Musescore: Noten von Bassschlüssel zum Violinschlüssel (B-Instrument)

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IngesHeidt
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Hallo Zusammen,

ich lerne gerade von Trompete um auf Tuba. Die meisten Stücke (klassische Blasmusik) gibt es für Tub in B im Violin-Schlüssel. Manche jedoch nicht. Nun wollte ich wissen, wie ich mit Musescore diese erstellen kann. Ich habe einige Stücke vom Original (Bass-Schlüssel) nun in Musescore eingepflegt. Wie geht es dann weiter?
 
Guten Morgen und herzlich willkommen im Musiker-Board.

DIe einfachste Möglichkeit ist über das Ändern der Instrumenteneinstellung. Dazu den ersten Takt Deiner Notation markieren, mit rechter Maustaste anklicken und "Eigenschaften Notenzeile/Instrument" (ganz oben) auswählen:

MuseScore Transposition 1.png


Im Fenster, das sich dann öffnet, "Instrument ändern" und ein B-Instrument auswählen, z. B. Blechblasinstrumente/B Kornett:

MuseScore Transposition 2.png


Voilà! So ändern sich der Schlüssel und Tonart gleichermaßen passend.

Ein zweiter Weg geht über das Ziehen des Violinschlüssels aus der Palette auf den Bassschlüssel des ersten Takts und anschließendem Transponieren "per Hand" (Menü Werkzeuge) - dies setzt voraus, dass Du weißt, dass B-Instrumente immer zwei Kreuze mehr bzw. zwei Bs weniger haben als C-Instrumente ;).
 
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Danke...bei Letzter Variante: das mit den Vorzeichen ist klar. Um wie viel nach oben muss ich dann transponieren....ist eine Tuba in b gestimmt....
 
Im Violinschlüssel bei B 2 nach oben bzw. Es 3 nach oben.
 
Zitat Wiki:
'Die Notationsweise ist im internationalen Vergleich nicht einheitlich: In Deutschland, Italien und England wird klingend (also nicht transponierend) im Bassschlüssel notiert. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden wird transponierend im Bassschlüssel notiert (Basstuba in F klingt eine Quinte tiefer als notiert). In der Schweiz wird transponierend im Violinschlüssel notiert (Basstuba in F klingt eine Oktave plus Quinte tiefer als notiert).'

Ist also ganz unterschiedlich und hängt immer davon ab.
Ich persönlich kenne überwiegend die klingende Notation im Bass-Schlüssel, unabhängig von der Stimmung des Instrumentes. Gibt ja schgließlich B, C, Es und F-Tuben, wobei die B-Tuba schon die gebräuchlichste ist.

Und wenn du in MuseScore eine Tuba als neues Instrument anlegst, so ist das ebenfalls klingend im Bass-Schlüssel.

Meine Frage wäre ja: Wenn du jetzt Tuba lernst - auf welchen Schlüssel willst du dich spezialisieren?
Die Griffe muss man dann halt entsprechend anpassen, hier B-Tuba im Bass-Schlüssel klingend.
 
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Ich möchte alles im Violinschlüssel spielen, da ich dann nichts umdenken muss. Wenn ich allerdings bei Musescore den Schlüssel austausche ist das dann ja viel zu tief. Daher die Frage, um wieviel nach oben...
Im Violinschlüssel bei B 2 nach oben bzw. Es 3 nach oben.
zwei was? es ist ja mehr als eine Oktave zu tief dann...
 
Ach so, Du meinst die Oktaven und nicht die Tonarten: Vom Bass- in den Violinschlüssel zwei Oktaven nach oben.
 
Bezüglich der Tips wurde eine Frage noch gar nicht gestellt: spielst Du Trompete transponiert oder wie im Posaunenchor?

Gruß Claus
 
Bezüglich der Tips wurde eine Frage noch gar nicht gestellt: spielst Du Trompete transponiert oder wie im Posaunenchor?

Gruß Claus
transponiert...
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ach so, Du meinst die Oktaven und nicht die Tonarten: Vom Bass- in den Violinschlüssel zwei Oktaven nach oben.
Und dann noch eine große Sekunde...sagt mein Dirigent
 
Dein Dirigent hat recht, nur passen deine "Griffe" dann nicht mehr.
Bb auf der Tuba: keine gedrückten Finger, Bb auf der Trompete: erstes Ventil gedückt.

