Monitor-Mix Behringer X32

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Beepower
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Moinsen allerseits

Ich betreue seit kurzem als Amateur-Mischer eine Cover-Band. In meiner eigenen Band war ich Gitarrist und Mann für die Technik und hatte es nur mit Analogpulten zu tun. Seit kurzem haben die Jungs jetzt ein Behringer X32 Pult, in das ich mich mit der Lern-DVD und etlichen YouTube Tutorials einigermaßen eingearbeitet habe. Gestern hatten wir nun unseren ersten Gig mit dem X32 und es klappte soweit auch ganz ok. Der Sound war prima und das Publikum zufrieden. Nach dem Gig hieß es dann aber von dem Sänger und dem Gitarristen, dass sie mit ihrem Monitor-Mix nicht glücklich waren. Wir haben für jeden der 5 Musiker einen separaten Monitorweg. Während der Show ist ja die Kommunikation zwischen Musiker und Mischer nicht so ganz einfach und lief nur per Handzeichen, die allerdings nicht klar und deutlich waren und leider nicht in jedem Fall von mir zur Zufriedenheit der Musiker umgesetzt werden konnte. Jetzt meine eigentlichen Fragen:

Über die Solo-Tasten kann ich mir ja die einzelnen Kanäle über Kopfhörer anhören. Kann man sich auch die verschiedenen Signale die auf einem Monitor landen (Mixbus) anhören UND gleichzeitig auch mit der SOF Funktion ändern? Auf die Weise könnte ich wenigstens vom FOH Pult aus prüfen/hören, was tatsächlich auf dem Monitor landet und ggf. optimieren. Natürlich muss der betreffende Musiker das eigentlich entscheiden, was er laut oder leise oder gar nicht haben will. Grundsätzlich weiß man das ja vom Soundcheck her, was jeder will. Aber nicht selten verändern sich ja Sound und Lautstärke während der Show und dann kommt wieder die Frage, wie kommuniziert der Musiker das dem Mischer.

Vielleich habt ihr zu diesen Fragen ein paar Tipps, für die ich sehr dankbar wäre und mich schon mal im Voraus bedanke.
 
Kann man sich auch die verschiedenen Signale die auf einem Monitor landen (Mixbus) anhören UND gleichzeitig auch mit der SOF Funktion ändern?
Ja. Beim Mixbus auf Solo drücken und du hörst was auf dem Monitor landen wird. Und wenn du dann bei aktiviertem SoF beim Mixbus auch Select drückst kannst du den Mix korrigieren.
dann kommt wieder die Frage, wie kommuniziert der Musiker das dem Mischer.
Das muss man sich mit den Musikern ausmachen. Z.B Zeichen für Achtung, die Instrumente, Rauf und Runter bzw Passt.

Aber an sich ist wohl schon
nicht selten verändern sich ja Sound und Lautstärke während der Show
das Problem, das vorrangig zu beheben ist. Ich finde es sollte beim Soundcheck schon mal gecheckt werden, was es so an unterschiedlichen Konstellationen geben könnte und wie der Sound da am Monitor sein sollte. Ich finde auch dass ständig am Monitor herum zu schrauben kontraproduktiv ist. Es kann schon mal sein, dass da etwas nach korrigiert werden muss, aber grundsätzlich sollte der imho gleich bleiben. Das gibt dem Musiker die Konstanz die es braucht. Das ist zumindest meine Meinung.
 
Hallo!

I.d.R. hat doch heute so gute wie jede Musiker ein iPad.
Behringer App drauf und jeder kann seinen Monitor selber einstellen.
Das ist doch grade das gute, das sowas bei den digitalen Pulten möglich ist.

Der FOH ist für den Mix nach vorne zum Publikum zuständig und kann sich darauf dann voll und ganz konzentrieren.
Dann muss auch keine Musiker mehr Handzeichen oder so machen.

Gruß
sven
 
Behringer App drauf und jeder kann seinen Monitor selber einstellen.
Wenn das Monitoring komplett inear ist, ja. Wenn ein Teil oder das Ganze aus Lautsprecher-Monitorwegen beteht, Nein. Da habe ich zur Streßmininimierung als Tonmann lieber den Hut auf.
 
