandlung, daher ist die Latenz praktisch gleich Null. Aber wenn die Verbindung wackelt, rauscht es halt schnell und Aussetzer kann es dann auch geben.

Bei den sehr kurzen Entfernungen zwischen Sender und Empfänger wie sie bei dir, @Rührei sicher zu erwarten sind, wirst du mit großer Sicherheit vor Störungen, Rauschen und Aussetzern verschont bleiben. Da sollten auch einfache analoge Systeme wie das weiter oben erwähnte LD Systems MEI zuverlässig funktionieren. Selbst wenn es Störer auf derselben Frequenz im Umfeld geben sollte (die aber natürlich nicht in unmittelbarer Nähe vorkommen dürfen, aber das gilt generell bei Funkverbindungen).
 
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Liebes Forum,

sorry, ich war ein paar Tage aus beruflichen Gründen unterwegs, habe darüber leider die von mir angestoßene Diskussion aus den Augen verloren.

Ich danke Euch allen für Eure wertvollen Ratschläge. Ich werde alle durchprobieren, bis ich das beste Ergebnis auf den Ohren habe. Über das Ergebnis berichte ich gerne Ende Juli, wenn ich alles ausgetestet habe.

Viele Grüße
Christian
 

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