Percussion im Mix

von nordstern, 19.01.06.

  1. nordstern

    nordstern Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.06   #1
    Hallo an alle,

    Bin neu im Forum...
    und schon stell ich ein neues thread rein. ;-)

    Möchte mal hören, was ihr von folgendem hält:

    Bereits bevor ich überhaupt die Liebe zur Percussion entdeckte und zu spielen begann, hatte ich als Musikhörender immer das Gefühl, daß in den allermeisten Songs die Percussion viel zu leise abgemischt ist und mehr am Rande spürbar als noch klar hörbar ist.

    Hab vor einigen Wochen auf einer Meinl Messe mit Stefan Maass gesprochen, der absolut zustimmte, zugleich aber meinte: "Das ist eben Entscheidung des Produzenten, da können wir nix machen."

    Dabei gäbe es genügend tolle Percussionparts, die es absolut lohnen würden, sie präsenter zu machen. Im Jazz treff ich auch häufiger drauf, im Pop sehr selten.

    Wie seht ihr das? Ist das bereits so eingefahren, daß selbst die Tontechniker am Mixer der PA renitent werden, wenn eine Band bewußt präsentere Percussion im Lifemix möchte?

    Schöne Grüße noch,
    nordstern
     
  2. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.06   #2
    das muß man etwas differenziert sehen, Percussions sind für Nichtmusiker/Nichtpercussionisten nicht wichtig, die sind einfach eine nette Dreingabe im Hintergrund - das, was sich verkaufen läßt, steht ganz klar im Vordergrund! ...zumal die Percussions im Pop/Rockbereich (auf CDs) zu min. 90% aus dem PC kommen!!!!

    Aus diesem Grunde ziehe ich auch Musik vor, bei der das nicht so ist - alles andere können die von mir aus im Kaufhaus-Fahrstuhl spielen.
     
  3. nordstern

    nordstern Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.06   #3
    Hallo Lite-MB!

    Ja, übel!! Wenn ich denke, wie toll meine kleinen bis größeren Lieblinge klingen!

    Das mit dem "verkaufen läßt" ist so ein Sache. Irgendwie ein Zirkelschluß, kenne die Problematik auch von musikfernen Bereichen. Da läßt sich was angeblich nicht verkaufen. Aber genau deshalb, weil dem Publikum durch die Bank nichts anderes mehr präsentiert wird und die Leute daher gar nix anderes mehr kennen.

    Und dann gibt's plötzlich ein reines Percussion Konzert, 12 Congaistos und -as auf der Bühne (War am 8.12. hier in Wien) und 500 Leute sind völlig aus'm Häuschen und schwärmen, das war das Rhythmischste und gleichzeitig Stimmungsvollste und Tollste, das sie seit Jahren hörten und ob's das auch auf CD gibt.

    Leider bin ich gezwungen, diese Diskussion mit Verantwortlichen seit Jahren bis zum Erbrechen zu führen (Letzlich eine Diskussion um Qualität und Kreativität.).
    Die Musik läuft bei mir nebenbei, mein Hauptberuf steht im Film-/TV-Produktions Umfeld. Exakt dasselbe: "Will das Publikum nicht!"
    Habt ihr das probiert? Gibts da eine wissenschaftliche Untersuchung, daß ihr das so klar behaupten könnt?
    Natürlich nicht, übersetzt in Klarsprech heißt "Will das Publikum nicht": "Wir wollen das nicht, weil das von durchrationalisierten 08/15 Schemata abweicht und nach mehr Aufwand riecht!".

    Sehr schön! Ganz meine Meinung! :great: Welche Musikrichtungen sind denn deine?

    BTW: Hab letztes Jahr die White-Stripes für mich entdeckt (CD + Konzert). Die strafen ja das 08/15 Geeiere Lügen. Ich weiß nicht, ob du sie kennst und falls ja, ob dir ihr Musikstil liegt. Für mich war's pure Genialität für den Pop-Rock Bereich. Die sch... sich einen Dreck um Trends und Zwänge der Branche. Und Jack und Meg White halten die Percussion sehr präsent und prominent in ihren Songs - auch auf der Bühne. Ziemlich neu für sonst eher rockigen Sound.

