Ortega Tour Player oder vielleicht doch lieber eine Ovation

  • Ersteller MikeMcFly
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Hey,

zu den Mängeln an den Bundkanten, sowie zum Lackriss am Sattel des ersten Exemplares könnte ich die gleiche Ursache ausmachen: schlecht getrocknetes Holz - entweder das Ebenholz/Palisander des Griffbretts, oder das Ahorn Binding...wobei mir ersteres wahrscheinlicher vorkommt.
Zur Folge hat das dann, dass der gesamte Griffbereich unter den Bünden schrumpft - die dann überstehen und auch im dafür heiklen Bereich des Sattels, wo dann (wie beim ersten Exemplar) die Lackierung Spannungsrisse bekommt.

Das ist leider ein nicht ganz unübliches Problem beim Aufeinandertreffen vieler Hölzer und Materialien bei günstigen Gitarren...bei deinem Hals ist es Mahagoni, Ebenholz/Palisander und Ahorn als Binding, dazu noch der Sattel.

Prinzipiell würde ich sagen: so lange nichts reisst oder splittert ist das ok mit 1mal Bundkanten "entschärfen" (lassen). Wenn nach dieser Nachbehandlung die Bundenden wieder scharf werden (dh das Griffbrett weiter schrumpft) würde ich reklamieren als Garantiefall. Dafür ist natürlich Voraussetzung, dass das innerhalb der gesetzlichen 2 Jahre geschieht und die Gitarre bei "normaler" Luftfeuchte aufbewahrt wurde.

Wichtig ist auch, dass du öfter mit vorsichtigem Klopfen prüfst, ob alle Hölzer des Halses noch gut aufeinander halten. Ebenso das Griffbrett regelmäßig nach Rissen prüfen - schrumpfende Griffbretter reißen gerne...!

Gruß,
Bernie
 
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Garantie einfordern NACH dem Feilen der Bundenden..?
 
Die Corduba Stage hatte ich auch schon auf dem Radar, hab aber noch keine in Natura gesehen. Ich bin beim Stöbern bei Sweetwater drüber gestolpert.
Von einer Yamaha Silent träume ich schon seit Ewigkeiten. Früher wohl eher wegen des außergewöhnlichen Designs, inzwischen ist es aber wohl eher die Neugier, was man damit anstellen könnte. Mit über 700 € ist sie nun aber auch doppelt so teuer wie die Ortega. Sie würde mein Budget sprengen, besonders weil ich mir dieses Jahr noch eine gute 12-saitige anschaffen möchte.

Von Bromo hatte ich bisher noch nichts gehört. Die Ergebnisse der Google-Suche machen aber neugierig.

Es gibt auch noch so etwas von Ibanez und Fender. Ich habe aber irgendwie noch nie eine Ibanez in der Hand gehalten, mit der ich mich wohlgefühlt hätte. Und ähnlich geht es mir mit akustischen Gitarren von Fender.
Larry Carlton ist doch von Sire. Ich habe eine Tele aus dem Hause und einen Fretless Marcus-Miller-Bass. Beide Instrumente sind für ihre Preisklasse außerordentlich gut verarbeitet und zählen zu meinen Lieblingen. Die Harley Bentons sollen inzwischen ja qualitativ heftig aufgeholt haben, wären bei mir aber definitiv auch raus.

Mal sehen, wie ich auf der Ortega klarkomme. Sollte ich mich doch wieder etwas mehr Richtung Nylon bewegen, ist nicht ausgeschlossen, dass ich in einigen Monaten noch einen Sparstrumpf für die 200N von Yamaha anlege. Gitarren kann man bekanntlich ja eh nie genug haben 🙈

@OldRocker : Bei einem Instrument für 360 Euro, gehe ich gerne ein gewisses Risiko ein. Wenn etwas wirklich Grobes dran ist, geht sie direkt zurück. Wenn es nur Kleinigkeiten sind, dann bin ich gerne bereit, ein gewisses Risiko einzugehen oder auch kleinere Reparaturen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen.

