Mit B Instrument den Bassschlüssel als Violinschlüssel spielen. Warum geht das nicht?

von VitoCalzone, 28.06.06.

  1. VitoCalzone

    VitoCalzone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #1
    Hallo, ich spiele seit ca. 4 Jahren Bassklarinette (in B gestimmt) im Violinschlüssel. Nun wollte ich mal nen Bassschlüssel als Violinschlüssel spielen. Als ich meinen Lehrer gefragt hatte, sagte der zu mir das wär sauschwer, weil man dann noch im Kopf transponieren müsste und nicht nur einfach vorzeichen ändern kann?! er hat gesagt, dass das bei Es gestimmten instrumenten gehen würde..................aber warum geht das bei b gestimmten instrumenten nicht?!
    eine andere frage ist: eine tuba ist doch auch in b, mein lehrer hat aber gesagt, dass diese meistens in c spielen würden, weil das sonst zu umständlich wär..........wie können die in c spielen wenn sie in b gestimmt sind?!.........?! ich komm gar nicht mehr mit:(
     
  2. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 28.06.06   #2
    Der Transponiertrick mit Bassschlüssel und Eb-Instrument klappt "zufällig"! Das war und ist nicht die Intention für den Bassschlüssel und/oder Eb-Instrumente, aber es kommt zufällig genau hin! Ein C im Bassschlüssel ist von der Notierung her am selben Platz wie ein A im Violinschlüssel. Beim Eb-Instrument ist aber "huchsoeinzufall" das gespielte A (jetzt wie Violinschlüssel gedacht) ein klingendes C. Passt! Wenn man also "im Kopp" den Bass- durch den Violinschlüssel ersetzt und alternativ drei Kreuze hinzufügt oder drei Bechen abzieht, dann spielt man klingend richtig.

    Bei einem Bb-Instrument ist das im Basschlüssel notierte C an der Stelle wie ein im Violinschlüssel notiertes A. Aber klingen tut dann ein G ... leider ein Quarte daneben! Deswegen klappt's nicht!

    Und zu den Tuben: keine Ahnung, wie man die notiert ... ich weiss nur, daß es zumindes Tuben in Bb, C, Es und F gibt. Jemand von der Tubafraktion hier!?

    Grüsse
    Roland
     
  3. VitoCalzone

    VitoCalzone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.06   #3
    also heißt das für eb instrumente, dass wenn im bassschlüssel c dur is, dass sie dann a dur spielen müssen?! geht das eigentlich nur mit bestimmten tonleitern, oder mit allen auf den eb instrumenten?! und wie iss es, wenn der bassschlüssel 6 kreuze hat?! das wär für eb instrumente welche tonleiter? weil 9 kreuze gibts ja nicht mehr;) geht das dann einfach im quintenzirkel so weiter?! müssen die dann wieder b dur spielen?! weil fis g gis a ais=b wär dann doch b dur, und das is ja ne quinte, soweit ich das noch von der theorie richtig weiß, dass eine quinte 5 halbtonschritte hat!
    und jetzt hats glaub ich geschnakkerlt! eb is ja 9 halbtöne tiefer als klingend, wenn sie c dur spielen...........und wenn sie jetzt a dur spielen is dat ein klingend c.....nur hat a dur drei kreuze, also die noch dazudenken, also passts.........aber warum geht das dann nur bei bestimmten tonleitern?! die halbtonschritte sind doch immer gleich, also sind doch bei jeder richtig transponierten tonleiter auch immer die gleichen halbtonschritte vorhanden, oder?! zb: a dur mit 3 kreuzen = fis dur mit 6 kreuzen für eb instrumente, stimmt das?! ich kapier grad gar nix mehr;)

    also müsste man immer 2 gantöne höher denken?! ok, das wär nicht so ganz einfach:D

    mein lehrer hat gesagt, dass die tuben heute fast alle nur in c spielen, dass es da fast gar keine tuben in b mehr geben würde im bassschlüssel.....wenn mir mal eine stimme fehlt, dann krieg ich im violinschlüssel die tuba in b, aber ansonsten solls das gar nicht mehr geben...............