    Falls du's nicht kennst: "The Nurse" (alle vom Album "Get Behind Me Satan"): Eine Marimba (Echte! Adams!) füllt die ersten Takte solo, bis Jacks dirty Gitarre einsetzt. "The Denial Twist": Das Tambourin von Meg sehr, sehr präsent. Gibt dem ganzen Song den Drive. Ebenso in "As Ugly As I Seem": da ist Meg's Percussion links fast lauter und präsenter, als Jacks Akustikgitarre. Und in "Red Rain" Bells am Beginn, die in der Wiederholung die Stimmung des ganzen Songs prägen. Anm: Weiß übrigens nicht, um welche Percussion-Instrumente es sich da handelt. Hab die noch nie zuvor und danach gesehen. Keine Cowbells! Glockenartig. Die waren chromatisch auf einem Board befestigt, Glockenform, ca. 10 cm im Durchmesser. Kennst du die???

    Meg ist an den Drums zwar spieltechnisch von einer Sheila E. z.Bsp. weit entfernt, aber das macht sie spielend mit kreativen Einfällen, sprich: Arrangement und Komposition, wett.

    So, und jetzt wär's noch fein, wenn der thread noch andere anzieht. Soll ja keine exklusive Diskussion (und wir sind uns ohnehin einig) zwischen uns beiden werden. ;)

    Schöne Grüße noch,
    nordstern
    ____________________
    Rinnen muß der Schweiß
     
  4. Lite-MB

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    Erstellt: 20.01.06   #4
    die Musik, die ich höre + spiele ist in meiner Signatur überblickartig dargestellt.
    Jazz ausschließlich Oldtime, Dixieland, Rockjazz, Fusion, Worldmusic, ... und im Gegensatz zu meisten hier im Board habe ich nie Rockmusik gemacht.

    Die White-Stripes kenn ich nicht, aber es gab hier ein vernichtende Diskussion im Board...

    Aber reine Perc.-Konzerte kenne ich zuhauf, meine Frau spielt mit (teilweise bis zu 50-60) Kindern recht komplexe, polyrhythmische (oft afrikanische) Trommelmusik. Und das auf recht gutem Niveau!
     
  5. Bigdrum

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    Erstellt: 26.01.06   #5
    Hi Leute,

    ja , da weiß ich auch noch was! Ich stimme Dir da 100 protzentig zu, Nordstern. Ich sehs allerdings nicht auf percussion begrenzt. Du bist im Produktionsgeschäft. Was will denn das Publikum? Es will begeistert, erfreut, beeindruckt, überrascht und und und werden. Ich will nicht nochmal ins "typisch deutsch" Horn blasen aber es ist ein sehr behinderndes Dilemma hier. Egal was oder welche Musik man macht, es scheint auf Seiten der meisten Musiker nur in zwei Varianten zu existieren.

    1. Als Star!

    2. als staatlich beglaubigt richtig.

    Den Musiker, der seinen Job, wie ein Fliesenleger auch, tut und einfach soviele menschen wie möglich beglückt, gibts hierzuland sehr selten. Leider. Es gibt sehr gute Musiker in unserem Land, die sich nur dadurch selbst legitimieren, wenn sie "entdeckt" werden. Alles andere ist ein Mißerfolg in deren Augen und führt dazu, daß eine vollkommen wirre Einteilung in professionelle und nicht professionelle Musiker stattfindet.

    Ich möchte nicht wissen, an wievielen Kneipentheken eine Idee, wie sie zum Beispiel "Stomp" umgesetzt haben, an eben dieser Visionslosigkeit verpufft sind. Es stimmt, es liegt mit an uns und an unserem Selbstverständnis, ob etwas geht oder nicht. Das Publikum fällt das Urteil! Auch bei Küblböck!

    Ich war kürzlich auf ner "blues open stage" in Frankfurt. Irgendwann kam einer und stellt Congas und Bongos auf. Anfangs wars etwas zerhackt. (is aber oft so am Anfang)Als dann ein "Stamm" Afrikaner in bunten Umhängen reinkam hat sich eine wunderbare Fusion aus Latin, Afro und Blues eingestellt. Die Luft hat gebrannt und was Neues is entstanden. War super. Das in ein entsprechendes marktgängiges Format eingewickelt und man macht damit unverändert 1000er Hallen voll.

    Wär vielleicht mal ein Extrathema, so mit Umfrage oder so.

    Wie von der Musik leben!

