musiktheorie umsetzen!

von keyboardia, 09.10.06.

  1. keyboardia

    keyboardia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #1
    Hallo!

    Ich befasse mich schon seit einigen wochen mit musiktheorie(dur,-moll-pentatonik,quintenzirkel,modes)und stehe nun mit dem problem der umsetzung!

    1. habe eine cd mit rock-akkorden und würd gern dazu improvisieren (solieren).

    Akkordfolge : /Am/G/D/C-D/

    meine frage:1.wie finde herraus in welcher tonart die akkordfolge ist?(vorgehensweise)
    2.- >daraus: wie finde ich die richtigen tonleitern ,pentatoniken?

    ICH weiss, es gibt sicher schon einige gleiche beiträge zu meinen thema, aber diese haben mir nicht weitergeholfen. Darum bitte direkt auf mein spezifischen bsp zu antworten :)

    danke im voraus für antworten :)
     
  2. reiserso

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    Erstellt: 09.10.06   #2
    Hallo Keybordia,
    schaust Du Dir den Quintelzirkel nochmal genauer an, wirst Du eine Auflistung der Akkorde daraus ziehen können, die zu der jeweiligen Tonart gehören. In der Suchfunktion hier müsstest Du eigentlich unter den Schlagwörtern, Pentatonik, Harmonielehre, Stufenakkorde fündig werden. Ansonsten bei Google unter leitereigenen Akkorden, Kadenzen, Tonarten.

    Okay, bist Du nicht.In der Tonart G-Dur gibt es die Tonika G, die Subdominante C und die Dominante D, auch genannt authentische Kadenz, da in jeder Tonart bei der 1. (Tonika), 4. (Subdominante) und 5.Stufe (Dominante) alle Töne einer Tonart enthalten sind. A-Moll ist die 2.Stufe von G-Dur. Du kannst also munter mit der G-Dur Tonleiter darüber solieren, oder mit e moll, ist die paralle Molltonart.Um ganz sicher zu gehen nimmst Du die G-Dur Pentatonik , die aus den Tönen g,a,h,d,e besteht.Um es etwas bluesiger zu gestalten, kannst Du bei der Penta noch cis (blue note , verminderte Quinte oder übermässige Quarte, weiss ich jetzt nicht so genau) und f (kleine septime) mitreinnehmen. Auch Deine Akkordfolge könntest Du, bei Bedarf noch etwas ändern in Asus2, Cadd9,d7, und gmaj.7 (habe ich jetzt nicht ausprobiert , nur so als Idee.

    Wenn du Dich weiter mit Theorie befassen möchtest, schau nochmal bei den Kirchentonarten nach, daraus ergeben sich noch mehr Möglichkeiten für das Solieren
     
  3. keyboardia

    keyboardia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #3
    ok-wenn ich die Gdur -tonleiter gebildet und dadurch ergeben sich folgende akkorde G-Am-C-D-Em-Fm....dh zu meinen bsp sind alle akkorde in dieser tonleiter!!

    dadurch kann ich in G-dur solieren, parallele tonleiter ist Em !!!!

    so weit hab ich das verstanden ....

    NUR: 1.welche diatonische kirchentonleiter nehme ich jetzt?(ionisch,dorisch,phrygisch,lydisch,mixolydisch,aolisch,lokrisch)

    2. was ist wenn in dieser akkordfolge (Am/G/D/C-D) ein "fremder akkord"(nicht in G dur-tonleiter) vorhanden wäre? wie funktioniert dann das solieren über diesen "fremden akkord"?

    3.Ein Lied ist immer in einer tonlage...d.h es sind wären imma nur 6verschiedene akkorde möglich??? bsp g dur (G-Am-C-D-Em-Fm)
     
  4. JoeCoo

    JoeCoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #4
    zur ersten leider keine antwort. aber denke da kannste spielen was du willst. die haben einfach nur unterschiedliche klangfarben.

    beim zweiten:
    nicht jedes lied is komplett in einer tonart. die tonarten wechseln. das ist ganz normal und kommt nicht selten vor. da musst du dann einfach in die neue tonart rutschen.
     