    ich hoff ich hab jetzt net zu viel mist gelabert;)

    mfg david
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 28.06.06   #4
    Etwas verwirrend wars schon, aber die basstuba wurde in c, nicht transponierend notiert, wahrscheinlich weil in den stadtpfeifen die jungs neben der tuba den streichbass lernten. Die Wagner-Tuben stehen aber in B und F .
    Mit einem b-instrument hast du immer 2 kreuze mehr (werden es mehr als 6, umdenken in die entsprechende b-tonart, statt Gis-Dur As-Dur) als der übrige haufen oder 2 b weniger, und wenn du aus einer c-stimme im bassschlüssel spielst, musst du eine quinte tiefer denken (oder eine quarte höher), aber wenn du dich den bässen verwandt fühlst, lerne den bassschlüssel lesen.
     
  5. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 28.06.06   #5
    Jo!

    Das funktionuckelt mit allen Tonleitern, aber nut bei Eb-Instrumenten bei diesem Trick.

    Da mit neun Kreuzen spassig zu spielen ist (Dis-Dur: Gis, Dis, Ais, Eis, His, Fisis und Cisis) *hust* würde ich einfach sagen: enharmonisch 6# = 6b, spiel in Eb-Dur (3b, enharmonisch Dis-Dur, die Summe der Vorzeichen muss ja 12 sein). Must allerdings aufpassen, denn:
    Basschlüssel notiertes Cis "sieht aus wie" Ais im Violinschlüssel, klingt wie Cis ==> passt
    aber wenn Du in bchen denkst, dann steht da eben kein Des! Also: in Kreuzchen lesend denken, die bchen greifen. Viel Spass bei Auflösungszeichen ... da muss sich immer klar sein, was das in der Ursprungstonart bedeutete, d.h. ob der Ton, vor der Wirkung der Auflösung, ein ' oder ein b hatte.

    Das Verfahren (Transponiertrick mit Eb-Instrumenten) ist bis 4# annehmbar, danach schmerzhaft. Mit vielen Kreuzen ist's ein Kreuz ...

    Grüsse
    Roland



    PS:
    Zum C-Dur ==> A-Dur für Eb-Instrumente: Deswegen die Tief-A-Klappe bei den Baris. Es gab wohl viele Arrangements, bei dem ein großes C zu spielen war. Mit Tief-A kann das Bari genau ein klnigendes grosses C produzieren! Mein Bari geht bis zum grossen C ... :-)
     
  6. VitoCalzone

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    Erstellt: 29.06.06   #6
    also du spielst barisax mit a klappe?! dann is es aber n gutes, weil das ja immer selten is........meine bassklarinette geht auch bis zum kleinen c im violinschlüssel......das is ja dann n klingendes b!.......das is auch son nobelteil, weil die normalen nur bis es gehen ( hier hab ich jetzt nicht auf stimmend wert gelegt, das sind jetzt noten mit b stimmung, falls das ein wenig wundern sollte;) ).................. was mich jetzt aber stutzig macht ist die tatsache, dass das barisax bei uns immer nur von mir aus gesehen ein d, also ein klingend cis spielen kann........das heißt, dass die da nur eine b klappe hat, aber keine a?! ich finde das nämlich ein wenig seltsam, wegen einem halbton, da hätt man doch noch die klappe hinmachen können, oder?!.................
     
  7. VitoCalzone

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    Erstellt: 29.06.06   #7
    dich hab ich ja voll übersehen:rolleyes:naja, jetzt hab ich dich ja gefunden;)streichbass?! meinst du damit, dass die einfach gelernt haben, dass ihr cis ein c is, oder was?!
     
  8. Günter Sch.

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    Erstellt: 01.07.06   #8
    Musik wurde mal als handwerk gelernt, mit 14 als "stift" in eine stadtpfeife, wo jeder ein blas- und ein streichinstrument lernte, tuba und kontrabass (zum streichen) boten sich da an wie eine gemeinsame notierung. Kann aber auch anders zusammenhängen.
     
  9. VitoCalzone

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    Erstellt: 01.07.06   #9
    ah, ok!
     