    Bigdrum.
     
  6. Lite-MB

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    Erstellt: 26.01.06   #6
    wobei STOMP jetzt für mich persönlich nicht so der große Bringer war...
    Für mich braucht Musik keinerlei Show zu beinhalten, mit genügt es, wenn die Musik gut ist!
    Zieh mal bei STOMP die Show ab und höre genau auf die Rhythmen, genauer sogar auf die Stickings, die spielen 4-5 pro Aufführung exakt das gleiche nur immer etwas anders insziniert und instrumentiert.
    Ich habe mir das zweimal live angesehen (beidemale eingeladen, diese Horrorpreise hätte ich nie selber bezahlt), beim zweiten Mal bin ich trotz des Lärms sogar eingeschlafen.
     
  7. Bigdrum

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    Erstellt: 26.01.06   #7
    Haha, waaas, eingeschlafen? Kann ich gar nicht glauben. Ich bin auch eingeladen worden und war in äußerst skeptischer Haltung. Ab der Mitte war ich restlos begeistert. Ich hatte allerdings auch keine Vituosität erwartet, sondern eben eine "SHOW". Und die gabs dann auch. Rhythmisch wars fürn geschultes Ohr eher Schonkost. (hätte aber auch noch viel schonender sein können)

    Aber das war nicht das was ich sagen wollte. Mir gings um dieses "Das Publikum will das nicht". Hätte man mit so`ner Idee vorherjemanden begeistern wollen, hätte sich jeder an die Stirn getippt. Danach gabs in jeder Stadt mindestens eine Nachahmertruppe. Die wollte ich dann nicht mehr sehn, selbst wenn sie die abgefahrensten Sachen gespielt hätten.

    Es wird ja denn dann auch klar, daß ein percussives Instrument nicht von LP sein muß, sondern auch OBI ne gute Drumabteilung hat!...grins. Womit wir wieder beim Thema wären!

    Da hab ich mal wieder Tito Puente, Ruben Blades oder Rubens Cubalcaba (oder so ähnlich) und CO. ausgegraben und muß wieder mal sagen. Da wird getrommelt und zwar im Vordergrund und tragend! Keine Spur von "ausschmückendem Beiwerk". Man sollte nichtglauben, daß diese Schlagdichte sehr engen Regeln gehorcht, die an eine rhythmische Varianten einer Funktionsharmonik erinnert.

    Bigdrum
     
  8. Bigdrum

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    Erstellt: 26.01.06   #8
    ...Gonzalo Rubalcaba, meinte ich, sorry!
     
  9. Lite-MB

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    Erstellt: 26.01.06   #9
    Mit großem Ausrufezeichen, hab selten eine geilere Surdo gehört, wie den Regenwasserbottich bei STOMP!!!

    ...wenn du auf Musik (Jazz-Nichtjazz-Worldmusik, gibt nicht wirklich Schubladen dafür...) mit total abgefahrenen Percussions stehst, dann hör dir mal aktuellere CDs von Steve Coleman an - Trommler aus der Karibik, aus Afrika, Asien, plus Jazzdrummer ergeben einen wahnsinnigen Mix. Meist eh ungerade Rhythmen, oft verschiedene übereinander (also wirklich polyrhytmisch) und dann hoch präzise und mit "Schmackes". Aber absolut keine leichte Kost für nebenbei!
     
  10. Bigdrum

    Bigdrum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #10
    hi Lite MB,
    danke für den Tipp! Bin gerade mal bei Musik Line gewesen und hab mal reingehört. Leider is die Qualität auf meinem Laptop echt miserabel, die Übertragung ebenfalls. Welche CD (Titel) meintest Du denn? Muß ich mal im Laden gucken, wo man richtig reinhören kann. Es klang zumindest nach "Zuhörkost"!

    Bigdrum
     
  11. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #11
    hallo Big,
    wenn ich mich richtig erinne war die eine davon:
    Steve Coleman - Genesis and the opening of the way --- (oder ähnlich) müßte eine Doppel-CD sein

    ich habe die CDs selber nicht, hab die mal unterwegs zu einem Gig gehört, im Auto eines Kollegen, der hatte zwei oder gar der von der Sorte - ich frag bei Gelegenheit mal nach.
     
