Overhead Mikrofone Drums Stereo Mikrofonie !?!

von Klangschärferei, 09.02.08.

  1. Klangschärferei

    Klangschärferei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #1
    Also, habe hier jetzt vieles durchgelesen, aber leider keine Antwort auf meine Frage gefunden.
    Here we go: Wir haben ein Standard-Schlagzeug (Bass, Snare, Hi-Hat, 3 Toms, und 3 Becken). Keine Congas, keine hundert Toms. Also denke ich 4 Mikros zum Proberaum-Recorden reichen uns. Bass-Drum: SHURE Beta 52; Snare: SHURE SM57; Overhead: RODE NT5 Stereo-Set.
    Jetzt kommt meine Frage:D: Ich gehe davon aus alle 4 Mikros gleichzeitig auf 4 Spuren aufzunehmen. Aber bei den Overheads bin ich irgendwann mal über den Begriff STEREO MIKROFONIE gestolpert.
    Liege ich richtig damit: ich positioniere die zwei RODE Mics über dem Kopf des Drummers (im 90 Grad Winkel, nach unten zum Schlagzeug hin, da Niere), nehme sie auf zwei Spuren auf, drehe nach beendeter Aufnahme den Pan-Regler der einen Overhead-Spur auf L, und die andere auf R. Danach Equalizer-Einstellungen vornehmen, und dann auf Master-Spur aufnehmen.
    Oder lasse ich beide Spuren (beide Overheads) in der Pan-Mittelstellung und mische sie so wie ich es für richtig halte??!!??!!??

    DANKSCHÖ für Eure Antworten!!!
     
  2. gincool

    gincool Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #2
    bei XY pannt man extrem links rechts soweit ich das noch im kopf hab ;)
     
  3. Danymite

    Danymite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #3
    Ich würde die Overheads jeweils eher nach links und recht neben dem Drummer stellen, da sie ja nicht nur die Cymbals sondern auch das restliche Drumkit aufnehmen ( links HiHat, Snare; rechts eher noch Toms; usw. ) Somit hast du, wenn du die Overheads im Panorama verteilst (ich würde nicht das rechte Overhead komplett auf rechts drehen und umgekehrt, nur leicht verteilt), einen schönen Stereosound vom kompletten Drumkit.
     
  4. gincool

    gincool Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #4
    kommt drauf an wie hoch der raum ist! eigentliche stereo abnahme wäre halt mit xy mikros aber eigenlich machts schon auch sinn die beiden mikros weiter auseinander zunehmen (aber auch hier wieder drehn) und dann nach lust und laune (bzw. nach gehör ;) ) zu pannen!
     
  5. HADO

    HADO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #5
    einfach ausprobieren, da gibts keine masterlösung, schon bei der ausrichtung kommts drauf an, wie becken und toms klingen, halt so lange ausprobieren, bis du das klangbild schön findest, da gibts ja unendlich viele möglichkeiten die OHs zu positionieren....
    und davon hängt dann auch das panning ab...
    wenn jetzt rechts ziemlich viel linkes set mitklingt, dann kannst du ruhig ganz extrem pannen, wenn der klang doch sehr verschieden ist, dann wohl eher nicht....

    lg
    ulf
     
  6. Stifflers_mom

    Stifflers_mom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #6
    Eine "eigentliche" Stereoabnahme gibts nicht! Es gibt A/B, X/Y, M/S, ORTF, und noch tausend andere...

    Die wichtigsten und praktikabelsten zur Drumsetabnahme sind A/B (Zwei Mikros in größerem Abstand auf die Schallquelle gerichtet -> Stereoabbildung durch Laufzeitunterschiede) und X/Y (Zwei Mikros mit der Membran auf einem einzigen Punkt in einem bestimmten Winkel zueinander ausgerichtet -> Nur Pegelunterschiede! Monokompatibel!)

    Was einem jetzt besser gefällt muss man ausprobieren. Ich bevorzuge meistens A/B, sieht man eigentlich auch überall im livebereich nur so. Es klingt irgendwie breiter und spektakulärer. X/Y geht mehr in Richtung Natürlichkeit, kommt z. B. bei Jazz ganz gut, wo man oft ein sehr natürlich klingendes Drumkit haben will.

    Wenn man einen gut klingenden großen Raum hat, kann man auch A/B mit Kugeln machen! Auch ganz nett:)


    Zu der Sache mit der Decke: Wenn man einen sehr niedrigen Raum hat, so dass man schon mit der Decke in die Quere kommt, ist das akustisch schon mal ziemlich schlecht. Man muss dann wohl einen Mittelweg finden. Zu nah an der Decke gibt eventuell starke Reflexionen ab, die Phasenschweinerein verursachen. Wenn man zu nah an die Becken geht, bekommt man einen Flanging Effekt, wenn das Becken weit hin- und herschwingt. So 50-80 cm sollte man schon mindestens über dem höchsten Becken sein.
     
  7. Klangschärferei

    Klangschärferei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #7
    Erst mal Danke für Eure Antworten.
    Mich hat wahrscheinlich das Bild von dem BEYERDYNAMIC MCE 530 STEREOSET mit der "König und Meyer Stereoschiene" etwas verwirrt.
    Also wähle ich für den Beginn eine A/B Positionierung. Ein Kondenser über SNARE / HI HAT & CRASH; das andere Kondenser über 2. CRASH / RIDE & STAND TOM. 60 cm über dem höchsten Becken. Aber die Mikros hängen praktisch senkrecht von der Decke, oder?
     
  8. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.02.08   #8
    Erlaubt ist, was gefällt. Durch Anwinkelung der Overheads lassen sich einzelne Becken gezielt betonen/abschwächen, indem man direkt auf sie "zielt" bzw. sie etwas vom Aufnahmebereich des Overheadmikros entfernt.

    Und halte dich nicht zu sehr an den Zahlen fest, z.B. "60 cm über dem höchsten Becken". Das ist eine ungefähre Angabe und je nach Beckentyp/-firma, Drummer und persönlichen Geschmack muss das Mikro höher oder niedriger aufgestellt werden.

    Viele Grüße
    Moritz
     
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