Neubundierung - lohnenswert?

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Johnny Buttler

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Hi Leute,
habe mir 2005 ene Epiphone Les Paul Custom geholt. Nach über 4 Jahren täglichem spielen, sind jetzt in den Bünden ordentliche Kerben zu sehn und auch zu hören(inntoation usw).
Jetzt könnte ich die Bünde natürlich Abrichten lassen, die frage ist nur wie lange es dann dauert, bis die ersten Kerben wieder da sind... ich tippe mal darauf, das Epiphone da nicht das hochwertigste Material verbaut. Lohnt es sich dann eher die Gitarre neu Bundieren zu lassen - mit Binding ist man da ja schnell an die 200 Euro los?! Leider fehlt auch das Geld für ne neue Gitarre und wenn ich ehrlich bin, hänge ich schon an ihr, zumal sie dank der neuen Pick ups jetzt noch n stück besser klngt :D
Also was meint ihr? Neubundieren oder Abrichten lassen?
 
Miles Smiles

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Neubundieren oder Abrichten lassen?

Ich würde es nach Möglichkeit abrichten lassen. Habe ich bei meiner Custom auch so gemacht. Wenn du so weiter damit spielst, dauert es immerhin wieder 4 Jahre, bis die Frage wieder auftaucht und wer weiß, welche Gitarre dich in der Zwischenzeit findet. ;)

In meinem Fall ist die Gitarre inzwischen nur mehr Reserve, weitere Abnutzung praktisch Null. :)
 
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Abrichten ist sicherlich billiger, aber erstens müssen die Bünde noch genug "Fleisch" haben und zweitens sind die danach viel niedriger, was sich dann anders anfühlt. Evtl. könntest Du über Bünde aus Stahl nachdenken, die sind noch etwas teurer, halten aber dafür ewig.

Meine ganz persönliche Meinung, spar noch etwas und kauf Dir eine bessere Gitarre denn in die epi zu investieren ist weggeschmissenes Geld.
 
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Johnny Buttler

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Naja genug "Fleisch" haben die Bünde noch, sind ja noch nie abgerichtet worden und die tiefste kerbe is vllt 0,2mm tief. Hab in Aachen einen Gitarrenbauer gefunden, der die Bünde für 55 Euro abrichtet, das ist günstig oder?
 
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spar noch etwas und kauf Dir eine bessere Gitarre denn in die epi zu investieren ist weggeschmissenes Geld.
So gesehen, war der Kauf der Epi schon weggeschmissenes Geld. Allerdings kann sich nicht jeder gleich eine High-End-Gitarre kaufen und eine Epiphone LP Custom gehört schon zum gehobenen Mittelfeld, welche persönliche Einstellung man zu diesen Gitarren auch immer haben mag. ;)

Ich würde zwar nicht auch nicht neu bundieren, aber abrichten zahlt sich immer aus, denn ansonsten wäre die ganze Gitarre wegzuwerfen. Wenn die Bünde dann zu niedrig sind, kann man immer noch verkaufen.

Naja genug "Fleisch" haben die Bünde noch, sind ja noch nie abgerichtet worden und die tiefste kerbe is vllt 0,2mm tief. Hab in Aachen einen Gitarrenbauer gefunden, der die Bünde für 55 Euro abrichtet, das ist günstig oder?

Würde sagen ja. Günstiger geht's nur mehr über Freundschaftspreise. ;)
 
züborch

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Es gibt allerdings recht wenig Gitarrenbauer, die über Erfahrung mit Bundmaterial aus Stahl haben. Ausserdem ist die Verarbeitung deutlich schwieriger und Werkzeugverschleißender, weswegen man da sicherlich mit einem Spezialpreis rechnen kann. Wenn man nicht alle 6 Monate zum Abrichten muss, ist das unnötig teuer, zumal bei der Gitarre eine Bundierung dann in den Bereich des Gebrauchtwertes der ganzen Gitarre kommt.
Evtl. kannst du auch noch etwas an deinem Spielstil arbeiten, so dass du noch genauer greifst/genau die Fingerspitze triffst, und den Druck etwas reduzieren kannst ohne den Ton leiden zu lassen, sodass du unnötigen Verschleiß an den Bünden minimierst.

Finde Bünde abrichten für 55€ ehrlich gesagt ziemlich durchschnittlich. Und eigentlich sogar ziemlich teuer, wenn er dabei nicht auch die Sattelhöhe auf den 1/10mm an die neue Bundhöhe anpasst und kein Recrowning vornimmt (machen einige nicht, erst auf drängeln).
 
Miles Smiles

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züborch;3742405 schrieb:
und kein Recrowning vornimmt (machen einige nicht, erst auf drängeln).
Bekommst du dann die Bünde flach geschliffen zurück, oder wie soll ich das verstehen?

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass nach dem Abrichten alle Bünde wieder gleich hoch sind und auch entsprechend rund und poliert. Bei 22 Bünden ist da schon relativ viel zu tun und 55 €, finde ich, gerechtfertigt.

