neue westerngitarre "einspielen"?

von m43rius, 07.03.08.

  1. m43rius

    m43rius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #1
    hallo,
    ich kenn mich im bereich westerngitarren noch nicht so gut aus weil ich hauptsächlich e-gitarre spiele. bei der e-gitarre ist es ja so, dass eine neue gitarre so ihre zeit braucht bis sie ordentlich klingt, sich nichtmehr verstimmt etc. ich hab selber bei meiner fender gemerkt, dass sie sich am anfang total verstimmt hat und sehr mäßig geklungen hat und nach ein par monaten davon so gut wie nichtsmehr zu spüren war.
    ist das bei westerngitarren genau so?

    gruß
     
  2. Dab-J

    Dab-J Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #2
    DAs mit dem Verstimmen liegt an der Ausdehung der Seiten durch den Spannungsanstieg bzw. daran das die Umwicklung am Kopf auch erst nach einer Zeit volkommen fest sitzt.. Diese Phänomen wirst du bei jeder Gitarre finden bei der du Saiten wechselst, Egal ob E-GItarre, A-Gitarre oder Western.. Etwas vorbeugen kannst du es allerdings dadurch dass du wenn du neue Saiten aufspannst bei jeder Saite erst auf den 5. Bund drückst und dabei zwischen den Tonabenhmern oder über dem Loch im Resonanzkörper die Saite etwas anhebst, das gleiche machst du dann auch nochmal mit dem 12ten Bund, das ganze bei jeder Saite.. UNd verändern tut sich der Klang durch de Gebaruch der Saiten, sprich wenn du sie einspielst, das dauert je nachdem wie viel du spielst unterschiedlich lange...
     
  3. Howas Party

    Howas Party Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #3
    Bei Westerngitarren ist das Einspielen m.E. noch viel deutlicher zu spüren, besonders wenn du nur akustisch, also ohne Tonabnehmer spielst. Wie stark die Veränderung durch das Einschwingen ist, hängt aber auch sicher von der Güte der Gitarre und der verwendeten Hölzer ab.

    Gruß Mark
     
  4. m43rius

    m43rius Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #4
    wenn ich mir jetzt inner halb der nächsten 2 wochen eine neue western gitarre hole, könnte sie dann bis ende april ordentlich eingespielt sein? so dass man schon einen auftritt damit spielen könnte ohne dass sich die gitarre nach ein par minuten verstimmt? kann man das so pauschal sagen?
     
  5. Vokalistus

    Vokalistus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #5
    Also es gibt da zwei Dinge, die du unterscheiden musst.

    1. Das Verstimmen neuer Saiten: Neue Saiten müssen sich ja immer erst dehnen. Bis sie sich nicht mehr verstimmen, dauert das schon ein paar Tage bis zu einer Woche oder so...

    2. Das Einschwingen einer massiven Decke: Bei massiven Decken werden überschüssige Harze durch die Schwingung beim Spielen verteilt, sodass die Gitarre nach ner Zeit noch besser klingt. Wie lange das dauert, kann man nicht so genau sagen, sollte dich aber von einem Auftritt nicht abhalten.
     
  6. Richelle

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    Erstellt: 16.03.08   #6
    Also da würde ich zwei Dinge sehr deutlich trennen: Das Problem des Verstimmens nach Aufziehen eines neuen Saitensatzes ist durch mehrmaligem kräftigem Einspielen und Nachstimmen innerhalb von 5 - 10 min behoben (bei mir jedenfalls) und ein Verstimmen erfolgt dann nur mehr bei deutlicher Änderung der Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

    Die Entfaltung des akustischen Klanges bis zum Optimum kann je nach Gitarrendecke (Holzart und Holzqualität) Jahre dauern. Das heißt die Gitarre klingt im Laufe der Jahre wenn sie regelmäßig gespielt wird immer besser. Das hat etwas mit den im Holz vorhandenen Harzen und Restfeuchtigkeit zu tun, die die optimale Schwingung dämpfen und sich im Laufe der Zeit bei häufigen Spielen so verteilen (d.h. sie verschwinden nicht sondern verteilen sich anders) dass die Schwingung und damit der Klang weniger gedämpft werden. Das Spielen sollte natürlich in allen Frequenzen regelmäßig durchgeführt werden. Dauert aber in jedem Fall viele, viele Jahre (Deswegen sind ja auch sehr alte Instrumente zwar sehr einfach optisch nachzubauen aber den akustischen Klang kann man nicht durch Konstruktion kopieren).

