Musiker mit anderen Tonsystemen

von cmr, 22.12.19.

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  1. cmr

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    Erstellt: 22.12.19   #1
    Hallo allerseits!

    Ich bin auf der Suche nach Musikern, die unübliche Tonsysteme verwenden. Also nicht das europäische Tonsystem mit 12 Halbtönen pro Oktave und auch nicht die verbreiteten Tonsysteme anderer Kulturen.

    Vor allem interessiert mich dabei natürlich Musik, die irgendwie gut klingt und nicht nur schräg.

    Kennt ihr da irgendwen?

    Hier ein paar Beispiele, die ich schon gefunden habe:
    - Last Sacrament https://lastsacrament.bandcamp.com/
    - ZIA https://www.reverbnation.com/1029821/album/172734
    - Aeterna https://store.cdbaby.com/cd/aeternamusic
     
  2. Freu

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    Erstellt: 22.12.19   #2
    geile Links, erinnert mich an mySpace Zeiten.
    nix embedded oder so neumodischer Kram.
    Hab mir die Sachen dennoch angehört.
    Björk fällt mir noch ein.
    Die bulgarische Folklore schließt du ja per Definition schon aus.
     
  3. MS-SPO

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    Erstellt: 23.12.19   #3
    Hm, verstehe ich noch nicht so ganz. Angenommen, Jemand teilt die Oktave in 15 oder in 7 unorthodoxen Tönen statt in die gewohnten 12: Wie stellt Ihr dann Eure Instrumente darauf ein?


    Oder bist Du am Ende nur auf der Suche nach anderen Skalen?

    Mit "Skala" meine ich dabei z.B. "5 aus 12". Davon gibt es eine Menge, z.B. auf C bezogen:
    c d f g a,
    was für eine Melodiestimme völlig reichen kann. Oder, äquivalent dazu:
    g a c d e.

    Oder auf F bezogen:
    f g#a#c c# ?

    Was äquivalent ist zu:
    c d# f g g# .

    Sowie natürlich alle entsprechenden Transpositionen.
     
  4. Freu

    Freu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.19   #4
    31tone-rga8_010osbr.jpg

    Bis auf Höhe des "12. Bund" (also eine Oktave höher) gibt es hier 31 Töne.
    Netterweise gleich ein Skalendiagramm daneben

    Alle einigen sich auf das gleiche Tonsystem.

    Wenn man google auf EDO oder MOS jagt, findet man einen riesen Haufen ...
    .
     
  5. cmr

    cmr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.19   #5
    Was verwenden die denn für Tonsysteme? In den beiden verlinkten Aufnahmen scheint das für mich das ganz normale europäische Tonsystem zu sein.
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.12.19, Datum Originalbeitrag: 23.12.19 ---
    Also eigentlich möchte ich solche Musik erstmal anhören und verstehen – noch nicht gleich selber machen.

    Aber je nach Instrument und Tonsystem gibt es da ganz unterschiedliche Lösungen. Am einfachsten wird es sein, wenn man die Musik nicht spielt, sondern programmiert.

    Nein
     
  6. Freu

    Freu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.19   #6
    Bei beiden Beispiele werden Tonhöhen aus unserem bekannten Tonsystem absichtlich und wiederholbar, gezielt nicht getroffen.
    Das gute daran, es wird in gemäßigtem Tempo vorgetragen. Die Dissonanzen werden erkennbar und fügen sich schließlich ein.
    Hingegen bei einem pfeilschnelle Deathmetal Solo auf der Vielbündigen, schaltet unser Hirn gerne auf Autokorrektur und von der avantgardistischen Absicht bleibt nicht viel über.
     
  7. MS-SPO

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    Erstellt: 23.12.19   #7
    Ok. 'Mal vom Instrument her gedacht haben die wenigsten Einschränkungen am Tonsystem beispielsweise:
    • Geige
    • Cello / Bass
    • Teremi
    • manche Flöten.
    Die Saiteninstrumente sind fretlos, das Teremi reagiert auf Positionen, bestimmte Flöten auf veränderliche Resonanzlängen.

    Auf der Suche nach Hardrock + Teremi findet man Einiges, u.a. auch diese Anmutung:



    Sicher noch nicht so ganz das, was Du suchst, aber das tonale Potential sollte deutlich sein :D


    Immerhin, theremin hardrock liefert bei DuTube, ab ca. 1:30:




    Immerhin, beide Interpreten treffen fast ständig keine klassischen 12 Töne :evil:
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.12.19, Datum Originalbeitrag: 23.12.19 ---
    Aeterna spricht von Microtonal Music. Hier eine Liste microtonaler Musiker: https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrotonale_Musik , am Beitragsende. Dort stehen auch Verweise auf weitere Tonsysteme.
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.12.19 ---
    Mit "Microtonal music. hardrock" bei DuRöhre findet sich z.B.:


    (53 Töne)

    oder


    (22 Töne)


    Über Wikipedia, YouTube und Georges Lentz dann auch so etwa wie microtonale "Klassik":

     
  8. Freu

    Freu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.19   #8
    danke für die kurze google übersicht.
     
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  9. Zelo01

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    Erstellt: 20.03.20   #9
    Ist zwar nicht unbedingt Musik, aber ein anderes Tonsystem: 2-Ton Sirenen, bei Krankenwagen etc. Hab mal gehört die seien absichtlich "schräg" zueinander gestimmt, dass niemals beide Töne in ein normales Tonsystem passen. Wenn die zwei Töne zB in einer Quinte gestimmt wären, ist die wahrscheinlichkeit, dass die Sirene mit meiner Musik im Auto harmoniert, sehr gross, und mir fällt überhaupt nicht auf, dass ein Krankenwagen vorbei will:D
     
  10. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.20   #10
    Diese Zweitonsirenen werden oft als Beispiel herangezogen, wenn es um das Intervall "Quarte" geht. :)

    Aber egal wie die Sirene gestimmt ist, die Musik im Auto muss nicht mal allzu laut sein, und schon kriegt man von etwaigen Sirenen nichts mehr mit, wenn sie nicht direkt hinter einem sind.
     
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