Neutrik XLR Stecker: NC3 MX / NC3 MXX - Wichtiger Hinweis / Tipp

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Hallo!

Die Neutrikstecker sind ja bekannt und die meisten von uns nutzen sie wohl.
Ich möchte aber auf eine Sache aufmerksam machen.

Kürzlich hatte ich Stress mit einem Neutrikstecker an meinem Rackmixer.
Der Stecker ging nicht mehr ohne weiteres aus der Buchse. Die Sicherung hatte sich verhakt.
Gott sei Dank konnte die Buchse aber gerettet werden.

Mir lies das aber keine Ruhe, da ich wissen wollte wie es dazu kommen kann um dies erneute verhindern zu können.
Eigentlich machen Neutrikstecker niemals solche Probleme.
Man muss aber noch wissen, das der Mixerhersteller leider ein Derivat von Neutrik verbaut, was qualitätsmäßig eigentlich den Neutriksteckern entspricht.
Hier half mir gestern ein wenig der Zufall als ich ein XLR-Kabel aus meiner Kiste holte.
In meinem Bestand sind XLR Kabel mit Steckern von 2 Generationen der Neutrik XLR Stecker, die auch aktuell immer noch verkauft werden.
Und zwar die NC3-MX (alt) und NC33-MXX (aktuell).

Hier Abbildungen der Stecker, damit man den Unterschied auch sehen kann:

NC3-MX.png
NC3-MX

NC3-MXX.png
NC3-MXX

Wenn man genau hinsieht fällt auf, das der NC3-MX eine Aussparung für die Sicherung hat. beim NC3-MXX fehlt diese Aussparung, die Sicherung wird durch eine Nut innen sichergestellt, was genau so gut hält.

Das Problem trat bei mir mit dem NC3-MX auf. Der Sicherungshaken in der Buchse des Mixers geht dann in die Aussparung und man muss viel stärker auf die Entsichern drücken um den Stecker zu lösen.
Der Weg ist also größer.
Man merkt auf das der NC3-MXX wie im Butter rein und raus geht, während der NC3-MX etwas schwergängiger ist.

Ich kann nur empfehlen, nur noch die NC3-MXX einzusetzen.

Habe nun meine Kabel durchgeschaut und festgestellt das ich 4 Kabel mit NC3-MX habe.
Bei den Kabeln werde ich die Stecker gegen die NC3-MXX austauschen.
Weiterhin habe ich mir überlegt, ein paar kurze Kabelpeitschen mit XLR Stecker / Buchse anzufertigen, falls mal jemand mit einem fremden NC3-MX oder billigem Derivat kommt und an meinen Mixer will.
So kann ich die Peitsche dazwischen hängen und meine Buchsen in dem Fall schützen.

Evtl. hilft dem einen oder anderen von Euch das hier ja.

Gruß
sven
 
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Aus meiner Praxis auf der Bühne und in der Werkstatt - da bekomme ich die Defekte von mehreren tausend XLR und ähnlichen Kabeln aus dem Vermietpark auf den Tisch - kann ich hier Entwarnung geben. Steckengebliebene Hülsen kommen zwar hin und wieder vor, aber das betrifft beide Typen etwa gleich oft und ist eher der Buchse anzulasten als dem verwendeten Steckertyp. Weitaus häufiger betrifft dieses Phänomen Ethercon Buchsen, die sich dann in aller Regel auch nur noch unter lautem Fluchen aus dem Gerät operieren lassen.
Außer dem allgemeinen Hinweis, die Stecker regelmäßig auf ihren mechanischen Zustand zu kontrollieren und bei Ethercon das Zerlegen zur Benutzung in normalen RJ45 Buchsen zu unterlassen, kann man da aber nicht viel dagegen tun.
 
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Hallo!

Danke für Deine Erfahrungen.
Neutrik hat aber nicht ohne Grund den Schlitz bei den MXX weggelassen.
Für mich ist es auch logisch, alleine von der Bauart her, das ein MX eher mal stecken bleibt, als ein MXX.
Ich gebe Dir aber recht, das die Buchsen ganz klar das Problem sind. Nur hat man auf die i.d.R. keinen Einfluss.

Gruß
sven
 
Das Zauberwort lautet halt immer "Bedacht". Wenn man nicht mit der ausreichenden Portion desselben vorgeht, zerlegt es irgendwas. Manchmal ist der Trick auch schlicht, nicht einfach blind (womöglich schon während bzw. sogar vor dem Betätigen der Eintriegelung) dran zu ziehen, sondern den Stecker einfach nochmal nen halben Millimeter zurückzuschieben. Bislang habe ich noch alles irgendwie auseinander / aufbekommen, solange es nicht vorher jemand einfach vorsichtshalber gleich mal pauschal mit Brachialgewalt versucht hat.
@svenyeng Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich dir das im konkreten Fall unterstelle. ;)

Gefährlich ist das vor allem auf kleinen Jobs, wo "netterweise" jemand beim Abbau helfen will.
Wenn ich weiß, dass das so laufen wird, spring ich dann gefühlt nach dem letzten Ton gleich auf und sammel die "kritischen Sachen" ein. Als Quelle für drohendes Unheil stehen vor allem verriegelnde IEC-Kabel, verriegelnde Klinkenbuchsen, einfache RJ45-Patchkabel ohne Plastikschutz über der Rastnase oder filigrane Multicorepeitschen (beides wird gern beherzt durch ein zwischenzeitlich entstandenes Kabelknäuel gezerrt) hoch im Kurs.

Lustig sind auch immer die 5pin XLR-Stecker, die in keine 5pin-Buchse mehr passen, weil die Pins schon ein "V" bilden, nachdem sich irgendein Held beim letzten Gig offensichtlich gedacht hat, dass alles, was äußerlich irgendwie nach XLR ausschaut wohl ans Mischpult / an die Stagebox passen muss. Und dann aber ja nicht schauen, warum es klemmt, sondern immer schön weiter versuchen nach dem Prinzip "gägrutzefixdesmuasdocheinageh" bis irgendwas aufgibt.

Ein Kollege ist mal 350km zum Kunden gefahren, weil die zentrale DMX-Verteilung kein Signal mehr hatte. Da sind vor Ort nicht nur seine Augen dann ganz schön groß geworden, als er den 5pin XLR-Stecker aus der Ethercon-Buchse des 19"-Splitters gezogen hat (ja - das passt mechanisch! Zumindest wenn Hausmeister Hulk am Start ist...) "Ich schwör dir das ging gestern noch. Wir haben das schon immer so verkabelt!" Ganz bestimmt...
 
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Neutrik hat aber nicht ohne Grund den Schlitz bei den MXX weggelassen.
Für mich ist es auch logisch, alleine von der Bauart her, das ein MX eher mal stecken bleibt, als ein MXX.
Der Grund für das weglassen des Schlitzes wird hauptsächlich in der Anfälligkeit für Verbiegen und Abbrechen zu suchen sein. Siehe dazu diese etwas ältere Diskussion.
 
Ich ergänze eine aktuelle Beobachtung: Aufgrund der guten Wasserdichtheit und des Preises sind in vielen neueren Lampen Seetronic XLR verbaut. Hier stelle ich eine erhöhte Menge an steckengebliebenen Hülsen jeglicher Bauformen fest. Dagegen machen kann man freilich wenig.
 

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