Musik Video aufnehmen ohne sichtbare Kopfhörer?

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alleskoenner
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Hallo zusammen, ich bin Musiker und möchte professionelle Musik Videos aufnehmen. Das Setup sieht so aus, dass ich über selbst produzierte Tracks Instrumente drüber spiele.

Auf den Videos sollen keine Kopfhörer oder ähnliches zu sehen sein. Wie machen das die meisten professionellen Musiker auf Videos? Gibt es sog. *Unsichbare Kopfhörer* Bei den Bluetooth in Ear hat man das Problem, dass sie eine zu krasse Latenz haben und man sieht diese teilweise auf Videos.

Welche Lösung ist die beste?
 
Bei solchen Videos wird in der Regel nicht live gespielt.
 
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Richtig. Es werden über Lautsprecher die bereits vorhandenen Audiospuren als Playback zugespielt, zu denen dann Lippen und Finger bewegt werden. Später beim Schnitt werden dann die Videoaufnahmen auf die Audiospuren synchronisiert. Ein beliebtes Stilmittel ist es, bei der Musikvideo-Aufnahme sowohl das Playback als auch die Kamera etwas schneller laufen zu lassen, und beim vorhin erwähnten Sync-Vorgang wird die Videoaufnahme wiederum verlangsamt, so dass sie zur Original-Audio-Geschwindigkeit passt. Das gibt dann im fertigen Video einen sehr wirksamen Effekt. Der Fachbegriff für diesen Trick ist mir jedoch nicht geläufig.
 
Dabei macht es Sinn, mit der Kamera (oder mehreren Kameras) jeweils den Playbackton wieder mit aufzunehmen. und zwar mit der selben Samplerate wie das Original.
Dann beim Start Einmal Klatschen oder eine Klappe knallen lassen. Damit hat man definierte Punkte für die Synchronisation, die die Videoschnittsoftware ggf. Automatisch analysieren kann. Klappt z.B. bei MAGIX Video recht ordentlich.
 
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Dabei macht es Sinn, mit der Kamera (oder mehreren Kameras) jeweils den Playbackton wieder mit aufzunehmen. und zwar mit der selben Samplerate wie das Original.
Dann beim Start Einmal Klatschen oder eine Klappe knallen lassen. Damit hat man definierte Punkte für die Synchronisation, die die Videoschnittsoftware ggf. Automatisch analysieren kann. Klappt z.B. bei MAGIX Video recht ordentlich.
Und / oder die Timecodes zu synchronisieren.
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Hallo zusammen, ich bin Musiker und möchte professionelle Musik Videos aufnehmen.

Welche Lösung ist die beste?
Für professionelle Musikvideos holt man sich wohl am besten auch professionelle Leute, die wissen, wie das geht, weil sie es gelernt haben und es nicht zum ersten mal machen. Dafür braucht man natürlich ein entsprechendes Budget.

Ansonsten würde ich persönlich den Anspruch herunter zu fahren und mit gewollt semi-professionelle Videos anfangen. Die dürfen dann auch so aussehen und können trotzdem oder gerade deshalb erfolgreich sein.
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Wie machen das die meisten professionellen Musiker auf Videos?
Sie haben sich professionelle Leute engagiert, die das für sie machen.
 
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Welche Lösung ist die beste?

Viele Youtube-Influenzer arbeiten mit dem kostenlosen Program OBS Studio. Darin kannst du verschiedene Quellen für Bild und Ton festlegen. Da du ja sicher schon eine DAW nutzt kannst du also in OBS den Masterkanal der DAW als Quelle für den Ton und eine mit dem PC verbundene Kamera oder dein Smartfon als Quelle für's Bild festlegen.
In das DAW-Projekt lädst du also bspw. eine Spur mit deinem fertigen Track und eine Spur für dein Instrument. Wärend du es abspielst oder auch dazu recordest zeichnet OBS das Bild deiner angeschlossenen Kamera (ohne Ton) auf und gleichzeitig den Ton aus der DAW. Abhören kannst du also dabei über deine Monitorboxen, ganz ohne Nebengeräusche -> keine Kopfhörer nötig. Einen Greenscreen, also anderen Hintergrund kannst du in OBS auch einrichten.

Hier die Grundlagen zu OBS:


View: https://youtu.be/fgWXsxjHxNg?feature=shared

Um den Ton vom Masterkanal der DAW in OBS einzubinden benötigst du das kostenlose VST-PlugIn ReaStream. Wie das ganze funktioniert (+Downloadlinks) siehst du hier:


View: https://youtu.be/rxZ3o1aTyPY?feature=shared
 
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Als jemand, der Video professionell macht, drehe ich fast immer völlig durch, wenn ich mal versuche, mich selber beim Musizieren zu filmen. Das sind ja dann mehrere komplette Jobs in einem. Und meistens ist man sich ja schon bei der Musik unsicher. Aber nun gut, es gilt ja immer: Je weniger Plan, desto mehr Pläne.