  12. Bigdrum

    Bigdrum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #12
    Jetzt kriegste Punkte von mir!!! Ich weiß zwar noch nicht wie das geht, aber werds schon finden. Danke, den Titel kann ich Dir schon mal bestätigen. Hab ne Seite gefunden, da kannste Dir ganze CDs oder zum Teil ganze Titel im MP3 Format runterladen. Is wirklich Klasse!!!
    http://www.m-base.com/resume1b.html
    Ich schätze jedoch, daß du zu den "Audiophilen" gehörst und MP3 nicht in die Tüte kommt....stimmts?
    Die Sachen die ich bis jetzt gehört hab sind sehr groovig!!
    Ich geh jetzt mal weiterhören...
    Bigdrum
     
  13. nordstern

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    Erstellt: 29.01.06   #13
    Hallo Lite-MB, hallo Bigdrum,

    War jetzt ein paar Tage nicht hier im Subforum, da ich mich mehr in der Keys Ecke herumtreibe. Sah erst jetzt, daß da was weiterging an posts.

    Danke, danke! Freut immer, Mitstreiter zu finden! :)

    Genau das mein ich! Kann mir die Stimmung dort gut vorstellen.:great:

    @Lite-MB: Hab mir auch den Steve Coleman Tip gleich notiert. Danke!

    @alle:
    Hab vor ein paar Tage mal ein paar alte Alben aus den spät 60ern und 70ern ausgegraben, die ich schon lange nicht mehr hörte.

    Und was fällt mir da prompt auf? Da war die Percussion noch präsent, egal ob ich nun Jethro Tull oder Fleetwood Mac oder wen immer einlegte, da slapten die Congas und Bogos los, da pulsieren die Claves und Cowbells und Tambourine, daß es eine Freude ist.

    Offenbar hat sich viel zum Schlechteren gewendet während der letzten 20 Jahre.

    @Lite-MB:
    Nachdem Rockmusik dir nicht liegt, würden sie dich wahrscheinlich nicht ansprechen. Aber was ich an Jack White schätze, ist dieses Pfeifen auf Trends und angebliche Produktionszwänge. Nachdem er auf die Bühne mit einer Marimba kommt und eine Rocknummer mit einer Percussionlead macht, hatte er mal kräftig Pluspunkte bei mir. Wer im "big business" wagt das schon?

    Den thread zu den Stripes hab ich mir dann gesucht. So vernichtend war er gar nicht, exakt 50:50. Offenbar sehr polarisierend.

    Schöne Grüße,
    nordstern
    ____________________
    Rinnen muß der Schweiß
     
  14. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #14
    ...nur nochmal zur endgültigen Klärung, du sprichst nicht von dem Deutschen, der sich Jack White nennt ,und der als Produzent für "Kaliber" wie Tony Marshall etc. arbeitet, sich selber auch schon sehr erfolglos als Schlagersänger versucht hat...?
    ...und ich das zweifelhafte "Vergnügen" hatte, den mal persönlich kennenzulernen bei einer Gala in Baden-Baden, weil den würde ich höchstens auf dem Niveau von Dieter Bohlen einsortieren!
     
  15. Bigdrum

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    Erstellt: 29.01.06   #15
    Hi Lite, Hi Nordstern,

    hab mir mal gerade angehört was der eigentlich macht!
    http://www.whitestripes.com/video/video.html

    Das ist der Sound von früher! Es ist nicht alleine die präsenz, sondern auch der ungeschönte Sound. Auch das realtime feeling. Ich weiß noch, als elektronische Musik sich gerade etabliert hatte, gabs die ersten Kritiker, die diese "unmenschliche" präzision" kritisierten. Schwups, gabs ein Gerät namens "Humanizer" im Studio. So haben auch die Stones mal geklungen! White nimmt sich einfach dieses "Feel" und brennts auf Scheibe. Ich glaube nicht, daß da eine besondere Betonung auf Perc. gelegt wird. Die anderen Instrumente klingen ebenfalls "wie früher".
    das schöne an dem "wie früher" is ja, daß wir in der Nähe zu uns selbst bleiben und uns nicht in eine Region versteigen, in der uns niemand mehr folgen kann. Musik von Menschen für Menschen. Kein KO - Verfahren, daß den Einen zum Star, den Anderen zum Verlierer macht. Das is TV-Käse und wird auch ernsthaft nur von "Nichtmusikern" betrieben. Nurn Psycho-Taschenspielertrick!