Bitte berichte mal zur Erfahrung mit deinem Vorhaben,. Ich fand es zu umständlich und habe Tuba wie Posaune im Basschlüssel nicht transponiert gespielt, so wie das üblich ist.
Man wird im Warm Up sowieso "Lange Töne" spielen, Skalen und Akkordbrechungen, dadurch hat man sich dann schnell umgestellt.

Gruß Claus
 
Also wir saßen gestern Abend zusammen (Dirigent und ich) und haben "Auf der Vogelwiese" von Tuba B Bass-Schlüssel per Musescore auf Tuba B Violinschlüssel umgebastelt. Dazu hatte ich die Originalnoten (Bass-Schlüssel) abgetippt, dann den Schlüssel geändert, zwei BB entfernt und zwei Oktovan plus eine große Sekunde nach oben transponiert. So passt das dann, dass ich im Violinschlüssel spiele und die gleichen Griffe verwende wie bei der Trompete...
 
Es ist nicht nur eine Intervall-, sondern eine Tonart-Transposition - siehe oben. MuseScore erledigt beides in einem Arbeitsschritt, wenn Du meine Methode 1 befolgst. Und mit Methode 2 brauchst Du die große Sekunde ebenfalls nicht, denn die Anpassung erfolgt dann auch über die Transposition von klingend C- in D-Dur (B-Notation).
 
Oder du lernst einfach gleich von anfang an im kiof zu transponieren 🥸. Mitspieler die das konnten habe ich als angenehm pflegeleicht in Erinnerung
 
Dein Dirigent hat recht, nur passen deine "Griffe" dann nicht mehr.
Bb auf der Tuba: keine gedrückten Finger, Bb auf der Trompete: erstes Ventil gedückt.
Doch, sie spielt ja auch die transponierten Griffe auf der Tuba - halt identisch mit der transponierten Trompete.

@IngesHeidt Nun, das freut mich, wenn es funktioniert hat.
Aber das bedeutet ja letztendlich, dass du jedes Stück eigenhändig entsprechend umschreiben musst.
Sicher ist es zwar erstmal bequem, keine neuen Notenschlüssel und Griffe lernen zu müssen, aber als Ersatz dafür jedesmal alle Noten umzuschreiben und dadurch unfexibel zu sein (kein Blattspiel etc)?

Das muss du halt abwägen, in welchen Ensembles und in welchem Umfang du spielen willst (ich hab jetzt keine Ahnung, was du mit 'klassischer Blasmusik' meinst) und wie sich dann der Aufwand dafür gestaltet.
Die neuen Griffe und den Bass-Schlüssel lernst du einmal und dann sitzt das - die Noten dagegen musst du jedes mal anpassen.
Ich würde schon empfehlen, langfristig den Bass-Schlüssel mit den Original-Tuba-Griffen zu lernen. Die Sache mit den Noten umschreiben kann ja durchaus ein Zwischenstadium dabei sein...

Ich spiele Posaune und bin froh, beide Schlüssel zu können, so kann ich auch Melodien im Violin-Schlüssel - halt eine Oktave tiefer - spielen. Und Trompete spiele ich derzeit zwar in klingender Notation, will mir aber parallel auch die Bb-Notation erlernen, um die ganzen Big-Band-Notationen mitspielen zu können. Ist zwar etwas Arbeitsaufwand, aber ich denke das lohnt sich...
 
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Das muss du halt abwägen, in welchen Ensembles und in welchem Umfang du spielen willst (ich hab jetzt keine Ahnung, was du mit 'klassischer Blasmusik' meinst) und wie sich dann der Aufwand dafür gestaltet.
Die neuen Griffe und den Bass-Schlüssel lernst du einmal und dann sitzt das - die Noten dagegen musst du jedes mal anpassen.
Ich würde schon empfehlen, langfristig den Bass-Schlüssel mit den Original-Tuba-Griffen zu lernen. Die Sache mit den Noten umschreiben kann ja durchaus ein Zwischenstadium dabei sein...
Ich spiele im Musikverein und tatsächlich gibt es die allermeisten Tuba-Noten von den meist Polkas oder Märschen bereits im Violinschlüssel quasi ab Werk. Daher hält sich der Aufwand in Grenzen. Das komplette Umlernen möchte ich mir mit meinen 52 Lenzen nicht mehr antun...Danke trotzdem für den regen Austausch hier...
 
Grund: Zitat gekürzt
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