@Tremar Definitiv wäre ich mir sicher, dass ich keine Garantieansprüche stellen möchte, wenn die Pfeile ans Instrument kommt.
 
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Garantie einfordern NACH dem Feilen der Bundenden..?
....ja, denn das ist eine Schönheitsreparatur um die Gitarre spielbar zu machen.
Wenn das Griffbrett reißt oder sich Risse im Lack oder im Holz an anderer Stelle bilden auf Grund von (dann nachweislich!) schlecht gelagertem Holz ist sowas dann natürlich auch nach dem ersten Nachfeilen der Bundstäbchenenden reklamierbar!
Natürlich ist es dann nützlich nachweisen zu können, dass die Nachbehandlung der Bundenden professionell gemacht wurde.

Die Schönheitsreparatur selbst hat mit der schon vorher bestandenen fehlerhaften Holzqualität und deren Auswirkungen schließlich nichts zu tun!

Du kannst einen kaputten Motor eines neu oder mit Garantie gekauften Autos auch nach einer Neujustierung der Einspritzpumpe reklamieren. ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Bei einem Instrument für 360 Euro, gehe ich gerne ein gewisses Risiko ein
....das ist die richtige Einstellung, denn so ne Gitarre kann eigentlich nicht perfekt sein, ist aber meist durch Nacharbeit in einen brauchbaren Zustand versetzbar. (y)
 
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Unglaublich. Das war mit Abstand die schnellste Lieferung aus Treppendorf, die ich je erhalten habe. Unter 24 h! Gestern kurz vor 11Uhr bestellt und heute um kurz nach 10 geliefert. Natürlich hab ich sie direkt ausgepackt und bei der ersten Sichtprüfung konnte ich zwei minimale Makel feststellen, die ich bei einer Gitarre in der Preisklasse nicht einmal bemängeln würde.
Insgesamt muss ich sagen, dass die Gitarre optisch einen ausgezeichneten Eindruck macht. Die Bundstäbe sind allesamt sauber eingesetzt und vor allem auch entgratet.
Bei dem unteren Schallloch wurde anscheinend die Kante etwas nachlackiert. Man sieht nichts Auffälliges, aber als ich mit dem Finger drüberging, war der etwas blau … Aber ganz ehrlich, ich habe nur nachgesehen, wegen der Bilder weiter oben im Thread. Als Makel würde ich das nicht sehen, denn grundsätzlich sieht man es nicht.
Der andere Makel ist ein minimaler Riss im Hals unterhalb des Sattels. Vielleicht einen Millimeter. Der Lack darüber fühlt sich eben an, ich glaube auch nicht, dass hier auf lange Sicht ein Problem entstehen wird. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob es ein Riss ist oder nur zufällig ein Fleck in der Maserung.

Ich habe sie noch nicht am Verstärker gespielt, aber zumindest trocken machte sie schon einen guten Eindruck.
Das ist mal ein Kauf, der eindeutig für B-Stock spricht. :)
 
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Der andere Makel ist ein minimaler Riss im Hals unterhalb des Sattels. Vielleicht einen Millimeter.
Immer wenn ich sowas oder Ähnliches hier lese, frage ich mich, ob ich zu unkritisch bin oder andere Leute so penibel..
Sowas wäre mir einfach nie aufgefallen. Manchmal glaub ich, es gibt Leute, die da echt mit der Lupe nach Kratzern gucken oder sowas..

Mir ist nach über einem Monat irgendwann aufgefallen, dass bei meiner 6000€+ Gitarre das Binding irgendwann aufhört. (Also ist schon mit Absicht und kein Mangel)
Da hatte das Ding bestimmt schon 100 Spielstunden hinter sich. Und es ist auch gar nicht so unauffällig, wenn man es denn einmal entdeckt hat, aber ich hab auf sowas einfach wochenlang überhaupt nicht geachtet..
 