  10. Roland Kramer

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    Erstellt: 04.07.06   #10
    Darauf ein klares "Jein!" als Antwort! :-)
    Ich weiß aus dem Stehgreif nicht, wer ausser Keilwerth noch Baris *ohne* Tief-A baut ... selbst die 2000Euro "Billigteile" sind schon alle mit Teif-A. Selmer, Yamaha, Yanagisawa ... alle mit Tief-A. Ich hab' das Einsteigsbari von Yanagiawa ... aber ist trotzdem schon was Feines ... :-) Bei Vintage sieht's wieder anders aus ... und es ist ein beliebter Diskussionspunkt, ob die Tief-Bb besser klingen als die Tief-A. Da werden dann teilweise Religionskriege ausgefochten, vergleichbar mit den materialdiskussionen ... :-)

    Bei Bassklaris sind die Schülermodelle (IIRC ... kenne mich wirklich nicht so gut aus ... Bassklari ist so'n kleiner Traum von mir) alle bis Tief-Eb und in der Regel mit einfacher Überblasklappe (z.B. die 221er von Yamaha). Für Modelle bis Tief-C legt man dann sehr viel (Böhm) bis sehr sehr viel (Deutsch) hin. Von daher kann man mit einer gewissen Bestimmheit sagen: Mit Tief-C = besseres Modell .... insbesondere mit Duodezimautomatik.

    Grüsse
    Roland


    PS:
    Mein "großer" Traum ist ein Basssax. In der aktuellen "sonic" ist ein Test vom Eppelsheim Bass. Da stand drin, man solle große Hände haben. *Das* könnte ein problem werden .... neben den 15k€ Anschaffungskosten *hust* natürlich ... ich sollte mal ausprobieren, wie der Conn Bass meines Lehrers in meiner Hand liegt.
     
  11. VitoCalzone

    VitoCalzone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.06   #11
    ok?! also bei bassklarinette is es so, dass es normal nur bis zum es geht.....meine geht aber bis zum c........is halt ne richtige nobelvariante;)

    du hast mir alles ausm mund genommen!!!:Dgenau so is es..........und weil die musikschule kein geld hat, hat sie sich ne böhmsystem bassklarinette angelegt........is aber auch nicht viel schwerer als deutsches system..............und diese automatik is voll fürn a****, weil wenn man mal nur ein bisschen zu viel auf die eine stange gedrückt hat und sie zu fest verbogen is, kann mans grad wieder reparieren lassen........is echt ne sehr empfindliche stelle, aber wenn mans raus hat;)

    mir reichen meine finger grad so eben für die bassklarinette...noch mehr wär schlimm und würd wahrscheinlich gar nimmer gehn...........aber kontrabassklarinette oder basssax.........das wär echt kuhl.....wobei die kontrabassklarinette echt schwul aussieht:D;)
     
  12. konbom

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    Erstellt: 09.07.06   #12
    Dass Instrumente Bb-Instrumente sind und in C spielen ist übrigens nicht selten...
    Auch bei der Posaune ist das so. Die Naturtöne bauen auf Bb auf, dass aber auch wirklich als Bb notiert wird, und nicht als C.
    Posaunisten müssen also nicht umdenken, mit deiner Bassklarinette wird das wohl ein größeres Problem.

    MfG.

    P.S.: Ich kenne einen Tenor-Saxophonisten, der eigentlich nur noch aus C-Stimmen spielt. Er sagt , dass er inzwischen so daran gewöhnt ist, zwei Halbtöne höher zu spielen, dass das "richtige" Spielen (in Bb) schwieriger ist. Das heißt also: Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es kein Problem...
     
  13. VitoCalzone

    VitoCalzone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.06   #13
    will mich aber net dran gewöhnen :Dweil ich doch noch sehr oft eigene noten hab und es nur wissen wollte, warum das letztes mal, als ich die noten von unserem tubisten spielen wollt, net gefunzt hat...........aber trotzdem danke für den hinweis;)
     
  14. RodriguezFatz

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    Erstellt: 14.08.06   #14
    Für Tuba gibt es alle möglichen Stimmen, meistens in C oder in B notiert.
    Das es eine B,F,C,Es oder was auch immer für eine Tuba ist, heißt ja nur, welches die naturtöne sind, also die Töne, die ohne drücken der Ventile erreicht werden können.
     
  15. VitoCalzone

    VitoCalzone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.06   #15
    ja..........aber gelernt wird eben doch als ob das gegriffene c ein klingend b (beim Bb instrument) ist, oder?!
     
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