Pickups mit unterschiedlichem Gleichstromwiderstand

von Trestor, 21.12.16.

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  1. Trestor

    Trestor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.16   #1
    Hallo,
    meine Frage:
    Wie ist es wenn ich einen PU mit einem Gleichstromwiderstand von ~8 kOhm zusammen mit einem mit ~13kOhm in eine Gitarre stecke.
    Kann alleine durch die Abstände dieser Outputunterschied ausgeglichen werden, oder ist der hochohmige PU soviel stärker, dass diese Kombi keinen Sinn machen würde?

    Bei den PUs geht es um den DiMarzio DP100 Super Distortion Hals PU und den Seymour Duncan PG (der bereits verbaut ist) in der Stegposition.

    Alternativ:
    Einen PU für den Steg, der mir einen ähnlichen 80er Jahre Stadion Rocker Lead Sound bringt
     
  2. vic_rattlehead

    vic_rattlehead Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.16   #2
    Ich habe einen ca 15k Bridge PU und 8K im Neck drin und vom Output her liegen die gar nicht mal so weit auseinander. Ob einem die Pickups/Widerstände an sich gefallen, muss man natürlich selbst entscheiden, aber zumindest hinsichtlich Volume/Gain bringt das switchen keinen extremen Drop.
     
  3. Gast 2356

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    Erstellt: 21.12.16   #3
    Der Widerstand sagt recht wenig über den Output und den Sound aus.
    Die beiden liegen eigentlich im vollkommen normalen Rahmen, da der
    Stegpickup geringere Schwingungsintensität abbekommt und eigentlich
    erst unterschiedliche Pickups zu ausgeglichenen Ergebnissen führen.
    Über den Abstand kann man noch feinjustieren und den besten Kompromiss suchen.
     
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  4. drholg

    drholg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.16   #4
    Wirklich den Super Distortion an der Halsposition?
    Ich habe gerade eine ähnliche Konstellation in meine Gitarre eingebaut, allerdings den Super Distortion an der Bridge und den 36th Anniversary PAF am Hals, das passt sehr gut zusammen.

    Viele Grüße
    Holger
     
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  5. Trestor

    Trestor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.16   #5
    Ah ok. Habe es immer so verstanden, dass der Widerstand eine mögliche Kenngröße des Outputs ist. Wieder was gelernt.
     
  6. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.16   #6
    Die Betonung liegt auf "mögliche": Bei gleichem Draht, gleicher Wicklungsdichte und Art und gleichen Magneten stimmt das schon einigermaßen.

    Ich würde den SD an die Bridge setzen und den PG mit einem Coil-Split ausstatten
    aber probieren geht über studieren.
     
  7. Trestor

    Trestor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.16   #7
    Den Coil Split hatte ich mal bei den PG getestet, war mir aber nicht sicher ob ich den dauerhaft drin lassen soll.
    --- Beiträge zusammengefasst, 22.12.16 ---
    Den Coil Split hatte ich mal bei den PG getestet, war mir aber nicht sicher ob ich den dauerhaft drin lassen soll.
     
  8. Stratz

    Stratz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.16   #8
    Das Hotrodded Set von Seymour Duncan mit dem SH-4 JB am Steg (ca. 16,6K) und dem SH-2 Jazz am Hals (ca. 7,5K) hat noch größere Sprünge im Widerstand und die PUs passen trotzdem zusammen.

    Ein PAF mit ca. 8K ist am Steg auch nicht "halb so laut" wie ein JB. Da kommen noch viele andere Faktoren hinzu. PAFs und HBs mit ähnlichem Output (so ca. 7-9K) werden oft mit AWG42-Draht gewickelt. Werden die PUs heißer gewickelt muss man irgendwann auf dünnere Drähte umsteigen (z.B. AWG43 beim Custom mit ca. 14,1K und AWG44 beim JB). Wenn man zwei PUs hätte, die jeweils die gleiche DC hätten aber z.B. einmal mit AWG42 und einmal mit AWG44 gewickelt worden wären, so würde der mit dem dickeren AWG42 "mehr Output" haben. Ich habe mal gelesen, dass der Custom auch nur ca. 20% mehr Output hat als z.B. der SH-1 '59 PAF. Und das, obwohl der Widerstand ca. 1,7 mal so hoch ist. Bei mehr Wicklungen wird der Sound aber etwas dunkler und mittiger. Das ist auch einer der Gründe, warum bei solchen PUs oft starke Magnete wie Keramik zum Einsatz kommen.

    Da ja, wie schon geschrieben, die Saiten in der Halsposition stärker schwingen benötigt man da auch nicht so starke PUs. Ein PU wie der DP100 Super Distortion würde da eher sehr dunkel und matschig klingen. Es gibt ein paar Gitarristen, die sich solche PUs in die Halsposition reinsetzen (z.B. auch den SH-4 JB), aber die Spielen dann ausschließlich Hi-Gain-Soli damit. Für cleane und crunchige Sounds ist das nicht so zu gebrauchen. Man könnte aber bei 4-adrigen PUs diesen auch parallel schaltbar machen, dann klingt er schwächer und ausgedünnter, Mitten werden auch reduziert. Vorteil wäre dann auch, dass nichts brummt. Es ist im Gegensatz zum Coilsplit, wo eine Spule deaktiviert wird immer noch ein Humbucker, aber die Spulen sind nicht seriell verschaltet, sondern parallel, wie bei der Zwischenposition einer Strat. Parallelschaltung macht meiner Meinung nach aber eher bei heißen Modellen Sinn. Ein PAF oder auch der Pearly Gates mit relativ geringer DC wird da zu dünn und schlaff klingen. Bei solchen PUs würde ich dann einen Coilsplit wählen.

    Den Super Distortion kann ich mir gut mit dem Pearly Gates zusammen vorstellen, allerdings mit dem PG am Hals und dem SD am Steg. Der Pearly Gates-Bridge wird gerne mit heißeren Steg-HBs gepaart. Beachte aber, dass Seymour Duncan und DiMarzio unterschiedliche Phasen haben. Beim Seymour Duncan müsste dann der schwarze gegen den grünen Draht getauscht werden, ansonsten ist die Mittelposition Out-Of-Phase, klingt also sehr dünn und nasal. Das mag nicht jeder.
     
  9. Trestor

    Trestor Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.16   #9
    Der PG Neck PU gefällt mir vom Sound her einfach nicht, daher habe ich nur einen für den Steg gekauft.
    Aktuell ist im Hals noch der Gibson Zebra '61 verbaut der, so gut er auch bei rockigem crunch und cleanem Blues klingt, bei Drop Tunings und anderer harter Gangart matscht und ein schlecht definiertes Klangbild abgibt (genauso wie sein Steg Gegenstück).
    Ausserdem klingen sie durch die besondere Wicklung sehr nach Single Coil.

    Daher fliegen die raus und werden in eine andere Klampfe gesteckt, die ich nur für Bluesrock nutze.

    Dr. Frankenstein lässt grüßen
    :evil:

    Kann ja auch mal testen wie sich der Bridge PG am Neck machen würde.
    Dann hätte ich das von dir eben beschriebene Neck Problem mit dem DP100 nicht.
     
  10. Stratz

    Stratz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.12.16   #10
    Ich meinte auch den Pearly Gates für die Bridge. Der soll sich dort gut machen. Ebenso der SH-12 Screamin' Demon, der eigentlich auch für den Steg ist.

    Der singlecoilartige Sound entsteht durch unterschiedlich gewickelte Spulen.
     
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