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jeder kann seinen Monitor selber einstellen.
Das geht solange InEar bzw Headphones verwendet werden. Bei klassischen Wedges ist das, finde ich, ein absolutes Nogo. Zu schnell endet dieses Experiment im Feedbackchaos. Gerade bei einer Band, die jetzt schon mit ihren Bühnensound so ihre Probleme hat, ist das extrem gefährlich.

Edit: Kollege @Alttöpfer war schneller:)
 
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Hallo!

Der FOH kann jederzeit in jeden Monitormix eingreifen, auch wenn die Musiker per iPad diesen selber mixen.
Der FOH hat immer den Hut auf. Daher sehe ich da absolut keine Gefahr.

Gruß
sven
 
Das ist dann wie im Kindergarten. Du kriegst immer erst was mit, wenn “es“ schreit, weißt aber vom FOH aus erst mal nicht, ob der Felix die Melle gezwickt oder das Grittli den Thorsten geschupst hat…
Nö, das machen wir nicht so.
 
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Der FOH hat immer den Hut auf. Daher sehe ich da absolut keine Gefahr.
Wenn ich am FOH etwas verändere, dann weiß ich das, wenn da z.B auch noch acht Leute auf der Bühne irgendwas herumschrauben wird es schnell zu „Mischen impossible“. Denn wenn was pfeift, dann muss man mal herausfinden wo der Grund dafür zu suchen ist. Für den Stress gibts nicht genug Kohle, damit ich da mitmache. Den Job überlasse ich dann gerne dir.
 
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Ja, aber der Mixer hat ein iPad und kann den MonitorMix direkt auf der Bühne erstellen, während er neben dem jeweiligen Musiker steht, und selber hören, was ankommt, und man kommt ohne Handzeichen aus.
 
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Klar, das ist eine gute Option beim Soundcheck. Für Korrekturen während des Konzerts geht das aber für mich nicht mehr. Da brauchts Kommunikation zwischen Band und Techniker. Ich seh da aberz.B auch kein Problem, so etwas einfach von der Bühne mittels Mikro dem Techniker einfach zu sagen. Dann kriegen die Leute auch mit dass das alles Live ist. :)
 
Ich seh da aberz.B auch kein Problem, so etwas einfach von der Bühne mittels Mikro dem Techniker einfach zu sagen. Dann kriegen die Leute auch mit dass das alles Live ist. :)
Wenn das bei uns (14 Leute auf der Bühne) alle so machen, spart das eine volle Stunde Programm... lol

Die Kunst der Band ist natürlich, einen so konstanten Sound abzuliefern, daß über den Gig hinweg keine derart heftigen Pegeländerungen der einzelnen Musikanten auftreten, die großartige Eingriffe an den Monitormixen erfordern. Klappt natürlich nicht immer, speziell, wenn Leute mit Profilneurose mit dabei sind. ;-) Außerdem lassen bei langen Gigs irgendwann die Ohren nach.

Andererseits hilft das Reinhören in IEM-Mixe auch nur bedingt, denn jeder hört anders, man hat selber nicht die gleichen IEM-Hörer wie der Musikant und es ist mir auch schon passiert, daß manche Leute - nach meinem Dafürhalten - seltsame Mixe ausdrücklich wünschen. Die Möglichkeit, die Akteure auf der Bühne eigene IEM-Mixe eistellen zu lassen bringt auch nur was, wenn die Betreffenden wissen, was sie wollen. Hatte z.B. schon Sänger, die "irgendwie ein seltsames feeling" beim Monitorsound hatten und sich nicht wohl fühlten... dann aber nach x-mal Nachregeln 90% sich selbst auf den Hörern hatten.


domg
 
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Ich mache für meine betreuten Bands üblicherweise einen sehr ausführlichen Monitor-Soundcheck - das sind bei mir locker 75 bis 80% der Zeit für den Soundcheck. Ausserdem verlange ich von den Musikern, dass sie spielen, "als wären sie auf Adrenalin." Also mit einer gewissen Intensität, so als ob das Publikum schon da wäre. Wenn Du es mit Amateuren zu tun hast, spielen die beim Soundcheck nämlich oft recht lasch, und beim Gig braten sie dann los, was allen einen anderen Sound auf dem Monitor beschert.