An ca. drei Bünden etwas herumfeilen und dann 55 € verlangen, wäre natürlich nicht OK. ;)
 
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55€ ist noch relativ günstig, normalerweise kostet es (in meiner Gegend) 70-80€.
 
SickSoul

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Also ich hab beim Guitar Center in Köln mal 80€ für's Bünde abrichten lassen bezahlt. Sind 24 Bünde und da musste einiges runter, das sich das Griffbrett etwas geworfen hat und wellig war. Das Spielgefühl hat sich dadurch schon recht stark verändert, da in meinem Fall halt viel von den Bünden runter musste. Bei dir wird das wahrscheinlich nicht so krass ausfallen.

Im Endeffekt musst du es selbst entscheiden. Abrichten lassen wird sich denke ich auf jeden Fall lohnen. Das Spielgefühl wird sich etwas ändern, aber das wird es nach einer Neubundierung auch auf jeden Fall! Eine Neubundierung steht halt nicht wirklich im Verhältnis zum Preis der Gitarre. Aber, wenn dir viel an ihr liegt, dann macht das durchaus Sinn, denn in dem Fall geht es um den Wert der Gitarre, nicht um den Preis. Lass dich von solchen "Alle Epiphones sind Scheiße"-Kommentaren da nicht verunsichern. Schließlich geht's um deine Klampfe und nicht um die Epis, die dieser jener bisher in seinen Händen hatte ;)

MfG
 
züborch

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Bekommst du dann die Bünde flach geschliffen zurück, oder wie soll ich das verstehen?

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass nach dem Abrichten alle Bünde wieder gleich hoch sind und auch entsprechend rund und poliert. Bei 22 Bünden ist da schon relativ viel zu tun und 55 €, finde ich, gerechtfertigt.

An ca. drei Bünden etwas herumfeilen und dann 55 € verlangen, wäre natürlich nicht OK. ;)

Ja hab ich tatsächlich schon erlebt, mit den angeflachten Bünden. Hört man auch nicht sofort, erst wenn man schlusig spielt und man sich manchmal über den leichten Buzz wundert. Und je nach Abrichtung sieht mans auch nicht gleich.
 
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Folodohorian 220

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Ein bisschen am Thema vorbei:
Da ich meine alte Ibanez restauriere und sie auch ein neues Griffbrett bekommt, dachte ich mir, ich probier mal anderes Bundmaterial aus, hab mir nun für 22 Euro inkl. Porto 24 Edelstahlbundstäbchen besorgt.
Sobald ich das Griffbrett hier hab und alles soweit ist um die Dinger abzurichten kann ich mal Bericht erstatten wies denn mit der Bearbeitung usw. aussieht.
Bin mal gespannt ob sie das halten was sie versprechen, angeblich sollen sich die Dinger ja selbst nach Jahren spielen, kaum abnutzen.
Wenns so sein sollte und die auch anständig klingen ( wobei ich mir nicht vorstellen kann, das sich der Klang drastisch verändern wird ) wären die Teile auf jeden Fall ne Überlegung wert, da mach ich mir leiber einmal beim Einsetzen und Abrichten viel Mühe, hab danach aber wenigstens Ruhe^^.
Naja man darf gespannt sein.

Gruß Flo
 
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Die klingen etwas höhenreicher/spitzer als die normalen, da merkt man schon einen Unterschied. Was die Bearbeitung mit einfachen Mitteln zuhause angeht, ich wünsch Dir Glück - das ist nicht ohne, denn die sind viel schwieriger zu bearbeiten, die Biegung muss genau stimmen etc.
 
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Folodohorian 220

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@ xxx:
Danke für die Warnung, trotzdem versuche ich positiv zu denken, obwohl du natürlich recht hast.
Ist ja logisch das Stahl schwieriger zu bearbeiten ist als dieses Neusilber Zeug, wird aber nicht das erste Mal sein das ich Stahl zu bearbeiten habe, bei uns inner Werkstatt hab ich ständig damit zu tun, nur sind die "Werkstücke" dieses Mal viel kleiner, was die Sache natürlich nicht vereinfachen wird.
Naja wird schon...hoffentlich^^.

Flo
 
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Also Bünde abrichten kannste bei ner Gitarre rund 3-4 mal, also lohnt sich das schon eher, als bei der ersten Gelegenheit komplett neue Bünde machen zu lassen.

Selbst wenn die noch so flach sind, kann man die Bünde wieder "zusammendrücken" lassen, wodurch sie wieder höher werden.

Hab das bei meiner Jazzmaster gemacht, da waren die Bünde nur noch Alufolien-Dick und jetzt ist alles wieder top!

Die Abnutzung ist ja nicht wirklich hauptsächlich die Abtragung von Bundmaterial, sondern eher plattdrücken.

Ist natürlich klar, dass das bei Preiswerterem Material flotter geht, als bei teurem.

55€ sind gut,da kann man nicht meckern!
 

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