    Es gibt auch eine schnellere Möglichkeit sein Instrument einer Klangoptimierung zu unterziehen und zwar von Emil Weiss. Kostet allerdings in etwa € 770.- und es gibt einige die nach so einer Behandlung begeistert sind.

    http://www.andreas-polte.de/-Klangoptiemierung/-klangoptiemierung.html

    http://www.klangoptimierung.de/de/klangoptimierung/
     
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  7. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.03.08   #7
    Für den Auftritt:
    --->> Nylonsaiten
    --->> Stahlsaiten

    Über das Einschwingen der Decke musst du dir für den Auftritt keine Sorgen machen. Richelle hat das ja schon sehr schön beschrieben.

    Gruss, Ben
     
  8. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.03.08   #8
    Mann, oh Mann! Und wenn eine Saite reißt, kannst du eine Woche lang alle Konzerttermine absagen?

    Also, manche ziehen unmittelbar vor einem Konzert neue Saiten auf und wenn dies korrekt gemacht ist, verstimmt sich ab der ersten Sekunde nichts mehr.

    Jetzt versuche ich gerade einen Link auf eine sinnvolle Beschreibung zu finden, gelingt mir aber nicht, weil überall Blödsinn steht, wie: "die Saite vorsichtig 2 Daumen weit abheben", usw.

    Ich halte in der Nähe des Sattels etwas dagegen, damit die Saite nicht aus dem Sattel gezogen wird und hebe die Saite anständig ab, etwa die Länge meines Zeigfingers, aber ich schaue da nicht auf die Höhe, sondern achte auf den Zug der entgegenwirkt und so eine Saite hält eine Menge aus. Danach wird nachgestimmt und solange gedehnt, bis der Ton vor und nach dem Dehnen 100%ig stimmt.

    Sollte dabei eine Saite reißen, war sie sowieso nichts wert und wäre auch ohne Dehnen bald gerissen (Materialfehler), ist mir aber in zehn Jahre ein einziges Mal passiert und mein Saitenverschleiß ist anschlagbedingt relativ hoch.
     
  9. Vokalistus

    Vokalistus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.08   #9
    Richtig.. komm halt irgendwie doch eher aus der Nylonfraktion ^^
     
  10. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.03.08   #10
    Aber auch eine Nylonsaitengitarre ist nach Aufziehen mit ordentlichem Dehnen sofort normal verstimmungsfrei spielbar.
     
  11. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 23.03.08   #11
    die klassische gitarre und die saiten bei denen das der fall ist möchte ich gerne sehen:

    aufziehen --> einspielen --> saiten halten die stimmung über 2h

    das ist mMn unmöglich. nylonsaiten verstimmen sich wesentlich schneller als stahlsaiten...
     
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  12. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.03.08   #12
    Kann schon sein. Ich meinte mit stimmstabil auch nicht etwas über das normale Maß hinausgehende, sondern wenn ich die Saiten aufziehe, verhalten sie die neuen gleich wie alte, nur dass sie besser klingen.
     
  13. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 23.03.08   #13
    :)
    da muss man sich mal über das wort "stimmstabil" unterhalten *gg*
    für mich ist meine e-gitarre stimmstabil.
    weil da zieh ich echt die saiten auf, klemm sie fest und dann stimmt das nach zwei tagen immer noch insoweit, dass man das mit den feintunern regeln kann

    aber bei nylonsaiten ist das echt aufwändiger.
    natürlich muss man da kein konzert absagen. höchstens nach jedem stück nachstimmen :-)
    oder was mein gitarrenlehrer mal gemacht hat: IM stück nachstimmen.
    aber wenn ich die wahl hab zieh ich lieber ne woche vorher neue saiten drauf, als 5 mi vorm auftritt
     
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