Inzwischen hatte ich sie auch an einem Verstärker und ich muss sagen, dass sie viel besser klingt, als ich erwartet hätte. Sie trifft sogar genau das Klangbild meines Wunsches.
Die Bespielbarkeit ist einfach wunderbar, ich liebe sie. Für den Preis auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

@Disgracer: Ich hatte nur drauf geachtet, weil wir hier bereits über diverse Verarbeitungsfehler sprachen. Dies sollte eine Vergleichsmöglichkeit darstellen, um aufzuzeigen, dass es bei der Verarbeitung an den angesprochenen Punkten wohl doch eine größere Streuung in der Qualität gibt oder gab. Ohne Diskussion hätte ich nicht genauer hingesehen, ich hätte nicht mal meine Brille dafür aufgezogen. Beide von mir beschriebenen Punkte liegen definitiv in einem Toleranzbereich, in dem ich kein Instrument zurückgeben würde. Ich dachte, mein Text wäre diesbezüglich eindeutig und verständlich formuliert.
Im Übrigen hat es auch ein wenig mit der Wertschätzung seines Instruments zu tun, auch bei einem Instrument für 360 Euro. Ein Instrument hat sein eigenes Leben, in dem es genug Macken und Kratzer bekommt. Einige am Anfang, andere erst in den Jahren, in denen man darauf spielt. Das macht unter anderem den Charakter eines Instruments aus.

Ich bin jedenfalls mit meiner B-Stock Ortega vollkommen zufrieden.
 
Haha 😄. In meinem Fall hättest du es auf jedenfall bemerkt, sobald ein Akkord wechsel erfolgt und dir das ende des Bundstäbchens durch den Grat ins Fleisch schneidet.

Aber ansonsten hatte mir damals mein Gitarrenlehrer einige Tipps gegeben auf was ich alles bei einer Gitarre achten soll. Und nicht zu guter letzt als ich mal zum Gitarrenbauer musste. Da hat der mir selbst noch ein paar sachen gezeigt. Und irgendwann modifiziert man selber noch an Gitarren rum.

Ansonsten ist das Penibel sein bei mir wegen meines Berufs als Qualitäsprüfer und zuvor die letzten 20 Jahre selbst in der Produktion für Medizintechnik geschuldet. Das Auge ist geschult und die Hände für Oberflächen sensibilisiert 😆

Aber gut zurück zum Thema Ortega Tour Player,
Gratuliere @MikeMcFly und schön das alles Passt. Durch ein Akustikverstärker klang die Gotarre auch seh ordentlich. Aber für mich hätte es denn zweck fürs Leise üben verfehlt. Und leider durch ein Interface oder gar durch den Fishman preamp pedal nicht wirklich den Sound gewollt den ich haben wollte.
 
Ich hatte die Bilder gesehen und war wirklich erschrocken. Bei mir sind wirklich alle perfekt, das war meine größte Sorge. Und um Disgracer ein wenig zu triggern. Im 16ten und 17ten Bund auf der Oberseite haben sich schon noch einen ganz leichten Grad. Man sieht ihn nicht und kann ihn auch kaum fühlen. Aber wenn du mal aufs Griffbrett schaust, da fasst man im Leben nicht hin... :LOL:
Leise üben stand bei mir nie wirklich im Vordergrund. Ich wohne in einem Haus und bis zu den Nachbarn sind es ein paar Meter. Der Verstärker darf also durchaus auch mal sehr laut sein. 😁
Eigentlich lungere ich ja auch mehr auf Stahlseiten herum, und die Ortega bot eine günstige Gelegenheit, um ein paar Sachen auszuprobieren. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich jetzt angefixt bin. Vielleicht gibt’s ja doch bald die Silent SGL 200 von Yamaha für mich. Ich weiß, ich sollte mir Hilfe suchen.🙈

Das mit dem geschulten Auge kann ich nachvollziehen. Ich hatte mal 15 Jahre mit Druckvorlagenerstellung zu tun. Da gewöhnt man sich auch daran, genauer hinzuschauen. Zum Glück braucht man im Alter eine Brille und muss sich so nicht mehr über jede Kleinigkeit aufregen. :geek:
 

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