  5. keyboardia

    keyboardia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #5
    4.Kann mir wer sagen wie ich vorgehen muss, um herauszufinden in welcher tonart ein lied geschrieben ist?(is ja nicht immer so durchsichtig wie bei meinen bsp)


    danke für deine antwort joecoo, aber vielleicht kann mir wer noch die fragen detailierter beantworten :)

     
  6. reiserso

    reiserso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.06   #6
    Hi , zu Deinen Fragen:

    1.) Die Kirchentonleitern bauen sich ja auf den einzelnen Stufen auf, wie Du schon geschrieben hast, 1 .Stufe ionisch, 2. dorisch etc. Du könntest also die ganze Zeit G ionisch spielen, welches der G-Dur Tonleiter entspricht.Wenn Du es tricky haben möchtest, kannst du bei a-moll a dorisch (2.Stufe), bei C lydisch (4.Stufe), bei D mixolydisch (5.Stufe spielen). Die Töne gleichen sich immer, nur wie mein Vorredner sagte, die Klangfarbe ändert sich. So hat dorisch z.B. einen ganz anderen Charakter wie z.B. lokrisch, obwohl es die gleichen Töne sind, das heisst das Solieren bkommt noch einmal ganz andere Fülle und Farben.

    zu2) Wenn ein leiterfremder Akkord enthalten ist, bei Deiner Reihenfolge meinetwegen am, G,cm,D musst Du beim Solieren halt aufpassen, b.z.w. Deine Improvisationsskala erweitern ( hier eb bei cm), aber nicht grundsätzlich beim Solieren über der Akkordfolge, sondern nur bei diesem Akkord. Du kannst das eb natürlich drinlassen, aber es wird sich stellenweise ziemlich schräg anhören (Reibung kleine sekunde zu a-moll und D z.B.)

    zu 3.) Wie mein Vorgänger schon sagte, ist gibt viele Songs, bei denen die Tonarten variieren, im RocK /Pop Bereich gehts dann häufig gegen Ende `nen Halbton oder Ganzton hoch, da tauchen dann völlig neue Akkorde auf.

    Die von Dir genannten leitereigenen G -Dur Akkorde sind nur das Grundgerüst, Du kannst die Akkorde ja mit leitereigenen oder leiterfremden Tönen spicken , Töne weglassen, Voicings spielen, in x-Lagen spielen und bekommst so eine immense Vielfalt von Akkorden.Aber generell stimmt es erstmal, G dur besteht aus den von Dir genannten Akkorden, allerdings nicht fm , sondern fis7/-5, wird in der Praxis aber häufig anders gespielt.

    zu4) Tja , das ist für mich nicht ganz so einfach. Habe ich die Noten, schaue ich natürlich auf die Vorzeichen und habe die Tonart dann.Bei Lagerfeuerversionen , nur mit Akkorden , ohne Noten und Rhythmusangaben wirds dann schon schwieriger. Eine mÖglichkeit ist nach der Dominantseptime zu suchen (bei GDur 5. Stufe D7), dann hat man die Tonart, ebenso die parallele Molltonart.Sind Major 7 Akkorde angegeben, sind s klassischerweise 1 oder 4. Stufe bei Dur.Bei Zusatzoptionen (9,6,11 ,sus z.B.) lasse ich die Zusatzoptionen weg und nehme den Griff nur in seiner Reinform.
    So mache ich es, weiss nicht wie es Profis machen oder wie es gelehrt wird, ansonsten probieren, welche Töne sind in den Akkorden enthalten und eigene Skale zusammenstellen. Teilweise ist es ja auch nur ein Akkord, der einen durcheinander bringt, der nicht so richtig passt, den dann halt genauer analysieren.

    Ansonsten sind auch die Themen Modulation (Wechsel in eine andere Tonart) und Reharmonisation ( Umgang mit Austauschakkorden ) sehr interessant. Aber nichts überstürzen.
     
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