    Ich wills gar nicht werten, oder in Kategorien wie "gut" oder "schlecht" einteilen. Ob und welche Musik wie gemacht wird, liegt letztendlich an uns Musikern und damit mein ich Musiker, nicht Marschall oder Bohlen. Was die machen is mir egal!
    Ich zumindest weiß jetzt welcher Song mich im Radio immer wieder dazu verleiten will, auf der vollgestopften A5, zickzackfahren zu wollen; "My Doorbell"! Danke.
     
  16. Bigdrum

    Bigdrum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #16
    Ach ja, vergessen, ...die "Open Stage" war im Blues &Beyond in Frankfurt - Bornheim. N`echter Tipp!!! Also, wer sich ma Montags in der Gegend rumtreibt....HIN! Sehr gute Leute da, sehr schöne Atmosphäre. Eine Hausband hält alles im guten Rahmen ohne zu reglementieren. weitersagen!

    http://www.bluesandbeyond.de/programm-jan.html

    bigdrum
     
  17. nordstern

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    Erstellt: 30.01.06   #17
    @Bigdrum:
    Danke für den Blues&Beyond Tip! Ich bin zwar etwa 700 km von Frankfurt stationiert (Wien), aber werde beruflich im Frühjahr oder Frühsommer nach Frankfurt kommen. Da müßte ein Abstecher abends doch machbar sein.

    Und fein, wenn du da mit den White Stripes was für dich entdeckt hast!

    @Lite-MB:
    God beware, nein, nein! Diese Schiene ist so weit weg von mir, daß mir gar nicht bewußt war, daß es da eine Verwechslung geben könnte. Reine (Künstler-)Namensgleichheit! Der Jack White, den ich meinte, ist waschechter Detroiter und Alternativ Rocker und die eine Hälfte der White Stripes. Die andere ist Meg White, von der ich immer noch nicht weiß, ob sie seine Schwester oder Frau ist. Beide so Mitte/Ende 20, würde ich schätzen.

    Siehe Antwort und link von Bigdrum.

    Grüße,
    nordstern
     
  18. Bigdrum

    Bigdrum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #18

    klar, klingel durch, Armin Sommer....06257 / 50 64 87 oder 0163 / 660 65 89
    Grüß mir den Schnee und die nahegelegenen Pisten..schluchz
    Bigdrum

    Bring Lite mit!
     
  19. nordstern

    nordstern Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.06   #19
    @ Bigdrum:
    Hey, danke für die Nummern, Armin. Mach ich doch glatt, super! :)
    Vielleicht verschlägts dich ja auch mal nach Wien. Möchte aber meine Nummer nicht so öffentlich machen. Ich schick's dir per PM, ok. Einfach melden, wenn du mal hier bist.

    Die Pisten grüß ich ;-). Sind zwar im Wiener Umfeld nicht soooo hochgelegen, aber 2000 m auf der Rax, ca. 45 min. Fahrzeit, ist auch ganz ok. Solltest du mal im Ösiland Pisten suchen, Tirol/Salzburg ist Kitsch, Massentourismus und Abzocke. Die beste Qualität gibt's in der Steiermark, Hochschwab und Niedere Tauern. Aber das wird jetzt off-topic ;-).

    nordstern
     
  20. Knurf

    Knurf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #20
    Nochmal zu den zu leise aufgenommenen Percussion:

    Also im Prinzip bin ich da ja eurer Meinung, aber wie laut die Percussion ist hört man oft erst, wenn die Spur gemuted wird.
    Viele Songs scheinen auf anhieb sogar ohne Percussion zu sein, aber wenn z.B. der Shaker nicht währe könnte man garnicht zu diesem Groove tanzen! Der Flow geht verlohren.
    Die Jahrelange erfahrung der Tontechniker ist nicht zu Ignorieren. Die wissen (zum teil jedenfalls) genau was sie da machen.
    Wenn der (um bei diesem Beisp. zu bleiben) Shaker noch lauter währe, würde das über Walkman nur nerven oder sich in der Disco aus dem Gesammtbild des Songs absetzen !
    (!K L U G S C H E I S S!)

    Nichts desto trotz mag ich gute Perc. auch und grade im Jazz sehr gerne...
     
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