@Mojkarma:
Mann kann sich seinen Lieblingsmultimode aussuchen und muss sich dann nur noch mit einem Modus auseinandersetzen.
Das sehe ich aber anders. Bei bis zu vier Parts bist du in einem Modus und darüber hinaus musst du schon einen anderen wählen der - egal wie sehr sich die verehrten Motif Benutzer dagegen wehren möchten - für Livespiel eigentlich gar nicht gedacht ist. Warum soll ich den Sequenzer Mode benutzen müssen, nur um über die 4 Parts hinaus kommen zu können? Und da hat man 64 Speicherplätze im Song Modus. Für die selben 64 Speicherplätze haben wir den Roland Integra fast als unbrauchbar abgestempelt. Und dann hat man noch den Pattern Mode. Spätestens hier angelangt müsste es einem klar werden, dass man einen Umweg gehen muss, wenn man am Motif über die magische Grenze der 4 Parts hinaus will.
Es sollte eigentlich klar sein: nicht Yamaha war es, die uns dieses Konzept als gewollt vorgelegt hat, sondern die User sind es, die sich mit dem Song und Pattern Mode über Umweg das erreicht haben, was Yamaha schon über eine Jahrzehnt nicht verbessern will.
Übrigens, selbst dieser einfache Performance Mode ist durchaus begrenzt. Man kann weder externe Geräte steuern, noch kann man eigene Klänge von externen Geräten steuern lassen. Also, selbst bei bis zu 4 Parts muss man unter Umständen auf den Song/Pattern Mode zu greifen. Und wenn man Midi Geräte steuern will, dann darf es gerne noch ein weiterer Modus sein, der Master Modus!
Und überhaupt, wie kann man sich für den einen oder anderen Mode einfach so entscheiden? Es kann doch vorkommen, dass man selbst bei der Wahl des Performance Modus nach einem Jahr oder nach hundert Songs dann doch mal mehr als 4 Parts braucht. Dann muss man in den Song/Pattern Mode. Und überhaupt, wenn man das Keyboard so benutzt, kann es leicht vorkommen, dass man sowohl im Performance Mode, als auch im Song und im Pattern Mode arbeiten muss. Und dann benutzt man den Mastermode um über Shortcuts all diese Modi anwählen zu können, damit man nicht immer zwischen diesen drei Modi wechseln muss. Und beim Master Mode ist man dann ebenfalls bei stolzen 128 Speicherplätzen.
Das macht die ganze Konkurrenz einfach gewaltig besser. Ein multitimbraler Mode für alle Bühnenzwecke: bis zu 16 Parts, Midi Multitimbral mit Master Fähigkeiten. Warum sollte der User so etwas verrücktes tun müssen, wie Dummy Patterns zu erstellen, weil er den Song Mode schon mit multitimbralen Kreationen vollgestopft hat???

Und dann darf er noch im Mastermodus das ganze noch einmal zusammen binden und aufs Neue mit einem Namen versehen damit er nicht immer zwischen Modi wechseln muss. Also zwei Mal ein und denselben Job machen.
Ne, mir klingt der Motif hervorragend. Aber wenns an die Arbeit geht, dann verliere ich persönlich den Spaß mit diesem Gerät in weniger als 5 Minuten.
Klar, all jene die mit bis zu 4 Parts auskommen, wenn all diese Probleme nicht haben.
Yamaha hat folgendes kapiert:
Klänge auswählen und über die Tastatur verteilen. Alle Klänge bleiben so wie sie sond inkl. Inserts.
Auf Wunsch klein wenig anpassen (was oft nicht notwendig ist). Und gut ist.
Das war schon beim Motif ES kinderleicht und ist beispielsweise beim Kronos ein Riesenkrampf im Vergleich dazu.
Da hat weder Yamaha was gelernt, noch hat Korg was verlernt. Wir haben schon darüber gesprochen. Das Effekt Routing bei Korg ist so ausgelegt, dass es einem (fast) alle Freiheiten erlaubt. Da kommt weder Yamaha noch Roland nicht einmal ansatzweise in die Nähe. Da muss man dann aber Effekte kopieren, wenn sie von Yamaha/Roland automatisch übernommen werden. Und es klingt nicht alles gleich, weil man die Aux Effekte nicht individuell übernehmen kann. Selbst bei Korg kommt man da unter Umständen dem Originalklang näher weil man sowohl für Aux1 als auch für Aux2 einen Reverb einsetzen kann. Es sei mal außer Acht gelassen ob das sind macht, aber auch hier hat Korg eine Stärke in der Effektstruktur.
Zu guter Letzt, währen der Korg User Effekte rüberkopiert, denkt der Yamaha User daran, wie er die 2Oktave Begrenzung umgeht, oder im welchen Modus er was anlegt um sich das gewünschte Setup zu erstellen.
Ich wage mal stark zu bezweifeln, dass man 2 oder 3 Setups täglich erstellt. Manchmal erstellt man sich für die Live Arbeit 2-3 monatlich. Da sollte das Effekte Kopieren wirklich kein Spielverderber sein. Und Profis die 2-3 Setups wöchentlich erstellen, haben wohl auch die benötigte Zeit dazu.
Yamaha muss nur endlich die 2 Oktavenbegrenzung aufheben und gut ists...
Ja, und vielleicht mal auch einen Programmierer einstellen, der es versteht die Polaritätsumschaltung im System OS so zu programmieren, dass der User die Wahl hat, ohne für Motif angepasste Pedale kaufen zu müssen. Für solch selbstverständliche Sachen musste so manch anderes viel mehr einstecken als der Motif, dem man des Soundes wegen so vieles einfach verzeiht.