Wenn man die Komplexität weiter drastisch erhöhen will, kann man natürlich live nebenher den Videoschnitt in OBS auch noch machen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass so professionelle MusikerInnen wie Mary Spender auf YouTube sich nicht primär als Musiker sehen, sondern als YouTuber. Das heißt, deren Vollzeitjob ist Videoproduktion, und bei denen, die das länger erfolgreich durchhalten, steckt ein Team dahinter. Egal ob nun Laura Kampf oder Rezo oder eben jmd im Musikbereich.

Faustformel: Für eine Minute Film kann man eine Stunde Schnitt rechnen und der Postproduction. Und schon vor der Record-Knopf gedrückt wird, kann man da gleich mal eine Stunde seine Scheinwerfer rumschieben,…

Andersrum gesehen positiv gedacht: Auf YouTube kann man auch mit einer „langweiligen” Nummer mit nur einer Kameraperspektive punkten, wenn der Inhalt wirklich interessant und gut gemacht ist. Und wenn der Ton gut ist. Schlechtes Bild lässt sich insb. bei Musik deutlich besser ertragen als miserabler Ton.

Richtige™ Musikvideos zum Playback sind sehr viel Arbeit, die auch einigermaßen teuer ist. Lohnt sich das? Nein, natürlich nicht, nur weil man bei YouTube ist, bekommt man ja noch lange weder Aufmerksamkeit noch Geld.
 
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Bei solchen Videos wird in der Regel nicht live gespielt.

Als jemand, der Video professionell macht, drehe ich fast immer völlig durch, wenn ich mal versuche, mich selber beim Musizieren zu filmen. Das sind ja dann mehrere komplette Jobs in einem. Und meistens ist man sich ja schon bei der Musik unsicher. Aber nun gut, es gilt ja immer: Je weniger Plan, desto mehr Pläne.

Wenn man die Komplexität weiter drastisch erhöhen will, kann man natürlich live nebenher den Videoschnitt in OBS auch noch machen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass so professionelle MusikerInnen wie Mary Spender auf YouTube sich nicht primär als Musiker sehen, sondern als YouTuber. Das heißt, deren Vollzeitjob ist Videoproduktion, und bei denen, die das länger erfolgreich durchhalten, steckt ein Team dahinter. Egal ob nun Laura Kampf oder Rezo oder eben jmd im Musikbereich.

Faustformel: Für eine Minute Film kann man eine Stunde Schnitt rechnen und der Postproduction. Und schon vor der Record-Knopf gedrückt wird, kann man da gleich mal eine Stunde seine Scheinwerfer rumschieben,…

Andersrum gesehen positiv gedacht: Auf YouTube kann man auch mit einer „langweiligen” Nummer mit nur einer Kameraperspektive punkten, wenn der Inhalt wirklich interessant und gut gemacht ist. Und wenn der Ton gut ist. Schlechtes Bild lässt sich insb. bei Musik deutlich besser ertragen als miserabler Ton.

Richtige™ Musikvideos zum Playback sind sehr viel Arbeit, die auch einigermaßen teuer ist. Lohnt sich das? Nein, natürlich nicht, nur weil man bei YouTube ist, bekommt man ja noch lange weder Aufmerksamkeit noch Geld.

Viele Youtube-Influenzer arbeiten mit dem kostenlosen Program OBS Studio. Darin kannst du verschiedene Quellen für Bild und Ton festlegen. Da du ja sicher schon eine DAW nutzt kannst du also in OBS den Masterkanal der DAW als Quelle für den Ton und eine mit dem PC verbundene Kamera oder dein Smartfon als Quelle für's Bild festlegen.
In das DAW-Projekt lädst du also bspw. eine Spur mit deinem fertigen Track und eine Spur für dein Instrument. Wärend du es abspielst oder auch dazu recordest zeichnet OBS das Bild deiner angeschlossenen Kamera (ohne Ton) auf und gleichzeitig den Ton aus der DAW. Abhören kannst du also dabei über deine Monitorboxen, ganz ohne Nebengeräusche -> keine Kopfhörer nötig. Einen Greenscreen, also anderen Hintergrund kannst du in OBS auch einrichten.