Ausserdem verabreden wir Handzeichen für leiser, lauter und "stimmt so". Wenn ein Musiker (m/w/*) auf seinen Monitor zeigt und eins dieser Zeichen macht, passe ich sein (...) Signal dort an. Wenn er auf einen anderen Musiker zeigt und mit dann eins der Signale gibt, passe ich das Signal dieses anderen Musikers bei dem an, der mir das Zeichen gegeben hat. Funktioniert normalerweise sehr gut.
 
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Moin in die Runde

Vielen Dank für eure Antworten und Tipps, die hilfreich sind. Hoffe, beim nächsten Gig klappt es besser.
 
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Ich mache für meine betreuten Bands üblicherweise einen sehr ausführlichen Monitor-Soundcheck - das sind bei mir locker 75 bis 80% der Zeit für den Soundcheck. Ausserdem verlange ich von den Musikern, dass sie spielen, "als wären sie auf Adrenalin." Also mit einer gewissen Intensität, so als ob das Publikum schon da wäre. Wenn Du es mit Amateuren zu tun hast, spielen die beim Soundcheck nämlich oft recht lasch, und beim Gig braten sie dann los, was allen einen anderen Sound auf dem Monitor beschert.

Ausserdem verabreden wir Handzeichen für leiser, lauter und "stimmt so". Wenn ein Musiker (m/w/*) auf seinen Monitor zeigt und eins dieser Zeichen macht, passe ich sein (...) Signal dort an. Wenn er auf einen anderen Musiker zeigt und mit dann eins der Signale gibt, passe ich das Signal dieses anderen Musikers bei dem an, der mir das Zeichen gegeben hat. Funktioniert normalerweise sehr gut.
Wozu brauchst Du noch gleich ein Handzeichen für "stimmt so"?
 
Wozu brauchst Du noch gleich ein Handzeichen für "stimmt so"?
wenn Du mir ein Zeichen gibst dass Du Dich zu leise hörst möchte ich auch wissen wann es gut ist und nicht erst ein Zeichen erhalten wenn es schon zu laut ist!
zB.
Daumen nach oben = lauter
Daumen nach unten = leiser
Daumen waagrecht = jetzt ist OK
 
Das sehe ich auch so
 
Wozu brauchst Du noch gleich ein Handzeichen für "stimmt so"?

Wenn mir z.B. jemand bedeutet, ein bestimmtes Signal lauter zu machen, fahre ich das Signal in dessen Monitormix langsam hoch, bis derjenige mir bedeutet, dass es gut ist. Daher dieses Zeichen. Alternativ könnte ich den Mix auch in kleinen Schritten anpassen, und der Musiker gibt mir ggf. wiederholt dasselbe Zeichen, bis es für ihn passt. Das ginge sicher auch. Soll ja auch nicht heissen, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, und jeder pflegt einen anderen Kommunikationsstil. Ich habe nur beschrieben, was bei mir funktioniert.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

...
Daumen nach oben = lauter
Daumen nach unten = leiser
Daumen waagrecht = jetzt ist OK

Daumen nach unten sieht für mich immer so aus, als ob der Gladiator in der Arena nun dran glauben muss. Für "leiser" bevorzuge ich persönlich das Signal, als ob der Musiker mit den Handflächen etwas nach unten drücken wollte. Oder er zeigt mit dem Zeigefinger nach unten.
 
Hab vor Jahren angefangen, in entsprechendem Fall dem Tonmenschen Kranzeichen zu machen. Zeigefinger kreisend nach oben/unten und flache Hand waagerecht. Komischerweise versteht das jeder.(nur manchmal die Kranfahrer nicht):cool:
 
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Ich dachte immer, Daumen hoch heißt 'Top - alles ok!' ;)
 
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