Musik studieren - Wie?! Vorraussetzungen zu hart

von Raisheller, 15.03.17.

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  1. Raisheller

    Raisheller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.17   #1
    Hallo und schönen guten Tag, liebe Gemeinde!

    Ich bin momentan ein Student des Mediendesigns, merke aber immer mehr, dass mein Herz doch mehr für die Musik schlägt als ich dachte. Ich spiele seit diversen Jahren Gitarre und Klavier und das mit Leidenschaft. Sieht man sich doch in Richtung Bildung in der Branche auf, fällt einem Aufmerksamen Begutachter folgendes auf: Entweder musst du, um ein Studium anzugehen schon ein theoretischer und praktischer Profimusiker sein, um überhaupt aufgenommen zu werden, oder du schlägst dich in die private Schiene ein und zahlst tausende von Euros für einen Abschluss, der von "richtigen" Musikern nur belächelt wird.

    Nun kommt meine Frage: Wieso oder (vielleicht bin ich nur ein schlechter Internet-Pionier) gibt es eine Art Studium, Ausbildung oder Ähnliches, bei der man quasi "von Null" beginnt? Bei der gesagt wird "wir nehmen dich auf sobald wir musikalisches Potential bei dir erkennen und dann fangen wir dieses und schleifen es zu einem Diamanten" oder gibt es sowas nicht?
    Falls nein, was ist die Alternative? Selbststudium und Ehrgeiz bis man gut genug ist, eine Aufnahmeprüfung zu bestehen?

    Danke und liebe Grüße
     
  2. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.17   #2
    Dir ist aber schon klar, dass ein Studium immer die Krone eines laaaangen Weges des Lernens darstellt?
    Dein Medienstudium hast du auch nicht mit 0 begonnen, sondern nach 12 - 13 Jahren intensiven lernens.

    Dabei ist man beim Musikstudium doch in der vorteilhaften Lage, nicht einen Zettel als Eintrittskarte
    vorweisen zu müssen, sondern sogar als quasi Analphabet mit Talent und Können in der Aufnahmeprüfung
    glänzen zu dürfen.

    Nebenbei, ohne hervorragende theoretische und praktische Kenntnisse übersteht man nicht mal die erste Woche
    in einem Studium. Du trittst da gegen russische Wunderkinder und musikalische Genies aus aller Welt an.
     
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  3. andiu

    andiu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.17   #3
    Das Musikstudium ist eines dieser Studiengänge bei dem Allgemeinbildung und Studienbefähigung als Vorwissen nicht ausreicht. Vergleichbar mit dem Kunststudium.

    Wie usdz schon so schön schrieb:
    Richtig, die deutschen Musikhochschulen sind bei vielen begehrt. Du musst gute Praxis und gutes bis sehr gutes Niveau auf einem, besser zwei Instrumenten aufweisen und Musiktheorie beherrschen, jedenfalls die Grundlagen sicher auf ordentlichem Niveau. Und dann kommt noch die Aufnahmeprüfung. In diesem Studium wird an Dir geschliffen und gefeilt, den Rest musst Du eigentlich schon im Gepäck haben.
    Also bleibt nur das Selbststudium und ein, zwei gute Lehrer für das Instrument /Theorie. Dein Mediendesignstudium läuft Dir ja nicht weg, ist halt deutlich mehr zhusätzliche Arbeit bis Du in der Musik auf Hochschulniveau kommst.
    Immerhin spielst Du schon zwei Instrumente, also musst Du nicht from the scratch up starten.
     
  4. jojodrummer

    jojodrummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.17   #4
    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
    Ich studiere selbst (glücklicherweise) bereits etwas Musikalisches, möchte allerdings auch die praktische Richtung einschlagen und jene Prüfungen an den staatlichen HS haben es wirklich in sich.
    Dein "von 0 Beginnen" ist in einer Studienrichtung mit berufsbildendem Abschluss leider nicht gegeben. Das einzige, was du tun könntest, wäre Unterricht nehmen und aufholen, sodass du dich für das Studium qualifizieren kannst.
    Ich glaube es gibt da keine Alternative als die harte Arbeit, die dort alle reinstecken müssen..
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.03.17   #5
    Es geht auch darum, dass staatliche Hochschulen vom Steuerzahler bezahlt werden. Und dieser Unterricht ist sauteuer. Es gibt keinen Studiengang der teurer ist als das Musikstudium. Man hat unglaublich viel Einzelunterricht bei hochdotierten Dozenten und Seminare in kleinen Gruppen. Man fördert Dich als Individuum und Künstler und steckt so gesehen Geld in dich hineien. Deswegen darf nicht jeder, der will dieses Privileg genießen. Eine Aufnahmeprüfung stellt sicher, dass der Auszubildende auch in der Lage ist etwas davon (von den Steuergeldern :) ) zurück zu geben, etwa indem er Kultur betreibt und verbreitet, was dem Steuerzahler dann wiederum zugute kommt. "Du hast musikalische Talent und wir födern das." Wer ist wir? Wer bezahlt die feuchten Träume von Sängern, die meinen super toll zu sein weil alle Freunde ja immer sagen wie toll man doch singen kann. Niemand will das bezahlen... es sei denn man bezahlt es selbst aus eigener Tasche... und dann sind wir eben bei diesen ganzen Akademien mit 350 Euro Monatsbeitrag und Zertifikaten, die letztlich kaum Aussage treffen.
     
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