Hier die Grundlagen zu OBS:


View: https://youtu.be/fgWXsxjHxNg?feature=shared

Um den Ton vom Masterkanal der DAW in OBS einzubinden benötigst du das kostenlose VST-PlugIn ReaStream. Wie das ganze funktioniert (+Downloadlinks) siehst du hier:


View: https://youtu.be/rxZ3o1aTyPY?feature=shared


Und / oder die Timecodes zu synchronisieren.
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Für professionelle Musikvideos holt man sich wohl am besten auch professionelle Leute, die wissen, wie das geht, weil sie es gelernt haben und es nicht zum ersten mal machen. Dafür braucht man natürlich ein entsprechendes Budget.

Ansonsten würde ich persönlich den Anspruch herunter zu fahren und mit gewollt semi-professionelle Videos anfangen. Die dürfen dann auch so aussehen und können trotzdem oder gerade deshalb erfolgreich sein.
Beitrag automatisch zusammengefügt:


Sie haben sich professionelle Leute engagiert, die das für sie machen.

Dabei macht es Sinn, mit der Kamera (oder mehreren Kameras) jeweils den Playbackton wieder mit aufzunehmen. und zwar mit der selben Samplerate wie das Original.
Dann beim Start Einmal Klatschen oder eine Klappe knallen lassen. Damit hat man definierte Punkte für die Synchronisation, die die Videoschnittsoftware ggf. Automatisch analysieren kann. Klappt z.B. bei MAGIX Video recht ordentlich.

Richtig. Es werden über Lautsprecher die bereits vorhandenen Audiospuren als Playback zugespielt, zu denen dann Lippen und Finger bewegt werden. Später beim Schnitt werden dann die Videoaufnahmen auf die Audiospuren synchronisiert. Ein beliebtes Stilmittel ist es, bei der Musikvideo-Aufnahme sowohl das Playback als auch die Kamera etwas schneller laufen zu lassen, und beim vorhin erwähnten Sync-Vorgang wird die Videoaufnahme wiederum verlangsamt, so dass sie zur Original-Audio-Geschwindigkeit passt. Das gibt dann im fertigen Video einen sehr wirksamen Effekt. Der Fachbegriff für diesen Trick ist mir jedoch nicht geläufig.


Danke für deine Antwort. Ich meine nicht Musik Video im klassischen Sinne, sondern eher sowas wie hier: https://www.instagram.com/ummetozcan/

Ich hoffe, du hast Insta....

LG
 
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Die Facebookisierung und Whatsappisierung der Kommunikationsform durch den TE lassen mich den Thread entabonnieren.
 
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Nein, ich habe kein Insta. Ebenso wenig wie whatsup oder facebook. Und das wird auch so bleiben.

Auch habe ich meine MacOS Geräte gegen Linux ausgetauscht, auf meinem Handy läuft e/OS.

Wenn Du also weiter mit mir kommunizieren willst, dann innerhalb dieses Forums oder meinetwegen auch noch mit einem Link zu youtube - da brauche ich keinen Account mit schwindligem Datenschutz.
 
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Danke für deine Antwort. Ich meine nicht Musik Video im klassischen Sinne, sondern eher sowas wie hier: https://www.instagram.com/ummetozcan/
Die Videos in denen er keine Kopfhörer trägt, sind nicht Live. Da sind ja auch Aufnahmen von ihm wo er z.B. in einem Club eine Flöte hinter einem DJ Pult Spielt und da trägt er auch einen In-Ear.
Die Sachen, bei denen er basierend auf eingesungenen Melodien den Klang verändert können auch so entstanden sein, dass er sich beim Einsingen der Originalspur gefilmt hat, dann das Processing gemacht hat und dann das ganze entsprechend zusammengeschnitten hat. Da gibt es einiges an Möglichkeiten sich kreativ auszutoben und Spaß zu haben.
Wenn du E-Gitarre über ein Amp-Sim Plugin spielst, dann kannst du auch einfach den kompletten Mix über deine Monitore laufen lassen und dich dabei Filmen und gleichzeitig die Gitarrenspur in deiner DAW aufnehmen und hinterher den Mix aus der DAW unter dein Video legen. Da braucht es auch keinen Kopfhörer. Wenn du akustische Instrumente mit einem Mikrofon aufnimmst, wirst du um "Playback" oder Kopfhörer nicht herumkommen. Wenn du wirklich Live-Spiel zeigen möchtest aber die Kopfhörer nicht zu dem Passen was du dir visuell vorstellst, dann sind wahrscheinlich dezente In-Ears am ehesten Möglichkeit.
 
@alleskoenner: x-mal die exakt wortgleiche Antwort, jedesmal mit einem anderen Zitat davor, ergibt gelinde gesagt wenig Sinn. Ich habe das jetzt aufgeräumt.

Banjo
 
wenn IE blöd aussieht, kann man konventionelles Monitoring mit Lautsprechern machen.
 

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